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News von heute Flughafen Münster/Osnabrück heißester Ort – Neuer Juni-Hitzerekord in St. Peter-Ording

Ein Paar geht durch Wasserfontänen an einem sonnigen Tag
Abkühlung tat Not an diesem Donnerstag: Am heißesten war es am Flughafen Münster/Osnabrück mit 35,5 Grad.
© Sven Hoppe / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

23.23 Uhr: Tausende ohne Strom nach Unwetter in Frankreich

Heftige Gewitter sind am Abend über Teile Frankreichs gezogen. Hagel, Starkregen und Windböen richteten vor allem im Südwesten des Landes große Schäden an. Tausende Haushalte etwa in der Region Okzitanien waren ohne Strom, wie mehrere Medien berichteten. Die Regionalzeitung "La Dépêche du Midi" berichtete dort von zahlreichen gesperrten oder unbefahrbaren Straßen. Etliche Bäume seien wegen des heftigen Windes umgestürzt. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden. Für weite Teile Frankreichs hatte der Wetterdienst Météo-France wegen der Hitzegewitter die hohe Warnstufe Orange ausgerufen.

22.29 Uhr: US-Kongress macht Weg frei für bundesweiten Feiertag zum Ende der Sklaverei

In den USA wird der Gedenktag "Juneteenth", der das Ende der Sklaverei markiert, künftig als bundesweiter Feiertag begangen. US-Präsident Joe Biden setzte eine entsprechende Gesetzesvorlage nach der Verabschiedung durch beide Kammern des Kongresses im Weißen Haus mit seiner Unterschrift in Kraft. Am 19. Juni wird in den USA des Endes der Sklaverei gedacht. An dem Tag im Jahr 1865 war die Emanzipationsproklamation zur Befreiung der Sklaven in Texas bekanntgemacht worden. In dem südlichen Bundesstaat und einigen weiteren war "Juneteenth" bereits zuvor ein Feiertag.

21.57 Uhr: Airport Münster/Osnabrück mit 35,5 Grad heißester Rekord – Hitzerekord für Juni in St. Peter-Ording

Mit einer Spitzentemperatur von 35,5 Grad ist der Flughafen Münster/Osnabrück der heißeste Ort Deutschlands gewesen. Auf Platz zwei landete mit 35,3 Grad Hamburg-Neuwiedenthal, wie es am Abend beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach hieß. Platz drei teilten sich demnach Dörpen im Emsland und - ebenfalls in Niedersachsen - Celle mit einem Tageshöchstwert von jeweils 35,1 Grad. An einigen Messstation im Nordseeraum seien sogar Stationsrekorde für den Monat Juni aufgestellt worden, sagte ein DWD-Experte  –zum Beispiel Sankt Peter-Ording in Schleswig-Holstein mit 33,1 Grad. Der Wind sei aus Südosten gekommen und habe sehr warme Luftmassen mit sich gebracht. Es sei relativ selten der Fall, dass der Wind dort ausschließlich vom Binnenland komme und nicht vom Wasser. 

21.56 Uhr: "Rigaer 94": Demonstranten bewerfen Polizei mit Flaschen und Steinen

Aus Solidarität mit dem von Linksradikalen teilweise besetzten Haus "Rigaer 94" sind am Abend nach Polizeiangaben rund 2000 Menschen durch Berlin-Friedrichshain gezogen. Teilnehmer des Demonstrationszugs bewarfen dabei die Polizei mit Flaschen und Steinen, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Auch Rauchtöpfe und Böller wurden gezündet. Die Beamten setzten Reizgas ein, es kam auch zu Rangeleien. Eine Polizeisprecherin sagte nach Ende der Demonstration, der Protest sei nicht friedlich gewesen, jedoch auch nicht eskaliert.

20.08 Uhr: Deutschland hebt Einreisebeschränkungen für Corona-Geimpfte aus Nicht-EU-Staaten auf

Die Bundesregierung hebt ab dem 25. Juni die Einreisebeschränkungen für gegen das Coronavirus geimpfte Menschen aus Nicht-EU-Staaten weitgehend auf. "Besuchsreisen und touristische Einreisen werden damit für geimpfte Personen wieder möglich", erklärte das Bundesinnenministerium. Die Lockerung gilt demnach für Menschen, die vollständig mit einem von der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema zugelassenen Vakzin geimpft sind. Bislang sind dies die Mittel von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Das russische Vakzin Sputnik V und Impfstoffe chinesischer Produktion haben bislang keine EU-Zulassung. "Eine Ausweitung auch auf andere Impfstoffe mit vergleichbarem Schutzstandard ist beabsichtigt, soweit die dafür erforderlichen Prüfungen abgeschlossen sind", fügte das Ministerium hinzu.

19.38 Uhr: Vier von fünf Erwachsenen in Großbritannien inzwischen geimpft

In Großbritannien sind inzwischen 80 Prozent aller Erwachsenen mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte das britische  Gesundheitsministerium mit. Das Ziel, allen Menschen über 18 Jahren bis zum 19. Juli ein Impfangebot zu machen, sei damit in Reichweite. Der Anteil der Erwachsenen, die beide Impfungen erhalten haben, liegt den Angaben zufolge bei knapp 60 Prozent. Noch in dieser Woche soll laut Gesundheitsminister Matt Hancock die Impfpriorisierung enden. Alle über 18-Jährigen können dann einen Termin buchen. Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante in Großbritannien hat die Regierung die eigentlich für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Maßnahmen bis zum 19. Juli verschoben. Zudem können über 40-Jährige nun bereits nach acht Wochen eine Zweitimpfung erhalten, statt wie bisher erst nach zwölf Wochen.

19.01 Uhr: Wegen Ölteppich geschlossene Strände auf Korsika öffnen wieder

Die letzten wegen einer Ölverschmutzung geschlossenen Strände der  französischen Ferieninsel Korsika werden wieder für Besucher geöffnet. In den meisten Gebieten im Süden der Insel war Baden, Segeln und Wassersport am Donnerstag bereits wieder erlaubt, wie die Behörden mitteilten. Die restlichen Öffnungen sollten demnach am Freitag folgen. Am Wochenende hatten zwei im Mittelmeer treibende Ölteppiche die Bewohner der Mittelmeerinsel in Alarm versetzt. Die Verschmutzungen erstreckte sich jeweils über rund 35 Kilometer Länge und stammten vermutlich von einem Schiff.

18.53 Uhr: Polizei und Feuerwehr stellen Suche nach im Rhein vermissten Mädchen ein

Polizei und Feuerwehr Duisburg haben die Suche nach zwei im Rhein vermissten 13 und 14 Jahre alten Mädchen eingestellt. "Die Suche ist leider erfolglos geblieben", sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Feuerwehr habe alle in Frage kommenden  Uferbereiche nochmal abgesucht. Auch Taucher seien erneut zum Einsatz gekommen. Die Wasserschutzpolizei stellte ihre Suche nach Angaben eines Sprechers ebenfalls ein. "Die Chance, dass sie noch leben, geht gegen Null", hatte eine Polizeisprecherin schon am Nachmittag gesagt.

Die beiden Mädchen hatten am Mittwochabend gemeinsam mit einer 17-Jährigen im Rhein gebadet. Augenzeugen berichteten, dass die Strömung alle drei Jugendlichen mitriss. Die 17-Jährige konnte von Rettungskräften noch geborgen werden. Sie starb jedoch nach Wiederbelebungsversuchen.

18.01 Uhr: Zwei Tote in Espelkamp: Mutmaßlicher Schütze festgenommen

Nach tödlichen Schüssen mit zwei Opfern in Espelkamp in Nordrhein-Westfalen ist der mutmaßliche Täter gefasst worden. Die Festnahme erfolgte im niedersächsischen Diepenau, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Die Festnahme des 52-Jährigen sei ohne Komplikationen verlaufen. Der Mann stammt nach Angaben der Ermittler aus Diepenau, das rund 13 Kilometer von Espelkamp entfernt ist. Die Polizei hatte am Nachmittag zahlreiche Kräfte in Diepenau zusammen gezogen. Wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete, waren auch Spezialkräfte der Polizei im Einsatz.

Bei den Opfern in Espelkamp handelt es sich laut Polizei um einen 48-jährigen Mann und eine Frau, zu der zunächst keine weiteren Details genannt wurden.

17.36 Uhr: Österreich zahlt Klinikpersonal 500 Euro Corona-Bonus

Das Personal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Österreich erhält für seinen Einsatz in der Corona-Pandemie einen einmaligen Bonus von 500 Euro. Das hat der Nationalrat beschlossen. Dank eines in der Debatte eingebrachten Abänderungsantrags wurden auch Reinigungskräfte mit einbezogen, nicht aber Haustechniker. Vorgesehen ist, dass im Durchschnitt 500 Euro netto gezahlt werden. Den Bundesländern und den Einrichtungen wird aber auch die Möglichkeit eingeräumt, nach Schwere des Einsatzes zu unterscheiden. Für Tätigkeiten auf Covid- oder Intensivstationen kann also mehr bezahlt werden.

Der Bonus sei ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für alle, die im Bereich der Kliniken, Reha-Einrichtungen, von Heimen und mobilen Dienste arbeiteten, erklärte der Fraktionschef der konservativen Regierungspartei ÖVP, August Wöginger. Insgesamt koste die Anerkennung rund 100 Millionen Euro. Völlig anders bewertete die oppositionelle SPÖ den Schritt. Rettungskräfte oder etwa Menschen in der Praxis-Assistenz seien nicht berücksichtigt, kritisierte sie.

17.12 Uhr: Zwei Tote nach Schiffskollision auf dem Bosporus

Bei einem Unfall in der Istanbuler Meerenge Bosporus sind zwei Menschen getötet worden. Ein Fischerboot sei von einem Frachtschiff gerammt worden, berichtete die türkische Küstenwache. Zwei der drei Menschen auf dem Fischerboot hätten von dem sinkenden Boot gerettet werden können. Die Küstenwache habe mit Booten und Tauchern nach einem weiteren Vermissten gesucht, der später im Inneren des Bootes entdeckt und in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht worden sei. Dort sei die Person dann gestorben. Auch einer der Geretteten sei später gestorben, hieß es. Ermittlungen zu dem Vorfall seien eingeleitet worden.

16.13 Uhr: Baby in Holzkiste auf Ganges ausgesetzt – und gerettet

In Indien ist ein Baby in einer Holzkiste treibend im Fluss Ganges gefunden worden. "Ein Bootsführer hat Geräusche aus der Kiste gehört, und so hat er das Baby gefunden", sagte der örtliche Polizeibeamte O.P. Singh der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Wie lange das kleine Mädchen bereits auf dem Fluss trieb, sei unklar. Es ist demnach rund einen Monat alt und wurde im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh zwischen Büschen am Flussufer entdeckt. 

"Dem Baby geht es gut. Es wird momentan medizinisch versorgt. Die Regierung kümmert sich um alles", sagte Singh. "Wir versuchen herauszufinden, woher sie stammt." Die Holzkiste war demnach mit rotem Stoff ausgelegt und enthielt Bilder von Hindu-Gottheiten. Ebenso wurde ein Horoskop mit dem Geburtsdatum und dem Namen des Mädchens gefunden – Ganga, was auf Hindi heiliger Fluss bedeutet. 

16.02 Uhr: Dritte Corona-Welle in Afrika sorgt die WHO

Die dritte Corona-Welle mit neuen Virus-Varianten wird in Afrika immer stärker. Die Zahl der Neuinfektionen steige dort jede Woche um 22 Prozent, erklärte die Regional-Direktorin der Weltgesundheitsorganisation WHO für Afrika, Matshidiso Moeti, am Donnerstag. Sie forderte mehr Impfstofflieferungen: "Afrika braucht diese Impfdosen hier und jetzt, um die dritte Welle einzudämmen."

In Afrika sind bisher lediglich knapp 12 Millionen Menschen vollständig geimpft, was weniger als einem Prozent der Bevölkerung des Kontinents entspricht, wie die WHO erklärte. Die Organisation verzeichnet aber eine Beschleunigung der Impfkampagne in Afrika: In den vergangen fünf Tagen wurden mehr als fünf Millionen Dosen verimpft. Während der vergangenen drei Wochen waren es lediglich 3,5 Millionen Dosen pro Woche gewesen. In der Demokratischen Republik Kongo, Namibia und Uganda gab es laut WHO zuletzt die höchsten wöchentlichen Fallzahlen seit Beginn der Pandemie. 

15.26 Uhr: Jeder hundertste Todesfall weltweit ist laut WHO ein Suizid

Durch Suizid sind 2019 weltweit mehr als 700 000 Menschen gestorben. Das sei einer von 100 Todesfällen, viel zu viel, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnersag in Genf mit. Weltweit sei die Rate der Selbsttötungen zwischen den Jahren 2000 und 2019 zwar um 36 Prozent zurückgegangen. Aber durch die Corona-Pandemie seien viele Risikofaktoren für Suizide gestiegen, etwa Arbeitsplatzverlust, finanzielle Sorgen oder soziale Isolation.

Länder könnten einiges tun, um Suizide zu verhindern, so die WHO: sie könnten junge Leute in der Bewältigung von emotionalen und sozialen Krisen schulen, Menschen mit Suizid-Gedanken früh erkennen und ihnen Hilfe zukommen lassen, verantwortungsbewusste Berichterstattung über Suizide in Medien fördern und den Zugang zu gefährlichen Giftstoffen wie Pestiziden und Waffen erschweren.

Unter 15- bis 29-Jährigen war Suizid nach den neuen WHO-Zahlen die vierthäufigste Todesursache, nach Verkehrsunfällen, Tuberkulose und zwischenmenschlicher Gewalt. Die meisten Opfer waren männlich: Die Rate liegt bei 12,6 pro 100.000 Männer, verglichen mit 5,4 pro 100.000 Frauen.

15.05 Uhr: Schwedens Regierungschef muss sich Misstrauensvotum stellen

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven muss sich Anfang kommender Woche einem Misstrauensvotum stellen. Die Abstimmung wird am Montag um 10 Uhr stattfinden, wie Parlamentspräsident Andreas Norlén festsetzte. Zuvor hatten die rechtspopulistischen Schwedendemokraten einen Misstrauensantrag gegen Löfven eingereicht. Mehrere Oppositionsparteien, darunter neben den Schwedendemokraten auch die Linkspartei, die Christdemokraten und die Moderaten, haben angekündigt, gegen Löfven zu stimmen. Gemeinsam besteht damit eine Parlamentsmehrheit, um die rot-grüne Regierung zu stürzen.

Die Linkspartei, die Löfven bislang in vielen Fragen unterstützt hat, hatte dem Regierungschef zuvor im Zuge eines Mietpreisstreits ihr Vertrauen entzogen.

14.40 Uhr: Mehr als 20 afghanische Spezialkräfte sterben im Kampf gegen Taliban

Mehr als 20 Spezialkräfte der afghanischen Regierung sind beim Versuch getötet worden, einen Bezirk im Norden des Landes von den militant-islamistischen Taliban zurückzuerobern. Das bestätigten lokale Behördenvertreter der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Der Vorfall im Bezirk Daulatabad in der Provinz Fariab löste in Afghanistan großes Entsetzen und Bestürzung aus.

Den Behördenvertretern zufolge hatten die Elitetruppen es am Dienstagnachmittag (Ortszeit) kurzzeitig geschafft, das Bezirkszentrum zurückzuerobern. Allerdings seien sie kurz darauf von Taliban aus dem Hinterhalt angegriffen worden, die sich in umliegenden Dörfern versteckt hatten. Aus Sicherheitskreisen hieß es, dass jene, die den Hinterhalt überlebt hätten, an einem Ort versammelt und dann erschossen worden seien. In sozialen Medien wurden mehrere Videos von den an einem Ort liegenden getöteten Soldaten geteilt.

14.31 Uhr: Mindestens 13 Tote durch Überflutungen in Bhutan und Nepal

Sintflutartiger Monsunregen hat in Bhutan und Nepal verheerende Erdrutsche und Überflutungen ausgelöst, bei denen mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen sind. Zudem werden mehrere Menschen noch vermisst, Hunderte mussten ihre Häuser verlassen, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

Zehn Pilz-Sammler starben in Bhutan, als ihr abgelegenes Bergcamp nördlich der Hauptstadt Thimphu am frühen Mittwoch von den Wassermassen weggespült wurde. Fünf weitere Pilz-Sucher wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. 

In Nepal wurden am Donnerstag die Leichen von zwei chinesischen Arbeitern nahe der Hauptstadt Katmandu geborgen; die Toten wurden über hundert Kilometer von der Stelle entfernt gefunden, wo sie der über die Ufer getretene Fluss Melamchi mitgerissen hatte. Damit sind in der Region bisher drei Todesfälle durch die Fluten zu beklagen, wie die Behörden mitteilten. Dreizehn weitere Menschen werden demnach noch vermisst, während Hunderte ihre Häuser verlassen mussten.

13.24 Uhr: Polizei: Zwei Tote nach Schüssen in Espelkamp

Bei einer Schießerei im nordrhein-westfälischen Espelkamp sind zwei Menschen getötet worden. Es handle sich um einen Mann und eine Frau, sagte ein Sprecher der Polizei in Bielefeld. Die Hintergründe der Tat seien noch vollkommen unklar. Es handle sich um eine dynamische Lage, es laufe ein größerer Polizeieinsatz. Ob es sich um ein Familiendrama handelt, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. Es sei auch unklar, ob unter den beiden Toten auch der Täter ist oder ob sich dieser auf der Flucht befindet.

13.03 Uhr: Apotheker lehnen geringere Vergütung für Corona-Zertifikate ab

Die Apotheker protestieren gegen eine mögliche Absenkung der Vergütung für die Ausstellung digitaler Corona-Impfzertifikate. "Die Apothekerinnen und Apotheker sind verärgert und verlieren ihr Vertrauen in die Berliner Politik", erklärte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Regina Overwiening, in Berlin. Hintergrund sind Berichte, wonach das Bundesgesundheitsministerium plant, die Vergütung von derzeit 18 Euro ab Juli auf nur noch sechs Euro senken will.

13.00 Uhr: Corona-Regeln für Unternehmen auch im Sommer

Für Unternehmen in Deutschland sollen trotz sinkender Ansteckungszahlen auch über den Sommer einige Corona-Regeln weiter gelten: Die Betriebe müssten weiterhin mindestens zweimal in der Woche ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten und nach wie vor auch bestimmte Hygieneregeln einhalten, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

12.57 Uhr: Trotz Rückschlag: Bund hält an Curevac-Beteiligung fest

Der Bund hält auch nach dem Rückschlag der Tübinger Biopharmafirma Curevac bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs an seiner Beteiligung an dem Unternehmen fest. "Mit der Beteiligung an Curevac verfolgte und verfolgt die Bundesregierung gesundheits- und industriepolitische Ziele", erklärte das Wirtschaftsministerium. Es gehe nicht nur darum, mehr Impfstoffproduktion in Deutschland und Europa anzusiedeln, sondern auch um Forschungsaktivitäten. Für die mRNA-Technologie, die auch bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna zum Einsatz kommt, gebe es vielfältige Anwendungsbereiche, etwa in der Krebsbekämpfung, betonte eine Sprecherin.

12.51 Uhr: Libanesen protestieren mit Generalstreik gegen schwere Krise

Mit einem landesweiten Generalstreik haben Arbeiter und Angestellte im Libanon gegen die schwere Wirtschaftskrise und die Blockade bei der Regierungsbildung protestiert. Demonstranten sperrten in der Hauptstadt Beirut wichtige Straßen und zündeten Reifen an. Der Libanon stehe vor einer unausweichlichen Katastrophe, sagte Bischara al-Asmar, Vorsitzender der Allgemeinen Arbeitervereinigung, die zu dem Generalstreik aufgerufen hatte. Er warf den führenden Politikern des Landes vor, das Volk zu töten. "Macht endlich Zugeständnisse und bildet eine Regierung", sagte er.

Das Land am Mittelmeer steckt seit mehr als einem Jahr in einer der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrisen seiner Geschichte. Große Teile der Gesellschaft sind in Armut abgerutscht. Die libanesische Lira hat zum Dollar rund 90 Prozent ihres Werts verloren. Die Inflation liegt bei mehr als 150 Prozent. Wegen einer Versorgungskrise bilden sich vor Tankstellen täglich lange Schlangen.

12.31 Uhr: Justizminister für Strafverschärfung bei gefälschten Impfpässen

Angesichts der Fälle von gefälschten Impfpässen und Testzertifikaten dringen die Justizminister der Länder auf eine rasche Verschärfung des Strafrechts für solche Taten. Die Fälschung von Gesundheitszeugnissen sollte nach Auffassung der Länderminister der Urkundenfälschung bei anderen Dokumenten gleichgestellt werden, für die härtere Strafen gelten, wie sie nach einem Online-Treffen bekanntgaben. Die Bundesjustizministerin wird in einem Beschluss gebeten, einen entsprechenden Gesetzentwurf zu erarbeiten.

12.07 Uhr: Polizei hat wenig Hoffnung für im Rhein vermisste Mädchen

Beim Baden im Rhein ist am Mittwochabend in Duisburg eine 17-Jährige ertrunken. Nach zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren, die zusammen mit der 17-Jährigen ins Wasser gegangenen waren, suchte die Polizei am Donnerstagmorgen noch mit Rettungsbooten und Hubschraubern, wie eine Sprecherin mitteilte. Viel Hoffnung haben die Einsatzkräfte aber nicht mehr: "Die Wahrscheinlichkeit, die beiden Mädchen lebend aus dem Rhein zu bekommen, ist sehr gering", sagte eine Polizeisprecherin.

11.50 Uhr: Masken-Beschaffung laut Rechnungshof chaotisch und völlig überzogen

Die massenhafte Beschaffung von Schutzmasken in der Anfangsphase der Corona-Pandemie bringt dem Bundesgesundheitsministerium erneut Ärger ein. In einem Bericht für den Haushaltsausschuss moniert der Bundesrechnungshof, das Ressort habe den Bedarf auf Grundlage von "sachfremden und unrealistischen" Annahmen berechnet und letztlich viel zu viele Masken gekauft. Der ganze Prozess wird in dem Bericht als chaotisch und kaum nachvollziehbar dargestellt.

Der auf Mittwoch datierte Bericht trägt den Titel "Prüfung der zentralen Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung für das Gesundheitswesen". Das Dokument, das der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag, kam auf Bitten der Vertreter aller Bundestagsfraktionen im Haushaltsausschuss zustande. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

11.31 Uhr: Mehrheit der Deutschen hält Migranten für schlecht integriert

Die Mehrheit der Deutschen hält Flüchtlinge in Deutschland nach einer Umfrage im Auftrag der Diakonie für schlecht integriert. Auf die Frage "Sind die Geflüchteten, die in den letzten zehn Jahren nach Deutschland gekommen sind, Ihrer Meinung nach gut in der Gesellschaft angekommen?" antworteten demnach 57,8 Prozent der Befragten verneinend. Die Diakonie stellte die Ergebnisse am Donnerstag in Berlin vor.

Immerhin mehr als ein Drittel (36,2 Prozent) wählte die Antwortmöglichkeit "Nein, auf keinen Fall", rund ein Fünftel (21,6 Prozent) wählte "Nein". Nur 2,1 Prozent antworteten mit einem uneingeschränkten "Ja", 10,4 Prozent mit "Eher ja". Am positivsten schätzten Unter-40-Jährige die Lage ein, die größte Skepsis äußerten Menschen in den Vierzigern. Rund ein Viertel (27,9 Prozent) antwortete "Teils, teils" und zog damit ein gemischtes Fazit. In Ostdeutschland fiel die Bilanz schlechter aus als in Westdeutschland, bei Unterstützern der AfD am schlechtesten, bei Grünen-Anhängern am besten.

11.19 Uhr: Polizei Berlin dringt gewaltsam in besetztes Haus ein

Für die Durchsetzung der Brandschutzprüfung in dem teilweise besetzten Gebäude "Rigaer 94" in Berlin-Friedrichshain hat sich die Polizei gewaltsam Zutritt zum Haus verschafft. Das berichtete ein dpa-Reporter am Ort. Polizisten wurden mit Farbe beworfen, Bewohner kündigten per Lautsprecher Widerstand an. Über dem Haus wurden Raketen gezündet und es waren Böller zu hören. Zuvor waren Polizisten mit Pulver, vermutlich aus einem Feuerlöscher, besprüht worden. Nach ersten Angaben der Polizei über Twitter klagten mehrere Beamte über Atemwegsreizungen.

Vorher hatte es Gespräche zwischen Anwälten der Bewohner, dem Brandschutzprüfer und der Polizei gegeben. "Die Verhandlungen zwischen dem Bezirk sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern sind gescheitert", twitterte die Polizei. Der Bezirk habe die Polizei damit beauftragt, die Hauseingangstür zur Rigaer Straße 94 für die Brandschutzbegehung zwangsweise zu öffnen.

News von heute: Flughafen Münster/Osnabrück heißester Ort – Neuer Juni-Hitzerekord in St. Peter-Ording

10.46 Uhr: DWD erwartet Hitze-Wochenende in Deutschland

Trotz drohender Gewitter ist in den kommenden Tagen kaum Abkühlung in Sicht. An diesem Freitag kann es vor allem im Westen blitzen und donnern, ab dem Nachmittag auch heftiger, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag in Offenbach vorhersagte. Gleiches gilt für das Alpenvorland. Im Osten scheint dagegen die Sonne ungehindert vom strahlend blauen Himmel. Es wird zwischen 27 und 37 Grad heiß. Zudem stehen vielerorts weitere tropische Nächte bevor, in denen es nicht kühler als 20 Grad wird.

Der Samstag beginnt außer im Nordwesten sonnig, tagsüber müssen sich der Osten und erneut der Süden auf teils heftige Gewitter einstellen. Im Nordwesten ist es kühler mit 24 bis 28 Grad, sonst wird es wieder heiß mit bis zu 37 Grad im Osten. Schwülheiße 27 bis 36 Grad hat der Sonntag zu bieten, mit kräftigen Gewittern starten der Westen und Nordwesten in den Tag, wie der DWD mitteilte. Tagsüber drohen schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel und teils Orkanböen, nur der Osten und der Norden bleiben voraussichtlich verschont.

10.02 Uhr: IfW-Prognose: "Der deutsche Konjunkturkessel steht unter Dampf"

Die deutsche Wirtschaft steht nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) vor einem selbsttragenden Aufschwung. Für das laufende Jahr haben die IfW-Konjunkturforscher ihre Wachstumsprognose daher nach oben korrigiert: Sie rechnen jetzt mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 3,9 Prozent (Märzprognose: 3,7). Für das kommende Jahr gehen sie unverändert von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 4,8 Prozent aus. "Der deutsche Konjunkturkessel steht unter Dampf", sagte IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths laut Mitteilung des Instituts.

Als eine wichtige Triebfeder dürfte sich nach IfW-Einschätzung zunächst der private Konsum erweisen, während die Erholung in der Industrie trotz sehr guter Auftragslage aktuell durch wachsende Engpässe in den globalen Lieferketten gebremst wird. Konjunkturellen Schub aus der Industrie erwartet das IfW deshalb erst gegen Ende des laufenden Jahres. "Eine durch aufgestaute Kaufkraft und staatliche Konjunkturprogramme zusätzlich angefachte Nachfrage trifft auf ein auch durch Lieferengpässe limitiertes Angebot", sagte Kooths. "Alles in allem stehen die Zeichen auf kräftige Expansion."

9.13 Uhr: Österreich lockert weiter - Sperrstunde fällt weg

In Österreich fallen zum 1. Juli weitere Corona-Beschränkungen. So wird die wegen der Corona-Krise eingeführte Sperrstunde aufgehoben. Damit sei auch die Nachtgastronomie bei zunächst etwas reduzierter Kapazität wieder möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Wien. "Es kann getanzt, geheiratet, gefeiert werden". Die Infektionslage sei deutlich besser als allgemein erwartet, so der Regierungschef mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz von 15.

9.56 Uhr: AfD scheitert in Karlsruhe mit Eilantrag gegen EU-Wiederaufbaufonds

Rund zwei Monate nach seiner grundsätzlichen Eilentscheidung zum Corona-Aufbaufonds der EU hat das Bundesverfassungsgericht auch einen Eilantrag der AfD-Bundestagsfraktion abgewiesen. Die Abgeordneten wollten dem Bundespräsidenten verbieten lassen, das deutsche Ratifizierungsgesetz zu unterzeichnen. Das ist aber schon am 23. April passiert. Der Antrag hat sich also faktisch schon erledigt, war aber noch anhängig. Er sei wegen fehlenden Rechtsschutzbedürfnisses unzulässig, teilte das Gericht in Karlsruhe am Donnerstag mit. (Az. 2 BvE 4/21)

Über den rund 800 Milliarden Euro schweren Fonds nehmen die EU-Staaten erstmals in großem Umfang gemeinsam Schulden auf, um die Wirtschaft nach der Pandemie wieder in Schwung zu bringen. Das Geld gibt es teils als Zuschuss, teils als Kredit. Die ersten Bescheide für die Milliardenhilfen hatten am Mittwoch Portugal und Spanien erhalten. Der Start der Auszahlungen wird für Juli erwartet.

9.03 Uhr: Ifo-Institut: Nur ein Bruchteil der Corona-Hilfen abgerufen

Unternehmen in Deutschland haben bisher viel weniger Corona-Hilfen abgerufen als von der Bundesregierung geplant. "Nur ein Bruchteil der veranschlagten Hilfsmittel wurde an die von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen ausgezahlt", sagte Selina Schulze-Spüntrup, Forscherin am Ifo-Institut. "Das hat auch damit zu tun, dass die Anspruchsvoraussetzungen zum Teil recht streng gefasst wurden, um Missbrauch auszuschließen."

Der Bund hatte den Angaben nach in Zuschussprogrammen 150 Milliarden Euro bereitgestellt. Davon seien bislang 24 Prozent abgerufen worden. Für die Soforthilfen des Bundes wurden 50 Milliarden Euro veranschlagt, laut Ifo wurde weniger als ein Drittel davon in Anspruch genommen.

8.55 Uhr: Erste Tropennacht des Jahres - 22 Grad in Bad Lippspringe

Deutschland hat die erste Tropennacht des Jahres erlebt. Meteorologen sprechen von Tropennächten, wenn die Temperaturen auch nachts nicht unter 20 Grad fallen. In der Nacht zum Donnerstag war das an mehreren Orten der Fall, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach sagte.

Die höchste nächtliche Tiefsttemperatur gab es demnach in Bad Lippspringe in Nordrhein-Westfalen. Dort wurde es zu keinem Zeitpunkt kühler als 22,0 Grad. In Gevelsberg, ebenfalls in Nordrhein-Westfalen, lag das Temperaturminimum bei 21,5 Grad. Mit 21,4 Grad lag Bremerhaven auf Platz drei der nächtlichen Temperaturliste.

8.46 Uhr: PR-Profi soll Wahlkampftour von Grünen-Chefin Baerbock leiten

Die Grünen holen einen Werbeexperten in das Wahlkampfteam von Parteichefin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Der 47-jährige Michael Scharfschwerdt kommt von der Unternehmensberatung Kearney, wo er seit 2016 für Kommunikation und Marketing in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich ist. "Er wird als Teil des Teams die Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock im Wahlkampf eng begleiten und ihre Wahlkampftour leiten", sagte eine Sprecherin. Zuvor hatte das "Manager Magazin" darüber berichtet.

8.43 Uhr: USA: Texas erlaubt ab September Tragen von Waffen ohne Genehmigung

Im südlichen US-Bundesstaat Texas brauchen die meisten Erwachsenen ab September für das offene Tragen von Waffen weder einen Waffenschein noch ein verpflichtendes Training. Gouverneur Greg Abbott unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz, wie aus der Webseite des texanischen Parlaments hervorging. Dieses erlaubt es den meisten Bürgern, die mindestens 21 Jahre alt sind und ihre Handfeuerwaffen rechtmäßig besitzen, diese künftig ohne weitere Genehmigung in der Öffentlichkeit zu tragen.

Dadurch werde Texanern der Zugang zu Waffen und das Tragen zum eigenen Schutz erleichtert, wurden republikanische Gesetzesbefürworter von US-Medien zitiert. Bislang war in dem Staat eine Genehmigung für Handfeuerwaffen verpflichtend. Dafür mussten Texaner unter anderem Fingerabdrücke abgeben, ein mehrstündiges Schießtraining absolvieren sowie eine schriftliche und praktische Prüfung ablegen, wie "Texas Tribune" berichtete. Das offene und verdeckte Tragen von Gewehren war demnach ohne Genehmigung erlaubt.

8.20 Uhr: Mann bremst Auto von bewusstloser Fahrerin auf A4 in Thüringen aus

Ein Autofahrer hat auf der A4 in Thüringen den Wagen einer bewusstlosen Frau ausgebremst und damit womöglich Schlimmeres verhindert. Der Pkw-Fahrer bemerkte am Mittwoch zwischen den Anschlussstellen Gotha und Wandersleben beim Überholen eines anderen Wagens, dass dessen Fahrerin bewusstlos wurde, wie die Autobahnpolizei mitteilte. Geistesgegenwärtig setzte sich der Fahrer vor den anderen Pkw und bremste diesen durch eine leichte Kollision langsam ab. Der Wagen konnte dadurch gestoppt werden.

Gleichzeitig schaltete ein siebenjähriges Kind im Fahrzeug der bewusstlosen Frau die Warnblinkanlage ein. Dadurch wurden andere Autofahrer gewarnt. Die Frau wurde medizinisch versorgt. Es entstand leichter Sachschaden an beiden Fahrzeugen.

8.11 Uhr: Riesendiamant in Botsuana entdeckt - über tausend Karat

Einer der größten jemals gefundenen Diamanten ist in einem Bergwerk des afrikanischen Binnenstaats Botsuana entdeckt worden. Der Stein in der Größe eines Hühnereis habe über tausend Karat und sei von reinster Qualität, gab der Minenbetreiber Debswana bekannt. Der Anfang des Monats in der Jwaneng-Mine gefundene Stein wurde mit insgesamt 1098 Karat vermessen.

8.06 Uhr: Curevac-Börsenwert nach Impfstoffenttäuschung mehr als halbiert

Verfehlte Wirksamkeitsziele des Corona-Impfstoffkandidaten von Curevac haben den Börsenwert des Tübinger Unternehmens mehr als halbiert. Vorbörslich brachen die Titel beim Broker Lang & Schwarz zuletzt um 56 Prozent ein auf 34,75 Euro.

Curecvac hatte am späten Mittwochabend in einer Pflichtbörsenmitteilung eingeräumt, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung "jeglichen Schweregrades" erzielt habe. Damit habe er die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien nicht erfüllt.

7.45 Uhr: Ingenieure finden massive Baufehler nach U-Bahn-Unglück in Mexiko-Stadt

Gut sechs Wochen nach einem schweren U-Bahn-Unglück in Mexiko-Stadt mit 26 Toten haben Ingenieure eine Reihe von Baufehlern aufgedeckt. So seien Schweißarbeiten schlecht ausgeführt gewesen sowie mangelhafte Bolzen und verschiedene Arten von Beton verwendet worden, teilte eine norwegische Ingenieursfirma mit. Sie war von den Behörden mit der Suche nach der Ursache des Unglücks vom 3. Mai beauftragt worden.

Die Experten fanden bei ihren Untersuchungen ersten Ergebnissen zufolge auch Verformungen und Bruchstellen in den Balken des eingestürzten Bahn-Abschnitts. Weitere Untersuchungsergebnisse sollen demnach Mitte Juli und Ende August vorgelegt werden. 

6.23:Uhr: Der Sommer ist da: Höchsttemperaturen im Westen und Südwesten

Sehr warme Luft aus dem Mittelmeerraum hat am Mittwoch vielen deutschen Städten die bisher wärmsten Temperaturen des Jahres eingebracht. So wurden vor allem im Westen und Südwesten Höchsttemperaturen erreicht, wie der Deutsche Wetter-Dienst (DWD) mitteilte. Diese würden am Donnerstag voraussichtlich übertroffen werden, sagte eine DWD-Sprecherin.

Am wärmsten wurde es am Mittwoch demnach mit 33,9 Grad Celsius in der Nähe von Speyer, im Ort Waghäusel-Kirrlach. Mit viel Sonnenschein lagen die Höchsttemperaturen deutschlandweit etwa zwischen 26 und 33 Grad.

An den Küsten war es mit 21 bis 25 Grad Celsius hingegen kühler. "Grund dafür ist die Wassertemperatur von 16 bis 19 Grad in Nord- und Ostsee", teilte der DWD mit. Dadurch habe sich die Luft nicht aufheizen können und komme stattdessen als "kühle Brise" an.

6.21 Uhr: Zwei Mädchen nach Bad im Rhein weiter vermisst

Nachdem eine 17-Jährige beim Schwimmen im Rhein tödlich verunglückt ist, werden zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren weiter vermisst. Die Suche nach ihnen bei Duisburg sollte am Morgen fortgesetzt werden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Details konnte er zunächst nicht nennen. 

Nach Angaben der Feuerwehr waren am späten Mittwochnachmittag mehrere Menschen im Rhein bei Duisburg vermisst gemeldet worden. Bei der Suche aus der Luft konnte die 17-Jährige im Wasser gesichtet und mit einem Rettungsboot geborgen werden. Sie starb später im Krankenhaus.

Die Suche nach den beiden anderen vermissten Mädchen ging stromabwärts weiter, rund 160 Kräfte unter anderem von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie zwei Hubschrauber und mehrere Taucher waren im Einsatz. Die Suchaktion musste am Abend nach vier Stunden mit Einbruch der Dunkelheit abgebrochen werden.

5.43 Uhr: Städte- und Gemeindebund für Erhalt der Impfzentren bis mindestens Jahresende

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat die Absicht der Gesundheitsministerkonferenz begrüßt, die Corona-Impfzentren über den September hinaus verfügbar zu halten. Die Impfzentren seien "ein unverzichtbarer Baustein in der Pandemiebekämpfung", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Der Weiterbetrieb der Zentren sei bis mindestens Ende des Jahres notwendig.

5.19 Uhr: US-Kongress stimmt für Feiertag zum Gedenken an Ende der Sklaverei

Der US-Kongress hat für die Einführung eines neuen landesweiten Jahrestages zum Gedenken an das Ende der Sklaverei gestimmt. Das Repräsentantenhaus votierte mit der überwältigenden Mehrheit von 415 gegen 14 Stimmen für das entsprechende Gesetz. Der Senat – die andere Kongresskammer – hatte das Vorhaben bereits am Dienstag einstimmig verabschiedet.

Die Einführung des neuen Feiertages wurde mit seltener parteiübergreifender Einigkeit gemeinsam von den Demokraten und oppositionellen Republikanern beschlossen. Damit der als "Juneteenth" bezeichnete Feiertag am 19. Juni eingeführt wird, fehlt nun nur noch die Unterschrift von Präsident Joe Biden. Der "Juneteenth" wäre der zwölfte unter der Bundesgesetzgebung der USA geltende Feiertag – und der erste neue Feiertag dieser Art seit 38 Jahren.  

5.04 Uhr: Chinas Atomaufsicht bestätigt Probleme mit Brennstäben in Atomreaktor

Chinas Atomaufsicht hat ein Leck im südchinesischen Atomkraftwerk Taishan bestritten, aber Probleme mit Brennstäben eingeräumt. Die Behörde für nukleare Sicherheit teilte über den Kurznachrichtendienst Weibo mit, es seien schätzungsweise fünf der 60.000 Brennstäbe beschädigt. Dadurch gebe es in Reaktor 1 einen erhöhten Wert an Radioaktivität, der aber innerhalb erlaubter Grenzen liege. "Die Betriebssicherheit des Atomkraftwerkes ist garantiert", hieß es.

Es habe nichts mit einem Leck zu tun, da alles innerhalb der Schutzhülle des Reaktors geschehe. Messungen außerhalb des Atomkraftwerks hätten gezeigt, dass alle Werte normal seien. Einen Bericht des US-Nachrichtensenders CNN, demzufolge die Atomaufsicht eine Erhöhung des Grenzwerts erlaubt haben soll, nannte ein Verantwortlicher "nicht wahr".

4.50 Uhr: Mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage in dritter Corona-Welle

Zahlreiche Eltern haben sich in der dritten Corona-Welle wegen geschlossener Kitas und Schulen krankschreiben lassen. Aktuelle Zahlen der größten deutschen Krankenkassen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, zeigen, dass zwischen Januar und Mai dieses Jahres mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage von Eltern genommen wurden, weil die Einrichtungen nicht oder nur eingeschränkt im Betrieb waren.

Mehr als 600.000 Mal wurde pandemiebedingtes Kinderkrankengeld in dieser Zeit beantragt, wie der AOK-Bundesverband, die Techniker Krankenkasse (TK), die Barmer und die DAK-Gesundheit auf dpa-Anfrage mitteilten. Den Daten der Barmer zufolge nutzten Eltern im Schnitt zwei bis drei Kinderkrankentage im Monat.

Wegen der Corona-Maßnahmen hatte die Politik die Zahl der Kinderkrankentage im laufenden Jahr von sonst 10 auf 30 pro Elternteil verdreifacht, für Alleinerziehende von 20 auf 60. Normalerweise bekommen Eltern Kinderkrankengeld von der Kasse, wenn sie ihren kranken Nachwuchs zu Hause pflegen und deshalb nicht zur Arbeit können.

4.28 Uhr: Chinesische Astronauten starten zu neuer Raumstation

Drei chinesische Astronauten haben sich auf den Weg zu Chinas im Bau befindlicher Raumstation gemacht. Ein Raumschiff mit den Astronauten Nie Haisheng, Liu Boming und Tang Hongbo an Bord hob vom Raumfahrtbahnhof Jiuquan in der Wüste Gobi ab. Die Reise ist die erste bemannte chinesische Raumfahrtmission seit fünf Jahren.

Das chinesische Staatsfernsehen zeigte Livebilder vom Start und vom Raumschiff, als es etwa 15 Minuten später in der Erdumlaufbahn seine Sonnenflügel ausklappte. Die Astronauten öffneten ihre Helmvisiere und winkten in die Kamera. Im nächsten Schritt wird die Kopplung mit dem Kernmodul der neuen Raumstation "Tiangong" erwartet.

4.26 Uhr: Skandinavische Städte führend bei Luftqualität - Göttingen in Top 30

Frisch durchatmen in Finnland und Schweden, Luft anhalten in Polen: Bei der EU-Umweltagentur EEA kann man sich nun anschauen, wie es langfristig um die Luftqualität in Hunderten der größten Städte Europas bestellt ist. Spitzenreiter bei der sauberen Luft unter den mehr als 320 untersuchten Städten sind das schwedische Umeå, Tampere in Finnland sowie Funchal auf der portugiesischen Insel Madeira und Estlands Hauptstadt Tallinn. Die Schlusslichter finden sich dagegen überwiegend in Polen und im Norden Italiens. Das geht aus einer neuen Luftqualitäts-Rangliste hervor, die die in Kopenhagen ansässige Umweltagentur am Donnerstag veröffentlichte.

Für die von nun an jährlich aktualisierte Übersicht bewertete die EEA die Feinstaubbelastung in 323 Städten in 26 EU-Ländern sowie Island, Norwegen und der Schweiz. 127 Städten wird eine gute Luftqualität bescheinigt. Bei 123 gilt die Belastung als moderat, in den restlichen 73 als schlecht oder sehr schlecht.

Über die sauberste Luft aller 52 gelisteten deutschen Städte verfügt Göttingen: Die niedersächsische Universitätsstadt landet auf Rang 29, gefolgt von Freiburg (45), Darmstadt (46), Lübeck (50) und Hannover (56).

1.00 Uhr: Virus-Variante Delta nimmt in Deutschland weiter zu

Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta hat ihren Anteil an den Sars-CoV-2-Neuinfektionen in Deutschland binnen einer Woche deutlich gesteigert. Mit 6,2 Prozent in der Kalenderwoche 22 (31. Mai bis 6. Juni) bleibe sie aber weiter relativ selten, heißt es im jüngsten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI). In der Woche zuvor (KW 21) hatte der Anteil der Delta-Variante an den untersuchten Proben samt Nachmeldungen noch bei 3,7 Prozent gelegen. Das RKI wertet einmal pro Woche die Anteile der gemeldeten Virus-Varianten aus, die als besorgniserregend eingestuft werden.

Mit einem Anteil von gut 86 Prozent an den untersuchten Proben löste die Variante Alpha (B.1.1.7, entdeckt in Großbritannien) in der ersten Juniwoche bundesweit jedoch weiter den Großteil der Infektionen aus. Ihr Anteil sinkt allerdings langsam. Die weiteren besorgniserregenden Varianten Beta und Gamma spielen nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle.

0.50 Uhr: Boko Haram bestätigt Tod ihres Anführers

Die nigerianische Extremistengruppe Boko Haram hat den Tod ihres Anführers Abubakar Shekau bestätigt. In einem der Nachrichtenagentur AFP zugeleiteten Video sagte der mutmaßliche neue Boko-Haram-Chef Bakura Modu, Shekau sei als "Märtyrer" gestorben. Er warf der rivalisierenden Dschihadistenmiliz Islamischer Staat Provinz Westafrika (Iswap) vor, Shekau getötet zu haben. 

0.12 Uhr: Bombe an Auto von Politiker in Rom entschärft

Die Polizei in Rom hat eine am Auto eines Kommunalpolitikers angebrachte Bombe entschärft. Wie italienische Medien unter Berufung auf Polizeiangaben berichteten, hatte ein Zeuge verdächtige Kabel an dem parkenden Wagen entdeckt. Die Straße wurde daraufhin abgesperrt und die Bombe entschärft. Dabei soll es sich den Berichten zufolge um einen mit primitiven Mitteln zusammengesetzten Sprengsatz gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Die Bürgermeisterin der italienischen Hauptstadt, Virginia Raggi, nannte den Vorfall in einer Botschaft im Onlinedienst Twitter "sehr schwerwiegend". Der betroffene Kommunalpolitiker Marco Doria hatte den Berichten zufolge wegen früherer Drohungen bereits unter Polizeischutz gestanden. 

kng DPA AFP

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