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News des Tages: Unter Anschlagsverdacht festgenommene Syrer kommen frei

Geständnis in Freiburger Prozess um Mord an Joggerin +++ Video: Nordkoreanische Soldaten verfolgen Fahnenflüchtigen über die Grenze +++ 57 Millionen "Uber"-Kundendaten gestohlen +++ Die wichtigsten Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Ein Mehrfamilienhaus in Leipzig, wo ein Mann unter dem Verdacht, dem IS anzugehören, festgenommen wurde

Ein Mehrfamilienhaus in Leipzig, wo ein Mann unter dem Verdacht, dem IS anzugehören, festgenommen wurde

+++ Alle Informationen zur Krise nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche zwischen Union, FDP und Grünen lesen Sie hier im Jamaika-Ticker. +++

Die wichtigsten Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

+++ 18-53 Uhr: Russland protestiert gegen Festnahme von Oligarch Kerimow in Nizza +++

Die Festnahme des russischen Oligarchen und Senators Sulejman Kerimow in Frankreich hat scharfe Kritik in Moskau ausgelöst. Das Außenministerium bestellte den Geschäftsträger der französischen Botschaft ein und überreichte ihm eine Protestnote, wie die Agentur Interfax meldete. Die Staatsduma bezeichnete die Festnahme als empörend.

Die französische Polizei hatte Kerimow am Montagabend am Flughafen von Nizza festgenommen. Er wurde im Rahmen von Ermittlungen wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung vernommen. Die Staatsanwaltschaft von Nizza war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP wurde Kerimow am späten Nachmittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser kann über das weitere Vorgehen entscheiden.

Eine Sprecherin im Pariser Außenministerium teilte mit, dass Kerimow nur für Vorgänge im Rahmen seiner Funktionen Immunität genieße. "Es obliegt dem mit der Angelegenheit befassten Richter, sich zur Frage zu äußern, ob die Sachverhalte, für die er verfolgt wird, seine Funktion betreffen und damit durch eine Immunität geschützt sind." 

+++ 18.10 Uhr: Unter Anschlagsverdacht festgenommene Syrer kommen wieder frei +++

Sechs unter dem Verdacht von Anschlagsplanungen in Deutschland festgenommene Syrer kommen wieder frei. Es gebe keine dringenden Hinweise auf die Vorbereitung eines Anschlags oder einer Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Daher habe die Generalstaatsanwaltschaft davon abgesehen, Haftbefehle zu beantragen.

+++ 17.06 Uhr: Amokalarm: Polizei durchsucht Berufsschule in Duisburg +++

Wegen eines Amokalarms hat die Polizei eine Berufsschule in Duisburg durchsucht. Eine Schülerin habe sich am Mittwochnachmittag gemeldet und angeben, sie habe auf dem Schulgelände einen bewaffneten Mann gesehen, sagte eine Polizeisprecherin. Spezialeinsatzkräfte wurden alarmiert.

Über den Kurznachrichtendienst Twitter forderten die Beamten dazu auf, den Bereich um das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg zu meiden. Die Lage war zunächst noch unklar. Die Polizei berichtete über Twitter: "Wir haben bisher keine Hinweise auf Verletzte. Die Lage ist ruhig." Unter der Nummer 0201/829-1055 wurde ein Bürgertelefon eingerichtet. 

 In einer Pressemitteilung der Polizei heißt es (Stand: 16.40 Uhr), dass bisher "kein etwaiger Täter entdeckt werden" konnte.

+++ 17.05 Uhr: Protest am Kanzleramt - Air-Berlin-Beschäftigte fordern Übernahme +++

Mehrere hundert Beschäftigte von Air Berlin haben in Berlin eine Übernahme durch die Käufer der insolventen Airline gefordert. Vor dem Bundeskanzleramt reckten sie Transparente mit dem entsprechenden Paragrafen des Bürgerlichen Gesetzbuches und Schriftzüge wie "Air-Berliner fordern Betriebsübergang". Sie kritisierten damit, dass die meisten Mitarbeiter sich bei den Käufern Lufthansa und Easyjet neu bewerben müssen, was teils große Einbußen bedeutet. Am Hauptbahnhof ließen die Demonstranten rote Luftballons aufsteigen, die Abwicklung der Airline nannten sie einen Skandal. Air Berlin hatte rund 8000 Beschäftigte. 3000 Stellen schuf im Zuge der Übernahme die Lufthansa, 1000 Easyjet.

+++ 16.36 Uhr: Reizgas in Schule versprüht - 16 Schüler leicht verletzt +++

Durch Reizgas sind in einer Hamburger Schule 16 Kinder leicht verletzt worden. Die Feuerwehr sei mit einem Großraumrettungswagen und zwei Notärzten zu der Schule im Stadtteil Neustadt gefahren, sagte ein Sprecher. Um welche Art von Reizstoff es sich genau handelte, stand zunächst nicht fest. Die Feuerwehr musste in diesem Jahr schon mehrfach zu Einsätzen dieser Art ausrücken. Bestimmte Arten von Reizgassprays sind frei verkäuflich.

+++ 16.12 Uhr: Mauss-Affäre: CDU-Zentralen in Berlin und Mainz durchsucht +++

Im Zusammenhang mit der Spendenaffäre um Ex-Geheimagent Werner Mauss sind die rheinland-pfälzische CDU-Landesgeschäftsstelle in Mainz und die Zentrale der Bundespartei in Berlin durchsucht worden. "Wir kooperieren in vollem Umfang und sind an einer vollständigen Aufklärung interessiert", erklärte der Generalsekretär der Landespartei, Patrick Schnieder. Auch aus dem Konrad-Adenauer-Haus hieß es, die Partei unterstütze die Arbeit der Behörden in vollem Umfang.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hatte zuvor bekanntgegeben, dass sie in dieser Sache gegen den rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordneten Peter Bleser ermittelt. Es gehe um den Verdacht der Untreue und einen Verstoß gegen das Parteiengesetz. Der 65-Jährige war Schatzmeister, als rechtswidrige Spenden eingingen. Die Vorwürfe hätten ihn überrascht, erklärte Schnieder. "Eigene Erkenntnisse hierzu haben wir nicht." 

+++ 16.01 Uhr: Reichsbürger verletzt Polizist bei Auseinandersetzung um Haftbefehl +++

Bei einer Auseinandersetzung um einen Haftbefehl hat ein sogenannter Reichsbürger im brandenburgischen Tornow einen Polizisten so schwer verletzt, dass der Beamte stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste. Nach dem Zwischenfall am Dienstag suchte der 58-jährige Täter das Weite, wie die Polizei in Neuruppin mitteilte.

Demnach hatten zwei Revierpolizisten den Reichsbürger am Dienstagnachmittag wegen des Haftbefehls aufgesucht. Der Mann sollte 179 Euro bezahlen oder aber für drei Tage ins Gefängnis gehen. Als der 58-Jährige die Zahlung verweigerte, wollten die Beamten ihn festnehmen. Dabei kam es zu der körperlichen Auseinandersetzung. Der 54-jährige Revierpolizist wurde dabei den Angaben zufolge so schwer verletzt, dass er vorerst dienstunfähig ist. Am Dienstagabend bezahlte dann eine Frau auf dem Polizeirevier in Gransee die Geldstrafe des 58-Jährigen. Daraufhin wurde die Fahndung eingestellt. Es wird weiter wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ermittelt.

+++ 15.47 Uhr: Gericht: Autofahrer müssen nach Wildunfall nicht zahlen +++

Nach Wildunfällen müssen Autofahrer nicht für Kosten aufkommen, die durch die Beseitigung der Tierkadaver entstehen. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg in drei veröffentlichten Urteilen entscheiden. Die Richter wiesen die Berufungen der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gegen drei Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Hannover zurück (Az. 7 LC 34/17 u.a.).

In den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Göttingen sowie in der Region Hannover waren Autofahrer mit einem Wildschwein beziehungsweise mit Rehen zusammengestoßen. Dabei kamen die Tiere ums Leben. Die Straßenbehörde beauftragte in allen drei Fällen Fachunternehmen mit der Beseitigung und Entsorgung der Kadaver. Anschließend stellte die Behörde den Autofahrern Kostenbescheide zu, und zwar in Höhe von knapp 130, 150 und 400 Euro. Wie schon das Verwaltungsgericht Hannover entschied das OLG, dass ein im Straßenraum liegengebliebenes Reh oder Wildschwein keine Verunreinigung im Sinne der genannten Vorschrift darstelle. Insofern bestehe für die Autofahrer auch keine Pflicht zur Kostenübernahme. 

+++ 15.43 Uhr: Immunität des SPD-Bundestagsabgeordneten Held erneut aufgehoben +++

Im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen des Verdachts auf Untreue ist die Immunität des rheinland-pfälzischen SPD-Bundestagsabgeordneten Marcus Held erneut aufgehoben worden. Der Bundestag in Berlin votierte einstimmig für eine entsprechende Empfehlung des zuständigen Ausschusses. Dieses Vorgehen sei nach der neuen Konstituierung des Bundestages nötig geworden, damit die Staatsanwaltschaft weiter ermitteln könne, sagte Held der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Die Ermittlungen drehen sich um die Erschließung von Baugebieten im rheinhessischen Oppenheim, die Held als ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt getätigt hatte.

+++ 15.08 Uhr: Als Gefährder eingestufter Islamist aus Bremen wieder im Gefängnis +++

Ein als Gefährder eingestufter mutmaßlicher Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aus Bremen ist wenige Tage nach seiner Haftentlassung wieder festgenommen worden. Der aus Algerien stammende 37 Jahre alte Oussama B. sei am Dienstagabend erneut von Spezialkräften der Polizei festgenommen worden, teilte der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) mit. Dem vorausgegangen war demnach eine Haftbeschwerde gegen seine Freilassung vom Bremer Migrationsamt.

B. wird von den Bremer Sicherheitsbehörden als Anführer einer radikalislamischen Gruppierung betrachtet, die unter anderem den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt vom Dezember 2016 mit zwölf Toten öffentlich begrüßt haben soll. 

+++ 15.03 Uhr: Mindestens 30 Tote bei Angriffen auf Viehzüchter in Nigeria +++

Bei einem Angriff von Bauern auf Vieh-Hirten im Nordosten Nigerias sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Landwirte, die den christlichen Bachama angehören, hätten bereits am Montag vier Dörfer von Viehzüchtern der muslimischen Bevölkerungsgruppe der Fulbe attackiert, wie ein Polizeisprecher erklärte. Andere örtliche Vertreter sprachen von bis zu 60 Toten in der Region Numan.

Zu den Hintergründen des Angriffs seien Ermittlungen eingeleitet worden. Zwischen den beiden Volksgruppen kommt es regelmäßig zu Auseinandersetzungen: Wenn es im Norden Nigerias längere Dürreperioden gibt, ziehen die Viehzüchter mit ihren Herden weiter in den Süden. Dort ergeben sich Spannungen mit den sesshaften Landwirten. 

+++ 14.56 Uhr: Nordkorea wirft Washington wegen Eintrags in Terrorliste Provokation vor +++

Nordkorea hat seine Wiederaufnahme auf die US-Liste von Terror-Unterstützerstaaten als "schwere Provokation" bezeichnet. Das Außenministerium in Pjöngjang warf Washington eine feindselige Politik vor. Nordkorea werde daher sein Atomprogramm weiter ausbauen. Die Nuklearwaffen dienten der Verteidigung der eigenen Souveränität, wurde ein Sprecher von den Staatsmedien zitiert. 

Es war die erste offizielle Reaktion Pjöngjangs auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump vom Montag, Nordkorea nach neun Jahren wieder auf die schwarze Liste von Ländern zu setzen, die aus Sicht der USA den Terrorismus unterstützen. 

+++ 14.27 Uhr: Deutsches Rugby-Nationalteam streikt vor Länderspiel gegen Chile +++

Die deutsche 15er Rugby-Nationalmannschaft streikt und will nicht zum Länderspiel gegen Chile am Samstag in Offenbach antreten. Grund sind Auseinandersetzungen mit der Führung des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV). Zudem hat die Wild Rugby Academy, bei der die meisten Spieler und der Auswahltrainer beruflich tätig sind, ihren Angestellten untersagt, bei dem Länderspiel mitzuwirken.
Die Mannschaft beklagt eine unzureichende Wertschätzung im Verband, fehlende Kommunikation und ein gestörtes Vertrauensverhältnis zur Führungsspitze. "Aufseiten des DRV herrscht völliges Unverständnis über diesen Schritt der Nationalspieler. Diese Entscheidung drei Tage vor einem Länderspiel ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel. Aus unserer Sicht ist auch die Begründung nicht nachvollziehbar, weil an vielen Stellen einfach falsch", sagte DRV-Präsident Klaus Blank. Das Länderspiel soll dennoch stattfinden.

+++ 14.12 Uhr: Dieter Bellmann ist tot +++

Der Schauspieler Dieter Bellmann ist tot. Der langjährige Hauptdarsteller der beliebten ARD-Serie "In aller Freundschaft" starb bereits am Montag mit 77 Jahren in Leipzig, wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) unter Berufung auf seine Witwe am Mittwoch mitteilte.

+++ 13.48 Uhr: US-Militärflugzeug stürzt vor Japan ins Meer - Drei Vermisste +++

Ein US-Militärflugzeug mit elf Menschen an Bord ist vor Japan ins Meer gestürzt. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die US-Marine und das japanische Verteidigungsministerium meldete, wurden acht Personen gerettet. Nach den anderen drei wurde vor der südlichen Provinz Okinawa zunächst noch gesucht. 

+++ 13.44 Uhr: Pakistanisches Gericht lässt bekannten Terroristen frei +++

Ein pakistanisches Gericht entlässt einen der bekanntesten radikalen Islamisten des Landes aus fast einjährigem Hausarrest. Hafiz Saeed, den die USA zum Terroristen erklärt haben, solle morgen freigelassen werden, sagte sein Sprecher Ahmed Nadeem. Ein Anti-Terror-Gerichtshof habe die Regierung der Provinz Punjab aufgefordert, den Hausarrest gegen ihn aufzuheben. Saeed ist Anführer der Wohltätigkeitsorganisation Jamaat-ud-Dawa. Sie gilt als Front für die Terrorgruppe Lashkar-e Toiba, die unter anderem hinter einem Massaker in der indischen Stadt Mumbai im Jahr 2008 gesteckt haben soll. Mehr als 160 Menschen starben damals.

+++ 13.11 Uhr: Hochschwangere Syrerin verlor Baby: Prozess gegen Grenzwächter +++

Ein Schweizer Grenzwächter muss sich wegen der erlittenen Totgeburt einer geflüchteten Syrerin vor Gericht verantworten. Die Anklage beschuldigte den Mann vor einem Militärgericht in Bern, er habe der hochschwangeren Frau die notwendige medizinische Hilfe verweigert. Die Syrerin habe über Schmerzen geklagt und sichtbar stark geblutet. Der werdende Vater habe zudem mehrmals um medizinische Betreuung gebeten. Laut Anklageschrift hat der Grenzwächter aber alle Bitten mit dem Verweis ignoriert, die Familie sei selbst schuld, mit einer Schwangeren eine Reise anzutreten. Zudem habe die planmäßige Weiterfahrt der Gruppe nicht verzögert werden sollen.

Die im achten Monat schwangere Frau gehörte zu einer Gruppe von Flüchtlingen, die im Juli 2014 nach Italien zurückgebracht wurden. Bei der Ankunft in Italien war die Frau zusammengebrochen, das Baby tot zur Welt gekommen. Ein Urteil wird am Freitag erwartet.

+++ 12.40 Uhr: Nebenkläger: Aufklärung von NSU-Mord vorsätzlich verhindert +++

Ein weiterer Nebenkläger hat im NSU-Prozess schwere Vorwürfe gegen die Ermittlungsbehörden erhoben. Erkenntnisse über mutmaßliche Helfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" in Dortmund und beim Dortmunder NSU-Mord seien vorsätzlich ignoriert worden, sagte der Rechtsanwalt Carsten Ilius. Er vertritt vor dem Oberlandesgericht München Familienangehörige von Mehmet Kubasik. Laut Anklage war Kubasik am 4. April 2006 von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in seinem Kiosk erschossen worden.

+++ 12.12 Uhr: Ratko Mladic zu lebenslanger Haft verurteilt +++

Das UN-Kriegsverbrechertribunal für Ex-Jugoslawien in Den Haag hat den ehemaligen bosnisch-serbischen Militärchef Ratko Mladic zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Vorsitzende Richter Alphons Orie sprach den 74-Jährigen wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnien-Krieges (1992 bis 1995) schuldig. Kurz vor dem Urteilsspruch war Mladic wegen seiner Zwischenrufe aus dem Gerichtssaal gebracht worden.

+++ 11.12 Uhr: Tausende fliehen vor drohendem Vulkanausbruch auf Bali +++

Aus Angst vor einem Ausbruch des Vulkans Agung auf Bali haben sich tausende Menschen in Sicherheit gebracht. Der Vulkan hatte zuvor bis zu 700 Meter hoch Rauch ausgestoßen. Nachdem im September die höchste Warnstufe ausgerufen worden war, flohen bereits rund 140.000 Menschen vor einem möglichen Vulkanausbruch. Viele von ihnen kehrten aber inzwischen wieder in ihre Häuser zurück.

Der Vulkan liegt etwa 75 Kilometer vom Urlaubsort Kuta entfernt. Jährlich besuchen Millionen Touristen die Insel. Beim letzten Ausbruch des Agung waren 1963 fast 1600 Menschen ums Leben gekommen.

+++ 10.42 Uhr: Staatsmedien: Mnangagwa wird am Freitag als neuer Präsident Simbabwes vereidigt +++

Nach dem Rücktritt von Robert Mugabe soll der von ihm geschasste Vize-Präsident Emmerson Mnangagwa am Freitag als neues Staatsoberhaupt von Simbabwe vereidigt werden. Das meldete der staatliche Rundfunk auf seiner Website. Mugabe hatte am Dienstag dem wachsenden Druck nachgegeben und seinen Rücktritt erklärt, sein ehemaliger Stellvertreter Mnangagwa soll am Mittag aus dem südafrikanischen Exil nach Harare zurückkehren.

+++ 10.31 Uhr: New-York-Attentäter wegen mehrfachen Mordes und Mordversuchs angeklagt +++

Der Attentäter, der Ende Oktober in New York mit einem Kleintransporter acht Menschen getötet hatte, ist wegen mehrfachen Mordes und Mordversuchs angeklagt worden. Der 29-jährige Sayfullo S. müsse sich in insgesamt 22 Anklagepunkten verantworten, teilte die New Yorker Bundesstaatsanwaltschaft mit. Ihm drohe damit lebenslange Haft oder die Todesstrafe.

Der Usbeke S. hatte am 31. Oktober mit einem Kleintransporter im New Yorker Stadtteil Manhattan acht Menschen getötet und zwölf weitere verletzt. Ein Polizist streckte ihn schließlich mit einem Bauchschuss nieder. S. bekannte sich zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und gab gegenüber den Ermittlern an, er habe so viele Menschen wie möglich töten wollen.

+++ 10.22 Uhr: Mann wollte Muslime töten - über zwei Jahre Gefängnis +++

Aus Hass auf Muslime wollte er töten - dafür wurde ein Mann jetzt in London zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Die sogenannte Hasskriminalität werde unterschätzt, warnte Scotland Yard in einer Mitteilung.

Der 24-Jährige hatte im vergangenen Juni nahe einem Park Menschen mit einem etwa 25 Zentimeter langen Messer bedroht und sie gefragt, ob sie Muslime seien. Verängstigte Fußgänger alarmierten die Polizei, die den Täter festnahm. Niemand wurde verletzt. Der Mann erklärte, er wollte ein "Märtyrer für England" sein und einen Imam töten. 

+++ 10.21 Uhr: Russisches Oberhaus nimmt umstrittenes Agenten-Gesetz für Medien an +++

Das russische Oberhaus hat das umstrittene Agenten-Gesetz für eine stärkere Kontrolle ausländischer Medien angenommen. Dieses sieht vor, dass Russland Medien mit Finanzierung aus dem Ausland zwingen kann, sich als "ausländische Agenten" zu kennzeichnen. Dies könnte ihre Arbeit erschweren. Der Föderationsrat stimmte in Moskau mit großer Mehrheit für die Novelle. Zuletzt muss noch Präsident Wladimir Putin das Gesetz unterschreiben, was als Formsache gilt. Die Staatsduma hatte die Gesetzesänderung am 15. November durchgewunken.

Das Justizministerium hat bereits mehrere Medien gewarnt, dass sie betroffen sein könnten. Darunter waren auch die namhaften US-Sender Voice of America und Radio Free Europe/Radio Liberty. Wegen dehnbarer Formulierungen könnte das Gesetz aber deutlich mehr Medien betreffen. Auch der Name der Deutschen Welle war bereits gefallen, die sich aus Staatsmitteln finanziert. 

+++ 10.02 Uhr: US-Armeeflugzeug mit elf Menschen an Bord in Philippinensee abgestürzt +++

Ein US-Armeeflugzeug mit elf Menschen an Bord ist in die Philippinensee gestürzt. Die Maschine der US-Marine sei auf dem Weg zu einem Flugzeugträger südöstlich von der japanischen Stadt Okinawa verunglückt, teilte das Militär mit. Acht Menschen hätten bislang von US-japanischen Rettungsteams geborgen werden können, erklärte das japanische Verteidigungsministerium in Tokio.

+++ 9.44 Uhr: Estland meldet Luftraumverletzung durch russisches Flugzeug +++

Das baltische Nato-Mitglied Estland hat erneut die Verletzung seines Luftraums durch ein russisches Flugzeug festgestellt. Eine Maschine vom Typ Iljuschin Il-76 sei nahe der Ostsee-Insel Vaindloo unerlaubt in den estnischen Luftraum eingedrungen und habe sich weniger als eine Minute darin aufgehalten, berichtete die estnische Armee gestern Abend. Der Transportflieger habe die elektronische Kennung eingeschaltet gehabt und einen Flugplan mitgeteilt. Allerdings habe der russische Pilot keinen Funkkontakt mit der Flugsicherung gehalten, hieß es. 

Estland hat in diesem Jahr bisher zwei Luftraumverletzungen durch Russland verzeichnet, worauf es jedes Mal mit einer Protestnote an die russische Botschaft in Tallinn reagierte. 2016 wurden sieben Vorfälle vermeldet.

+++ 9.02 Uhr: Geständnis in Freiburger Prozess um Mord an Joggerin +++

Im Prozess um den Mord an einer Joggerin hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Der 40-jährige Catalin C. räumte heute zu Beginn des Verfahrens vor dem Landgericht Freiburg ein, die damals 27-jährige Carolin D. aus Endigen im vergangenen November getötet zu haben. Es tue ihm leid.

Er habe "mit einer Schnapsflasche zugeschlagen", erklärte der Anwalt im Namen seines Mandanten. Er wisse, es sei "unverzeihbar, was ich getan habe". Der Angeklagte war nach eigenen Angaben "depressiv" und habe getrunken. Er verneinte sexuelle Motive. Er sei "fassungslos" über die Tat und habe keine Erklärung dafür.

+++ 8.10 Uhr: Duterte sagt Friedensgespräche mit kommunistischen Rebellen ab +++

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat alle künftigen Friedensgespräche mit den kommunistischen Rebellen abgesagt, die für einen der ältesten Konflikte Asiens verantwortlich sind. In einer Rede kritisierte Duterte die Aufständischen wegen tödlicher Angriffe auf Soldaten und Polizisten und drohte ihnen mit der Einstufung als "terroristische" Gruppe. Er habe beschlossen, die Gespräche mit der NPA abzubrechen, sagte er mit Blick auf den 3800 Mitglieder starken bewaffneten Arm der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP).

+++ 7.29 Uhr: Air China setzt Flüge nach Nordkorea aus +++

Die chinesische Fluggesellschaft Air China hat ihre Flüge nach Nordkorea ausgesetzt. Eine Unternehmenssprecherin sagte, auf der Strecke Peking-Pjöngjang seien bis Juni keine Flüge geplant. Die Regierung in Peking wies einen möglichen Zusammenhang mit dem nordkoreanischen Raketen- und Atomprogramm zurück. Es handele sich um eine unternehmerische Entscheidung, die Fluggesellschaften würden ihre Pläne eigenständig  erstellen, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Lu Kang.

+++ 7.22 Uhr Star-Moderator Charlie Rose endgültig entlassen +++

Nach einer Reihe von Belästigungsvorwürfen ist der lange einflussreiche Fernsehmoderator und Journalist Charlie Rose endgültig entlassen worden. Die Anstellung des 75-Jährigen sei mit sofortiger Wirkung "beendet" worden, teilte der US-Sender CBS News mit. Damit reagiere der Sender auf das "extrem verstörende und nicht zu tolerierende Verhalten" von Rose gegenüber mehreren Frauen.

+++ 6.55 Uhr: Viel Plastikmüll in Deutschland +++

Bei der Vermeidung von Plastikmüll ist Deutschland laut einem Bericht alles andere als vorbildlich. 37 Kilogramm Verpackungsmüll aus Plastik produziere jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr, zitierten die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Dies seien sechs Kilogramm mehr als im EU-Durchschnitt. 

+++ 5.22 Uhr: Nordkoreanische Soldaten jagen Kameraden an der Grenze +++

Nach der dramatischen Flucht eines nordkoreanischen Soldaten hat das UN-Kommando in Südkorea der Gegenseite Verstöße gegen das Waffenstillstandsabkommen von 1953 vorgeworfen. Das Kommando (UNC) veröffentliche ein Video, in dem zu sehen ist, wie nordkoreanische Soldaten ihren Kameraden am Montag der vergangenen Woche an der schwer bewachten Landesgrenze bei Panmunjom verfolgen. Die Volksarmee verletzte danach den Angaben zufolge das Abkommen zweifach: Einmal, als Soldaten über die militärische Demarkationslinie hinweg auf den Flüchtenden geschossen hätten und das andere Mal, als einer der Soldaten bei der Verfolgung für kurze Zeit die Linie überschritten habe.  


+++ 5.05 Uhr: Kürzungen im US-Haushalt könnten Malaria-Ausbreitung verursachen +++

Dem Kampf gegen Malaria droht durch Kürzungen im US-Haushalt ein Dämpfer: 67 Millionen zusätzlicher Fälle könne es in den nächsten vier Jahren geben, weil das Budget der Malaria-Initiative des Präsidenten (PMI) 2018 um 44 Prozent knapper ausfallen soll, warnen Forscher aus London im Fachjournal "PLOS Medicine". Hinzu kämen über 290 000 weitere Todesfälle. Bisher nimmt die Häufigkeit von Malaria-Fällen seit 2005 ab. 

+++ 4.45 Uhr: Suche nach U-Boot: Objekt auf Meeresgrund entdeckt +++

Bei der Suche nach dem seit einer Woche verschollenen argentinischen U-Boot hat ein Flugzeug der US-Navy nach Medienangaben ein Objekt in 70 Meter Tiefe im Südatlantik ausfindig gemacht. Auf dem Radarschirm des Flugzeugs sei ein Wärmeflecken erschienen, der darauf hindeute, dass es sich um das vermisste U-Boots "ARA San Juan" handeln könnte, berichteten übereinstimmend der Sender Radio Mitre und die Zeitung "Clarín". Ein Mini-U-Boot sei zu dem Punkt 300 Kilometer östlich des patagonischen Hafens Puerto Madryn entsandt worden, um das Objekt zu identifizieren. Das Verteidigungsministerium wollte die Berichte nicht bestätigen. 

+++ 4.06 Uhr: Trump begnadigt ersten Truthahn +++

Zum ersten Mal in seiner Amtszeit hat US-Präsident Trump die traditionelle Truthahn-Begnadigung zu Thanksgiving im Weißen Haus geleitet. Trump kam bei der Zeremonie im Rosengarten gestern schnell zur Sache: Der weiße Puter namens Drumstick entging innerhalb von wenigen Sekunden dem Ofen. "Hi Drumstick", sagte Trump. "Oh, ich denke, Drumstick wird sehr glücklich sein. Bist du bereit, Drumstick? Drumstick, du bist hiermit begnadigt", erklärte der US-Präsident.


+++ 3.48 Uhr: David Cassidy gestorben +++

Der 70er-Jahre-Mädchenschwarm David Cassidy ist tot. Der Schauspieler und Sänger starb in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 67 Jahren in einem Krankenhaus in Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida, berichteten US-Medien unter Berufung auf die Sprecherin des Sängers, Jo-Ann Geffen. Cassidy war vor wenigen Tagen mit Organversagen in das Krankenhaus eingeliefert worden und hatte sich in kritischem Zustand befunden. "David ist umringt von seinen Liebsten gestorben, mit Freude in seinem Herzen und befreit von dem Schmerz, der ihn so lange im Griff hatte", ließ seine Sprecherin mitteilen. Der 1950 in New York geborene Cassidy war in den 1970er Jahren als singender Mädchenschwarm Keith in der Fernsehserie "Die Partridge Familie" bekannt geworden. 


+++ 3.39 Uhr: Weiteres US-Gericht gegen Trumps Transgender-Verbot +++

In den USA hat ein weiteres Bundesgericht gegen die Anordnung von US-Präsident Donald Trump entschieden, Transgender nicht mehr in die Armee aufzunehmen. Richter Marvin Garbis begründete seine Entscheidung im US-Bundesstaat Maryland mit dem "Fehlen jeder Rechtfertigung für den abrupten Politikwechsel". Hinter Trumps Anordnung sei kein politischer Entscheidungsprozess im nationalen Interesse erkennbar. Aus Sicht des Richters stellt Trumps Entscheidung eine Diskriminierung der betroffenen Soldaten dar, die kein "legitimes Regierungsinteresse" darstellen könne. 

+++ 1.49 Uhr: Mordanklage gegen New-York-Attentäter +++

Der Attentäter, der Ende Oktober in New York mit einem Kleintransporter acht Menschen getötet hatte, ist offiziell wegen mehrfachen Mordes und Mordversuchs angeklagt worden. Der 29-jährige Sayfullo Saipov müsse sich in insgesamt 22 Anklagepunkten verantworten, teilte die New Yorker Bundesstaatsanwaltschaft mit. Ihm drohe damit lebenslange Haft oder die Todesstrafe. Der Usbeke Saipov hatte am 31. Oktober mit einem Kleintransporter im New Yorker Stadtteil Manhattan acht Menschen getötet und zwölf weitere verletzt.

+++ 1.16 Uhr: Weitere US-Sanktionen gegen Nordkorea +++

Nach der Wiederaufnahme Nordkoreas auf ihre Liste der Terrorunterstützerstaaten haben die USA weitere Sanktionen gegen das Land verhängt. Die neuen Strafmaßnahmen beträfen Unternehmen, die in Nordkorea Geschäfte in einem Gesamtumfang von mehreren hundert Millionen Dollar gemacht hätten, erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin. Betroffen seien auch Reedereien und andere Transportunternehmen, die Nordkoreas Außenhandel erleichterten. Die Sanktionsliste wurde um einen chinesischen Geschäftsmann, 13 Handelsfirmen und 20 Schiffe erweitert. US-Bürger dürfen nicht mit ihnen handeln, die Guthaben und Besitztümer der Betroffenen in den USA werden beschlagnahmt. Auch das Unternehmen Korea South-South Cooperation kam auf die Sanktionsliste. Es soll nordkoreanische Gastarbeiter nach China, Russland, Kambodscha und Polen vermittelt haben. Die Verschickung von Gastarbeitern ist für Nordkorea eine wichtige Einnahmequelle.


+++ 1.04 Uhr: Neue Regeln für Pommes, Chips und Co. +++

Die EU-Kommission macht Ernst mit neuen Vorgaben für die Herstellung von Pommes frites, Chips, Keksen und ähnlichen Nahrungsmitteln. Eine Kommissionssprecherin bestätigte einen Bericht der Funke Mediengruppe. Demnach gelten von Frühjahr 2018 an vor allem für Lebensmittelhersteller Auflagen, die den Gehalt an dem umstrittenen Acrylamid in gerösteten, gebackenen und frittierten Produkten reduzieren sollen. Aber auch für Backstuben oder Imbissbuden sind neue Vorgaben vorgesehen. Die entsprechende, europaweit geltende Verordnung habe die EU-Kommission am Montag endgültig angenommen, nachdem eine Einspruchsfrist abgelaufen war.

+++ 0.00 Uhr: "Uber" verschwieg Diebstahl von 57 Millionen Kundendaten +++

"Uber" sind bereits vor gut einem Jahr Daten von rund 50 Millionen Fahrgästen gestohlen worden. Der Fahrdienst-Vermittler informierte die Öffentlichkeit aber erst am Dienstag über den Vorfall. Es gehe um Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Nutzern rund um die Welt, erklärte "Uber" dem Finanzdienst Bloomberg. Außerdem hätten sich die Angreifer auch Zugriff auf Daten von etwa sieben Millionen Uber-Fahrern verschafft. Es seien aber keine Kreditkarten-Daten oder Informationen zu Fahrten gestohlen worden, betonte die Firma.

"Uber" räumte nun ein, dass über die Attacke weder Behörden noch Betroffene informiert worden seien. Stattdessen seien den Hackern 100.000 Dollar (rund 85.000 Euro) bezahlt worden, damit sie die gestohlenen Daten vernichten. "Uber" gehe davon aus, dass die Informationen nicht verwendet worden seien, hieß es. Die Hacker seien durch eine schlecht geschützte Datenbank an die Daten gekommen. Der "Uber"-Sicherheitschef Joe Sullivan wurde diese Woche entlassen, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

wue/tyr/fs / DPA / AFP