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News des Tages: Mexiko: Reisebus kippt um - Mindestens elf Touristen sterben

SPD will am 21. Januar über Koalitionsgespräche entscheiden +++ Ryanair will auch Flugbegleiter-Gewerkschaften anerkennen +++ Maas räumt Fehler nach Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt ein +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Vor einem mexikanischen Rettungswagen zeichnen sich die Silhouetten zweier Männer mit Helmen ab

Bei einem Busunglück in Mexiko hat es mindestens elf Tote und zwanzig Verletzte gegeben (Symbolbild)

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Reisebus mit Kreuzfahrt-Touristen in Mexiko verunglückt (20.10 Uhr)
  • SPD will am 21. Januar über Koalitionsgespräche entscheiden (16.02 Uhr)
  • Aufschwung kommt in Ostdeutschland weniger an als im Westen (15.09 Uhr)
  • Lauda will Angebot für insolvente Airline Niki unterbreiten (13.31 Uhr)
  • Saudi-Arabien meldet Raketenangriff auf Hauptstadt (12.56 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 21.22 Uhr: Siemens-Chef besucht Turbinenwerk in Görlitz +++

Erstmals nach Bekanntgabe der Schließungspläne hat Siemens-Chef Joe Kaeser nach Angaben der IG Metall das Görlitzer Turbinenwerk besucht. Bei dem Spontan-Besuch habe er sich einen Überblick verschafft. Nach Gewerkschaftsangaben soll Kaeser versprochen haben, Kontakt mit der Bundes- und Landesregierung aufzunehmen, um Görlitz und der Region eine Perspektive zu geben. Aufgrund einer Absatzflaute in der Kraftwerkssparte hatte das Energieunternehmen den Abbau von weltweit rund 6900 Arbeitsplätzen angekündigt, davon 720 in Görlitz.

Ronny Zieschank, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender im Turbinenwerk sagte, der Besuch habe die Erwartungen der Mitarbeiter erfüllt. "Ich hoffe, er rechnet noch einmal nach." Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen, bewertete den Besuch als einen Achtungserfolg des Protests. 

+++ 20.32 Uhr: RWE-Tochter Innogy schasst Vorstandschef +++

Die RWE-Tochter Innogy verliert nach der harschen Gewinnwarnung mit sofortiger Wirkung ihren Vorstandschef Peter Terium. Einstweilen werde Personalvorstand Uwe Tigges den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernehmen, teilte Innogy am Abend überraschend in Essen mit.

+++ 20.10 Uhr: Mexiko: Bus mit Kreuzfahrt-Touristen kippt um - elf Tote +++

An der mexikanischen Karibikküste sind mindestens elf Touristen bei einem Busunglück ums Leben gekommen, darunter mehrere Ausländer. Wie die Behörden des Bundesstaates Quintana Roo mitteilten, kam der Bus zwischen El Cafetal und Mahahual von der Straße ab. Weitere 20 Touristen seien bei dem Unglück auf dem Weg zu einer archäologischen Maya-Stätte verletzt worden. Das Transportunternehmen Costa Maya, zu dem der verunglückte Bus gehörte, berichtete von 18 verletzten Passagieren. Die Busreisenden stammten demnach aus den USA, Schweden, Italien und Brasilien.

Mit dem Bus waren nach den ersten Informationen 31 Fahrgäste unterwegs. Die Touristen waren mit einem Kreuzfahrtschiff des Veranstalters Royal Caribbean nach Mexiko gelangt. Sie wollten zur Maya-Stätte Chacchoben. Über die Unglücksursache auf der geraden Strecke mit wenig Verkehr wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 19.22 Uhr: Verdacht auf Sprengfalle: Von der Leyens Maschine hebt verspätet ab +++

Wegen des Verdachts auf eine Sprengfalle im deutschen Feldlager in Masar-i-Scharif hat sich die Abreise von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) aus Afghanistan leicht verzögert. Erst gab es ein mechanisches Problem mit der Treppe zum Flugzeug, dann wurde kurz vor dem Abflug ein verdächtiger Gegenstand am Tor zum Feldlager im nordafghanischen Masar-i Scharif entdeckt. Experten fanden bei einer Überprüfung heraus, dass es keine Sprengfalle war, wie ein Sprecher sagte. Solche Verdachtsfälle kämen häufiger vor. Von der Leyens Maschine konnte schließlich mit halbstündiger Verzögerung starten. Am Abend traf die Ministerin in .

+++ 17.35 Uhr: Insolvente Air Berlin zahlt Teil des 150-Millionen-Kredits zurück +++

Der Bund hat einen Teil seines 150-Millionen-Euro-Überbrückungskredits für die insolvente zurück erhalten. Man habe am Freitag einen Teil des KfW-Kredits zurückgezahlt, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft, ohne Summen zu nennen. In Finanzkreisen wurden Medienberichte bestätigt, wonach Air Berlin gut 40 Millionen Euro an die KfW zurückgezahlt hat. "B.Z." und "Bild"-Zeitung hatten darüber berichtet. Die staatliche KfW, die dem Bund und den Ländern gehört, hatte der Air Berlin im Sommer im Auftrag der Bundesregierung 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit sollte verhindert werden, dass die Flugzeuge am Boden bleiben müssen, nachdem der Großaktionär Etihad den Geldhahn zugedreht hatte. Der Bund bürgt für den Kredit.

Einverstaendnis-Gesetz Sex Schweden

+++ 17.19 Uhr: Mittelstand bittet FDP um neuen Jamaika-Anlauf +++

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat die FDP aufgefordert, erneut mit Union und Grünen über ein Regierungsbündnis zu sprechen. "Wagen Sie einen Neustart für eine Jamaika-Koalition!", heißt es in einem Brief von Verbandspräsident Mario Ohoven an alle Mitglieder der FDP-Bundestagsfraktion, der auf Dienstag datiert ist und der Nachrichtenagentur DPA vorliegt. Wenn die in Verhandlungen über eine neue große Koalition mit CDU und CSU ihre Positionen durchsetzen könne, kämen große Belastungen auf die Wirtschaft und die Arbeitnehmer zu. 

+++ 17.10 Uhr: Mann nahe Times Square in New York auf offener Straße erschossen +++

In unmittelbarer Nähe zum Times Square in New York ist ein Mann auf offener Straße in den Kopf geschossen worden. Der 27-Jährige sei später im Krankenhaus gestorben, teilte die mit. Laut "New York Post" war am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) vor einer Bar ein Streit ausgebrochen, Täter und Opfer kannten sich dem Bericht zufolge offenbar. Die Polizei suchte zunächst vergeblich nach dem Täter. Der Times Square ist tagsüber einer der belebtesten Plätze der Millionenstadt und bei Touristen sehr beliebt.

+++ 16.30 Uhr: Verfassungsbeschwerde gegen Haftantritt von Ex-SS-Mann Gröning +++

Der wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen verurteilte frühere SS-Mann Oskar Gröning wehrt sich mit einer Verfassungsbeschwerde gegen die drohende Haft. "Verfassungsrechtlich ist im Hinblick auf den Gesundheitszustand von Herrn Gröning zu prüfen, ob dessen Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit aus Artikel 2 des Grundgesetzes gewährleistet ist", sagte Grönings Anwalt Hans Holtermannn der Nachrichtenagentur. "Nach Auffassung eines Sachverständigen ist er nicht haftfähig." Das Oberlandesgericht Celle hatte zuletzt Einwände der Verteidigung des 96-Jährigen abgewiesen. Die Anwälte wollten einen Haftaufschub erreichen. Gröning war im Lüneburger Auschwitz-Prozess im Juli 2015 zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Der von Journalisten "Buchhalter von Auschwitz" genannte frühere Freiwillige der Waffen-SS hatte eingeräumt, in dem Konzentrations- und Vernichtungslager Geld aus dem Gepäck der Verschleppten gezählt und weitergeleitet zu haben.

+++ 16.13 Uhr: 115 neue Arten im Mekong-Gebiet entdeckt +++

Eine Krokodilschwanzechse und eine Schneckenfresser-Schildkröte gehören zu den 115 mitunter skurrilen Arten, die im vergangenen Jahr in der Mekong-Region in Südostasien neu entdeckt wurden. Wie die Umweltorganisation WWF unter Berufung auf die Arbeit von hunderten Wissenschaftlern aus aller Welt mitteilte, zählen zu den Neuentdeckungen elf Amphibien, zwei Fische, elf Reptilien, 88 Pflanzen und drei Säugetiere aus Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam. "Im Schnitt wurden am Mekong im letzten Jahr jede Woche zwei neue Arten entdeckt und rund 2500 in den letzten 20 Jahren", erklärte WWF-Artenschutzexperte Arnulf Köhncke in Berlin. Dies lasse "erahnen, mit was für einem unglaublichen Artenreichtum wir es in der Region zu tun haben".

+++ 16.12 Uhr: Beamte können Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung werden +++

Als erstes Bundesland öffnet die Stadt Hamburg ihren Beamten mit einer pauschalen Beihilfe die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Mit der Regelung erhalten Beamte auf Wunsch vom 1. August 2018 an statt individueller Beihilfe den hälftigen Beitrag zu einer gesetzlichen oder privaten Krankenvollversicherung. "Mit der bundesweit einmaligen Regelung schreibt Hamburg Sozialgeschichte. Beamte sind bislang faktisch gezwungen, sich ergänzend zur Beihilfe privat zu versichern, da es in der gesetzlichen Krankenversicherung dazu keine Möglichkeit gibt. Eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung musste bisher von Beamten in vollem Umfang selbst getragen werden.

+++ 16.10 Uhr: In Italien inhaftierter Marokkaner mutmaßlicher IS-Terrorist +++

Ein in Italien inhaftierter Marokkaner ist von den Behörden als mutmaßlicher IS-Terrorist erkannt worden. Der wegen anderer, nicht terroristischer Vorwürfe seit August einsitzende Mann sei ein "führendes Mitglied" der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), teilte die Polizei in Rom mit. Es sei bekannt geworden, dass der 39-Jährige nach Italien eingereist sei, um andere Terroristen zu rekrutieren und auszubilden.

+++ 16.02 Uhr: SPD will am 21. Januar über Koalitionsgespräche entscheiden +++

Die SPD will nun erst am 21. Januar auf einem Sonderparteitag über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU entscheiden. Das teilte der Parteivorsitzende Martin Schulz über Twitter mit. Zuvor hatten die Sozialdemokraten angepeilt, bereits eine Woche vorher die Sondierungen mit der Union zu bewerten. Als Grund für die Verschiebung nannte Schulz den Wunsch der CSU, nicht vor einer Klausur der CSU-Bundestagsabgeordneten vom 4. bis 6. Januar im bayerischen Kloster Seeon mit den Sondierungsgesprächen zu beginnen. "Deshalb brauchen wir ein bisschen mehr Zeit", teilte der SPD-Vorsitzende mit. Er habe dem SPD-Parteivorstand daher vorgeschlagen, den Sonderparteitag am 21. Januar in Bonn abzuhalten. 

+++ 15.31 Uhr: Urteil gegen Ex-SPD-Abgeordneten wegen Missbrauchs rechtskräftig +++

Der frühere bayerische SPD-Landtagsabgeordnete Linus Förster hat die wegen sexuellen Missbrauchs gegen ihn verhängte Haftstrafe akzeptiert. Der 52-Jährige nahm seine Revision gegen das Urteil des Landgerichts Augsburg zurück, wie das Gericht mitteilte. Auch die Staatsanwaltschaft nahm ihre Revision zurück, womit das Urteil rechtskräftig ist. Die Jugendschutzkammer des Landgerichts hatte Förster Ende September zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Förster machte sich dem Urteil zufolge unter anderem des schweren sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Frauen und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen schuldig. Außerdem verurteilte das Gericht den ehemaligen Abgeordneten und SPD-Funktionär wegen Besitzes von Kinderpornografie. Förster saß von 2003 bis Ende 2016 im bayerischen Landtag und war in der bayerischen SPD im Landesvorstand und -präsidium. Er hatte nach Bekanntwerden der Ermittlungen gegen ihn sein Abgeordnetenmandat niedergelegt und war aus der SPD ausgetreten.

+++ 15.30 Uhr. Ryanair will auch Flugbegleiter-Gewerkschaften anerkennen +++

Der irische Billigflieger Ryanair will nicht nur Gewerkschaften für Piloten, sondern auch für Flugbegleiter anerkennen. Das teilte das Unternehmen in Dublin mit. Noch am Montag hatte sich etwa die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) beklagt, Ryanair habe Gesprächen mit Flugbegleitervertretern eine Absage erteilt - und ihrerseits mit Streiks gedroht. Ryanair hatte am Freitag nach Streikdrohungen angekündigt, mit Pilotengewerkschaften in mehreren europäischen Ländern verhandeln zu wollen. Das führe nun dazu, dass Ryanair Pilotengewerkschaften in der ganzen EU und auch Flugbegleitergewerkschaften anerkenne, wie die Airline mitteilte. Die Geschäftsführung wollte am Dienstag erstmals überhaupt in der Unternehmensgeschichte zu Gesprächen mit einer Gewerkschaft zusammentreffen.

+++ 15.23 Uhr: Dirigent Barenboim plädiert für Anerkennung des Staates Palästina +++

Der Dirigent Daniel Barenboim hat sich im Nahostkonflikt für die Anerkennung des Staates Palästina stark gemacht. "Man kann keinen Kompromiss zwischen zwei Völkern, noch nicht einmal zwischen zwei Menschen erwarten, die einander nicht anerkennen", schreibt Barenboim in einem "Zeit"-Beitrag. "Für eine Zweistaatenlösung brauchen wir zwei Staaten, und die gibt es momentan nicht." Damit reagierte Barenboim auf Donald Trumps Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Er appelliere an den Rest der Welt: "Erkennen Sie Palästina als Staat an, so wie Sie Israel als Staat anerkannt haben." Der in Argentinien geborene und in Israel aufgewachsene Musiker ist Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

+++ 15.09 Uhr: Ost-Wirtschaft profitiert weniger stark vom Aufschwung +++

Die ostdeutsche Wirtschaft wächst nach einer Prognose des Dresdner Ifo-Institutes im kommenden Jahr um 2,0 Prozent und bleibt damit hinter dem bundesweiten Wert (2,6 Prozent) zurück. "Wir profitieren vom gesamtdeutschen Aufschwung, aber nicht in dem Maße wie der Westen", sagte Joachim Ragnitz, Vize-Chef der Dresdner Ifo-Niederlassung. Da die Exportquote ostdeutscher Firmen und damit ihre Beteiligung am Welthandel schwächer ausfalle, bleibe die Dynamik im Osten hinter der gesamtdeutschen Entwicklung zurück. Für dieses Jahr rechnen die Ifo-Wissenschaftler gleichfalls mit einem Wachstum in Ostdeutschland von 2,0 Prozent, in ganz Deutschland sollen es 2,3 Prozent sein.  

+++ 14.53 Uhr: Demonstranten attackieren Parteizentralen in irakischer Kurdenregion +++

Die autonome Kurdenregion im Nordirak ist erneut von gewaltsamen Protesten erschüttert worden. In Sulaimanijah gaben die Sicherheitskräfte Warnschüsse in die Luft ab, um eine Demonstration unzufriedener Bürger im Stadtzentrum aufzulösen, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. In Koisindschak setzten Angreifer das Büro des Bürgermeisters in Brand, während hunderte Demonstranten den Sitz der regierenden Demokratischen Partei Kurdistans (DPK) sowie die Zentrale der rivalisierenden Patriotischen Union Kurdistans (PUK) attackierten.

Der Zorn der Demonstranten entzündete sich an den Gebietsverlusten, die irakische Truppen der kurdischen Autonomieregion im Anschluss an das umstrittene Unabhängigkeitsreferendum zugefügt hatten. 

+++ 14.26 Uhr: Zahl der Beschwerden von Fluggästen in diesem Jahr stark gestiegen +++

Ärger mit der Airline, mit der Bahn oder dem Fernbus: In diesem Jahr haben sich so viele Reisende wie nie an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) in Berlin gewandt. Geschäftsführer Heinz Klewe erwartet rund 15.600 Anträge und damit 15 Prozent mehr als im Vorjahr, wie er in einer Vorabbilanz erklärte. Drei von vier Verbrauchern beschweren sich bei der SÖP demnach über ihre Fluggesellschaft. Die Zahl der Beschwerden über die Bahn und über Fernbusunternehmen nahm ebenfalls deutlich zu.

+++ 13.46 Uhr: Notlandung in Russland kann drei Monate altes Baby nicht retten +++

Ein drei Monate altes krankes Baby ist auf einem Flug in Russland trotz einer sofort eingeleiteten Zwischenlandung gestorben. Die Eltern waren mit ihrer kleinen Tochter auf einem Linienflug in Sibirien von Krasnojarsk nach Norilsk, als sich der Zustand des Mädchens rapide verschlechterte. Wie die Behörden mitteilten, landeten die Piloten die Maschine vom Typ Boeing B-737 in der Stadt Igarka etwa 4100 Kilometer nordöstlich von Moskau. Dort konnten Notärzte aber nur noch den Tod des Kindes feststellen. Vorher sei das Baby wegen einer angeborenen Krankheit medizinisch behandelt worden, meldete die Agentur Interfax nach diesen Angaben.

+++ 13.36 Uhr: Merkel will nach "schonungslosem" Gespräch erneut Anschlagsopfer treffen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will in wenigen Monaten erneut mit den Hinterbliebenen und Verletzten des Berliner Weihnachtsmarktanschlags zusammentreffen. "Heute ist ein Tag der Trauer, aber auch ein Tag des Willens, das, was nicht gut gelaufen ist, besser zu machen", sagte Merkel in Berlin am Rande der Gedenkfeierlichkeiten zum ersten Jahrestag des Attentats. Sie war am Montag mit Betroffenen und Angehörigen im Bundeskanzleramt zusammengekommen.

"Es war ein sehr offenes, auch von Seiten der Menschen, die betroffen sind, sehr schonungsloses Gespräch", sagte Merkel. Das Gespräch habe gezeigt, "welche Schwächen unser Staat in so einer Situation auch gezeigt hat". Merkel kündigte ein erneutes Treffen an. Dabei gehe es um die Fragen: "Was haben wir gelernt? Was werden wir in Zukunft anders machen?"

+++ 13.31 Uhr: Lauda will Angebot für insolvente Airline Niki unterbreiten +++

Der österreichische Ex-Rennfahrer und Unternehmer Niki Lauda will für die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki ein Kaufangebot unterbreiten. Bis zur Frist am Donnerstag werde es mehrere Offerten geben, sagte der 68-Jährige der Wochenzeitung "Die Zeit". Mit einer Entscheidung sei wohl nicht vor Weihnachten zu rechnen: "Das dauert jetzt ein bisschen. Aber ich bin sehr gespannt."

Lauda hatte die Airline 2003 gegründet und war 2011 ausgestiegen. Im Bieterrennen sind Medienberichten zufolge auch die Billigfluglinie Ryanair, die Thomas-Cook-Linie Condor und ein Konsortium um den Berliner Logistiker Zeitfracht.

+++ 12.56 Uhr: Saudi-Arabien fängt erneut aus dem Jemen abgefeuerte Rakete ab +++

Die saudiarabische Armee hat staatlichen Medien zufolge erneut eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete abgefangen. Die Rakete sei im Anflug auf die Hauptstadt Riad gewesen, hieß es in den saudiarabischen Berichten. Der Beschuss erfolgte offenbar aus dem Nachbarland Jemen: Jemens schiitische Rebellen erklärten, der Angriff habe der offiziellen Residenz des saudiarabische Königs Salman, dem Jamamah-Palast, gegolten.

Ein Korrespondent der AFP hörte gegen Mittag eine laute Explosion, kurz vor der Bekanntgabe des saudiarabischen Haushaltsentwurfs für 2018. Üblicherweise gibt der König das Budget im Jamamah-Palast bekannt. Die Huthi-Rebellen hatten bereits Anfang November eine Rakete in Richtung Saudi-Arabien abgefeuert. Auch diese hatte Saudi-Arabien abgefangen und zerstört.

+++ 12.54 Uhr: Christian Lindner: AfD ist wie "Schimmel zuhause" +++

FDP-Chef Christian Lindner befürchtet, dass die AfD nicht so schnell aus der politischen Landschaft Deutschlands verschwindet.
"Die AfD ist wie Schimmel zuhause. Ist er einmal da, ist es schwierig, ihn loszuwerden", sagte der Politiker der italienischen Tageszeitung "La Repubblica". Es sei auch Aufgabe der Liberalen, abgewanderte Wähler zurückzugewinnen um zu verhindern, dass die AfD drittstärkste Partei bleibe.

Lindner verteidigte in dem Interview erneut den Abbruch der Verhandlungen für eine Jamaika-Koalition. "Deutschland braucht eine stabile Regierung, die eine Vorstellung davon hat, wie das Land erneuert werden kann. Die letzten großen Reformen waren die von Gerhard Schröder. Eine Jamaika-Regierung wäre weder stabil noch innovativ gewesen."

+++ 12.45 Uhr: Zivilisten bei Raketen-Beschuss in Ostukraine verletzt +++

Bei einem schweren Verstoß gegen die Waffenruhe in der Ostukraine mit Raketenwerfern sind mindestens acht Zivilisten verletzt worden. Knapp 50 Wohnhäuser seien in der von Regierungstruppen kontrollierten Siedlung Nowoluhanske im Donezker Gebiet beschädigt worden, teilte das Militär mit. Die prorussischen Separatisten hätten aus wenigen Kilometern Entfernung mehr als 40 Raketen abgeschossen. Getroffen wurden demnach unter anderem auch ein Kindergarten und eine Schule. Auch in Nachbarorten gab es Beschuss mit Artillerie und Minenwerfern.

+++ 12.28 Uhr: Vier Terrorverdächtige in Großbritannien festgenommen +++

Anti-Terror-Spezialisten haben vier Männer in Großbritannien festgenommen. Die Verdächtigen im Alter von 22 bis 41 Jahren sollen nach Angaben der Polizei Terroranschläge geplant haben. Drei von ihnen wurden in der nordenglischen Stadt Sheffield und einer im nahegelegenen Chesterfield festgenommen. Nähere Angaben machte die Polizei zunächst nicht. Vorsichtshalber waren auch Teams zur Bombenentschärfung im Einsatz.

+++ 12.19 Uhr: 84-malige Nationalspielerin Bresonik beendet Fußball-Karriere +++

Die zweimalige Welt- und Europameisterin Linda Bresonik beendet ihre Karriere. Nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes verlässt die 34-Jährige ihren Verein, den Zweitligisten BV Cloppenburg, mit sofortiger Wirkung. Sie will sich in Zukunft ganz ihrer beruflichen Laufbahn als Mitarbeiterin im Büro für die Gleichstellung für Frauen und Männer der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf konzentrieren. Dort hatte sie zum 1. Dezember einen Job übernommen.

"Über 30 Jahre lang war der Fußball ein ganz entscheidender Bestandteil meines Lebens. Ich bin total glücklich über meine Karriere. Es hätte insgesamt nicht besser laufen können. Aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ein neuer Lebensabschnitt beginnen kann", wurde Bresonik zitiert. 

+++ 11.57 Uhr: Kartellamt rügt missbräuchliche Datensammlung bei Facebook +++

Das Bundeskartellamt wirft Facebook in einem Verwaltungsverfahren missbräuchliche Datensammlungen vor. Die Behörde moniert in einer vorläufigen Einschätzung vor allem, dass das soziale Netzwerk in Deutschland "unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten aus Drittquellen sammelt" und mit dem Facebook-Konto zusammenführt.
Demnach nimmt das US-Unternehmen in Deutschland eine marktbeherrschende Stellung ein. Facebook bestreitet das.

Der vorläufige Bericht zeichne ein ungenaues Bild von Facebook, entgegnete Managerin Yvonne Cunnane in einer ersten Stellungnahme. "Die Realität ist, dass Facebook keinerlei Anzeichen eines dominanten Unternehmens in Deutschland oder anderswo zeigt." Cunnane sicherte aber Kooperationsbereitschaft mit der Behörde zu.

In dem Verwaltungsverfahren untersucht die Kartellbehörde seit 2016 mögliche Datenschutzverletzungen von Facebook. Eine Entscheidung wird nicht vor Frühsommer 2018 erwartet. 

+++ 11.52 Uhr: Innenminister: "Haben aus dem Fall Amri gelernt" +++

Die Sicherheitsbehörden haben nach den Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) Konsequenzen aus dem Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gezogen. Man habe aus dem Fall Amri gelernt und in den vergangenen 365 Tagen sei viel dafür getan worden, "damit so etwas nicht noch einmal passiert", twitterte der CDU-Politiker anlässlich des ersten Jahrestages des Anschlags. "So bitter es auch ist: Es gibt keine absolute Garantie gegen Terroranschläge", räumte der Minister zugleich ein. "Heute ist ein trauriger Jahrestag." Er fügte hinzu: "Ich werde den Abend des 19. Dezember 2016 nie vergessen." 

+++ 11.35 Uhr: G20-Randalierer meldet sich bei Polizei +++

Im Rahmen einer öffentlichen Fahndung nach G20-Randalierern hat sich ein Beteiligter bei der Hamburger Polizei gemeldet. Der Mann rief am Montag an und gab zu, an Plünderungen in der Sternschanze beteiligt gewesen zu sein, wie ein Sprecher sagte. Innerhalb eines Tages hätten die Beamten rund 30 Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. Zuvor hatte der Norddeutsche Rundfunk darüber berichtet. Die Polizei veröffentlichte am Montag, gut fünf Monate nach den Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel, die Fotos von 104 mutmaßlichen Straftätern. Ihnen werde meist gefährliche Körperverletzung, schwerer Landfriedensbruch oder Brandstiftung vorgeworfen.

+++ 11.16 Uhr: Tropensturm nähert sich Thailands Urlaubsinsel Ko Samui +++

Mit heftigen Regenfällen und starkem Wind hat sich auf Thailands beliebter Urlaubsinsel Ko Samui ein herannahender Tropensturm angekündigt. An allen Hauptstränden wehten rote Fahnen und das Baden war verboten, wie der Tourismusverband von Ko Samui der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Das thailändische Wetteramt rechnet damit, dass Tropensturm Kai-Tak vom Südchinesischen Meer kommend die Insel im Golf von Thailand zwischen Freitag und Samstag erreicht. Dann könnten die Wellen eine Höhe von vier Metern erreichen, hieß es. 

+++ 10.58 Uhr: Gedenken an Terroranschlag begonnen - Mahnmal den Opfern vorgestellt +++

In Berlin haben die Gedenkveranstaltungen zum ersten Jahrestag des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz begonnen. In einer nicht öffentlichen Zusammenkunft am Schauplatz des Anschlags stellte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) Opfern und Hinterbliebenen das Mahnmal für das Attentat vor. Mit einem symbolischen Akt sollte dabei an der Gedächtniskirche das letzte Stück eines knapp 17 Meter langen, goldenen Risses im Boden vervollständigt werden. Dafür sollten Opfer Metallblöckchen in einen Ofen schieben, das flüssige Metall sollte dann von einem Fachmann in den Riss eingefügt werden.

Bei dem stillen Beisammensein, das der öffentlichen Mahnmal-Präsentation vorgelagert war, waren auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble anwesend. Zu den Gedenkveranstaltungen wurden rund 80 Opfer und Angehörige sowie rund 40 Helfer erwartet. 

+++ 10.50 Uhr: Nach Flugzeugabsturz: Lufttaxi-Unternehmen stellt Betrieb vorerst ein +++

Nach dem Flugzeugabsturz mit drei Todesopfern in Baden-Württemberg hat das österreichische Luftfahrtunternehmen Skytaxi seinen Betrieb vorerst eingestellt. Bis auf Weiteres werde nicht geflogen, teilte die Firma mit Sitz in Bregenz mit. "Zuerst müssen alle offenen Fragen in Zusammenhang mit der Absturzursache geklärt werden." Aktuell liefen noch die behördlichen Ermittlungen.
Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Bei dem Unglück im Kreis Ravensburg am Donnerstag war nach Angaben von Skytaxi auch der Geschäftsführer des Unternehmens ums Leben gekommen - der 45-Jährige sei Pilot der Cessna und sehr erfahren gewesen. Das Kleinfugzeug war am Abend mit drei Menschen an Bord in Hessen gestartet und über einem Wald bei Waldburg abgestürzt. Unter den Opfern war neben dem Piloten und dem 49 Jahre alten Co-Piloten der Thermen-Investor Josef Wund, 79.

+++ 10.33 Uhr: Anwohner-Klagen gegen Elbvertiefung abgewiesen +++

Das Bundesverwaltungsgericht hat die letzten vier Klagen gegen die Elbvertiefung abgewiesen. Die Einwände von Anwohnern aus Hamburg-Övelgönne und Blankenese seien nicht begründet gewesen, urteilte der 7. Senat in Leipzig. Die Planungen litten nicht an Mängeln, die zu Lasten der Kläger gehen. Weder gefährde die Elbvertiefung die Standsicherheit des Elbhangs, noch seien die Lärmprognosen zu beanstanden. Auch der Standort eines 70 Meter hohen Leuchtfeuers sei frei von Abwägungsmängeln gewählt worden. (Az. BVerwG 7 A 6.17, 7 A 7.17, 7 A 9.17 und 7 A 10.17)

+++ 10.32 Uhr: Große Waldflächen sollen wiederhergestellt werden +++

Im Kampf gegen den Klimawandel gewinnt die Wiederherstellung abgeholzter Wälder zunehmend an Bedeutung. Das wurde beim Global Landscapes Forum für nachhaltige Entwicklung in Bonn deutlich. Als umfassendste Initiative zur Renaturierung weltweit gilt das Programm "Bonn Challenge".

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums vereint "Bonn Challenge" eine Gruppe von Staaten wie Indonesien, Brasilien und Costa Rica mit Geberländern wie Deutschland und Norwegen sowie Unternehmen und Organisationen. Ziel der "Bonn Challenge" ist es, bis zum Jahr 2020 insgesamt 150 Millionen Hektar entwaldeter Fläche wiederherzustellen. Eine solche Fläche wäre viermal so groß wie Deutschland. Bis 2030 soll die wiederhergestellte Waldfläche auf 350 Millionen Hektar weltweit anwachsen.

+++ 10.20 Uhr: Keine Strafe für Air-Berlin-Pilot wegen Düsseldorfer "Ehrenrunde" +++

Es war ein emotionaler Moment zum Ende der Air-Berlin-Langstreckenflüge, aber möglicherweise auch ein gefährliches Manöver über dem drittgrößten deutschen Flughafen: Die "Ehrenrunde" beim letzten Air-Berlin-Langstreckenflug nach Düsseldorf bleibt für den Piloten ohne Konsequenzen. Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung hat entschieden, dass bei dem spektakulären Durchstartmanöver keine Ordnungswidrigkeit vorlag, wie eine Sprecherin der Behörde in Langen bei Frankfurt erklärte.

Das Flugzeug mit mehr als 200 Passagieren aus Miami war am 16. Oktober kurz vor der Landung durchgestartet und nach links über den Düsseldorfer Airport abgedreht. Nach einer "Ehrenrunde" brachte der Pilot den Flug AB 7001 sicher auf den Boden.

+++ 10.19 Uhr: Numerus Clausus für Medizinstudium teilweise verfassungswidrig +++

Das Auswahlverfahren zum Medizinstudium verletzt die Chancengleichheit der Studierenden und ist in einigen Bereichen mit dem Grundgesetz unvereinbar. Bund und Länder müssen deshalb bis Ende 2019 die Auswahlkriterien neben der Abiturnote neu regeln, wie das Bundesverfassungsgericht in einem in Karlsruhe verkündeten Urteil entschied. Unter anderem müssten zur Wahrung der Chancengleichheit Eignungsgespräche an Universitäten bundesweit in "standardisierter und strukturierte Form" stattfinden.

+++ 9.47 Uhr: Berliner Innensenator: Behörden haben gelernt +++

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hält die Berliner Sicherheitsbehörden für besser aufgestellt, als es während des Terroranschlages vor einem Jahr der Fall war. Dem rbb Inforadio sagte er, die Behörden hätten eine Menge gelernt. Gleichzeitig sprach sich Geisel für einen Untersuchungsausschuss im Bundestag aus. "Es ist ja klar geworden, dass das Zusammenspiel der Bundesländer sowie der Landes- und Bundesebene nicht funktioniert hat", betonte Geisel.
Deshalb reiche es nicht aus, dass das Land Berlin oder das Land Nordrhein-Westfalen die Hintergründe aufklärten.

+++ 9.20 Uhr: US-Verkehrsbehörde: Entgleister Zug war deutlich zu schnell +++

Der im US-Bundesstaat Washington entgleiste Zug ist nach Behördenangaben deutlich zu schnell unterwegs gewesen. Statt umgerechnet 48 Kilometer pro Stunde sei der Zug 128 Stundenkilometer schnell gefahren, teilte die US-Verkehrsbehörde mit. Bei dem Unglück waren mehrere Waggons von einer Brücke auf eine vielbefahrene Straße gestürzt; mindestens drei Menschen starben und etwa hundert weitere wurden verletzt.

+++ 9.17 Uhr: Kobe Bryant geehrt - Lakers vergeben Trikots mit 8 und 24 nicht mehr +++

Der frühere Basketball-Superstar Kobe Bryant hat von den Los Angeles Lakers eine besondere Auszeichnung erhalten.
Erstmals in der Geschichte der nordmerikanischen Profiliga NBA erklärte das ehemalige Team des 39-Jährigen, gleich beide früheren Trikotnummern von Bryant nicht mehr zu vergeben. In der Halbzeit des Lakers-Spiels gegen die Golden State Warriors (114:116) ließ sich "Black Mamba" von den Fans feiern.

Bryant hatte bei Los Angeles zu Beginn seiner Karriere die Nummer 8 und später die 24 getragen. Der fünfmalige NBA-Champion, der 18-mal ins All-Star Team gewählt wurde, hat die meisten Spiele für die Lakers gemacht und die meisten Punkte erzielt. Er ist der zehnte Los-Angeles-Spieler, dessen Trikotnummer keine anderen Spieler mehr bekommen.

+++ 9.04 Uhr: Mehr als die Hälfte der Konsumausgaben entfällt auf Wohnen, Ernährung und Bekleidung +++

Durchschnittlich 2480 Euro haben die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2016 pro Monat ausgegeben - mehr als die Hälfte davon für Wohnen, Ernährung und Bekleidung. Im Schnitt 1327 Euro wendete jeder Haushalt dafür auf, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das sind knapp 54 Prozent der monatlichen Konsumausgaben. Allein für den Bereich Wohnen gaben die Haushalte demnach rund 877 Euro (35 Prozent) im Monat aus, für Ernährung rund 342 Euro (14 Prozent).

Die Ausgaben für Bekleidung lagen 2016 im Durchschnitt bei 108 Euro - etwa vier Prozent der monatlichen Konsumausgaben. Knapp 14 Prozent (335 Euro) wurden für den Bereich Verkehr aufgewendet. Für Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die Privathaushalte durchschnittlich rund 258 Euro (zehn Prozent) aus. Die übrigen knapp 23 Prozent (561 Euro) der Konsumausgaben entfielen auf die Bereiche Innenausstattung, Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen, Gesundheit, Post und Telekommunikation, Bildung sowie andere Waren und Dienstleistungen.

+++ 8.39 Uhr: Zoll beschlagnahmt 50 Kilogramm Kokain auf Schiff in Hamburg +++

Kokain im Straßenverkaufswert von mindestens zwölf Millionen Euro hat der Hamburger Zoll auf einem Frachtschiff aus Südamerika sichergestellt. Hinter einer Wandverkleidung des Lagerraumes steckten 50 steinhart gepresste 1-Kilo-Pakete der reinen Droge, wie der Zoll mitteilte. Drei bis fünf Mal gestreckt hätte der Fund auf der Straße einen Verkaufswert von mindestens zwölf Millionen Euro gehabt, erklärte ein Sprecher des Hauptzollamtes im Hafen. 

+++ 8.31 Uhr: CDU-Innenexperte prangert Veröffentlichung von Polizisten-Fotos an +++

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster hat die Veröffentlichung von Fotos von Polizisten durch Linksautonome scharf verurteilt. "Das ist der Beginn von Terror", sagte Schuster am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Der Staat könne es sich nicht bieten lassen, "wenn Jagd gemacht wird auf Polizeibeamte".

Berliner Linksautonome hatten zuvor Fotos von 54 Polizisten veröffentlicht, die an Häuserräumungen im Stadtteil Friedrichshain teilgenommen haben sollen. Dazu schrieben sie im Internet: "Wir freuen uns über Hinweise, wo sie wohnen oder privat anzutreffen sind. Neben der Teilnahme an der Räumung können sie bedenkenlos für die Gewalt der drei Wochen der Belagerung verantwortlich gemacht werden." 

+++ 7.55 Uhr: Confed-Cup-Spiel erfolgreichste Sportsendung des Jahres +++

Das Finale des Confed Cups ist die erfolgreichste Sport-Sendung des Jahres. 14,86 Millionen Fernsehzuschauer sahen am 2. Juli den Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Chile im ZDF und sorgten für einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent. Auch die Nummer zwei der Sport-Hitliste ist ein Confed-Cup-Spiel: 11,38 Millionen bei der Partie gegen Mexiko. Ähnliche hohen TV-Zahlen gibt es außerhalb des Sports nur beim "Tatort" in der ARD.

Mit den Quoten von EM oder WM konnte der Confed Cup allerdings nicht mithalten. Zum Vergleich: Die deutsche Halbfinal-Niederlage gegen Frankreich bei der EM 2016 hatte mehr als doppelt so viele Zuschauer: 29,85 Millionen. Insgesamt waren 14 EM-Spiele im Vorjahr erfolgreicher als das Confed-Cup-Finale. 

+++ 7.37 Uhr: Myanmars Militär untersucht Massengrab im Bundesstaat Rakhine +++

Das Militär von Myanmar untersucht ein mögliches Rohingya-Massengrab im nördlichen Bundesstaat Rakhine. Es gebe Hinweise auf nicht identifizierte Leichen auf einem Friedhof im Dorf Inn Dinn, hieß es auf der Facebook-Seite des Armeechefs. Das Dorf liegt in der Gegend, die das Zentrum der Gewalt gegen die Minderheit der Rohingya ist.

Sollten Sicherheitskräfte für das Massengrab verantwortlich sein, werde es "harte juristische Maßnahmen" geben, hieß es in der Erklärung. Wie viele Leichen gefunden wurden, wurde nicht mitgeteilt. Behördenvertreter waren nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

+++ 6.17 Uhr: Thomas-Feuer in Kalifornien zur Hälfte unter Kontrolle +++

Die Feuerwehrleute in Kalifornien machen Fortschritte im Kampf gegen den drittgrößten Flächenbrand in der Geschichte des US-Bundesstaats. Wie die Behörden mitteilten, ist das sogenannte Thomas-Feuer im Norden von Los Angeles zu 50 Prozent unter Kontrolle. Seit rund zwei Wochen haben sich die Flammen auf einer Fläche von rund 1100 Quadratkilometern ausgebreitet. Zwei Menschen starben an den Folgen des Feuers. Über 1000 Häuser wurden beschädigt, die Kosten zur Behebung der Schäden und für die Brandbekämpfung schätzen die Behörden auf rund 137 Millionen US-Dollar (116 Millionen Euro).

+++ 5.10 Uhr: Japan verstärkt wegen Nordkorea Raketenabwehr +++

Wegen der Bedrohung durch Nordkoreas Raketen baut Japan seine Raketenabwehr weiter aus. Die Regierung beschloss, zwei auf dem Land installierte Aegis-Systeme für Abfangraketen anzuschaffen. Die Technologie kommt von der Schutzmacht USA. Bisher verfügt Japan über eine zweistufige Raketenabwehr: Eine erste Verteidigungslinie basiert auf der auf Aegis-Zerstörern installierten Standard Missile-3 (SM-3). Eine zweite ist das Patriot Advanced Capability (PAC-3) auf dem Land. Die auf dem Land zu installierenden Aegis-Systeme sollen 2023 bereitstehen. Sie könnten das ganze Inselreich abdecken, meldeten Medien. Eines solle in der Provinz Akita im Nordosten, das andere in der West-Provinz Yamaguchi stehen.

+++ 5.04 Uhr: Erneut Gewalt bei Protesten gegen Rentenreform in Argentinien +++

Bei Protesten gegen eine geplante Rentenreform in Argentinien haben sich Demonstranten erneut heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Vor Beginn eines Demonstrationszuges vor dem Parlament in der Hauptstadt Buenos Aires bewarfen Protestierer die Sicherheitskräfte mit Steinen, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Polizei feuerte Gummigeschosse ab und setzte Tränengas ein. Bei den stundenlangen Auseinandersetzungen gab es auf beiden Seiten mehrere Verletzte.

+++ 4.59 Uhr: Trendumkehr bei Schlichtungsstelle - Wieder mehr Beschwerden zur Bahn +++

Nach drei Jahren mit sinkenden Zahlen haben die Beschwerden von Bahnreisenden bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr 2017 wieder zugenommen. Das geht aus einem Zwischenstand der Einrichtung von Mitte Dezember hervor. Demnach gingen in diesem Jahr 16 Prozent mehr Schlichtungsanträge zu Bahnfahrten ein als im Jahr zuvor. Insgesamt waren es rund 14.600, etwa drei Viertel davon bezogen sich auf Flugreisen. "Wir erwarten im Gesamtjahr weit mehr als 15.000 Schlichtungsanträge, und damit im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um rund 15 Prozent", sagte Geschäftsführer Heinz Klewe der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

+++ 4.33 Uhr: Zwei Todesurteile in Japan vollstreckt +++

Ungeachtet internationaler Kritik hat die Regierung in Japan erneut zwei Todesurteile vollstrecken lassen. Das berichteten japanische Medien unter Berufung auf informierte Quellen. Seit Amtsantritt des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe im Dezember 2012 sind damit bereits 21 Menschen hingerichtet worden. Japan, die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt, gehört zu den wenigen Industrieländern, die an der Todesstrafe festhalten.

+++ 4.21 Uhr: Trump-Regierung macht Nordkorea für "WannaCry"-Angriff verantwortlich +++

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea beschuldigt, hinter dem massiven weltweiten Hackerangriff mit der Erpressersoftware "WannaCry" zu stehen. Nordkorea sei direkt für die Attacke verantwortlich, schrieb Trumps Heimatschutzberater Tom Bossert in einem Beitrag für das "Wall Street Journal". "Wir erheben diesen Vorwurf nicht leichtfertig. Er basiert auf Beweisen. Wir sind auch nicht allein mit unseren Erkenntnissen", erklärte Bossert. Bei dem "WannaCry"-Angriff waren Mitte Mai über eine erpresserische Software hunderttausende Computer in mehr als 150 Ländern infiziert worden.

 

+++ 3.34 Uhr: Maas räumt Fehler nach Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt ein +++

Zum ersten Jahrestag des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) Mängel bei der Hilfe für Betroffene eingeräumt. "Wir waren nicht ausreichend auf die Folgen eines solchen Terroranschlag für die Betroffenen vorbereitet", schreibt Maas in einem Gastbeitrag für den Berliner "Tagesspiegel". "Dafür können wir uns bei den Opfern und Hinterbliebenen nur entschuldigen."

Der Islamist Anis Amri war am 19. Dezember 2016 mit einem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gerast. Er tötete elf Menschen mit dem gestohlenen Lkw und erschoss dessen Fahrer. Etwa 70 Menschen wurden verletzt. Der von der Regierung eingesetzte Hinterbliebenenbeauftragte Beck forderte jüngst eine bessere Betreuung von Anschlagsopfern und Angehörigen.

+++ 2.59 Uhr: Schwerer Unfall auf der A3 - Zwei Menschen getötet +++

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind auf der Autobahn 3 bei Montabaur (Rheinland-Pfalz) zwei Menschen getötet worden. Ein Mensch starb demnach, als er nach einem Unfall auf dem Standstreifen von einem Lastwagen erfasst wurde, dessen Fahrer der Unfallstelle ausweichen wollte. Ein weiterer Mensch starb, als ein anderer Lastwagen auf das Unfallauto auffuhr, wie die Polizei am frühen Dienstagmorgen mitteilte. Während der Unfallaufnahme wurde die A3 in Fahrtrichtung Frankfurt gesperrt. Wann die Strecke wieder freigegeben werden kann, war laut Polizei am frühen Dienstagmorgen noch völlig unklar.

Die Opfer waren zuvor in einem Auto in Richtung Frankfurt am Main unterwegs gewesen. Ihr Wagen kam aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Leitplanke. 

+++ 2.12 Uhr: Zugunglück in den USA: Polizei bestätigt drei Tote +++

Bei dem schweren Zugunglück im US-Bundesstaat Washington sind drei Menschen getötet worden. Das bestätigte die Polizei. Der Zug war am frühen Morgen (Ortszeit) südlich der Stadt Seattle entgleist und teilweise auf eine Autobahn gestürzt.

+++ 2.04 Uhr: Polizistin nach Unfall gestorben +++

Eine Polizistin, die bei einem Einsatz von einem Auto erfasst wurde, ist an ihren schweren Verletzungen gestorben. Die 25-Jährige war am Montagabend gerade dabei, einen Wildunfall zwischen dem hessischen Mörfelden und Groß-Gerau (beide Kreis Groß-Gerau) aufzunehmen, als sie von dem Auto erfasst wurde. Der Autofahrer wurde leicht verletzt und erlitt einen Schock, wie die Polizei mitteilte. Die Unfallursache war zunächst unklar.

+++ 1.16 Uhr: Todesschütze droht Jay-Z wegen Serie über Trayvon Martin +++

George Zimmerman, der Todesschütze des in den USA erschossenen Trayvon Martin, hat US-Rapper Jay-Z, 48, wegen eines Filmprojekts über den schwarzen Teenager gedroht. Ein Filmteam habe Zimmermans Eltern und seinen Onkel in ihrem Zuhause in Florida aufgesucht und belästigt, sagte Zimmerman der Website "The Blast". Dort laufen derzeit Dreharbeiten für eine von Jay-Z geplante, sechsteilige Doku-Serie über Martin und die Umstände seines Todes, der in den USA eine Welle an Demonstrationen ausgelöst hatte.

Jeder, der seine Eltern belästige, werde "an einen Alligator verfüttert", sagte Zimmerman laut dem Bericht vom Samstag. "Ich weiß, wie ich mit Leuten umgehe, die sich mit mir anlegen, das mache ich seit Februar 2012", sagte er mit Verweis auf das Datum von Martins Tod. Rapper Snoop Dogg verteidigte Jay-Z in einem Kommentar auf Instagram und warnte davor, ihm auch nur "ein Haar zu krümmen". 

+++ 0.35 Uhr: Zwei Menschen bei Unfall auf der A3 getötet +++

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind auf der Autobahn 3 bei Montabaur (Rheinland-Pfalz) zwei Menschen getötet worden, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Weitere Informationen lagen zunächst nicht vor.

+++ 0.29 Uhr: Polizeichef von Charlottesville gibt Posten nach Aufmarsch Rechtsradikaler auf +++

Vier Monate nach der gewalttätigen Demonstration rechtsradikaler Gruppen in Charlottesville tritt der Polizeichef der US-Stadt zurück. Alfred Thomas gebe sein Amt mit sofortiger Wirkung ab, teilte das Rathaus mit. Vor zwei Wochen war in einem unabhängigen Bericht zu der Demonstration scharfe Kritik am Vorgehen der Polizei geübt worden.


In der Universitätsstadt im US-Bundesstaat Virginia waren im August hunderte weiße Rassisten und Rechtsextremisten aufmarschiert. Sie lieferten sich heftige Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten. Eine Gegendemonstrantin wurde getötet, als ein Neonazi sein Auto offenbar absichtlich in eine Gruppe von Gegnern des Aufmarschs steuerte.

+++ 0.06 Uhr: Pence verschiebt Reise in den Nahen Osten wegen Steuerreform +++

US-Vizepräsident Mike Pence hat seine Reise nach Ägypten und Israel wegen der geplanten Abstimmung über die Steuerreform im Kongress verschoben. Er wolle stattdessen im Januar dorthin reisen, erklärte eine Sprecherin des Vizepräsidenten. Pence wollte ursprünglich am Dienstag in den Nahen Osten aufbrechen, der Zeitplan war allerdings wegen der Steuerreform knapp.

Zuerst soll das Abgeordnetenhaus über die Pläne der Republikaner abstimmen. Danach steht als letzter Schritt die Abstimmung des Senats an, der zweiten Kammer des Kongresses. 

fs/nik/tkr/DPA/AFP