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News des Tages Früherer Verdi-Chef Bsirske will für die Grünen in den Bundestag einziehen

Frank Bsirske, ehemaliger Verdi-Chef, strebt eine Parteikarriere bei den Grünen an
Frank Bsirske, ehemaliger Verdi-Chef, strebt eine Parteikarriere bei den Grünen an
© Hendrik Schmidt / DPA
"Death Valley" meldet rekordverdächtigen Hitzewert +++ FDP-Chef Lindner lässt Teuteberg fallen +++ Großrazzia gegen kriminelle Banden in Berlin und Brandenburg +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Top-Thema:

Früherer Verdi-Chef Bsirske will für die Grünen in den Bundestag einziehen

Der frühere Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, will für die Grünen in den Bundestag einziehen. Der 68-Jährige sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", dass er eine Kandidatur in Wolfsburg anstrebe. Er wolle sich aber noch in den Mitgliederversammlungen bekannt machen. Bsirske stand von 2001 bis 2019 an der Verdi-Spitze, er ist schon langem Mitglied der Grünen. Zu seinem angestrebten Wechsel in den Bundestag sagte er: "Für eine Partei, die unterstreicht, dass das Soziale und das Ökologische einander bedingen, hat es durchaus einen Symbolwert, wenn man als bekannter Gewerkschafter in den Bundestag geht." Er sei "durchaus fit" und könne sich das gut vorstellen.

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Die weiteren Nachrichten des Tages:   

+++ 22.43 Uhr: US-Regierung bereitet Ölförderung in Alaska-Naturschutzgebiet vor +++

Die US-Regierung stellt die Weichen für die Förderung von Öl und Erdgas in einem arktischen Naturschutzgebiet in Alaska. Das Innenministerium stellte einen Fahrplan dafür vor. Er rechne damit, dass erste Bohrrechte zum Jahresende versteigert werden könnten, sagte Innenminister David Bernhardt dem "Wall Street Journal". Die Ausbeutung wurde zusammen mit der Steuerreform 2017 von dem damals von Republikanern beherrschten Kongress beschlossen. Das Innenministerium wurde beauftragt, die Rahmenbedingungen dafür festzulegen. Nach den Plänen sollen in bis zu acht Prozent des Arctic National Wildlife Refuge im Nordosten Alaskas Bohrungen zugelassen werden. In dem Gebiet werden erhebliche Vorkommen von Öl und Gas vermutet, über eine mögliche Ausbeutung wird seit Jahrzehnten gestritten. Gemäß der Kongress-Entscheidung sollen erste Bohrrechte bis Ende 2021 verkauft werden. Zugleich ist mit Widerstand von Umweltschützern gegen die Förderung zu rechnen.

+++ 21.58 Uhr: Polizei: Tötung von Run-DMC-Mitglied nach 18 Jahren aufgeklärt +++

Nach 18 Jahren hat die New Yorker Polizei offenbar die Tötung des Hip-Hop-DJs Jam Master Jay der Gruppe Run-DMC aufgeklärt. Zwei Männer werden den Aussagen der Behörde zufolge beschuldigt, den Musiker, der mit bürgerlichem Namen Jason Mizell hieß, im Streit um einen Drogendeal im Oktober 2002 in seinem Studio im Stadtteil Queens ermordet zu haben. Einer der beiden mutmaßlichen Täter sitzt demnach bereits wegen eines anderen Verbrechens in Haft, der andere wurde in Gewahrsam genommen. Die Tötung Jam Master Jays war über Jahre ein Rätsel geblieben und zunächst unter anderem einem "Rap-Krieg" zwischen der West- und der Ostküste der USA zugerechnet worden. Auch Morde an Rappern wie Tupac Shakur und Notorious B.I.G. wurden nie aufgeklärt. Run-DMC gelten als Wegbereiter des Hip-Hop in den Vereinigten Staaten.

+++ 21.16 Uhr: Erneut Tausende bei Demonstration gegen Lukaschenko +++

Nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Belarus sind am Abend erneut tausende Menschen gegen Amtsinhaber Alexander Lukaschenko auf die Straße gegangen. Mindestens 5000 Menschen versammelten sich bei einer Oppositionskundgebung in der Hauptstadt Minsk. Immer wieder forderten sie Lukaschenko mit dem Sprechchor "Hau' ab" zum Rücktritt auf. Vor einer Haftanstalt forderten sie die Freilassung politischer Gefangener und riefen die Namen von Inhaftierten. Im Laufe des Montags hatte es im ganzen Land Protestaktionen gegen Lukaschenko gegeben, vielerorts wurde gestreikt. Beim Besuch einer staatlichen Fabrik wurde der Machthaber von Arbeitern niedergeschrien. Die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja erklärte derweil aus dem Exil ihre Bereitschaft, die Führung des Landes zu übernehmen. 

+++ 21.11 Uhr: Israelische Polizei: Messerattacke in Jerusalem - Angreifer getötet +++

Ein Mann hat nach Angaben der israelischen Polizei in der Altstadt von Jerusalem mit einem Messer auf einen Grenzpolizisten eingestochen. Kollegen hätten auf den Angreifer geschossen und ihn getötet, teilte die Polizei am Montagabend mit. Der Grenzpolizist wurde demnach verletzt. Der 19-Jährige sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilten die Rettungskräfte mit. Sein Zustand sei stabil. Der Vorfall ereignete sich an einem der Zugänge zum für Juden und Muslimen heiligen Tempelberg (Al-Haram al-Scharif/Das edle Heiligtum).

+++ 20.59 Uhr: Amazonas-Gebiet in Brasilien brennt einen Monat nach Verbot weiter +++

Einen Monat nach dem Verbot des Abbrennens von Flächen registriert das brasilianische Amazonas-Gebiet immer noch eine hohe Zahl an illegalen Bränden. "Die Zahlen zeigen, dass die Strategie der Regierung nicht wirksam ist, um der Zerstörung des Waldes mit der größten Biodiversität des Planeten Einhalt zu gebieten", sagte Christiane Mazzetti, Sprecherin der Amazonien-Kampagne von Greenpeace Brasil. Das Nationale Institut für Weltraumforschung, das Satelliten-Daten auswertet, hat zwischen 16. Juli und 15. August 20.473 Feuer festgestellt. Allein in den ersten 15 August-Tagen waren es mehr als 15.000 Feuer. Dies ist ein minimaler Rückgang um acht Prozent zum Vergleichszeitraum 2019. Allerdings bestand im vergangenen Jahr um diese Zeit weder bereits ein Abbrennverbot noch schickte die Regierung das Militär in den Kampf gegen die Flammen.

Am 16. Juli hat die brasilianische Regierung das Abbrennen von Flächen im Amazonas-Gebiet und im Pantanal, dem größten Sumpfgebiet der Welt, für 120 Tage verboten. Präsident Jair Bolsonaro ist ein Befürworter der wirtschaftlichen Ausbeutung Amazoniens. 

+++ 20.10 Uhr: US-Koalition in Syrien liefert sich Feuergefecht mit Truppen Assads +++

US-geführte Koalitionsstreitkräfte haben sich im Nordosten Syriens in einer seltenen Konfrontation ein Feuergefecht mit der Armee von Machthaber Baschar al-Assad geliefert. Wie die Koalition mitteilte, wurde eine ihrer Patrouillen nach dem Passieren eines Kontrollpunkts regierungstreuer Kräfte von "Individuen in der Nähe des Checkpoints" beschossen. Die Koalitionstruppen hätten das Feuer "in Selbstverteidigung" erwidert. Auf ihrer Seite habe es keine Opfer gegeben. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete hingegen, die regierungstreuen Soldaten hätten die Patrouille blockiert, woraufhin ein "amerikanisches Flugzeug" einen Luftangriff auf die Straßensperre nahe der Stadt Kamischli geflogen habe. Die internationale Koalition bestritt einen Luftangriff geflogen zu haben. Laut Sana wurden bei dem Angriff ein syrischer Soldat getötet und zwei weitere verletzt. 

+++ 19.30 Uhr Weltstars prangern Billigung von Homophobie in Polen an +++

Dutzende internationale Schriftsteller und Filmschaffende haben der polnischen Regierungspartei in einem offenen Brief die Billigung von Homophobie vorgeworfen. Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar, die kanadische Autorin Margaret Atwood und zahlreiche weitere Weltstars erklärten sich in einem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen "solidarisch mit Aktivisten und ihren Verbündeten, die festgenommen, brutal behandelt und eingeschüchtert werden". Angriffe gegen Schwule und Lesben nähmen in Polen zu, "weil sie von der Regierungspartei geduldet werden, die sexuelle Minderheiten zum Sündenbock macht, ohne Rücksicht auf die Sicherheit und das Wohlergehen von Bürgern", hieß es mit Verweis auf die Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS). 

+++ 18.59 Uhr: Höchste Temperatur im Death Valley seit mehr als 100 Jahren +++

Das Death Valley in Kalifornien ist für die dort herrschende Gluthitze bekannt - so heiß wie am Wochenende ist es aber auch im Tal des Todes nur selten. Der Nationale Wetterdienst der USA maß am Sonntag eine Temperatur von 54,4 Grad Celsius. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) will die Messung nun überprüfen. Auf Twitter teilte sie heute mit: "Es wäre die höchste offiziell gemessene Temperatur auf Erden seit 1913". Die extrem hohe Temperatur wurde um 15.41 Uhr Ortszeit von einer Station des US-Wetterdienstes am "Furnace Creek" registriert - zu Deutsch: "Ofen-Bach".

Der Death Valley Nationalpark in der Mojave-Wüste westlich der Casino-Metropole Las Vegas hält bereits den Rekord für die höchste jemals gemessene Temperatur auf der Erde: 56,7 Grad im Juli 1913. Das letzte Mal, dass das Thermometer in ähnliche Höhe gestiegen ist, war im Juli 2013 mit 53,9 Grad. Aktuell wird der Südwesten der USA von einer extremen Hitzewelle heimgesucht

+++ 18.10 Uhr: Ägypten schaltet sich in Konflikt zwischen Israel und der Hamas ein +++

Nach den jüngsten Spannungen zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas haben sich Vertreter des ägyptischen Geheimdienstes eingeschaltet. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen hieß es, eine Delegation aus Ägypten sei über den von Israel kontrollierten Übergang Erez in den Gazastreifen gereist. Dort wollten sie mit Hamas-Vertretern zusammenkommen. Zuvor waren die Geheimdienstmitarbeiter zu Gesprächen im Westjordanland, wo sie der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa zufolge Mitglieder der Fatah-Partei trafen. Es ist der erste Besuch einer ägyptischen Delegation im Gazastreifen seit etwa einem halben Jahr. 

Extremisten aus dem Gazastreifen ließen zuletzt täglich Dutzende Ballons, an denen Brandflaschen oder Sprengsätze befestigt waren, in Richtung Israel fliegen. Auch Raketen wurden wieder auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee beschoss daraufhin Ziele im Gazastreifen. Zudem wurden Waren- und Treibstofflieferungen in das Küstengebiet untersagt. Nur noch wichtige humanitäre Güter dürfen die Grenze passieren. Die Fischereizone vor dem Gazastreifen erklärte Israel bis auf weiteres für komplett geschlossen.   

+++ 17.59 Uhr: Trauerfeier für Trumps Bruder Robert im Weißen Haus +++

US-Präsident Donald Trump will eine Trauerfeier für seinen jüngeren Bruder Robert im Weißen Haus abhalten. Er plane eine Veranstaltung im kleinen Kreis am Freitag, sagte Trump in Washington. "Er hat unser Land so sehr geliebt. Er war so stolz darauf, was wir für unser Land machen."

Robert Trump war am Samstag im Alter von 71 Jahren in einem Krankenhaus in New York gestorben. Er hatte bereits seit einigen Monaten Gesundheitsprobleme, Einzelheiten zu seiner Erkrankung wurden nicht mitgeteilt. Trump bezeichnete seinen Bruder mehrfach als seinen besten Freund. Er hatte Robert am Freitag im Krankenhaus besucht. "Man weiß, dass es passieren wird, aber wenn es passiert, ist es sehr hart", sagte Trump am Montag im Sender Fox News.

+++ 17.07 Uhr: Passantin findet Menschenknochen in Waldstück in Bayern +++

In der Oberpfalz hat eine Passantin in einem Waldstück einen menschlichen Schädelknochen entdeckt. Die Frau fand den Knochen bei Bad Neualbenreuth, wie die Polizei in Regensburg mitteilte. Später entdeckten Polizisten weitere Knochenteile sowie Kleidungsstücke. Derzeit gehen die Ermittler nicht von einem Gewaltdelikt aus. An der Schädeldecke seien Narben einer vergangenen Operation entdeckt worden, hieß es weiter. Die Ermittler prüfen einen Bezug zu einem Vermisstenfall aus dem Jahr 2010.

+++ 16.51 Uhr: Lukaschenko will Verfassungsänderung für Neuwahlen +++

Staatschef Alexander Lukaschenko hat nach tagelangen Massenprotesten in Belarus Verfassungsänderungen vorgeschlagen, die zu Neuwahlen führen könnten. "Wir brauchen eine neue Verfassung", sagte Lukaschenko dem belarussischen Staatsfernsehen zufolge, das einen entsprechenden Ausschnitt zeigte. "Dazu müssen wir aber ein Referendum abhalten." Erst mit einer neuen Verfassung könnte es, falls gewünscht, neue Abstimmungen für den Posten des Präsidenten, des Parlaments und andere wichtige Ämter geben. 

Bislang hatte sich Lukaschenko strikt gegen Neuwahlen ausgesprochen. Es sei bereit einen Kompromiss zu finden, aber nicht unter dem Druck von Protesten. Auch die Wahlkommission betonte abermals, dass sie keine Grundlage für eine Neuauszählung der Abstimmung sehe.

+++ 16.45 Uhr: Fliegerbombe bei Audi in Ingolstadt entschärft +++

Auf dem Firmengelände von Audi in Ingolstadt ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Am Nachmittag habe ein Sprengmeister die 70 Kilogramm schwere Bombe unschädlich gemacht, teilte die Stadt mit. Der Sprengkörper war bei Bauarbeiten entdeckt worden. Rund 700 Menschen mussten nach Angaben einer Stadtsprecherin während der Entschärfung umliegende Wohnhäuser, Büros und Geschäfte verlassen.

Nach Angaben eines Audi-Sprechers war die aktuelle Produktion nicht betroffen. Etwa 30 Mitarbeiter mussten aus ihren Büros. Weil in der Nähe des Audi-Geländes Bahngleise verlaufen, wurde auch der Bahnverkehr von und nach Ingolstadt während der Arbeiten eingestellt.

+++ 16.41 Uhr: Genervter Nachbar tötet Hahn - Petition für "Gerechtigkeit" +++

Weil er zu laut krähte, musste ein Hahn in einem französischen Dorf sterben - nun fordern zehntausende Franzosen "Gerechtigkeit für Hahn Marcel". Eine gleichnamige Petition unterzeichneten bislang rund 75.000 Menschen. Ein Nachbar hatte die Tötung des Gockels in dem Ort Vinzieux in Südfrankreich gestanden - er soll im Dezember vor Gericht. "Wir sind zutiefst schockiert über dieses Drama", sagte der Urheber der Online-Petition, Sébastien Verney. Ihm gehörte der Hahn, der im Mai von dem genervten Nachbarn erschossen wurde. "Lasst uns krähen", heißt es in dem Aufruf mit einem Foto von Marcel in Herzform. "Das Leben auf dem Land wird immer mehr durch Verhaltensweisen beeinträchtigt, die nicht bestraft werden", bedauerte Verney.

Im vergangenen Jahr hatte ein Streit um einen anderen französischen Hahn international Schlagzeilen gemacht. Ein Rentnerpaar zerrte den Gockel namens Maurice und seine Besitzerin vor Gericht, weil er zu laut krähte. Den Prozess verloren die Kläger zwar, doch schließlich starb Maurice während der Coronakrise in diesem Frühjahr.

+++ 16.37 Uhr: Früherer Verdi-Chef Bsirske will für die Grünen in den Bundestag einziehen +++

Der frühere Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, will für die Grünen in den Bundestag einziehen. Der 68-Jährige sagte am Montag der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", dass er eine Kandidatur in Wolfsburg anstrebe. Er wolle sich aber noch in den Mitgliederversammlungen bekannt machen. Bsirske stand von 2001 bis 2019 an der Verdi-Spitze, er ist schon langem Mitglied der Grünen. Zu seinem angestrebten Wechsel in den Bundestag sagte er: "Für eine Partei, die unterstreicht, dass das Soziale und das Ökologische einander bedingen, hat es durchaus einen Symbolwert, wenn man als bekannter Gewerkschafter in den Bundestag geht." Er sei "durchaus fit" und könne sich das gut vorstellen.

+++ 16:02: Fahrerin und 13 Schulkinder bei Busunfall in NRW verletzt +++

Bei einem Busunfall auf einer Landstraße im nordrhein-westfälischen Kreis Siegen-Wittgenstein sind 14 Menschen verletzt worden. Die Fahrerin des mit insgesamt 28 Schulkindern besetzten Linienbusses war in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten und mit dem Bus frontal gegen einen Baum geprallt, wie die Polizei in Siegen mitteilte. Die 42-Jährige und vier Kinder mussten in Krankenhäusern behandelt werden.  Am Unfallort bei Wilnsdorf-Flammersbach kümmerten sich Feuerwehr, Rettungsdienst, Notfallseelsorger und der Opferschutz der Polizei um die Betroffenen. Aufschluss über die genaue Unfallursache sollen die weiteren Ermittlungen geben.

+++ 15.49 Uhr: Mindestens acht Tote bei Bootsausflug in Südpakistan +++

Bei einem Bootsausflug sind im Süden Pakistans mindestens acht Menschen ertrunken. Eine Gruppe von 13 Touristen sei auf dem See Keenjha in der Provinz Sindh unterwegs gewesen, als ihr Boot nach Polizeiangaben kenterte. Drei Menschen wurden gerettet, eine Person werde noch vermisst. Die Ursache für das Unglück ist unklar. Pakistan hatte vor einer Woche begonnen, viele Aktivitäten für Touristen wieder zu erlauben. Wegen der derzeitigen Corona-Pandemie waren diese über Monate verboten.

+++ 15.43 Uhr: Höchste Temperatur im Death Valley seit mehr als 100 Jahren +++

Das Death Valley in Kalifornien ist für die dort herrschende Gluthitze bekannt - so heiß wie am Wochenende ist es aber auch im Tal des Todes nur selten. Der Nationale Wetterdienst der USA maß am Sonntag eine Temperatur von 54,4 Grad Celsius. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) will die Messung nun überprüfen. Auf Twitter teilte sie heute mit: "Es wäre die höchste offiziell gemessene Temperatur auf Erden seit 1913". Die extrem hohe Temperatur wurde um 15.41 Uhr Ortszeit von einer Station des US-Wetterdienstes am "Furnace Creek" registriert - zu Deutsch: "Ofen-Bach".

Der Death Valley Nationalpark in der Mojave-Wüste westlich der Casino-Metropole Las Vegas hält bereits den Rekord für die höchste jemals gemessene Temperatur auf der Erde: 56,7 Grad im Juli 1913. Das letzte Mal, dass das Thermometer in ähnliche Höhe gestiegen ist, war im Juli 2013 mit 53,9 Grad. Aktuell wird der Südwesten der USA von einer extremen Hitzewelle heimgesucht.

+++ 15.39 Uhr: Polizei nimmt Erpresser eines Kölner Unternehmers bei Geldübergabe fest +++

Bei der Geldübergabe in der Wahner Heide bei Köln hat die Polizei den Erpresser eines Kölner Unternehmers festgenommen. Der Täter hatte von dem 51-jährigen Inhaber einer mittelständischen Firma am vergangenen Dienstag per SMS einen höheren Geldbetrag gefordert, wie die Polizei in Bergisch Gladbach heute mitteilte. Anderenfalls drohte der Erpresser demnach damit, den beiden Töchtern des Firmeninhabers Gewalt anzutun.

Nach umfangreichen Ermittlungen gelang der Polizei am Freitag bei der Geldübergabe in dem Heidegebiet im Rheinisch-Bergischen Kreis die Festnahme eines Tatverdächtigen. "Der Festgenommene entpuppte sich als aktueller Firmenmitarbeiter in Geldnöten", hieß es im Polizeibericht. Der geständige Mann sitzt nun in Untersuchungshaft.

+++ 15.28 Uhr: Geheimnis gelüftet: Spaniens Altkönig hält sich in Emiraten auf +++

Das Geheimnis um den Aufenthaltsort von Spaniens Altkönig Juan Carlos ist nach zwei Wochen Rätselraten gelüftet: Der unter Korruptionsverdacht stehende 82-Jährige sei am 3. August in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist und halte sich immer noch dort auf, teilte das Königshaus in Madrid mit. Bisher hatten sich sowohl die "Casa Real" als auch die spanische Regierung zu diesem Thema in Schweigen gehüllt.

Bereits vor einigen Tagen hatte die in Sachen Monarchie gut informierte Zeitung "ABC" inmitten wilder Spekulationen versichert, Juan Carlos habe bei befreundeten Scheichs in Abu Dhabi in den Emiraten Zuflucht gefunden. Er unterhalte beste Beziehungen zum Kronprinzen, Scheich Mohammed bin Said Al Nahjan, und habe zunächst im "Emirates Palace", einem der teuersten Hotels der Welt, Unterkunft bezogen.

+++ 14.59 Uhr: Spekulationen über Gesundheitszustand von Japans Regierungschef +++

Ein stundenlanger Klinikaufenthalt hat in Japan Spekulationen über den Gesundheitszustand von Regierungschef Shinzo Abe angeheizt. Abe habe heute unangekündigt ein Krankenhaus in Tokio aufgesucht und es erst sieben Stunden später wieder verlassen, berichteten japanische Medien. Bereits im Juli hatte es Berichte gegeben, wonach Abe Blut gespuckt habe. In der Vergangenheit musste sich der Ministerpräsident stationär wegen einer Dickdarmerkrankung behandeln lassen. Im Fernsehen war Abe beim Verlassen des Krankenhauses zu sehen. Gegenüber Journalisten äußerte er sich nicht.

+++ 14.54 Uhr: CDU will trotz Corona-Pandemie an Parteitag im Dezember festhalten +++

Die CDU will an ihrem im Dezember geplanten Parteitag zur Wahl eines neuen Vorsitzenden festhalten, das Delegiertentreffen aber an die Bedingungen der Corona-Pandemie anpassen. Es werde einen "sehr kompakten Parteitag" geben, der auf das Wesentliche beschränkt sei, kündigte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nach einer Präsidiumssitzung in Berlin an. Der Ablauf des Treffens werde nun überarbeitet.

+++ 14.54 Uhr: Erstmals israelische Kampfflugzeuge in Deutschland gelandet +++

Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe sind heute erstmals in Deutschland gelandet. "Die sechs F-16 Flieger nehmen in den nächsten zwei Wochen an den Übungen BlueWings2020 und MAGDAYs teil", teilte die Luftwaffe auf Twitter mit. Die Maschinen und ihre Besatzungen sind zu einem symbolträchtigen Erinnern und gemeinsamen Militärübungen verlegt worden. Zum Gedenken an das Olympiaattentat von 1972 soll eine deutsch-israelische Formation morgen den bayerischen Fliegerhorst Fürstenfeldbruck überfliegen. "Der Rückflug führt am Stadtrand von Dachau vorbei. Im Anschluss legt die deutsch-israelische Delegation in der dortigen KZ-Gedenkstätte einen Kranz nieder und gedenkt der Opfer des Holocausts sowie der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft", hatte die Luftwaffe in der vergangenen Woche erklärt.

+++ 14.24 Uhr: FDP-Chef Lindner lässt Teuteberg fallen +++

FDP-Chef Christian Lindner will bereits im September den rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Volker Wissing als Generalsekretär vorschlagen. Damit muss Generalsekretärin Linda Teuteberg schon vor ihrer im Mai 2021 zu Ende gehenden Amtszeit den Posten räumen. Lindner sagte nach Gremiensitzungen, er brauche in seinem Amt mehr Hilfe und Unterstützung. Die Lage im Land habe sich angesichts der Coronakrise deutlich verändert, und dazu sei auch mehr Wirtschaftskompetenz nötig. Lindner dankte Teuteberg. Sie werde ein "starker Teil unseres Teams" bleiben.

Teuteberg kündigte nach heftiger Gegenwehr an, ihr Amt im September beim Parteitag der Liberalen zur Verfügung zu stellen. "Um das Amt der Generalsekretärin erfolgreich für die Partei ausüben zu können, ist [...] auch der Rückhalt und das Vertrauen des Vorsitzenden erforderlich", erklärte sie. "Ich nehme zur Kenntnis, dass der Vorsitzende sich nun erklärt hat, mit mir in der Position als Generalsekretärin der FDP nicht zusammenarbeiten zu wollen [...]. Diesen Wunsch respektiere ich und stelle deshalb mein Amt als Generalsekretärin auf dem kommenden ordentlichen Bundesparteitag zur Verfügung."

+++ 14.14 Uhr: Israels Präsident lädt Kronprinz aus Emiraten zu Besuch ein +++

Nach der Verkündung einer historischen Annäherung mit den Vereinigten Arabischen Emiraten hat Israels Präsident Reuven Rivlin den Kronprinzen von Abu Dhabi, Mohammed bin Said Al Nahjan, offiziell zu einem Besuch eingeladen. Das Büro Rivlins postete den entsprechenden Brief auf Hebräisch und Arabisch bei Twitter. Die Emirate wollen als drittes arabisches Land nach Ägypten und Jordanien diplomatische Beziehungen zu Israel aufnehmen. Darauf hatten sich die beiden Länder in einem am Donnerstag verkündeten Abkommen geeinigt. Im Gegenzug will Israel die Annektierung von Gebieten im besetzten Westjordanland aussetzen, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen. Mohammed bin Said Al Nahjan ist der faktische Herrscher der Emirate.

+++ 14.04 Uhr: Kinder-Sexpuppen bei Amazon in Frankreich angeboten +++ 

Über den Online-Versandhändler Amazon sind in Frankreich Sexpuppen in Kindergestalt angeboten worden. Der französische Familien-Staatssekretär Adrien Taquet schrieb auf Twitter, Kinderschutzverbände hätten wegen der Puppen Alarm geschlagen. Er habe Amazon daraufhin angewiesen, sie von seiner Internet-Plattform zu verbannen. Der Internationale Verband der Inzest-Opfer begrüßte das "schnelle Eingreifen" der französischen Regierung. Die Organisation hatte am Wochenende auf Twitter vor dem Vertrieb von "Sexpuppen für Pädophile mit dem Aussehen eines jungen Kindes" gewarnt. Laut dem Verband waren bei Amazon in Großbritannien bereits 2018 ähnliche Produkte aufgetaucht.

+++ 13.54 Uhr: Dutzende Migranten mit falschen Pässen auf Kreta festgenommen +++

Die griechische Polizei hat auf Kreta 60 Migranten mit gefälschten Reisedokumenten aufgegriffen. Die 44 Männer und 16 Frauen hätten zwischen dem 10. und 16. August versucht, im Flughafen von Heraklion auf einen Ferienflieger zu kommen, um in andere EU-Staaten, darunter auch Deutschland und Österreich, zu reisen. Das berichtete der staatliche Rundfunksender von Kreta unter Berufung auf die Polizei.

Schleuser machen damit gute Geschäfte. Ein gefälschtes Reisedokument koste bis 3000 Euro, heißt es in Polizeikreisen. Während der Urlaubssaison werden auf griechischen Flughäfen fast täglich Migranten mit gefälschten Dokumenten kurz vor dem Abflug gestoppt. Dies ist auch in diesem Jahr so - trotz der wegen der Corona-Pandemie deutlich geringeren Zahl von Ferienflügen.

+++ 13.29 Uhr:  Fast alle Festgenommenen in Belarus laut Staatsanwaltschaft wieder frei +++

Fast alle inhaftierten Demonstranten bei den Massenprotesten in Belarus (Weißrussland) sind nach Darstellung der Behörden wieder freigelassen worden. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Minsk der Staatsagentur Belta zufolge mit. Von den rund 7000 Festgenommen aus der vergangenen Woche seien "praktisch" alle wieder frei, hieß es. Nach internationaler scharfer Kritik gegen die Polizeigewalt wurden bereits am Freitag 2000 Menschen freigelassen. Sie berichteten vielfach von Gewalt und Misshandlungen in den Gefängnissen und im Polizeigewahrsam. Zudem wurden unzählige Bilder veröffentlicht, in denen die Demonstranten ihre von Blutergüssen gezeichneten Körper zeigten.

Seit Tagen gibt es in der Ex-Sowjetrepublik Massenproteste gegen die Staatsführung um den Langzeit-Präsidenten Alexander Lukaschenko. Sicherheitskräfte gingen mit brutaler Gewalt gegen Tausende Demonstranten und friedliche Bürger vor.

+++ 12.54 Uhr: Zwölfjähriger in Sachsen tot aus Gartenteich geborgen +++

Ein zwölf Jahre alter Junge ist im sächsischen Grimma tot in einem Gartenteich gefunden worden. Der Leichnam des Kindes wurde am Freitagabend auf dem elterlichen Grundstück aus dem Gewässer geborgen, wie die Polizei in Leipzig jetzt mitteilte. Die Behörden leiteten ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren ein. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ordnete eine Obduktion zur Klärung der Todesursache an. Die Ermittlungen dauern an. Weitere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

+++ 12.33 Uhr: Elf Verletzte bei Kollision von Zug und Lastwagen in Baden-Württemberg +++

Bei der Kollision eines Zuges mit einem Lastwagen sind in Baden-Württemberg elf Menschen verletzt worden. Wie die Bundespolizei in Konstanz mitteilte, fuhr ein aus Ulm kommender Regionalexpress am Morgen auf eingleisiger Strecke in Herbertingen mit einer Geschwindigkeit von rund 80 Stundenkilometern auf einen Laster auf. Dieser befand sich demnach an einem Bahnübergang auf den Gleisen. An dem Bahnübergang befindet sich derzeit eine Baustelle, die Schranke wird dort manuell geschlossen und geöffnet. Warum die Schranke zum Unglückszeitpunkt geöffnet gewesen sei, solle ermittelt werden, erklärte die Bundespolizei. Die Strecke zwischen Bad Saulgau und Herbertingen wurde bis auf Weiteres gesperrt, die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein.

+++ 12.28 Uhr: Fahndung nach Messerangriff auf Fahrkartenkontrolleur in ICE läuft weiter +++

Nach einem Messerangriff auf einen Schaffner bei einer Fahrkartenkontrolle in einem ICE in Bayern sucht die Polizei weiter nach dem unbekannten Täter. Wie die Beamten in Ingolstadt mitteilten, dauert die Fahndung nach dem 20- bis 30-Jährigen mit Berliner Akzent an. Er hatte am Sonntag einen 60-jährigen Mitarbeiter der Bahn geschlagen und mit einem Tapeziermesser am Hals verletzt. Danach gelang im die Flucht.

Der Schaffner hatte nach der Attacke während der Fahrt zwischen Augsburg und München noch selbst die Notbremse gezogen und den Zug dadurch zum Stehen gebracht. Der Täter schlug eine Scheibe ein und floh. Das Opfer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Eine Sofortfahndung nach dem Verdächtigen blieb erfolglos.

+++ 12.17 Uhr: Lindner will offenbar Generalsekretärin Teuteberg absägen +++

FDP-Chef Christian Lindner will Volker Wissing schon auf dem Parteitag im September als Generalsekretär durchsetzen, obwohl die amtierende Generalsekretärin Linda Teuteberg ihren Rücktritt nicht angeboten hat. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Rande der FDP-Gremiensitzungen erfuhr, sagte Teuteberg daraufhin, sie wolle der Partei eine Hängepartie ersparen. Sie sei aber nicht zurückgetreten. Teuteberg, gebürtige Brandenburgerin, wurde erst im April 2019 mit großer Mehrheit zur Generalsekretärin gewählt. Damals standen mehrere Wahlen in den neuen Bundesländern an. Sie gilt als ausgewiesene Fachfrau, aber als zu zurückhaltend für den Posten der Generalsekretärin einer Partei in der Opposition. Wissing ist derzeit in einer Ampelkoalition mit SPD und Grünen in Rheinland-Pfalz Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.

Der FDP-Nachwuchs hatte die Debatte über Teuteberg am Morgen kritisiert. "Ich finde, diese ganze Posse tut uns als Partei überhaupt nicht gut", sagte die Juli-Vorsitzende Ria Schröder in der ARD. Wer ein Problem mit der Generalsekretärin habe, solle das direkt mit ihr klären.

+++ 11.50 Uhr: EU-Ratschef beruft Sondergipfel zu Belarus ein +++

Angesichts der Massenproteste nach der Präsidentenwahl in Belarus (Weißrussland) hat EU-Ratschef Charles Michel für Mittwoch um 12 Uhr einen EU-Videogipfel angesetzt. Die Menschen in Belarus hätten das Recht, über ihre Zukunft zu entscheiden und ihre Führung frei zu wählen, schrieb Michel auf Twitter. Gewalt gegen die Demonstranten sei inakzeptabel.

+++ 11.10 Uhr: Bundesregierung plant laut Medienbericht strengere Auflagen für Hundehalter +++

Die Bundesregierung plant einem Bericht zufolge strengere Vorschriften für Hundehalter und Züchter. So sollen Hundehalter ihr Tier nicht mehr den ganzen Tag allein lassen dürfen und ihm mindestens zweimal täglich mindestens eine Stunde Auslauf gewähren müssen, wie die "Rheinische Post" berichtet. Die entsprechenden Pläne des Bundesagrarministeriums berufen sich demnach auf "neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Bedürfnisse von Hunden". Strengere Vorgaben plant das Ministerium offenbar auch für Hundezüchter. Diese sollten nur maximal drei Hündinnen mit Welpen gleichzeitig betreuen dürfen. Für die Wurfkisten werde künftig Größe und Temperatur geregelt. Hunde, denen tierschutzwidrig Ohren oder Rute entfernt wurden, sowie Tiere, die sich wegen übermäßiger Zucht nicht mehr artgerecht verhalten können, sollen nicht mehr ausgestellt werden dürfen.

+++ 11.07 Uhr: Prozess gegen ehemaligen Geschäftspartner von Rapper Bushido gestartet +++

Vor dem Berliner Landgericht hat der Prozess gegen einen ehemaligen Geschäftspartner des Rappers Bushido begonnen. Der Angeklagte Arafat A.-C. soll die Auflösung der Geschäftsbeziehungen von Bushido nicht akzeptiert haben und von ihm die Zahlung angeblicher Schulden beziehungsweise die Beteiligung an dessen Musikgeschäften gefordert haben. Neben A.-C. sind auch drei seiner Brüder angeklagt. Anfang 2018 soll A.-C. Bushido eine Wasserflasche an den Kopf geworfen und mit einem Stuhl nach ihm geschlagen haben. Drei der vier Angeklagten sollen bei dem Treffen stundenlang auf Bushido eingeredet haben, um unberechtigte Forderungen durchzusetzen, woraufhin Bushido um seine Sicherheit und die seiner Familie gefürchtet habe. Für den Prozess sind mehr als 20 Termine bis Ende November vorgesehen. Der 41-jährige Bushido tritt in dem Verfahren als Nebenkläger auf.

+++ 10.49 Uhr: Umstrittener Polizeieinsatz in Düsseldorf: Jugendlicher 15 Jahre alt +++

Der Jugendliche, der bei einem Polizeieinsatz in Düsseldorf von einem Beamten mit dem Knie am Kopf zu Boden gedrückt wurde, ist erst 15 Jahre alt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen. Die Behörden wollten dies am Morgen nicht kommentieren. Sie hatten nach dem Vorfall am Samstag in der Altstadt von einem Jugendlichen gesprochen, ohne eine konkrete Altersangabe zu machen.

Ein Augenzeugen-Video des Einsatzes hatte sich im Internet verbreitet und Vergleiche mit dem Fall von George Floyd in den USA ausgelöst. Innenministerium und Polizei kündigten am Sonntag Untersuchungen an.

+++ 10.40 Uhr: Stromausfall auf ganz Sri Lanka wegen Panne im Kraftwerk +++

Wegen einer Panne in einem wichtigen Kraftwerk ist auf ganz Sri Lanka der Strom ausgefallen. Mitarbeiter des Kraftwerks nahe der Hauptstadt Colombo versuchten, die Stromversorgung auf dem südasiatischen Inselstaat wiederherzustellen, sagte ein Sprecher des für Strom zuständigen Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Ursache für die Panne werde gesucht. Den Angaben zufolge fiel der Strom gegen 11.45 Uhr Ortszeit aus. Berichte über größere Konsequenzen des Stromausfalls gab es zunächst nicht. So haben beispielsweise die meisten Krankenhäuser Generatoren, um eine Notstromversorgung sicherzustellen.

+++ 10.35 Uhr: Seebeben erschüttert Peloponnes +++

Ein Seebeben der Stärke 5,1 hat die Athen vorgelagerten Inseln und die Küstenregion der Halbinsel Peloponnes  erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag rund 80 Kilometer unterhalb des Meeresgrundes südöstlich von Peloponnes, wie das Geodynamische Institut in Athen mitteilte. "Wegen der großen Tiefe wo sich das Beben ereignete, wird es wohl keine Schäden geben", sagte der Chef des griechischen Katastrophenschutzes, Efthymios Lekkas, im Staatsrundfunk (ERT).

Auch der Bürgermeister der Insel Hydra, das in der Nähe des Epizentrum des Bebens liegt, erklärte im Staatfernsehen, es habe keine Schäden gegeben. Die Einwohner hätten aber das Beben als einen starken Erdstoß empfunden. Gespürt wurde das Beben auch in Athen und Piräus sowie auf der Halbinsel Peloponnes, berichteten übereinstimmend lokale Rundfunksender.

+++ 9.44 Uhr: Großrazzia gegen kriminelle Banden in Berlin und Brandenburg +++

Bei einer Großrazzia sind seit dem Morgen Hunderte Einsatzkräfte in Berlin und Brandenburg gegen kriminelle Banden im Einsatz. Es werde wegen schweren Raubes sowie illegalen Waffen- und Kokainhandels in mehreren Bezirken und im Landkreis Dahme-Spreewald ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Unter der Leitung von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft durchsuchen demnach 400 Einsatzkräfte Wohnungen und Geschäftsräume. Unterstützt werden sie von der Spezialeinheit GSG 9 der Bundespolizei.

In Brandenburg wird ein Objekt untersucht. In Berlin sind die Ermittler in Charlottenburg-Wilmersdorf, Neukölln, Pankow, Reinickendorf und Spandau im Einsatz.

+++ 9.41 Uhr: Oppositionskandidatin Tichanowskaja will Führung in Belarus übernehmen +++

Inmitten der Proteste gegen Staatschef Alexander Lukaschenko hat sich die belarussische Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja bereit erklärt, das Land zu führen. Sie sei bereit, Verantwortung zu übernehmen und übergangsweise "als nationale Anführerin zu handeln", sagte Tichanowskaja in einer Videobotschaft aus ihrem litauischen Exil. Sie habe nie vorgehabt, "Politikerin zu sein". Doch habe das Schicksal dazu geführt, "dass ich mich an der Frontlinie einer Konfrontation gegen Willkürherrschaft und Ungerechtigkeit wiederfinde", so die 37-Jährige. Angesichts des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen Regierungskritiker war Tichanowskaja kurz nach der Wahl nach Litauen geflohen.

Bei der Präsidentschaftswahl vor gut einer Woche hatte Lukaschenko nach offiziellen Angaben mit 80 Prozent der Stimmen gewonnen; an dem Ergebnis gibt es jedoch erhebliche Zweifel. Die Opposition und das Ausland werfen den belarussischen Behörden Wahlbetrug vor und kritisieren die Gewalt gegen friedliche Demonstranten. Tichanowskaja fordert den Rücktritt Lukaschenkos und Neuwahlen.

+++ 9.36 Uhr: Missbrauchsprozess gegen Bergisch Gladbacher vor Kölner Landgericht gestartet+++

Vor dem Kölner Landgericht hat der Missbrauchsprozess gegen einen Mann aus Bergisch Gladbach begonnen, dessen mutmaßliche Taten die Ermittler zu einem weit verzweigten Netzwerk von Pädokriminellen führten. Die Staatsanwaltschaft legt dem gelernten Koch und Hotelfachmann 79 Straftaten zur Last. Er soll unter anderem seine eigene 2017 geborene Tochter missbraucht und Videomaterial der Taten in Chats verschickt haben.

Der Prozessauftakt war vor einer Woche wegen eines Feuers im Kölner Justizgebäude kurzfristig verschoben worden. Der Angeklagte will sich nach Justizangaben erst am zweiten Verhandlungstag zu den Vorwürfen äußern. Er sitzt seit Oktober 2019 in Untersuchungshaft. Die damals aufgenommenen Ermittlungen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach richten sich mittlerweile bundesweit gegen zahlreiche Beschuldigte, darunter allein 83 in Nordrhein-Westfalen.

+++ 8.28 Uhr: Lukaschenkos Gegners rufen zu neuen Streiks in Staatsbetrieben auf +++

Die Gegner von Staatschef Alexander Lukaschenko in Belarus (Weißrussland) haben zu Beginn der neuen Arbeitswoche zu flächendeckenden Streiks in den Staatsbetrieben aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen sollen die Basis für den Machtapparat brechen - die staatlichen Betriebe gelten in der Ex-Sowjetrepublik als elementar für das Funktionieren des Staates.

Die Arbeitskollektive sollten vor allem ihren Unmut über die Folter in den Gefängnissen und über die Todesfälle äußern, hieß es in den Aufrufen. Am Morgen begannen bereits erste Streiks.

Experten gehen davon aus, dass Lukaschenko über die Streiks am schnellsten zum Aufgeben gedrängt werden kann. Er selbst wird an diesem Montag bei dem Fahrzeughersteller MZKT erwartet, wo er die Belegschaft auf Linie bringen will. Lukaschenko hatte am Sonntag bei einer Kundgebung mit Unterstützern in einer leidenschaftlichen Rede noch einmal betont, dass er die Macht nicht hergebe. Das Staatsfernsehen zeigte die Rede am Montag erneut.

+++ 8.15 Uhr: Sonderbriefmarke erinnert an den ermordeten Walter Lübcke +++

Das Regierungspräsidium Kassel und die Deutsche Post geben eine Sonderbriefmarke in Gedenken an den ermordeten Regierungspräsidenten Walter Lübcke heraus. Vorgestellt werden soll diese am Freitag in Kassel, wie das Regierungspräsidium mitteilte. An diesem Samstag wäre Lübcke 67 Jahre alt geworden.

+++ 7:47 Uhr "The Crown": Elizabeth Debicki spielt Prinzessin Diana +++

Die australische Schauspielerin Elizabeth Debicki ("Guardians of the Galaxy Vol 2.") übernimmt in der Netflix-Serie "The Crown" die Rolle von Prinzessin Diana. Die 29-Jährige werde in der fünften und sechsten Staffel der Erfolgsserie mitspielen. Das teilte der Streamingdienst Netflix auf Twitter mit.

"Prinzessin Dianas Geist, ihre Worte und ihre Taten leben in den Herzen so vieler Menschen weiter. Es ist für mich ein echtes Privileg und eine Ehre, an dieser meisterhaften Serie mitzuwirken, die mich seit der ersten Episode absolut gefesselt hat", veröffentlichte Netflix ein Statement von Debicki.

Übernimmt in der Erfolgsserie "The Crown" die Rolle von Prinzessin Diana: die australische Schauspielerin Elizabeth Debicki
Übernimmt in der Erfolgsserie "The Crown" die Rolle von Prinzessin Diana: die australische Schauspielerin Elizabeth Debicki

+++ 06.29 Uhr: Ein Toter bei Absturz von Heißluftballon in Rheinland-Pfalz +++

Beim Absturz eines Heißluftballons mit sieben Insassen ist in Rheinland-Pfalz der Ballonführer ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Koblenz in der Nacht mitteilte, wurde der blaue Ballon am Vorabend im Bereich der Gemeinde Urbar bei Oberwesel im Landeanflug von einem Windstoß erfasst. Der Korb schlug zunächst mehrfach auf einem Acker auf, wobei vier Menschen herausgeschleudert wurden.

Der Wind schleifte den Ballon daraufhin den Berg hinab in Richtung Rhein, wo er sich oberhalb von St. Goar im steilen und unwegsamen Hang in Bäumen verfing. Dort wurden die drei verbliebenen Insassen geborgen. Alle sieben Menschen wurden mit Hubschraubern und Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Der Ballonführer erlag jedoch seinen schweren Verletzungen. Zwei weitere Schwerverletzte sind außer Lebensgefahr.

+++ 05.21 Uhr: Pelosi ruft Abgeordnete im Streit um US-Post aus der Sommerpause zurück +++

Im Streit um die US-Post wegen der Zustellung von Briefwahlunterlagen hat die demokratische Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, die Abgeordneten aus der Sommerpause zurückgerufen. Sie sollen in dieser Woche über ein Gesetz abstimmen, um "die Post zu retten", sagte Pelosi. Ex-Präsident Barack Obama warf seinem Nachfolger Donald Trump vor, die Post bewusst zu schwächen, um die Briefwahl zu erschweren und Wählerstimmen zu unterdrücken.

Außerdem soll Post-Chef Louis DeJoy nach Angaben von Pelosi zu einer "dringenden Anhörung" vor dem Aufsichtsausschuss des Kongresses erscheinen. Kritiker sehen in ihm einen Handlanger des Präsidenten, der die seit geraumer Zeit finanziell angeschlagene Post weiter schwächen und die Auslieferung von Briefen verlangsamen soll.

+++ 4.32 Uhr: Belarus: Lukaschenko-Gegner stellen Strafanzeigen wegen Polizeigewalt +++

In Belarus wollen die Gegner von Staatschef Alexander Lukaschenko heute Strafanzeigen wegen der Polizeigewalt gegen friedliche Bürger stellen. Die Sicherheitskräfte müssten für die brutalen Misshandlungen von Demonstranten und Gefangenen zur Verantwortung gezogen werden, sagte die Oppositionelle Maria Kolesnikowa.

Bei den Demonstrationen waren mindestens zwei Menschen gestorben. Zudem werden Medien zufolge rund 80 Menschen vermisst. Die Regierungsgegner wollen auch in den nächsten Tagen gegen Lukaschenko protestieren.

Nach Darstellung von Kolesnikowa befinden sich noch immer 4000 Menschen in Haft. Bei einem Protestmarsch hatten Hunderttausende Menschen am Sonntag die Freilassung der politischen Gefangenen gefordert. Zudem verlangten sie den Rücktritt von Lukaschenko.

+++ 04.13 Uhr: Umfrage: Bidens Vorsprung vor Trump geschrumpft +++

Weniger als drei Monate vor der US-Wahl hat Präsident Donald Trump laut einer neuen Umfrage aufgeholt. Der Vorsprung seines Rivalen von den Demokraten, Joe Biden, sei seit Juni deutlich geschrumpft, berichtete der TV-Sender CNN am Sonntag (Ortszeit). Das Meinungsforschungsinstitut SSRS befragte dafür zwischen dem 12. und 15. August 1108 Wähler.

Die Umfrage wurde durchgeführt, nachdem Biden am vergangenen Dienstag bekanntgegeben hatte, sich für die Senatorin Kamala Harris als Vize-Kandidatin entschieden zu haben. 50 Prozent der befragten Wähler gaben an, Biden und Harris unterstützen zu wollen. 46 Prozent sprachen sich für Trump und seinen Vize Mike Pence aus. Zum Vergleich: Anfang Juni hatten in der Umfrage noch 55 Prozent angegeben, Biden zu unterstützen. Trump lag bei lediglich 41 Prozent. 

In 15 sogenannten Swing States, in denen die Wählermehrheiten immer wieder wechseln, sieht die Umfrage Biden und Trump Kopf an Kopf (49 zu 48 Prozent). 

Die Webseite FiveThirtyEight, die zahlreiche Umfragen auswertet und daraus einen Durchschnitt bildet, sieht Biden derzeit landesweit bei 51 Prozent der Stimmen, Trump bei 43 Prozent. Landesweite Befragungen haben allerdings wegen des komplizierten Wahlsystems in den USA begrenzte Aussagekraft.

+++ 4:09 Uhr: Japans Wirtschaft bricht weiter massiv ein - aber Aufschwung erwartet +++

Japans Wirtschaft ist im Zuge der Corona-Krise weiter massiv eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt sank im zweiten Quartal dieses Jahres, auf das Jahr hochgerechnet, um real 27,8 Prozent, wie die Regierung in Tokio auf vorläufiger Basis bekanntgab. Japan war bereits im Vorquartal mit einem Minus von 2,2 Prozent in eine Rezession gerutscht. Ökonomen hatten erwartet, dass der Einbruch diesmal noch viel heftiger ausfallen würde. Im laufenden Quartal rechnen sie jedoch wieder mit einem deutlichen Aufschwung. Doch dürfte es laut Experten noch lange dauern, bis sich das Land vollständig von den Auswirkungen der globalen Pandemie erholen wird.

+++ 01.58 Uhr: Mindestens 16 Tote bei Angriff auf Hotel in Somalias Hauptstadt +++

Bei einem bewaffneten Überfall und einem Bombenanschlag auf ein Hotel in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind am Sonntag mindestens 16 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien zehn Zivilisten, ein Polizist sowie fünf Angreifer, sagte ein Sprecher des Informationsministeriums am Sonntagabend zu AFP. Die islamistische Shebab-Miliz bekannte sich zu dem Angriff.

Vier Stunden nach der Explosion hatten die Sicherheitskräfte nach Angaben des Ministeriums die Kontrolle über das Hotel wiedererlangt, in dem sich fünf Angreifer verschanzt hatten. Die Angreifer hatten offenbar Geiseln genommen, hieß es zuvor aus Sicherheitskreisen. Wie die somalischen Sicherheitskräfte das Hotel unter ihre Kontrolle brachten blieb zunächst unklar.

Die Opferzahl könnte weiter steigen. Nach Angaben von Rettungshelfern wurden mindestens 28 Menschen verletzt.

kng DPA AFP

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