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News von heute Doch keine Ampel: Grüne in Baden-Württemberg wollen Koalition mit CDU fortsetzen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) wirbt für eine Neuauflage der Koalition mit der CDU
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) wirbt für eine Neuauflage der Koalition mit der CDU
© Christoph Schmidt/dpa 
Maaßen will für die CDU in den Bundestag +++ Vier Tote bei Schüssen in Bürogebäude in Kalifornien +++ Neun Demokratieaktivisten in Hongkong schuldig gesprochen +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier.

Die News von heute im stern-Ticker: 

20.56 Uhr: Polizei: Vier Tote in Kalifornien – Schütze kannte seine Opfer

Ein Schütze, der in Kalifornien vier Menschen tötete, hat nach Angaben der Polizei seine Opfer gekannt. Nach dem Verbrechen am Mittwochabend (Ortszeit) in einem Bürogebäude in der Kleinstadt Orange, identifizierten die Ermittler den mutmaßlichen Täter als einen 44-jährigen Mann, der mit den Getöteten eine "persönliche oder geschäftliche Beziehung" hatte.

Drei Erwachsene und ein neunjähriger Junge kamen ums Leben, eine Frau wurde schwer verletzt. Nach Angaben von Polizeisprecherin Jennifer Amat hatte der Schütze das Eingangstor zu dem Bürokomplex mit einem Kettenschloss abgeriegelt. Beamte gaben Schüsse durch das Gitter ab, um den Täter zu überwältigen. Der Mann wurde nach dem Schusswechsel verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Am Tatort fanden die Ermittler eine Waffe und einen Rucksack mit Pfefferspray, Handschellen und Munition.

20.20 Uhr: Johnsons ranghöchster schwarzer Berater kündigt im Streit um Bericht zu Rassismus

Der ranghöchste schwarze Berater von GroßbritanniensPremierminister Boris Johnson hat gekündigt, nachdem ein Bericht über Rassismus für Empörung gesorgt hat. Samuel Kasumu habe vergangene Woche seinen Rücktritt eingereicht, teilte Downing Street mit. Einen Tag zuvor war ein von der Regierung in Auftrag gegebener Bericht einer Kommission zu Rassismus und ethnischen Ungleichheiten (CRED) erschienen, der keinen strukturellen Rassismus in der britischen Gesellschaft sieht. Kasumu wollte offenbar bereits im Februar zurücktreten, nachdem er sich über "unerträgliche" Spannungen innerhalb der Downing Street beklagt hatte. Damals sagte er, Johnsons Konservative Partei betreibe "eine Politik, die von Spaltung durchdrungen ist", wie die BBC berichtete. Kasumu war Sonderberater für Zivilgesellschaft.

18.04 Uhr: Umfrage zur Kanzlerkandidatur: Söder weiter deutlich vor Laschet

Vor der Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union liegt der CSU-Vorsitzende Markus Söder in der Gunst der Bevölkerung weiter deutlich vor CDU-Chef Armin Laschet. Nach dem jüngsten ARD-Deutschlandtrend von infratest dimap sind 54 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Söder ein guter Kanzlerkandidat wäre, das sind drei Prozentpunkte mehr als Mitte März. Bei Laschet hingegen sind nur 19 Prozent dieser Meinung (minus drei Prozentpunkte).

Zugleich setzt sich der Abwärtstrend der Union fort. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die CDU/CSU der Umfrage zufolge nur noch auf 27 Prozent (minus sieben Punkte). Die SPD erreicht demnach unverändert 16 Prozent. Die Grünen legen zwei Punkte zu und erzielen 22 Prozent. Die FDP landet mit zwei Prozentpunkten mehr bei neun Prozent. AfD und Linke bleiben unverändert bei elf beziehungsweise sieben Prozent.

17.35 Uhr: Baden-Württembergs Grüne wollen Koalition mit CDU fortsetzen 

Nach stundenlangen Beratungen hat sich der Vorstand der Grünen in Baden-Württemberg für eine Fortsetzung der Koalition mit der CDU ausgesprochen. Am Samstag solle ein abschließendes Sondierungsgespräch mit den Christdemokraten geführt werden, teilte die Partei in Stuttgart mit. Die bisherigen Sondierungsergebnisse sollten die "Grundlage für kommende Koalitionsverhandlungen" werden. Mit der Entscheidung erteilte der Vorstand einer Ampelkoalition mit SPD und FDP eine Absage.

Am Nachmittag hatten die Grünen die Vorstandsberatungen nach Meinungsverschiedenheiten zwischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Teilen des Parteivorstands zunächst vertagt. Nach Angaben aus Parteikreisen wollte der 72-jährige Kretschmann in seiner dritten und letzten Amtszeit lieber mit der CDU weiter regieren, während sich starke Stimmen im Parteivorstand und dem Sondierungsteam für ein Ampelbündnis aussprachen.

17.11 Uhr: Vorläufige Resultate von Landtagswahl in Baden-Württemberg bestätigt

Die Landeswahlleitung hat das endgültige amtliche Endergebnis der Landtagswahl vom 14. März in Baden-Württemberg bekanntgegeben. Die in Stuttgart veröffentlichten Zahlen für die Parteien wichen nicht vom bisher bekanntgegebenen vorläufigen Ergebnis ab. Demnach erhielten die Grünen bei der Wahl 32,6 Prozent. Die CDU kam auf 24,1 Prozent, die SPD auf 11,0 Prozent, die AfD auf 9,7 Prozent, die FDP auf 10,5 Prozent und die Linke auf 3,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lagt mit 4.894.500 Stimmen bei 63,8 Prozent.

17.05 Uhr: Neue Unterhosen für Schweizer Soldatinnen sorgen für Medienwirbel

Eigentlich ging es um eine ganz "unaufgeregte Sache", wie der Sprecher des Schweizer Verteidigungsministeriums sagt: Im April testen Schweizer Soldatinnen neue Funktionsunterwäsche, die im Rahmen einer Beschaffungsmaßnahme für Kampfbekleidung bestellt wird. Entwickelt hat sich daraus ein mediales Spektakel, das den Armeesprecher Kaj-Gunnar Sievert via BBC und CNN bis in die britischen und amerikanischen Wohnzimmer katapultiert hat. "Es handelt sich nicht um einen Aprilscherz", betont Sievert im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

"Schweizer Soldatinnen können endlich aufhören, Männerunterwäsche zu tragen", heißt eine Headline bei CNN. "Schweiz erlaubt weiblichen Mitgliedern der Armee erstmals, Frauenunterwäsche zu tragen, um mehr Frauen anzuwerben." Beides Quatsch, sagt Sievert. Auch bei den Beschaffungen vor fünf, sechs Jahren habe es Frauenunterwäsche gegeben. "Sie war aber suboptimal", wie Sievert sagt. Ob das der Grund ist, dass unter gut 140.000 Soldaten nur 1500 Frauen sind?

16.56 Uhr: Russlands Außenminister will bei Iran-Besuch Atomprogramm besprechen

Russlands Außenminister Sergej Lawrow will Mitte April erst Ägypten und dann den Iran besuchen. In Teheran wolle Lawrow am 13. April mit seinem iranischen Amtskollegen Dschawad Sarif unter anderem über das Atomabkommen sprechen, sagte die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa, der Staatsagentur Tass zufolge. Außerdem solle es um die Situation in Syrien, Afghanistan und im Jemen sowie um den Kampf gegen Corona gehen.

16.50 Uhr: Italiens Polizei spürt von Nazis gestohlenes Gemälde auf

Italiens Polizei hat ein während der Nazi-Zeit in Frankreich einer jüdischen Familie gestohlenes Ölgemälde aufgespürt und den rechtmäßigen Eignern zurückgegeben. Das teilte die Carabinieri-Einheit, die für den Schutz des kulturellen Erbes zuständig ist, in Monza in der Lombardei mit. Das Werk aus dem 17. Jahrhundert sei nach längeren Ermittlungen in der Wohnung eines Antiquars in Padua gefunden worden.

16.30 Uhr: Le Pen will vor Präsidentenwahl als Parteichefin abtreten

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen will im Zuge ihrer Vorbereitungen für die Präsidentschaftswahl in einem Jahr den Vorsitz des Rassemblement National (RN, Nationale Sammlungsbewegung) abgeben. Sie begründete dies in einem Interview des Monatsblatts "L'Incorrect" damit, dass sie im Wahlkampf nicht nur ihre Partei repräsentieren solle - sondern "alle jene, die den nationalen Kampf führen wollen". 

16.18 Uhr: Grüne in Baden-Württemberg: Entscheidung über Koalitionsverhandlung am Abend

Die Grünen in Baden-Württemberg wollen noch an diesem Abend eine Entscheidung über den Partner für Koalitionsverhandlungen treffen. Dazu werde sich der Landesvorstand um 17 Uhr in einem digitalen Format erneut treffen, teilte eine Sprecherin der Südwest-Grünen in Stuttgart mit.

Am Vormittag hatte sich der Landesvorstand nach drei Stunden Diskussion vertagt. Zuvor hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) vehement für eine Neuauflage der Koalition mit der CDU geworben. Im Vorstand gab es aber Kräfte, die lieber eine Ampel mit SPD und FDP bilden wollen. Auch die Landesvorsitzenden, Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand, hatten zuletzt intern für das Dreierbündnis geworben.

15.22 Uhr: Mindestens 16 Tote bei Verkehrsunfall in der Elfenbeinküste

Bei einem Verkehrsunfall im westafrikanischen Land Elfenbeinküste sind mindestens 16 Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden. Das Unglück ereignete sich im Dorf Nambonkaha rund 600 Kilometer nördlich der Wirtschaftsmetropole Abidjan, als ein Bus frontal in einen geparkten Lastwagenanhänger prallte, wie Feuerwehrsprecher Koné Fara sagte. Der Anhänger sei an einem unbeleuchten Brückenübergang abgestellt und schwer sichtbar gewesen. Schwere Verkehrsunfälle kommen in der Elfenbeinküste und anderen Staaten Afrikas häufig vor - Gründe sind oft schlechte Infrastruktur, Fahrlässigkeit oder verkehrsuntaugliche Fahrzeuge.

15.21 Uhr: Liberia verhängt Ausgangssperre nach gewaltsamen Protesten

Nach mehrtägigen gewaltsamen Protesten im westafrikanischen Liberia hat Präsident George Weah eine zeitlich unbegrenzte Ausgangssperre verhängt. Die Bevölkerung dürfe die Justiz nicht in die eigene Hand nehmen, sagte Weah und verhängte über den Landkreis Maryland eine Ausgangssperre von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr. Die Proteste hätten am Dienstag nach dem „grausamen Tod“ eines Schülers in der Stadt Pleebo begonnen, sagte deren Bürgermeister Wellington Kyne.

Trotz der Festnahme eines Verdächtigen warfen die Demonstranten der Polizei Justizverzögerung vor und forderten eine schnellere Untersuchung. Sie hatten nach den Angaben des Bürgermeisters zahlreiche öffentliche und private Gebäude vandalisiert und in Brand gesteckt. Darunter befindet sich auch ein Gefängnis, aus dem 19 Häftlinge entkamen.

15.20 Uhr: Ärzte ohne Grenzen: Masern verbreiten sich wieder rasch im Kongo

Im Kongo hat ein Masern-Ausbruch seit Januar zu mehr als 13.000 neuen Fällen und 186 Toten geführt. Am stärksten seien Kinder vor allem im Nordwesten des Landes betroffen, teilte die in der Region tätige Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) mit. Viele Dörfer in den Provinzen Nord-Ubangi und Süd-Ubangi seien "von jeder Gesundheitsversorgung abgeschnitten". Oft würden Ausbrüche "zu spät oder gar nicht" von den Gesundheitsbehörden entdeckt werden. Das öffentliche Gesundheitssystem sei unzureichend ausgestattet, die Verteilung und Überwachung einer öffentlichen Impfkampagne gestalte sich vor allem in entlegenen Gebieten schwierig. In manchen Gegenden sei die lokale Gesundheitsbehörde nur mit einem Motorrad ausgestattet.

15.12 Uhr: Bundesregierung fördert Forschung zu gesundheitlichen Folgen des Klimawandels

Die Bundesregierung startet ein Förderprogramm für Forschungsarbeiten zum Zusammenhang zwischen Klimawandel, Umweltveränderungen und Gesundheitsproblemen. Dafür werden rund 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, wie das Bundesforschungsministerium mitteilte. Förderanträge könnten ab Anfang August eingereicht werden. Die Projekte sollen in der Regel über fünf Jahre laufen.

"Der Klimawandel ist eine große Bedrohung für die globale Gesundheit", erklärte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Als Beispiel nannte sie die Zunahme von Allergien, Herzkreislauferkrankungen und Hautkrebs "aufgrund extrem hoher Temperaturen und vermehrt auftretender Hitzeperioden". Es sei daher wichtig, "die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Umweltverschmutzung und Gesundheitsrisiken besser zu verstehen".

15.03 Uhr: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in USA steigen wieder

In den USA ist die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe wieder gestiegen. In der vergangenen Woche wurden 719.000 Erstanträge gestellt, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Das sind 61.000 Anträge mehr als eine Woche zuvor. Analysten hatten mit 675.000 Anträgen gerechnet.

In der Vorwoche waren die Anträge noch deutlich gefallen. Der Vierwochenschnitt deutet trotz des jüngsten Anstiegs weiter nach unten. In dieser Rechnung, die wöchentliche Schwankungen etwas glättet, fiel die Zahl der Erstanträge auf den niedrigsten Stand seit etwa einem Jahr. Laut Ministerium nehmen derzeit rund 3,8 Millionen Personen Arbeitslosenhilfe in Anspruch.

14.53 Uhr: Erzbischof feiert Fußwaschung in Pariser Kathedrale Notre-Dame

Die Pariser Erzdiözese hat zum Gründonnerstag in der vor zwei Jahren bei einem Großbrand schwer beschädigten Kathedrale Notre-Dame die traditionelle Fußwaschung gefeiert. Die Messe mit Erzbischof Michel Aupetit und Notre-Dame-Direktor Patrick Chauvet wurde im Fernsehen übertragen, sie fand wegen der Bauarbeiten ansonsten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Künstlerin Sylvia Bergé und ihr Kollege Bruno Raffaelli vom Pariser Theater Comédie Française lasen Texte vor - etwa von Mutter Teresa oder dem französischen Schriftsteller Charles Péguy. Begleitet wurde die Messe von Musikern. Gläubigen wurden die Füße gewaschen.

14.39 Uhr: Sperre von Tiktok in Pakistan wieder aufgehoben

Ein Gericht hat die Blockade der beliebten chinesischen Video-App Tiktok in Pakistan wieder aufgehoben. Das gab der Hohe Gerichtshof von Peshawar bekannt. Gleichzeitig wies er die Telekommunikationsbehörde PTA an, Maßnahmen zu ergreifen, damit "vulgäre und anstößige Inhalte" nicht auf die Plattform hochgeladen werden.

Vor rund drei Wochen hatte Pakistan Tiktok zum zweiten Mal in weniger als einem Jahr verboten, weil es nicht den örtlichen Gesetzen entsprechend unmoralische Inhalte ausfiltere. Nach der Blockade im Oktober wurde die Beschränkung Berichten zufolge auf chinesischen Druck hin wieder aufgehoben.

14.35 Uhr: Mars-Hubschrauber soll frühestens am 11. April starten

Der kleine Hubschrauber "Ingenuity", der an Bord des Rovers "Perseverance" auf dem Mars gelandet ist, soll wohl Mitte April erstmals zu einem Testflug aufbrechen. Es sei geplant, dass "Ingenuity" (auf Deutsch: Einfallsreichtum) frühestens am 11. April startet, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die Bilder, die der Helikopter dabei schießt, würden einen Tag später auf der Erde ankommen. Es wäre der erste Flug eines Luftfahrzeugs über einen anderen Planeten. Zuvor war vom 8. April als Starttermin die Rede gewesen.

14.00 Uhr: Munitionsskandal in Sachsen: LKA will Munitionsentnahmen überprüfen

Nach dem Munitionsskandal beim Landeskriminalamt (LKA) Sachsen hat die Führung der Behörde eine tief gehende Überprüfung und ein anderes Kontrollsystem angekündigt. Es soll geklärt werden, in welchem Umfang in den vergangenen Jahren Munition für Schießübungen aus der Waffenkammer entnommen wurde und ob die Trainings auch wirklich stattfanden, sagte LKA-Chef Petric Kleine nach einer Sondersitzung des Innenausschusses im Landtag.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass eine Sondereinheit des LKA 2018 ohne Erlaubnis an einem Schießtraining auf einem privaten Schießplatz in Güstrow teilgenommen hatte und dafür mit mindestens 7000 Schuss Munition aus den Beständen des LKA in Sachsen bezahlte. Der Verbleib der Munition ist unklar. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt auch, ob es Kontakte der betroffenen 17 Beamten zur rechtsextremen Szene gibt.

13.45 Uhr: 70 Kilogramm Kokain gegen 1,2 Millionen Euro Bargeld

70 Kilogramm Kokain gegen 1,2 Millionen Euro in bar – bei einem solchen Tauschgeschäft hat die französische Polizei zwei Kriminelle auf frischer Tat ertappt. Ein im Süden des Landes agierender Drogenhändler sei bereits seit eineinhalb Jahren im Visier der Ermittler gewesen, teilte die Polizei in Marseille mit. Der Mann habe am Vortag die 70 Kilogramm Drogen von einem Lastwagenfahrer aus Litauen übernehmen wollen.

13.41 Uhr: USA: Schmuggler lassen Kinder von meterhoher Grenzmauer fallen

US-Grenzschutzbeamte haben zwei Kleinkinder gerettet, die von Menschenschmugglern an der Grenze zu Mexiko von einer rund vier Meter hohen Mauer fallengelassen worden waren. Es handele sich um zwei Mädchen im Alter von drei und fünf Jahren aus Ecuador, teilte die Grenzschutzbehörde CBP mit. Die Schwestern seien im Krankenhaus untersucht worden und befänden sich vorübergehend in der Obhut der Behörde, bis sie Behörden des Gesundheitsministeriums übergeben würden.

Grenzschutzbeamte hatten den Vorfall am Dienstagabend in der Nähe von Santa Teresa im US-Bundesstaat New Mexiko beobachtet und waren den Kindern zu Hilfe gekommen. Der Grenzschutz veröffentlichte ein Video, auf dem zu sehen war, wie ein Schmuggler auf dem Grenzzaun sitzt und erst das eine, dann das andere Mädchen über die Barriere hebt und auf der US-Seite fallen lässt. Die Mädchen bleiben im Dunkeln alleine zurück. Auf der anderen Seite der Grenze laufen die Schmuggler davon.

13.13 Uhr: Razzia im Saarland bei NPD-Bundesvorsitzendem

Wegen des Verdachts der Untreue, des Bankrotts und der Geldwäsche haben Ermittler im Saarland die private Wohnung des NPD-Bundesvorsitzenden Frank Franz durchsucht. Das Verfahren richtet sich gegen fünf Beschuldigte, wie die Staatsanwaltschaft Saarbrücken mitteilte. Dazu gehörten Franz und seine Ehefrau. Bei der Razzia am Dienstag wurden demnach mehrere Wohnungen im Saarland und Hessen sowie Geschäftsräume in Bremen durchsucht. Die Ermittler beschlagnahmten Geschäftsunterlagen sowie elektronische Datenträger. Es gebe keinen Zusammenhang mit der politischen Tätigkeit von Franz, erklärte die Staatsanwaltschaft. Zuerst hatten West- und Norddeutscher Rundfunk sowie die "Zeit" berichtet.

12.56 Uhr: Maaßen will für die CDU in den Bundestag

Der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, will bei der Bundestagswahl im September für die CDU kandidieren. Berichten zufolge soll er im  Wahlkreis 196 in Südthüringen antreten. "Ich habe meine Bereitschaft dazu erklärt", sagte Maaßen dem rechtskonservativen Online-Portal "Tichys Einblick". Die "Bild"-Zeitung berichtete, die Kandidatur sei bei einer digitalen Schalte der Thüringer CDU-Spitze am Mittwochabend beschlossen worden. 

Maaßen soll demnach im Wahlkreis 196 Suhl – Schmalkalden-Meiningen – Hildburghausen – Sonneberg aufgestellt werden und somit Mark Hauptmann beerben. Hauptmann hatte nach Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit Maskengeschäften sein Bundestagsmandat niedergelegt und war auch aus der CDU ausgetreten. Über die endgültige Kandidatur Maaßens entscheidet die Delegiertenkonferenz in dem Wahlkreis.

Maaßen war 2018 nach relativierenden Äußerungen über rechtsextreme Ausschreitungen in Chemnitz in die Kritik geraten. Abgelöst wurde er nach langem Hin und Her, als er später zudem von "linksradikalen Kräften" in der SPD sprach. Im November 2018 wurde er auf Antrag von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

12.17 Uhr: Vulkanasche aus dem Ätna: Flughafen Catania stoppt Flüge

Der Flughafen der Stadt Catania auf Sizilien hat die Flüge wegen der starken Vulkanaktivität am Ätna vorübergehend gestoppt. Das teilte der Airport mit. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa war eine rund neun Kilometer hohe Wolke bei einem spektakulären Ausbruch aus dem Südost-Krater des Vulkans aufgestiegen. Der Flughafen arbeite zwar weiter, aber Starts und Landungen seien zeitweise unterbrochen, zitierte Ansa die Flughafenverwaltung. Zuvor habe das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie eine Warnung für den Luftraum in der Nähe des Ätnas herausgegeben. 

Beeindruckende Drohnen Aufnahmen von einem aktiven Vulkan

11.44 Uhr: Slowakische Präsidentin ernennt neuen Regierungschef

Die Slowakei hat einen neuen Regierungschef. Staatspräsidentin Zuzana Caputova ernannte den bisherigen Finanzminister Eduard Heger zum Ministerpräsidenten. Der vorherige konservativ-populistische Regierungschef Igor Matovic hatte am Sonntag nach monatelangen Konflikten mit einem Teil seiner Koalitionspartner über die Corona-Politik seinen Rücktritt angekündigt und Heger als Nachfolger vorgeschlagen. Zwei der vier Regierungsparteien hatten zuvor mit einem Austritt aus der Koalition gedroht, falls Matovic im Amt bleiben würde. Der 44 Jahre alte Heger gehört zum konservativ-christlichen Flügel der Matovic-Bewegung Gewöhnliche Leute und unabhängige Persönlichkeiten Olano. Im Gegensatz zum polarisierenden Matovic gilt er als Konsenspolitiker.

11.37 Uhr: Zwei kleine Mädchen von Unbekannten über die Grenzmauer in die USA geworfen

Zwei kleine Mädchen aus Ecuador sind von Unbekannten über die vier Meter hohe Grenzmauer in die USA geworfen worden. Wie die US-Grenzschutzbehörde CBP am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, handelte es sich um Kinder im Alter von drei und fünf Jahren. Der Vorfall ereignete sich demnach mitten in der Nacht an der Grenze zwischen Mexiko und den USA und wurde von einem Grenzschützer mit Hilfe einer Kamera beobachtet. Die kleinen Mädchen wurden den Angaben zufolge zunächst in eine CBP-Station in Santa Teresa im US-Bundesstaat New Mexico gebracht. Von dort wurden sie zur Sicherheit in ein örtliches Krankenhaus transportiert. 

Die Grenzschützerin Gloria Chavez erklärte, sie sei "entsetzt" darüber, wie "diese Menschenschmuggler verächtlich unschuldige Kinder von einer 14 Fuß (rund vier Meter) hohen Grenzbefestigung" werfen konnten. In Zusammenarbeit mit den mexikanischen Behörden sollten die Täter ausfindig gemacht werden. 

11.30 Uhr: Grüne in Baden-Württemberg erzielen zunächst keine Einigung auf Koalitionspartner

Nach ihren Sondierungsgesprächen zur Regierungsbildung in Baden-Württemberg haben die Grünen ihre Entscheidung über die Partner zur Aufnahme formeller Koalitionsverhandlungen zunächst vertagt. "Die heutige Beratung hat gezeigt, dass der Landesvorstand für diese wichtige Entscheidung mehr Zeit benötigt", erklärten die Parteichefs Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand in Stuttgart. Nach der Landtagswahl vom 14. März können die Grünen um Ministerpräsident Winfried Kretschmann das amtierende grün-schwarze Bündnis fortsetzen oder eine Ampelkoalition aus Grünen, SPD und FDP bilden.

11.04 Uhr: Kölner Kirchenaustrittstermine wieder rasend schnell ausgebucht

In Köln wollen nach wie vor außergewöhnlich viele Menschen aus der Kirche austreten. Nachdem wochenlang gar kein Termin mehr zu bekommen gewesen war, wurden am Donnerstag zum 1. April die Online-Termine für den Monat Juni freigeschaltet. "Um kurz nach neun Uhr waren alle Termine ausgebucht", sagte ein Sprecher des Amtsgerichts. Es handele sich um rund 1500 Termine. Wer jetzt keinen Termin bekommen hat, muss bis zum 1. Mai warten: Dann werden die Juli-Termine angeboten. Im vergangenen Monat hatte die Veröffentlichung eines Gutachtens zum Umgang von Kölner Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester Aufsehen erregt. 

10.57 Uhr: Ermittlungen gegen KSK-Kommandeur in Munitionsaffäre aufgenommen

Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat im Zuge der Munitionsaffäre beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr Ermittlungen gegen dessen Kommandeur aufgenommen. Es werde der Verdacht eines Verstoßes gegen Paragraf 40 des Wehrstrafgesetzes geprüft, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Matthias Grundke. Dies sei vergleichbar mit dem Straftatbestand der Strafverteilung. Anlass für die Ermittlungen seien Medienberichte zu einer Sammelaktion von Munition am Sitz des KSK in Calw. Zuvor hatten mehrere Medien über die Ermittlungen berichtet. Bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt der Verdächtige als unschuldig. Er hat sich zu dem Sachverhalt bislang nur intern, nicht aber öffentlich geäußert.

Es handle sich noch um einem Anfangsverdacht, sagte Grundke. Gegen weitere Personen werde aktuell nicht ermittelt, es ließe sich aber nicht ausschließen, dass die Ermittlungen noch ausgeweitet würden. Im Zuge von Vorermittlungen der Bundeswehr in dieser Sache seien der Staatsanwaltschaft Tübingen bereits Unterlagen zur Verfügung gestellt worden.

9.32 Uhr: Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt auf historisches Tief

Die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche ist in der Corona-Pandemie auf ein historisches Tief gesunken. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte, zählte die Branche im vergangenen Jahr rund 85.000 Einbrüche. Das waren rund 10.000 weniger als im Vorjahr und der niedrigste Wert in der bis 1998 zurückreichenden Statistik. Die Schadenshöhe verringerte sich laut Verband um 70 Millionen auf 230 Millionen Euro. Der Schadendurchschnitt sank fast zehn Prozent auf 2.750 Euro.

8.31 Uhr: Neue US-Regierung betrachtet Westjordanland als von Israel "besetzt"

Die US-Regierung von Präsident Joe Biden hat klargestellt, dass sie das Westjordanland als von Israel "besetzt" einstuft. US-Außenamtssprecher Ned Price sagte vor Journalisten, im jährlichen Menschenrechtsbericht des Ministeriums werde der Begriff "Besetzung" im "Kontext des derzeitigen Status des Westjordanlands" genutzt. Dies entspreche der "langjährigen Position früherer Regierungen beider Parteien" in den USA. Das Kapitel über Israel und die Palästinensergebiete im jährlichen Menschenrechtsbericht des US-Außenministeriums war über lange Zeit mit "Israel und die besetzten Gebiete" überschrieben gewesen. Unter dem früheren US-Präsidenten Donald Trump war die Formulierung in "Israel, Westjordanland und Gazastreifen" geändert worden; der Begriff "besetzt" kam nicht mehr vor. 

7.57 Uhr: Gericht wertet in Floyd-Prozess Körperkameras beteiligter Polizisten aus

Im Strafprozess um den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd sind die Körperkameras der vier an dem Einsatz beteiligten Polizeibeamten ausgewertet worden. Die Aufnahmen, die die Staatsanwaltschaft am Mittwoch vor dem Gericht in Minneapolis präsentierte, zeigen die Festnahme Floyds am 25. Mai 2020. Darin ist zu sehen, wie der angeklagte weiße Polizist Derek Chauvin minutenlang das Knie in Floyds Nacken drückt, obwohl dieser mehrfach klagt, er bekomme keine Luft.

Die Videos zeigen die Festnahme Floyds durch vier Polizisten mit vorgehaltener Waffe, weil dieser mit einem mutmaßlich falschen 20-Dollar-Schein bezahlt haben soll. Auf einer der Aufnahmen ist Floyd zu hören, der "bitte erschießt mich nicht" sagt, als die Beamten ihn vor dem Laden aus seinem Wagen holen. Die Polizisten legen ihm Handschellen an und bringen ihn zu einem Streifenwagen.

7.30 Uhr: Vier Tote bei Schüssen in Bürogebäude in Kalifornien

Bei Schüssen in einem Bürogebäude in der kalifornischen Stadt Orange sind vier Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Ein weiterer Mensch sei bei dem Vorfall am Mittwochabend (Ortszeit) verletzt worden und befinde sich im Krankenhaus, teilte die Polizei mit. Demnach wurde der Schütze von einer Polizeikugel getroffen und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Das Motiv der Tat war zunächst unklar. Laut einem Bericht der Zeitung "Los Angeles Times" hatten sich die Polizei und der Verdächtige einen Schusswechsel geliefert. "Die Situation ist stabil und es besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit", schrieb die Polizei von Orange später im Online-Dienst Facebook. Zu den Opfern des Schusswaffenangriffs machte die Polizei keine weiteren Angaben. 

6.38 Uhr: Neun Demokratieaktivisten in Hongkong wegen Massenprotesten 2019 schuldig gesprochen

Ein Gericht in Hongkong hat neun bekannte Vertreter der Demokratiebewegung der Stadt wegen ihrer Rolle bei den Massenprotesten 2019 schuldig gesprochen. Sieben der Angeklagten, darunter der Oppositionspolitiker Martin Lee und der Medienunternehmer Jimmy Lai, wurden für schuldig befunden, wie ein AFP-Reporter berichtete. Zwei weitere hatten sich schuldig bekannt. Ihnen wird die Organisation einer der größten Demonstrationen in der chinesischen Sonderverwaltungszone im Jahr 2019 vorgeworfen.

6:31 Uhr: Laschet – Asyl und Einwanderung sauber trennen

Der CDU-Parteivorsitzende Armin Laschet hat im Gespräch mit FDP-Chef Christian Lindner eine saubere Trennung von Asyl und Einwanderung gefordert. "Schutz für Schutzbedürftige ja. Aber nicht Asyl als Mittel der Einwanderung, sondern da gibt es dann schon den Anspruch, bestimmte Qualitätsmerkmale einzuhalten", sagte Laschet in Lindners Video-Podcast, der am Donnerstag ausgestrahlt werden soll. Der NRW-Ministerpräsident setzt ungeachtet des Dauerstreits in EU bei dem Thema Migration auf Zusammenarbeit. "Wir brauchen den gemeinsamen Schutz der Außengrenzen, wir brauchen eine qualifizierte Einwanderung und wir brauchen europäische Solidarität in Fragen der Verteilung von Flüchtlingen." Zugleich signalisierte Laschet Flexibilität in der Frage doppelter Staatsbürgerschaften, die heute nicht mehr das große Streitthema seien.

4.42 Uhr: Bericht – Millionenfaches Kükentöten geht weiter

Auch im vergangenen Jahr sind in Deutschland laut einem Medienbericht wieder Millionen Küken getötet worden. Wie die "Saarbrücker Zeitung" unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen berichtete, wurden im vergangenen Jahr mehr als 40 Millionen Tiere nach dem Schlüpfen geschreddert oder vergast. Der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer sagte dem Blatt, auch wenn die Zahl im Vergleich zu 2019 um fünf Millionen gesunken sei, "das Schreddern der männlichen Küken ist auch im letzten Jahr auf hohem Niveau weitergegangen". Statistisch werde zwar nur die Anzahl der ausgebrüteten weiblichen Küken genannt, die Regierung gehe aber von einer ähnlichen Anzahl männlicher Küken aus.

4.08 Uhr: Bidens Sohn Hunter berichtet in Memoiren über seinen Drogen- und Alkoholkonsum

Alkohol, Drogen, Entzug: Der Sohn von US-Präsident Joe Biden berichtet in seinen Memoiren über seine Kämpfe mit Drogen- und Alkoholsucht sowie dem Rückfall nach dem Tod seines Bruders. "Ich habe Crack auf den Straßen von Washington DC gekauft und mein eigenes in einem Bungalow in Los Angeles gekocht", schreibt Hunter Biden in dem Buch "Beautiful Things", das nächste Woche veröffentlicht wird.  In von der "New York Times" abgedruckten Auszügen erinnert sich Biden unter anderem daran, wie er Crack von einem obdachlosen Süchtigen kaufte, der später bei ihm einzog. "Die Beziehung war symbiotisch", schreibt der 51-Jährige. Wegen eines positiven Tests auf Kokain wurde Biden 2014 aus der Reservisteneinheit der US-Marine entlassen.

0.12 Uhr: Zwei Tote und drei Verletzte nach Schüssen in US-Hauptstadt

Bei Schüssen in der US-Hauptstadt Washington sind zwei Menschen ums Leben gekommen und drei weitere verletzt worden. Die Hintergründe der Tat würden noch untersucht, es habe sich aber offenbar um die Eskalation eines Streits zwischen zwei Gruppen gehandelt, sagte Polizeichef Robert Contee am Mittwochnachmittag (Ortszeit). Die Verletzten schwebten nicht in Lebensgefahr. Es sei bislang noch unklar, welche Art von Waffe eingesetzt worden sei und ob es mehrere Schützen gegeben habe, sagte er. Der Vorfall ereignete sich im Viertel Congress Heights im ärmeren Süden der Hauptstadt. Es gab zunächst keine Angaben zu Festnahmen.

tis / rw DPA AFP

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