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News des Tages: Unglück in Sri Lanka: Deutsche Touristin will Selfie machen und stürzt von Felskante

Deutsche in Sri Lanka will Selfie machen und stürzt in den Tod +++ Flugzeug gerät außer Kontrolle - Notlandung in Portugal +++ Femen-Demonstrantin überwindet Sicherheitsbarrieren in Paris +++  Herbstwetter bleibt sehr mild +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Touristen am Aussichtspunkt von World 's End im Horton Plains National-Park in Sri Lanka

Touristen am Aussichtspunkt von World 's End im Horton Plains National-Park in Sri Lanka

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Die Meldungen im Kurz-Überblick: 

  • Deutsche Urlauberin stirbt in Sri Lanka bei dem Versuch, ein Selfie zu machen (17.06 Uhr)
  • Flugzeug gerät außer Kontrolle - Notlandung in Portugal (17.01 Uhr)
  • Papst Franziskus: Erinnerung an Ersten Weltkrieg ist eine ernsthafte Warnung (15.36 Uhr)
  • Femen-Aktivistin läuft in Trumps Wagenkolonne (14.23 Uhr)
  • Mildes Herbstwetter: Mehr als 20 Grad Celsius im Allgäu erwartet (13.45 Uhr)
  • Medienbericht: Tausende Pfarrerstellen können bald nicht mehr nachbesetzt werden (11.32 Uhr)
  • Bundestagsneubau: Wasser dringt durch Bodenplatte (10.36 Uhr)
  • Medienbericht: Seehofer will bei Rückzug von CSU-Vorsitz nicht Innenminister bleiben (10.08 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 17.18 Uhr: Rauch in der Kabine: Air-France-Maschine muss in Sibirien zwischenlanden +++

Eine Air-France-Maschine auf dem Weg von Paris nach Shanghai hat am Sonntag eine Zwischenlandung in Sibirien einlegen müssen - wegen Rauchs und eines beißenden Geruchs in der Kabine. Keiner der 282 Passagiere an Bord wurde verletzt, wie Air France der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Die Fluggäste wurden in einem Hotel in der Nähe von Irkutsk untergebracht.    

Flughafenangestellte bestätigten gegenüber russischen Nachrichtenagenturen, dass niemand verletzt wurde. Experten seien zum Flughafen geschickt worden. Nach Angaben von Air France soll der Flug nach Shanghai fortgesetzt werden, sobald die technische Überprüfung  beendet ist.

+++ 17.06 Uhr: Deutsche Urlauberin will Selfie machen - und stürzt in den Tod +++

Schreckliches Ende einer Urlaubsreise: Eine deutsche Touristin ist in Sri Lanka von einer Felskante in den Tod gestürzt. Offenbar versuchte die Frau, ein Selfie zu machen. 

Die 35-Jährige war am Sonntag mit einer weiteren Frau im Horton Plains Nationalpark in dem Inselstaat im Indischen Ozean unterwegs. Berichten zufolge hätten die beiden Frauen versucht, ein Foto von sich vor einem Abgrund zu schießen, sagte ein Polizeisprecher. 

Die Polizei suchte mit Unterstützung der Armee, Luftwaffe und lokalen Bevölkerung sechs Stunden lang in der Nähe der Stadt Balangoda im Zentrum Sri Lankas nach der Frau. Aus der Luft wurde ihr Körper schließlich entdeckt, dann konnte er geborgen werden.

+++ 17.01 Uhr: Air-Astana-Flugzeug außer Kontrolle geraten - Notlandung in Portugal +++

Eine Maschine der kasachischen Fluglinie Air Astana ist über Portugal in eine dramatische Lage geraten. Nachdem am Sonntag zeitweise eine Notlandung auf dem Meer in Betracht gezogen worden war, landete der Pilot die Maschine aber schließlich auf dem Flughafen von Beja, 150 Kilometer südöstlich von Lissabon, wie portugiesische Medien unter Berufung auf die Flugsicherungsbehörde NAV berichteten.

Der Pilot habe insgesamt drei Mal zur Landung angesetzt, bis er das Flugzeug sicher zu Boden habe bringen können, berichtete die Zeitung "Público". Zwei F-16-Kampfjets hätten die Maschine dabei begleitet. Nach Angaben der Zeitung "Jornal de Notícias" befand sich das Flugzeug nach einer Wartung auf einem Testflug, weshalb keine Passagiere, jedoch sechs Besatzungsmitglieder an Bord waren.

Offenbar waren nach dem Start die Instrumente ausgefallen, wodurch der Pilot zeitweise die Kontrolle über die Maschine des Typs Embraer 190 verlor und in engen Kurven über Portugal kreiste. Er setzte einen Notruf ab, worauf die Militärjets zur Hilfe losgeschickt wurden. In Beja waren Krankenwagen und Feuerwehr vor Ort. Die Crew wurde ärztlich betreut, Verletzte habe es aber nicht gegeben. 

+++ 15.36 Uhr: Papst Franziskus fordert ein Ende der "Kultur des Todes" +++

Papst Franziskus hat zum Weltkriegs-Gedenken ein Ende der "Kultur des Todes" und der blutigen Konflikte in vielen Regionen der Welt gefordert. "Die historischen Ereignisse des Ersten Weltkriegs sind eine ernste Warnung an alle", sagte Franziskus. Als Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs am 11. November 1918 erklangen die Glocken des Petersdoms um 13.30 Uhr, wie eine Vatikansprecherin bestätigte. 

Der Papst erinnerte an seinen Vorgänger Benedikt XV., der die katholische Kirche von 1914 bis 1922 führte, und den Ersten Weltkrieg als "nutzloses Massaker" bezeichnet hatte. Auch der Großvater des 81-jährigen Papstes aus Argentinien, der Sohn italienischer Einwanderer ist, kämpfte im Ersten Weltkrieg. 

+++ 14.23 Uhr: Trotz hoher Sicherheitsmaßnahmen in Paris - Femen-Aktivistin läuft in Trumps Wagenkolonne +++

Eine Demonstrantin mit nackten Brüsten ist am Rande der Feierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs in Paris in die Wagenkolonne von US-Präsident Donald Trump gerannt. Der Frau sei es gelungen, Sicherheitsbarrieren am Gehsteig zu überwinden, berichteten Reporter in der Kolonne. Auf einem Video ist zu sehen, wie die Frau - die der Organisation Femen angehört - auf die Champs-Élysees rennt, als der Wagen von Trump gerade vorbeigefahren ist. Die anderen Fahrzeuge in der Kolonne setzen ihren Weg fort, während die Demonstrantin die Arme hochreißt. 

Sicherheitskräfte hielten die Frau dann fest und drängten sie von der Straße. Auf ihren Brüsten ist das Wort "Fake" zu erkennen, das "falsch" oder "Fälschung" bedeutet. Darunter scheint "Peace" zu stehen, Frieden. Femen teilte per Twitter mit, die Aktivistin habe die "Heuchelei" der Gedenkveranstaltungen zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren anprangern wollen. Auf einem weiteren Video war zu sehen, dass zwei weitere barbusige Femen-Aktivistinnen von Sicherheitskräften an den Absperrungen festgehalten wurden. 

Trump war am Sonntagvormittag auf dem Weg zum Triumphbogen. Dort nahmen Dutzende Staats- und Regierungschefs an einer Zeremonie zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren teil.

+++ 13.45 Uhr: T-Shirt-Wetter im November - Allgäu stehen milde Tage bevor +++

Mit Temperaturen von an die zwanzig Grad wird es in Teilen Deutschlands noch einmal richtig mild. Den Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zufolge sorgt das Tief "Zarmina" im Nordwesten zunächst noch für wechselhaftes Wetter, während der Südosten schon vom freundlichen Wetter des Hochs "Zouhir" profitiert. Zur Wochenmitte hin wird es im ganzen Land trockener. Die Temperaturen bleiben auch nachts weit über dem Gefrierpunkt.

Am Montag ist der Himmel in Norden, Westen und Mitte laut DWD noch bewölkt. Es gibt zeitweise Regen, einzelne Gewitter sind nicht auszuschließen. Südöstlich der Linie Pfalz-Berlin bleibt es meist trocken, es gibt größere Lücken in der Wolkendecke. Mit 12 bis 18 Grad wird es für die Jahreszeit mild, im Südwesten und im Allgäu kann es sogar wärmer als 20 Grad werden. In der Nacht wird es bei Temperaturen von zehn bis sechs Grad stark bewölkt, teilweise regnet es.

Am Dienstag zieht vormittags ein schmales Regenband vom Nordwesten an die Alpen. Danach lockert es auf. Die Temperaturen erreichen 11 bis 17 Grad. In der Nacht kühlt es auf zehn bis zwei Grad ab.

Am Mittwoch ziehen dichte Wolkenfelder über Norden und Nordosten, danach lockert es zunehmend auf. Ansonsten bleibt es trocken und sonnig, es kann aber bis zum Mittag dauern, bis sich die teils dichten Nebelfelder auflösen. Ab Mitte der Woche sollen die Temperaturen wieder sinken.

+++ 12.06 Uhr: Schwerverletzter HSV-Fan - Zustand stabil +++

Der Zustand des in Aue verunglückten Fans des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV ist nach Angaben des Clubs vom Sonntag stabil. Der Anhänger war beim Spiel der Hanseaten am Samstag beim FC Erzgebirge Aue (3:1) kurz vor dem Abpfiff der Partie vom Zaun des Gästeblocks etwa fünf Meter in die Tiefe gestürzt. Dabei war er zuerst mit dem Kopf auf den Betonboden im Stadioninnenraum aufgekommen. Der Mann war mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. 

Dort befand er sich auch noch am Sonntag in der Klinik, wie ein HSV-Sprecher sagte. Genaue Angaben über den Gesundheitszustand des Schwerverletzten konnte der Verein nicht machen. Der Fan war zunächst künstlich beatmet worden. Wahrscheinlich sei die Wirbelsäule des Mannes bei dem Sturz nicht verletzt worden, hieß es. Inwieweit der Kopf und der sonstige Bewegungsapparat geschädigt wurden, konnte man noch nicht sagen. Laut dem Hamburger SV gehört der Anhänger keiner Ultra-Fangruppe an.

+++ 11.32 Uhr: Den Kirchen gehen die Pfarrer aus +++

Die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland kämpfen mit einem dramatischen Personalmangel bei Priestern und Pastoren. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) erwartet, dass bis 2030 etwa 7000 von den aktuell rund 13.500 Priesterstellen nicht mehr besetzt werden können. Eine solche Entwicklung sei "katastrophal", sagte ZdK-Präsident Thomas Sternberg dem Magazin "Focus". "Wir werden die gewohnten Strukturen nicht mehr halten können. Laien müssen in Zukunft viel mehr Aufgaben übernehmen können."    

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat dem Bericht zufolge vergleichbare Probleme. Der Pfarrerverband geht davon aus, dass sich die Zahl der derzeit etwa 21.000 Pfarrerinnen und Pfarrer um rund ein Drittel reduzieren wird. Bis 2030 könnten ebenfalls rund 7000 Stellen nicht nachbesetzt werden. "Das führt jeden einzelnen Pfarrer an seine Belastungsgrenze - und darüber hinaus", sagte der Vorsitzende des Pfarrerverbands, Andreas Kahnt.   

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"Die Kirchen müssen das Problem unbedingt anpacken", sagte Lars Castellucci, religionspolitischer Sprecher der SPD, dem "Focus". "Dazu braucht es vor allem Vorbilder, die ausstrahlen, dass sie ihre Berufung leben." Castellucci hinterfragte die derzeitige Ausbildung: "Ist es wirklich nötig, dass alle Priester Altgriechisch und Latein so intensiv lernen müssen?" Auch für Späteinsteiger, die sich im Laufe ihres Berufslebens umorientierten, müsse es Wege in den Beruf als Pfarrer oder Pfarrerin geben.

+++ 10.36 Uhr: Gravierende Baumängel: Bundestagsneubau droht laut Medienbericht der Abriss +++

Der Anbau des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Berliner Regierungsviertel weist offenbar gravierende Baumängel auf – das Schicksal des Gebäudes ist nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) unklar. In den Erweiterungsbau des Parlaments dringt dem Bericht zufolge Wasser durch die Bodenplatte ein. Das Gebäude könne derzeit nicht fertig gebaut werden. Die Baumängel sind demnach so gravierend, dass wohl auch ein Abriss des Gebäudes derzeit nicht vollständig ausgeschlossen werden kann.

"Momentan spricht viel dafür, dass es saniert werden kann, ganz sicher ist es nicht“, sagte Wolfgang Kubicki, Bundestagsvizepräsident und Vorsitzender der Baukommission des Deutschen Bundestages, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Doch auch wenn das Gebäude saniert werden könne, werde es ein Wackelkandidat bleiben, so der FDP-Politiker weiter.

Kubicki plädiert demnach dafür, das Gebäude im Zweifelsfalle besser abzureisen als sich womöglich langwierige Bauarbeiten aufzuhalsen. "Einmal Flughafen Berlin-Brandenburg reicht."

Ein Gutachten soll nun klären, wer für die Baumängel verantwortlich ist.

+++ 10.08 Uhr: Kein "Durchwursteln": Seehofer will bei Rückzug von CSU-Vorsitz nicht Innenminister bleiben +++

CSU-Chef Horst Seehofer will einem Medienbericht zufolge bei einem Rückzug vom Parteivorsitz auch nicht mehr lange Bundesinnenminister bleiben. Er könne vielleicht noch einige Monate weiterarbeiten, aber ein "Durchwursteln" auf diesem Posten werde es mit ihm nicht geben, berichtete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf enge Vertraute Seehofers. Über die Zukunft Seehofers wird seit längerem spekuliert.    

Seehofer will laut dem "BamS"-Bericht bei der Regelung seiner Nachfolge in der CSU eine einvernehmliche Lösung erreichen. Sollte es diese nicht geben, wolle er in beiden Ämtern einen klaren Schlussstrich ziehen. Die Wochenzeitung "Die Zeit" hatte zuvor noch unter Berufung auf Vertraute Seehofers berichtet, Seehofer werde in den kommenden Tagen sein Amt als Parteichef aufgeben, wolle aber Bundesinnenminister bleiben.     

Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber plädierte derweil dafür, das Amt des CSU-Vorsitzenden und des Ministerpräsidenten in eine Hand zu legen. Wenn die Ämter getrennt seien, "ist das schwächer", sagte Stoiber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Der Ex-Parteichef gab damit den seit Tagen kursierenden Spekulationen Auftrieb, dass Ministerpräsident Markus Söder auch den CSU-Vorsitz übernimmt. Stoiber vermutete zudem, dass es einen CSU-Sonderparteitag geben werde.

+++ 10.04 Uhr: Weltkriegsgedenken: Macron empfängt erste Staats- und Regierungschefs +++

Vor der feierlichen Zeremonie zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die ersten Staats- und Regierungschefs empfangen. Er begrüßte am Sonntag im Pariser Elysée-Palast unter anderem die Regierungschefs aus Schweden, Griechenland, Belgien, Irland, Israel, Norwegen und Algerien. Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und UN-Generalsekretär Antonio Guterres trafen bereits ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Kanadas Regierungschef Justin Trudeau wurden noch erwartet.     

Insgesamt rund 70 Staats- und Regierungschefs wollen der Weltkriegsopfer am Vormittag gemeinsam gedenken. Am Triumphbogen findet dazu um 11.00 Uhr eine feierliche Zeremonie statt. Um diese Uhrzeit läuteten 1918 in ganz Frankreich die Glocken, um den Waffenstillstand zu verkünden. Als Zeichen der Versöhnung sollen alle Spitzenpolitiker jeweils symbolisch eine Hand auf die Schulter ihres Nachbarn legen.    

Zu den Gästen gehören auch US-Präsident Donald Trump, Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Rund 10.000 Polizisten sichern die Gedenkfeierlichkeiten ab.

+++ 09.44 Uhr: Tonnenweise Erdbeeren weggeschmissen - weil Frau Nadeln darin versteckte +++

Zwei Monate nach dem ersten Fund von Nadeln in Supermarkt-Erdbeeren in Australien hat die Polizei eine Verdächtige festgenommen. Die 50-jährige Frau wurde nach "komplizierten und umfassenden Ermittlungen" am Sonntag gefasst, wie die Polizei im Bundesstaat Queensland mitteilte. Angaben zu den Vorwürfen gegen die Frau und zu ihren Motiven machte die Polizei nicht. Am Montag soll sie in Brisbane einem Richter vorgeführt werden.    

Steck- und Nähnadeln in Erdbeeren und in anderem verpackten Obst sorgen in Australien seit Wochen für Aufregung: Im September war in Queensland ein Mann nach dem Verzehr von Erdbeeren mit Bauchschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert worden. In seinem Magen wurden Stecknadeln gefunden. Landesweit wurden daraufhin mehr als hundert angebliche Nadel-Funde in Erdbeeren gemeldet. Es gab sogar einen Fall im benachbarten Neuseeland.    

Australische Supermärkte nahmen Erdbeeren daraufhin aus dem Handel, die Früchte landeten tonnenweise auf dem Müll. Der Bundesstaat Queensland setzte eine Belohnung in Höhe von 100.000 australischen Dollar (61.000 Euro) für Hinweise zu den Tätern aus. Die australische Regierung verschärfte die Gesetze, die nun bis zu 15 Jahre Haft für solche Straftaten vorsehen.

+++ 07.07 Uhr: Nach Operation: Siamesischen Zwillingen geht es gut +++

Nach der Trennung von siamesischen Zwillingen aus dem Himalaya-Staat Bhutan in Australien haben sich die beiden kleinen Mädchen gut erholt. Die 15 Monate alten Zwillinge Nima und Dawa seien in einem "stabilen Zustand", teilte eine Sprecherin des Royal Children's Hospital in Melbourne am Samstag mit. Medienberichten zufolge dürfen die beiden Mädchen sogar schon wieder im selben Bettchen liegen.    

Die am Rumpf zusammengewachsenen Zwillinge hatten sich als einziges wichtiges Organ die Leber geteilt. Nach der sechsstündigen Operation am Freitag hatte das Krankenhaus mitgeteilt, die kommenden zwei Tage seien entscheidend für die Genesung der beiden Mädchen.    

Wie die Zeitung "Herald Sun" berichtete, wurden die Zwillinge nach der Operation zunächst in getrennte Bettchen gelegt. Weil sie nach dem Aufwachen aber die Hände nacheinander ausstreckten, wurde sie zusammengelegt.

+++ 05.29 Uhr: Brand in Sozialeinrichtung - 27 Bewohner verletzt +++

Bei einem Brand in einer Einrichtung für betreutes Wohnen im thüringischen Sonneberg sind 27 Menschen verletzt worden. Laut Polizei brach am Samstag kurz nach 23.00 Uhr ein Feuer mit starker Rauchentwicklung im Heizungsraum aus. Viele der rund 40 Bewohner mussten mit Hilfe der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet werden. 23 von ihnen wurden leicht verletzt, vier kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Das Gebäude ist bis auf Weiteres unbewohnbar. Der Gesamtschaden geht nach Angaben der Polizei gegen eine Million Euro. In der Einrichtung leben sowohl Senioren als auch Menschen mit Behinderung.

+++ 04.43 Uhr: Mindestens 25 Menschen sterben bei Waldbränden in Kalifornien +++

Die Zahl der Todesopfer bei den Waldbränden in Kalifornien ist auf mindestens 25 gestiegen. Allein in der Gegend um die nordkalifornische Ortschaft Paradise seien 23 Opfer geborgen worden, teilte die Feuerwehr von Butte County am Samstagabend (Ortszeit) mit. Wegen starken Windes und geringer Luftfeuchtigkeit würden die Brände und die Ausbreitungsgeschwindigkeit weiter extrem bleiben. Darüber hinaus wurden im von Flammen heimgesuchten Küstenort Malibu zwei weitere Menschen tot aufgefunden, wie Polizeichef John Benedict vom Bezirk Los Angeles mitteilte.

Die Feuerwehr teilte weiter mit, bei den 23 Opfern des sogenannten "Camp Fire" in Paradise handele es sich um Zivilisten, darüber hinaus seien drei Feuerwehrleute verletzt worden. Mehr als 6450 Wohnhäuser seien den Flammen seit Donnerstag zum Opfer gefallen, rund 15.000 Gebäude seien bedroht. Im Kampf gegen die Flammen seien mehr als 4000 Feuerwehrleute im Einsatz.

+++ 01:31 Uhr: Mann in Hannover erstochen - Polizei fahndet +++

Ein Mann ist in Hannover niedergestochen worden und an seinen Verletzungen gestorben. Ein Passant habe den 39-Jährigen am Samstagabend mit Stichverletzungen auf einem Gehweg in der Nähe des Hauptbahnhofs gefunden, teilte die Polizei am frühen Sonntagmorgen mit. Im Krankenhaus starb er dann. Der mutmaßliche Täter ist auf der Flucht. Die Polizei sucht nach einem etwa 30 Jahre alten Mann, mit dem das Opfer zuvor eine Auseinandersetzung gehabt haben soll. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines Tötungsdeliktes.

+++ 00.19 Uhr: Nach Haft-Entlassung: Asia Bibi würde gern nach Deutschland +++

Nach ihrer Entlassung aus pakistanischer Haft will die Christin Asia Bibi mit ihrer Familie nach Deutschland ausreisen. Ihr Anwalt sagte der "Bild am Sonntag": "Meine Mandantin wäre glücklich, wenn sie mit ihrer Familie nach Deutschland ausreisen könnte."

Die Katholikin war 2010 wegen angeblicher Gotteslästerung in dem vorwiegend muslimischen Land zum Tode verurteilt worden, wurde aber kürzlich freigesprochen und aus dem Gefängnis entlassen. Das löste massive Proteste radikalislamischer Gruppen gegen die heute 51 Jahre alte fünffache Mutter aus.

Ihr Anwalt Saif-ul-Malook, der in die Niederlande geflüchtet war, mahnte zur Eile, eine sichere Bleibe zu finden: "Sie kann gehen, wohin sie will. Aber die Zeit wird knapp."

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es dem Blatt zufolge: "Wir sind mit der pakistanischen Regierung und unseren Partnern im Gespräch. Für uns steht der Schutz von Asia Bibi und ihrer Familie im Vordergrund." Eine Reihe von europäischen Ländern sei gegenüber einer Aufnahme aufgeschlossen, sollte diese Pakistan verlassen können und wollen. Dazu gehöre "selbstverständlich" auch Deutschland.

Bibis Ehemann Ashiq Masih hatte einige westliche Staaten um Asyl gebeten und dabei besonders an die italienische Regierung appelliert, seiner Familie zu helfen.

+++ 00.08 Uhr: Aretha Franklin: Kleider der "Queen of Soul" versteigert +++

Knapp drei Monate nach dem Tod der Soulsängerin Aretha Franklin sind teure Kleider der "Queen of Soul" in New York versteigert worden. Ein paillettenbesetztes, rosa Abendkleid, das Franklin 1993 bei einem Konzertauftritt trug, brachte 10.000 Dollar ein, wie das Auktionshaus Julien's Auctions auf Twitter mitteilte.

Ein Ensemble mit einer knallroten Rüschenjacke von Designer Arnold Scassi, in dem die Sängerin 1991 bei einem Konzert in der New Yorker Radio City Music Hall aufgetreten war, kam für 7500 Dollar unter den Hammer. Es war zuvor auf 2500 Dollar geschätzt worden. Die gefeierte Sängerin war am 16. August im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben.


Die Nachrichten des Tages von Samstag, 10.11.2018

+++ 17.11 Uhr: Den beiden großen Kirchen fehlen bis 2030 rund 14.000 Pfarrer +++

Die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland kämpfen mit einem dramatischen Personalmangel bei Priestern und Pastoren. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) erwartet, dass bis 2030 etwa 7000 von den aktuell rund 13.500 Priesterstellen nicht mehr besetzt werden können. Eine solche Entwicklung sei "katastrophal", sagte ZdK-Präsident Thomas Sternberg dem Magazin "Focus". "Wir werden die gewohnten Strukturen nicht mehr halten können. Laien müssen in Zukunft viel mehr Aufgaben übernehmen können."

+++ 15.07 Uhr: Landeschef der AfD-Jugendorganisation Sachsen zurückgetreten +++

Der Landeschef der "Jungen Alternativen" (JA) Sachsen, Matthias Scholz, ist von allen Ämtern zurückgetreten. Gegen den Landeschef der Jugendorganisation der AfD läuft ein Verfahren vor dem Schiedsgericht der JA, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Demnach bestätigten dies sowohl Scholz als auch JA-Sprecher Torben Braga. Zudem werde ein Parteiordnungsverfahren im AfD-Kreisverband Dresden angestrengt. Hintergrund soll eine eskalierte Kneipentour durch Dresden im August gewesen sein. Dort soll Scholz einen Gast am Nebentisch als "Bimbo" beschimpft und mit einem Freund "Sieg" und "Heil" skandiert haben. 

+++ 14.12 Uhr: Macron trifft Trump - und bemüht sich um versöhnliche Worte +++

Nach scharfer Kritik an seiner Idee einer europäischen Armee hat sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump um versöhnliche Töne bemüht. Macron sagte am Samstag in Paris, er unterstütze Trumps Forderung nach einer besseren Lastenverteilung innerhalb der Nato. Trump hatte Macrons Vorschlag zur Gründung einer eigenen europäischen Armee zuvor als "sehr beleidigend" kritisiert.

Trump sagte, er schätze Macrons Einsatz für eine bessere Lastenteilung in der Nato. "Wir wollen ein starkes Europa", fügte Trump mit ernstem Gesicht hinzu. Macron und er seien "sehr gute Freunde".    

Trump wirft Nato-Staaten wie Deutschland immer wieder vor, nicht genug zur Finanzierung der Allianz beizutragen. Bei dem Vier-Augen-Gespräch der beiden Präsidenten sollte es nach Angaben von Macron auch um den Iran, Syrien, Handelsfragen und den Klimaschutz gehen. Nach dem Treffen kamen die beiden Präsidentengattinnen zu einem Mittagessen im Elysée-Palast hinzu.

Anlass von Trumps Besuch in Frankreich sind die Gedenkfeiern zum Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren.

+++ 13.34 Uhr: "Frieden feiern, aber Krieg predigen": Femen-Aktivistinnen protestieren gegen "Kriegsverbrecher" in Paris"

Drei Aktivistinnen der Organisation Femen haben am Samstag in Paris gegen die Präsenz von "Kriegsverbrechern" beim Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren protestiert. Mit nackten Brüsten, Blumenkränzen in den Haaren und gereckten Fäusten riefen sie am Triumphbogen: "Welcome war criminals!" ("Willkommen Kriegsverbrecher"). Ihre Oberkörper waren mit dem Slogan bemalt "Fake peacemakers, real dictators" ("Falsche Friedensmacher, wahre Diktatoren").

Die Frauen trafen am Morgen mit dem Auto an dem Denkmal ein, unter dem sich das Grab des unbekannten Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg mit der ewigen Flamme befindet. Das Trio kletterte über die Absperrgitter zur Tribüne für die Gedenkveranstaltung. Zu der Zeremonie am Sonntag wurden 70 Staats- und Regierungschefs erwartet, darunter US-Präsident Donald Trump, der russische Staatschef Wladimir Putin, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

"Sie sind gekommen, um Frieden zu feiern, aber sie predigen Krieg", sagte die 24-jährige Tara Lacroix. "Die meisten Staatschefs sind Diktatoren, die sich über Menschenrechte in ihren Ländern hinwegsetzen", fügte sie hinzu, ohne Namen zu nennen. Die Polizei nahm Lacroix und ihre beiden Femen-Mitstreiterinnen fest - unter den erstaunten Blicken chinesischer Touristen, die sich vor dem Wahrzeichen der Metropole fotografierten.

+++ 11.55 Uhr: Macron empfängt Trump in Paris +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump zu Beratungen in Paris empfangen. Macron und Trump kamen am Samstag vor dem Elysée-Palast zusammen und schüttelten sich unter einem Regenschirm die Hände. Bei dem Vier-Augen-Gespräch danach im Elysée-Palast sollte es vor allem um den Syrien-Konflikt und den Iran gehen. Anlass von Trumps Besuch in Frankreich sind die Gedenkfeiern zum Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren.

+++ 10.52 Uhr: Ex-Mitspieler Balitsch: Tod von Robert Enke hat Umdenken bewirkt +++

Der Tod des früheren Nationaltorwarts Robert Enke hat nach Ansicht seines langjährigen Freundes und Mitspielers Hanno Balitsch im deutschen Fußball ein Umdenken beim Umgang mit dem Thema Depressionen bewirkt. "Auch ich muss sagen, dass sich etwas geändert hat. Nicht ohne Grund gibt es in jedem Nachwuchsleistungszentrum jetzt einen Sportpsychologen", sagte der ehemalige Nationalspieler aus Anlass des neunten Todestages von Robert Enke in einem Interview der Zeitung "Die Welt" (Samstag). "Auch bei allen deutschen U-Nationalmannschaften ist künftig ein Sportpsychologe dabei. Das Bewusstsein ist da."

Enke nahm sich am 10. November 2009 in der Nähe von Hannover das Leben. Der damals 32-Jährige hatte jahrelang an Depressionen gelitten. Balitsch und Enke spielten damals bei Hannover 96 zusammen. Der heute 37-jährige Balitsch ist seit 2017 Co-Trainer der deutschen U19-Nationalmannschaft.

+++ 10.38 Uhr: Explosion auf türkischer Militärbasis - vier Tote und 20 Verletzte +++

Durch eine Explosion auf einem Militärstützpunkt im Südosten der Türkei sind nach Angaben von Präsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag vier Menschen ums Leben gekommen und 20 verletzt worden. Das teilte der türkische Präsident am Samstag mit. 

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu hatte am Freitagabend zunächst von 25 verletzten Soldaten und sieben Vermissten gesprochen. Die Ursache der Explosion wurde nicht detailliert beschrieben. Der "Unfall" habe sich in einem Munitionsdepot ereignet, als mit schweren Waffen geschossen worden sei, hieß es unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.  

Der Stützpunkt liegt im Bezirk Semdinli nahe der Grenze zum irakischen Kurdistan. Dort hat die von der Türkei militärisch bekämpfte Kurdische Arbeiterpartei PKK ihr Hauptquartier.

+++ 10.29 Uhr: Neuer Bamf-Chef für strenge Linie bei Abschiebungen +++

Der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Hans-Eckhard Sommer, fordert eine harte Linie bei Abschiebungen. Die Behörden müssten hier konsequent handeln, auch wenn das im Einzelfall schwerfalle, sagte Sommer dem "Spiegel". "Wir müssen Recht und Ordnung auch in diesem Bereich durchsetzen. Das tun wir auch im Steuerrecht, wenn jemand nicht zahlt." Auf die Frage, ob er sich als "Hardliner" verstehe, sagte der Bamf-Chef: "Ich sehe mich in der Tat als Hardliner, wenn einem bereits das Eintreten für die konsequente Anwendung des geltenden Rechts einen solchen Titel einträgt."

+++ 09.34: Trump nennt Macrons Forderung nach europäischer Armee "sehr beleidigend" +++

Kurz vor seinem Treffen mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump seinen Gastgeber scharf kritisiert. Macrons Forderung nach der Gründung einer eigenen europäischen Armee sei "sehr beleidigend", schrieb Trump kurz nach seiner Landung in Paris am Freitagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. Europa solle "erst einmal seinen fairen Anteil an den Kosten der Nato bezahlen". Trump nimmt in Paris an den Gedenkfeiern zum Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren teil.    

"Frankreichs Präsident Macron hat gerade vorgeschlagen, dass Europa sein eigenes Militär aufbaut, um sich vor den USA, China und Russland zu schützen", schrieb Trump, der mit seiner Frau Melania kurz zuvor auf dem Pariser Flughafen Orly gelandet war. "Sehr beleidigend, aber vielleicht sollte Europa erst einmal seinen fairen Anteil an den Kosten der Nato bezahlen, welche die USA in hohem Maße subventionieren", fügte der US-Präsident hinzu.

Macron hatte am Dienstag in einem Radio-Interview gesagt, ohne eine "wahre europäische Armee" könnten sich die Europäer nicht verteidigen. Er begründete seine Forderung mit der Warnung vor "autoritären Mächten, die an den Grenzen Europas aufsteigen und die sich wieder bewaffnen". Europa müsse sich verteidigen "mit Blick auf China, auf Russland und sogar auf die USA", sagte er dem Sender Europe 1. 

Macron kritisierte überdies den von Trump angekündigten Rückzug aus dem INF-Abrüstungsvertrag mit Russland als "Gefahr", deren "Hauptopfer" Europa sei. Die Bundesregierung und die EU-Kommission hatten zurückhaltend auf den Vorstoß des französischen Präsidenten reagiert.

+++ 07.04 Uhr: Tierärzte üben Kritik an Ferkelkastrations-Plänen +++

Der Plan der Bundesregierung, bei der Ferkelkastration den Landwirten die Betäubung auch ohne Arzt zu erlauben, stößt auf Kritik der Bundestierärztekammer. "Von veterinärmedizinisch fachlicher Seite ist die Durchführung der Isofluran-Narkose durch den tierärztlichen Laien kritisch zu beurteilen", sagte Karl-Heinz Waldmann, Professor an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, im Namen der Bundestierärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. Isofluran ist ein Narkosemittel.

Der Vorgang der Narkose sei sehr anspruchsvoll, es könne zu Nebenwirkungen und Zwischenfällen bis zum Tod des Ferkels kommen, sagte Waldmann. Außerdem sei die Betäubung mit den derzeit verfügbaren Geräten häufig unzureichend.

+++ 05.33 Uhr: "Erhebliche Irritationen": ADAC kritisiert amtliche Schreiben an Diesel-Besitzer +++

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) gerät wegen eines Briefs an Besitzer älterer Diesel zu Preisnachlässen für den Kauf sauberer Wagen zunehmend in die Kritik. Der Autofahrerclub ADAC bemängelte, dies führe "bei vielen Empfängern zu erheblichen Irritationen", da für weitere Fragen nur Kontaktdaten dreier deutscher Hersteller genannt würden. Eine neutrale Beratung zur Ausgestaltung von Prämien und die Möglichkeit zu Vergleichen seien damit nicht gewährleistet, heißt es in einem ADAC-Schreiben an den Vorsitzenden des Beirats beim KBA, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Auch die Verbraucherzentralen hatten kritisiert, die Hinweise des KBA auf "Umtauschaktionen" von BMW, Daimler und VW ließen "nötige Distanz zur Industrie vermissen". Das Bundesverkehrsministerium verteidigte die Briefe dagegen als "reines Informationsschreiben". Darin heißt es auch: "Es bleibt Ihnen natürlich unbenommen, sich auch bei anderen Herstellern über laufende Umtauschaktionen zu informieren."

Extra-Rabatte für den Kauf sauberer Wagen gehören zu einem Paket mit neuen Maßnahmen, mit denen die Bundesregierung Diesel-Fahrverbote in 15 Städten mit besonders hoher Luftverschmutzung vermeiden will.

Der ADAC warnte nun, viele Betroffene verstünden die Briefe des KBA als "einseitige Werbeaussage zugunsten der genannten Hersteller" - einige sogar so, dass man drohende Fahrverbote nur durch Umtausch des Autos bei BMW, Mercedes oder VW vermeiden könne. Nach Schilderungen von ADAC-Mitgliedern führe es zu einer "Erosion in das Vertrauen staatlicher Einrichtungen", wenn sie als "Vorfeldeinrichtungen von Automobilherstellern auftreten". Bei verbleibenden Briefen solle das KBA daher "neutral über Maßnahmen aller Hersteller" informieren.

Der Beirat beim KBA war erst im Sommer eingerichtet worden, um Verbraucher- und Umweltinteressen stärker zu berücksichtigen.

+++ 05.20 Uhr: USA beenden Luftbetankung saudi-arabischer Flugzeuge im Jemen +++

Die von Saudi-Arabien im Jemen geführte Koalition will künftig auf US-Hilfe bei der Betankung ihrer Flugzeuge verzichten. Die saudi-arabische Nachrichtenagentur Saudi Press Agency berichtete am frühen Samstagmorgen unter Berufung auf eine Mitteilung der Regierung, die Koalition habe ihre eigenen Fähigkeiten bei der Luftbetankung in dem Bürgerkriegsland gesteigert und in Abstimmung mit den USA die Beendigung von deren Unterstützung beantragt. Die USA liefern Saudi-Arabien zudem Waffen und militärische Geheimdiensterkenntnisse. 

Nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat seines Landes gerieten die USA wegen ihrer Hilfe noch stärker in die Kritik. Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen gegen Truppen der ins Exil geflohenen Regierung. Seit 2014 steht Saudi-Arabien an der Spitze einer Koalition arabischer Staaten gegen die Huthi-Milizen.

+++ 04.50 Uhr: Bahn im Oktober wieder unpünktlicher +++

 Die Deutsche Bahn ist im Oktober wieder unpünktlicher geworden. Nur 71,8 Prozent der Intercity, Eurocity und ICE kamen pünktlich - was nach Bahn-Definition heißt: weniger als sechs Minuten nach der planmäßigen Zeit. Das ist der zweitschwächste Wert in diesem Jahr, nachdem sich die Quote im September mit 72,7 Prozent etwas verbessert hatte. 

Das Unternehmen machte dafür vor allem den Brand eines ICE verantwortlich, der eine tagelange Sperrung der Schnellfahrstrecke Köln-Frankfurt zur Folge hatte. Nach dem Regelfahrplan auf beiden Gleisen fahren die Züge dort erst ab 18. November wieder. 

Auch der Nahverkehr litt unter der Streckensperrung, weil Fernzüge über dessen Strecken umgeleitet wurden. 92,6 Prozent der Regionalzüge waren pünktlich. Dies ist der schlechteste Monatswert in diesem Jahr.

+++ 04.32 Uhr: Waldbrände wüten in Kalifornien - mindestens neun Tote +++

ie schweren Waldbrände in Kalifornien haben zu stellenweise katastrophaler Zerstörung geführt und nach Angaben der Behörden mindestens neun Menschen das Leben gekostet. In der Stadt Paradise im Norden des Bundesstaats starben Menschen in ihren brennenden Autos. Auch der Promi-Ort Malibu im Süden ist durch ein weiteres Großfeuer in Gefahr. Wie die Feuerwehr mitteilte, breiteten sich die Brände durch auffrischende Winde extrem schnell aus. In der Nähe fraß das Feuer Flächen von der Größe von sechs Fußballfeldern in nur einer Minute.  

+++ 04.04 Uhr: Nachfrage nach Grippeimpfungen gestiegen - regionale Engpässe +++

In manchen Teilen Deutschlands kann man sich nach Einschätzung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) derzeit nicht sofort gegen Grippe impfen lassen. "Es gibt regionale Engpässe und wir versuchen herauszufinden, wo sie sind", sagte Sprecherin Susanne Stöcker in Langen. Dies versuche das PEI über ein Meldesystem, die Ergebnisse stünden aber noch nicht fest. "Generell beobachten wir keinen bundesweiten Impfstoffmangel." 

Nach Auskunft des Deutschen Hausärzteverbandes wird beispielsweise aus Niedersachsen von Engpässen berichtet. Schwierigkeiten bei der Lieferung von Influenza-Impfstoffen träten regional sehr unterschiedlich auf. Insgesamt lassen sich nach der heftigen Grippewelle im vergangenen Jahr wohl mehr Menschen impfen: "Wir bekommen aus den Praxen vermehrt die Rückmeldung, dass die Nachfrage nach Grippeimpfungen gestiegen ist", sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt. 

Die regionalen Engpässe sind nach Einschätzung des PEI eher ein Verteilungsproblem. Insgesamt habe das PEI bisher 15,7 Millionen Dosen freigegeben, die den aktuellen Bedarf abdecken müssten. "Es gibt eine Ungleichverteilung, woran das liegt, können wir nicht sagen", so die Sprecherin. Dies versuche das PEI gerade zu klären.

+++ 01.48 Uhr: Kramp-Karrenbauer: Autokonzerne sollen schnell für Diesel-Nachrüstung zahlen +++

 CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Autokonzerne ermahnt, möglichst rasch für die Kosten einer Diesel-Nachrüstung aufzukommen. "Automobilunternehmen sollten wissen, dass sie mit dem Feuer spielen. Es geht in der Diesel-Krise nicht nur um ihre Umsätze, sondern um Vertrauen in ihre Produkte", sagte Kramp-Karrenbauer den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben). Wo eine technische Nachrüstung möglich sei, müsse sie erfolgen und von den Automobilunternehmen bezahlt werden - "je schneller, desto besser". Daimler und Volkswagen wollen Kosten der Nachrüstung erst nach 2020 übernehmen.    

Die Kandidatin für den CDU-Vorsitz forderte außerdem eine Gesetzesänderung: "Die Autokonzerne sollen Strafzahlungen, die sie leisten müssen, nicht mehr an den Staatshaushalt überweisen", sagte Kramp-Karrenbauer. "Dieses Geld sollte stattdessen in einen Fonds fließen, aus dem dann Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität finanziert oder Entschädigungen an Autofahrer gezahlt werden."

+++ 01.24 Uhr: Spahn will fragwürdige Heilpraktiker-Therapien verbieten +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will nach einem Medienbericht verbieten, dass Heilpraktiker Patienten mit selbstgemixten Arzneien und fragwürdigen Frischzellen-Therapien behandeln. Dazu seien gesetzliche Regelungen auf dem Weg, berichten die "Süddeutsche Zeitung" und der Sender NDR. "Patienten müssen sicher sein können, dass ihnen Arzneimittel nicht schaden", sagte Spahn der Zeitung. "Deshalb werden wir Herstellung, Verkauf und Anwendung von Frischzellen verbieten. Und deshalb sollen verschreibungspflichtige Arzneimittel künftig nur noch im Ausnahmefall von Heilpraktikern hergestellt werden dürfen." Geplant ist, das Arzneimittelgesetz entsprechend zu ändern.

ikr / DPA / AFP