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News des Tages: SPD-Chefin Nahles: "Herr Maaßen muss gehen, und ich sage Euch, er wird gehen"

15.000 Äpfel an einen Kunden verkauft - Supermarktangestellte auf Kuba gefeuert +++ Seehofer sieht CSU "ganz passabel" aufgestellt +++ Ausstieg aus Kohleverstromung bis 2038 +++ Mehrere Tote durch Wirbelsturm "Florence" +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Die Vorsitzende der SPD: Andrea Nahles

Die Vorsitzende der SPD: Andrea Nahles

DPA

Die wichtigsten Meldungen des Tages:

  • Seehofer sieht CSU vor der Landtagswahl "ganz passabel" aufgestellt (10.21 Uhr)
  • Kommission schlägt offenbar Ausstieg aus Kohleverstromung bis 2038 vor (8.07)
  • Mehrere Tote durch Tropensturm "Florence" im Südosten der USA (7.00 Uhr)
  • 3500 Teilnehmer bei neuer Demo in Chemnitz (1.41 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:   

+++ 19.02 Uhr: Paris und Brüssel wollen autofreien Tag in ganz Europa +++

Die Hauptstädte Paris und Brüssel streben einen jährlichen Tag ohne Autos in ganz Europa an. Wie die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und der Brüsseler Bürgermeister Philippe Close gemeinsam schrieben, könnte dies eine Ergänzung zu dem erfolgreichen "Tag des offenen Denkmals" sein.

In der belgischen Kapitale Brüssel ist dieser Sonntag wieder autofrei, die Veranstaltung ist eine Institution und gilt als beliebt. In Paris sollen die Autos am Sonntag ebenfalls stehenbleiben. Die Sozialistin Hidalgo will in der französischen Hauptstadt schon seit längerem den Autoverkehr zurückdrängen und setzt dabei unter anderem auf eine Förderung des Fahrrads und öffentlicher Verkehrsmittel.

+++ 17.31 Uhr: Mordverdacht: Junge Deutsche in Wien tot in Hotel gefunden +++

Mit Würgemalen ist eine junge deutsche Frau tot in einem Wiener Hotel aufgefunden worden. Eine Österreicherin, die im selben Hotelzimmer war, wurde wegen Mordverdachts vernommen, berichtete die Polizei. Die 25 Jahre alte Tote aus dem Raum Düsseldorf hatte einen festen Wohnsitz in Wien. Die Polizei geht Vermutungen nach, dass die Deutsche Opfer einer Beziehungstat wurde, sagte ein Polizeisprecher der dpa. Diese Theorie sei jedoch noch nicht gesichert. Das Verhör der 31-Jährigen Verdächtigen dauere noch an.

+++ 17.06 Uhr: Ägyptisches Gericht will Söhne von Ex-Diktator belangen +++

Ein ägyptisches Gericht hat Haftbefehle gegen die Söhne des gestürzten Machthabers Husni Mubarak erlassen. Alaa und Gamal Mubarak wird Betrug mit Börsengeschäften vorgeworfen, durch die sie umgerechnet etwa 24 Millionen Euro eingenommen haben sollen. Der Prozess gegen sie und drei weitere Angeklagte, während dem das Gericht den Haftbefehl aussprach, soll im Oktober weitergehen.

Husni Mubarak wurde im Zuge der arabischen Aufstände 2011 nach Massenprotesten gestürzt und später angeklagt. Anfang 2016 hatte ein ägyptisches Gericht eine dreijährige Haftstrafe gegen den Ex-Präsidenten und seine Söhne wegen Korruption bestätigt. Die Angeklagten hatten nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Millionenbeträge veruntreut und damit Luxus-Residenzen gekauft. Diese Strafen waren bei Urteilsverkündung aber bereits abgesessen.

+++ 15.55 Uhr: Nahles beharrt auf Abberufung Maaßens +++

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat die Forderung ihrer Partei nach Ablösung von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen unterstrichen. Sie könne Maaßen kein Vertrauen mehr entgegenbringen, sagte Nahles in Offenbach beim Wahlkampfauftakt der hessischen SPD. Die SPD vertrete dazu eine klare Position. Nun sei es an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Klarheit zu schaffen. "Herr Maaßen muss gehen, und ich sage Euch, er wird gehen."

Die SPD pocht wegen umstrittener Aussagen Maaßens zu ausländerfeindlichen Vorfällen in Chemnitz auf seine Ablösung. Außerdem zweifelt sie an seiner Eignung im Kampf gegen rechtsextreme Tendenzen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) als Maaßens Vorgesetzter hatte diesem sein Vertrauen ausgesprochen. Ein Gespräch der Koalitionsspitzen hatte zuletzt keine Lösung des Streits gebracht. Am Dienstag wollen sich Merkel, Seehofer und Nahles erneut beraten.

+++ 15.17 Uhr: 400 Bauarbeiter nach Streik bei Istanbuls Flughafen festgenommen +++

Türkische Sicherheitskräfte haben auf der Baustelle für den neuen Flughafen Istanbuls knapp 400 streikende Arbeiter festgenommen. Wie die Zeitung Cumhuriyet meldete, sind die Arbeiter seit Freitag im Ausstand, nachdem ihr Arbeitgeber den Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen nicht nachgekommen war.

Die Sicherheitskräfte hatten Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt. Das für den Flughafenbau verantwortliche Unternehmen IGA teilte am späten Abend mit, man wolle so bald wie möglich Maßnahmen zur Lösung der Probleme der Arbeiter ergreifen. Die Bauarbeiter-Gewerkschaft Insaat-Is twitterte hingegen, es habe keine Einigung gegeben.

+++ 15.04 Uhr: Neun Menschen sterben bei Taifun auf den Philippinen +++

Durch den Supertaifun "Mangkhut" sind auf den Philippinen und in Taiwan mindestens neun Menschen gestorben. Auf der nördlichen Hauptinsel der Philippinen, Luzon, traf der Sturm der Kategorie vier mit Böen von bis zu 255 Stundenkilometern auf Land. Zuvor hatten die Behörden die zweithöchste Sturmwarnstufe ausgerufen. Mindestens vier Millionen Menschen leben direkt in der vorhergesagten Taifunschneise.

Sechs Menschen wurden bei Erdrutschen auf den Philippinen getötet, wie die Polizei am Samstag mitteilte. In der Stadt Baguio im Norden starben zwei Frauen, nachdem ein durch die sintflutartigen Regenfälle aufgeweichter Hang abgerutscht war.  Ein Mädchen ertrank, ein Sicherheitsmann wurde von einer umstürzenden Mauer erschlagen.

+++ 13.18 Uhr: Sachsen-AfD verteidigt gemeinsame Demonstrationen mit Pegida +++

Die AfD Sachsen hält entgegen den Empfehlungen der Bundespartei am Schulterschluss mit dem fremdenfeindlichen Pegida-Bündnis fest. "Die Menschen bei Pegida sind weder Rechtsextremisten noch Nazis", sagte der Landesvorsitzende Jörg Urban beim AfD-Parteitag in Markneukirchen. Damit verteidigte er vor rund 180 Delegierten die gemeinsame Demonstration von AfD und Pegida am 1. September in Chemnitz, an der sich auch die Teilnehmer einer Kundgebung der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz beteiligt hatten. Am Rande dieses sogenannten Trauermarsches für einen mutmaßlich von Migranten getöteten Deutschen hatten Teilnehmer unter anderem den Hitlergruß gezeigt. Der AfD-Bundesvorstand hatte in der vergangenen Woche einen Beschluss gefasst, wonach den Anhängern geraten wird, nur an solchen Kundgebungen teilzunehmen, die ausschließlich von der AfD angemeldet und organisiert werden.

+++ 12.23 Uhr: 15.000 Äpfel an einen Kunden verkauft - Angestellte in Kuba gefeuert +++

Weil sie 15.000 Äpfel an einen einzigen Kunden verkauft haben, sind mehrere Mitarbeiter eines Supermarkts in Kuba entlassen worden. In dem lateinamerikanischen Land leidet die Bevölkerung regelmäßig unter Lebensmittelknappheit, daher hatte ein Journalist den massenhaften Verkauf von Äpfeln im Internet öffentlich gemacht, den er mit eigenen Augen in Havanna gesehen hatte. Die staatliche Zeitung "Granma" berichtete, acht Angestellte des Supermarkts seien gefeuert worden.

Der Journalist Iroel Sánchez beschrieb die Szene in seinem Blog: "Fast generalstabsmäßig organisiert und von der komplizenhaften Gleichgültigkeit der Angestellten begleitet, kam ein Kommando junger, kräftiger Leute an, die binnen weniger Minuten 15.000 Äpfel kauften". Alle Äpfel seien für nur einen Kunden gewesen.

+++ 11.38 Uhr: Erzbischof von Washington geht vor Opfern sexuellen Missbrauchs auf die Knie +++

Der Erzbischof von Washington, der den massenhaften sexuellen Missbrauch von Kindern durch katholische Priester in den USA gedeckt haben soll, ist als Zeichen seiner Reue während einer Messe vor den Opfern auf die Knie gegangen. Der 77-jährige Kardinal Donald Wuerl warf sich zu Beginn eines Bußgottesdienstes für die Opfer in der Kathedrale St. Matthew auf den Boden. Der Geistliche will Papst Franziskus demnächst seinen Rücktritt anbieten.

Wuerl war von 1988 bis 2006 der Bischof von Pittsburgh in Pennsylvania. In dem Bundesstaat hatten einem Untersuchungsbericht zufolge mehr als 300 katholische Priester über Jahrzehnte hinweg über tausend Kinder sexuell missbraucht. Wuerls Name taucht in dem Bericht mehrfach auf, ihm wird vorgeworfen, den Skandal unter der Decke gehalten zu haben.

+++ 11.36 Uhr: Feuerwehr prüft unterirdische Gänge im Hambacher Forst +++

Bei der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst bereiten unterirdische Gänge der Braunkohlegegner den Einsatzkräften Probleme. Mit Teleskopkameras prüfe die Feuerwehr, ob sich in den Gängen Umweltaktivisten verschanzt hätten, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Kerpen auf Anfrage. Auch die Grubenwehr ehemaliger Zechen wurde zurate gezogen. Die Experten hätten die "Stollen" geprüft und für einsturzgefährdet erklärt, sagte der Sprecher. Solange unklar sei, ob es weitere Gänge gebe und dort Aktivisten versteckt seien, könne auch kein schweres Räumgerät eingesetzt werden, sagte der Sprecher der für die Räumung zuständigen Stadt Kerpen, Erhard Nimtz

+++ 10.50 Uhr: "Spiegel": Verfassungsschutz will Mitarbeiterzahl verdoppeln +++

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) plant einem Bericht zufolge, bis 2021 auf fast 6000 Mitarbeiter anzuwachsen. Nach "Spiegel"-Informationen will die Behörde rund 2900 neue Stellen schaffen. BfV-Präsident Hans-Georg Maaßen beabsichtige, seine Behörde damit strukturell an den Bundesnachrichtendienst (BND) angleichen, berichtete das Magazin in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf Informationen aus dem Bundesinnenministerium.

Derzeit hat das BfV demnach 3110 Mitarbeiter, der BND mehr als 6500. Neben dem Stellenzuwachs sollen laut "Spiegel" auch die Abteilung Spionageabwehr, Geheim- und Sabotageschutz sowie die für Islamismus und islamistischen Terrorismus umstrukturiert und damit gestärkt werden. Aus Behördenkreisen sei auch Kritik an den Plänen zu vernehmen, da das Thema Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus offenbar zu kurz komme, berichtete das Magazin weiter.

 +++ 10.46 Uhr: Drei Menschen mitten in Mexiko-Stadt auf beliebtem Platz erschossen +++

Auf einem bei Touristen und Einheimischen beliebten Platz im Zentrum von Mexiko-Stadt haben als Mariachi-Musiker verkleidete Männer drei Menschen erschossen und sieben verletzt. Der Angriff auf dem Garibaldi-Platz in der Metropole ereignete sich kurz vor 22.00 Uhr (Ortszeit) am Freitagabend, wie die Polizei mitteilte. Auf dem für seine traditionelle Mariachi-Musik bekannten Platz waren, auch wegen der Unabhängigkeitsfeierlichkeiten in Mexiko, zum Zeitpunkt des Überfalls zahlreiche Menschen unterwegs. Das Motiv für die Bluttat ist unklar.

Die Angreifer kamen den Angaben der Polizei zufolge auf Motorrädern und konnten flüchten. Sie schossen demnach "mit Kurz- und Langwaffen" auf die Menschen. Etwa 60 Patronenhülsen wurden danach gefunden. Der Platz und die an ihm liegenden Restaurants und Bars, die an Wochenenden voller Menschen sind, wurden geräumt.

+++ 10.27 Uhr: Drei Menschen durch Supertaifun "Mangkhut" getötet +++

Durch den Supertaifun "Mangkhut" sind auf den Philippinen und in Taiwan die ersten Menschen ums Leben gekommen. Zwei Frauen wurden bei einem Erdrutsch auf den Philippinen getötet, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Polizisten der Stadt Baguio im Norden fanden die Leichen, nachdem ein durch die sintflutartigen Regenfälle aufgeweichter Hang abgerutscht war. In Taiwan wurde zudem eine Frau von den hohen Wellen durch den Taifun weggerissen, wie die Behörden mitteilten.

Der Supertaifun hatte am Samstag die Philippinen erreicht. Auf der nördlichen Hauptinsel Luzon traf der Sturm der Kategorie vier mit Böen von bis zu 255 Stundenkilometern auf Land. Zuvor hatten die Behörden die zweithöchste Sturmwarnstufe ausgerufen. Mindestens vier Millionen Menschen leben direkt auf dem vorhergesagten Weg des Taifuns.

+++ 10.21 Uhr: Seehofer sieht CSU vor Landtagswahl "ganz passabel" aufgestellt +++

Trotz schlechter Umfragewerte von nur noch 35 Prozent sieht CSU-Chef Horst Seehofer seine Partei vier Wochen vor der Bayernwahl nicht unter Druck. "Aus meiner Sicht stehen wir ganz passabel zum Beginn des Wahlkampfes dar, und wir werden in den nächsten vier Wochen alles in die Waagschale werfen, damit wir gut abschneiden", sagte er vor Beginn des CSU-Parteitags in München. Ziel der CSU, die bei der Landtagswahl 2013 noch 47,7 Prozent erreichte, sei es, so stark wie möglich zu werden.

+++ 10.12 Uhr: Räumung in Hambach geht weiter - Aktivisten besetzen Kraftwerksbagger +++

Die Polizei hat den dritten Tag in Folge die Räumung von Baumhäusern der Braunkohlegegner im Hambacher Forst fortgesetzt. Seit dem Morgen werde die Räumung einer weiteren "Siedlung" mit dem Namen "Gallien" vorbereitet, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Mitarbeiter des Bauordnungsamtes hätten die Aktivisten mit Lautsprechern aufgefordert, die Baumhäuser binnen 30 Minuten zu verlassen.

Unterdessen besetzten nach Angaben der Polizei Aachen neun Aktivisten drei Bagger im Braunkohlekraftwerk Niederaußem in der Nähe des Hambacher Forstes. Die Polizei zog dort Einsatzkräfte zusammen. Die Braunkohlegegner sprachen von 20 Aktivisten in Niederaußem. Der Energiekonzern RWE plant im Herbst den Wald für den Braunkohleabbau abzuholzen.

Am Freitag hatte die Polizei begonnen, die Baumhaussiedlung "Oaktown" im Hambacher Forst zu räumen. Zwei Häuser seien inzwischen leer, sagte der Polizeisprecher. Die Räumung von "Oaktown" zieht sich allerdings hin, da es Hinweise gebe, dass sich Aktivisten in Erdlöchern verschanzt hätten, hieß es.

+++ 08.07 Uhr: Kommission schlägt offenbar Ausstieg aus Kohleverstromung bis 2038 vor +++

Die Kohlekommission schlägt laut "Spiegel" einen Ausstieg aus der Kohleverstromung zwischen den Jahren 2035 und 2038 vor. Ronald Pofalla habe als einer der vier Vorsitzenden der Kommission" Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" nach einer Reihe von Gesprächen eine Kompromisslinie erarbeitet und diese im Bundesumweltministerium und im Kanzleramt vorgestellt, berichtete der "Spiegel" am Samstag. Demnach sollen die letzten Kohlekraftwerke zwischen 2035 und 2038 geschlossen werden.

Geplant ist dem Bericht zufolge, in einem Sofortprogramm Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt fünf bis sieben Gigawatt bis zum Jahre 2020 vom Netz zu nehmen und gegebenenfalls als Reserve zu behalten. Spätestens im Jahre 2027 solle geprüft werden, ob der Ausstiegspfad eingehalten werden könne. Dies soll laut "Spiegel" in einem Gesetz verbindlich festgehalten werden.

+++ 07.00 Uhr: Mehrere Tote durch Tropensturm "Florence" an US-Ostküste +++

Der Wirbelsturm "Florence" hat zu schweren Überschwemmungen und Schäden an der Südostküste der USA geführt. Die Behörden bestätigten vier Todesfälle, US-Medien berichteten über ein fünftes Opfer. Unter ihnen waren eine Mutter und ihr Baby, die im Bundesstaat North Carolina getötet wurden, als ein Baum auf ihr Haus stürzte. Hunderttausende Haushalte waren von der Stromversorgung abgeschnitten. Einsatzkräfte retteten hunderte Menschen aus von Wasser umschlossenen Häusern.

Der Sturm hatte am Freitagmorgen (Ortszeit) mit mächtigen Windböen, schweren Regenfällen und meterhohen Überschwemmungen die US-Südostküste erreicht. Im Laufe des Tages wurde "Florence" vom Nationalen Hurrikanzentrums (NHC) zu einem tropischen Sturm herabgestuft.

North Carolinas Gouverneur Roy Cooper bezeichnete das Unwetter als "Jahrtausend-Ereignis". Auch in den kommenden Tagen sei mit heftigen Regenfällen und schweren Überschwemmungen zu rechnen. In Teilen North Carolinas brach die Stromversorgung zusammen. Mehr als 760.000 Menschen waren von dem Ausfall betroffen.

+++ 06.18 Uhr: Irans Außenminister droht mit verstärkter Uran-Anreicherung +++

Der iranische Außenminister Mohamed Dschawad Sarif hat der EU mit verstärkter Uran-Anreicherung gedroht, falls die Gemeinschaft nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen weiter so passiv agiere. "Die Europäer und die anderen Unterzeichner müssen handeln, um die Auswirkungen der US-Sanktionen zu kompensieren", sagte Sarif dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Der Lackmustest dabei seien "Öl und Banken". Sarif warf den Europäern "Passivität" vor und drohte, dass der Iran reagieren würde, wenn die "Balance von Geben und Nehmen" zerstört würde. Dafür müsse der Iran das Nuklearabkommen nicht unbedingt kündigen, es sei auch möglich, "dass wir es reduziert anwenden". Eine der Möglichkeiten wäre, dass der Iran die Anreicherung von Uran verstärkt wieder aufnehme.

+++ 05.22 Uhr: Taifun "Mangkhut" sorgt auf Philippinen für Chaos +++

Begleitet von starken Regenfällen hat der Taifun "Mangkhut" den Norden der Philippinen erreicht und weite Landstriche fest in seinem Griff. Der Sturm entfaltete Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde, in Böen gar von 330 Kilometern pro Stunde. Er entwurzelte Bäume, deckte Dächer ab und sorgte für Stromausfälle. Insgesamt sollen mindestens 5,2 Millionen Menschen von dem Sturm betroffen sein. Das Rote Kreuz der Philippinen geht aufgrund der Zerstörungskraft sogar von bis zu zehn Millionen Betroffenen aus.

 +++ 01.41 Uhr: Rund 3500 Teilnehmer bei neuer Demonstration in Chemnitz +++

In Chemnitz sind erneut tausende Demonstranten auf die Straße gegangen. Rund 3500 Menschen versammelten sich in der Innenstadt, wie die Polizei mitteilte. Sie folgten einem Protestaufruf der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz. Die Kundgebung und der anschließende Aufzug verliefen nach Angaben der Polizei störungsfrei, allerdings seien 18 Straftaten angezeigt worden.

Ein Demonstrant habe einen Hakenkreuz-Anhänger getragen, ein anderer soll den Hitlergruß gezeigt haben. Bei anderen Teilnehmern der Kundgebung wurden demnach Quarzhandschuhe gefunden.

Nach der Demonstration kam es laut Polizei zu einer Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten. Ein Mensch sei dabei verletzt worden. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.

+++ 01.09 Uhr: Giffey will Freiwilligen mehr Geld geben +++

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey möchte junge Leute aus finanzschwachen Elternhäusern besser bezahlen, wenn sie sich in Freiwilligendiensten engagieren. "Wir prüfen, ob wir denen finanziell unter die Arme greifen können, die sonst nicht teilnehmen könnten", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke- Mediengruppe. Teilnehmer von Freiwilligendiensten bekommen derzeit in der Regel nur ein Taschengeld von bis zu 390 Euro pro Monat. Deswegen könnten sich das derzeit vorwiegend junge Menschen aus gut situierten Elternhäusern leisten, erklärte Giffey. Viele andere dagegen müssten möglichst schnell ihr eigenes Geld verdienen.

+++ 00.57 Uhr: 17 Festnahmen bei Protestaktion im Hambacher Forst +++

Bei der Räumung des Hambacher Forsts bei Köln sind bislang 17 Menschen festgenommen worden. Aus zwei Baumhäusern brachten die Beamten Aktivisten herunter, die sich dort angekettet hatten, wie die Polizei Aachen mitteilte. Ein Polizist habe sich bei dem Einsatz leicht verletzt. Einige Braunkohlegegner zündeten den Angaben zufolge außerdem sogenannte Rauchtöpfe an, aus denen weißer und grüner Rauch aufstieg.

Von den sechs Demonstranten, die bereits am Donnerstag festgenommenen worden waren, wurden laut Polizei fünf wieder auf freien Fuß gesetzt.

Der Hambacher Forst war in den vergangenen Monaten zum Symbol für den Kampf von Umweltschützern gegen die Kohleverstromung geworden. Ein Teil des zwischen Aachen und Köln gelegenen Waldgebiets ist seit geraumer Zeit von Klimaaktivisten besetzt. Der Energiekonzern RWE will ab Mitte Oktober einen weiteren Teil des Waldes roden, um seinen angrenzenden Braunkohletagebau zu erweitern.

+++ 00.15 Uhr: "Florence" zu Tropensturm herabgestuft +++

Der über der Südostküste der USA wütende Wirbelsturm "Florence" hat sich weiter abgeschwächt. Er wurde inzwischen von einem Hurrikan zu einem tropischen Sturm herabgestuft, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) mitteilte. Entwarnung gab die Behörde aber nicht: In der Nacht sei weiterhin mit "lebensbedrohlichen Sturmfluten" und "katastrophalen Überschwemmungen" in Teilen der Bundesstaaten North und South Carolina zu rechnen.

kng / DPA / AFP