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News von heute Investigativjournalist Peter de Vries nach Anschlag gestorben

Peter de Vries
Peter de Vries bei der Arbeit im Juli 2019
© Remko de Waal/ANP / AFP
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Alle Entwicklungen zum Starkregen und den Überschwemmungen in Deutschland lesen Sie hier

Die News von heute im stern-Ticker: 

20.32 Uhr: Kanzlerin Merkel im Weißen Haus mit Präsident Biden zusammengetroffen

US-Präsident Joe Biden hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Weißen Haus begrüßt. Er traf Merkel am Donnerstag in seinem Amtszimmer, dem Oval Office. Nach einem kurzen Gespräch unter vier Augen wollten sich Biden und Merkel knapp zwei Stunden im Beisein ihrer Delegationen austauschen. Im Anschluss wollten sie sich am späteren Nachmittag gemeinsam den Fragen von Journalistinnen und Journalisten stellen.

Kurz vor dem Zusammentreffen mit Merkel hatte der Demokrat Biden erklärt, er freue sich darauf, Merkel im Weißen Haus zu begrüßen. Die Partnerschaft zwischen den USA und Deutschland sei "eisern". Man sei entschlossen, in den kommenden Jahren gemeinsame Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen, schrieb er auf Twitter.

18.45 Uhr: Türkei gedenkt Putschversuch 2016 - Opposition will Aufklärung

Zum fünften Jahrestag des Putschversuches in der Türkei sind landesweit offizielle Gedenkveranstaltungen ausgerichtet worden. "Der 15. Juli ist der Sieg der Nation, des nationalen Willens und derjenigen, denen die Demokratie am Herzen liegt", sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Einige Oppositionspolitiker kritisierten erneut die fehlende Aufklärung der Geschehnisse.

Am Abend des 15. Juli 2016 hatten Teile des Militärs gegen die Regierung des Präsidenten Erdogan geputscht. Es gab mehr als 250 Todesopfer, mehr als 2000 Menschen wurden verletzt. Der Aufstand wurde schließlich niedergeschlagen.

18.42 Uhr: Merkel mit Ehrendoktorwürde von Johns-Hopkins-Universität ausgezeichnet

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist bei ihrer USA-Reise mit der Ehrendoktorwürde der renommierten Johns-Hopkins-Universität ausgezeichnet worden. Der Präsident der Universität, Ronald Joel Daniels, hob in seiner Ansprache in Washington Merkels festes Vertrauen auf wissenschaftliche Ansätze beim Kampf gegen die Corona-Pandemie hervor. Merkel betonte ihrerseits die Bedeutung der Hochschule bei der Erhebung von Daten zur weltweiten Verbreitung des Virus.

Eine von Wissenschaftlern der Johns-Hopkins-Universität betriebene Webseite zu weltweiten Fallzahlen war in der Pandemie rasch zu einer vielbeachteten Referenz geworden. Seit den frühen Tagen der Pandemie "geben die Forscher den Politikern ein Werkzeug an die Hand", sagte Merkel dazu. "Für diese herausragende Arbeit möchte ich ganz herzlich danken." Sie selbst habe davon stark profitiert.

18.11 Uhr: Gouverneur: Waffenruhe mit Taliban in westafghanischer Provinz Badghis

Wenige Tage nach dem Beginn einer Taliban-Offensive auf die Hauptstadt der westafghanischen Provinz Badghis hat die dortige Provinzregierung eine Waffenruhe mit den radikalislamischen Kämpfern vereinbart. Die Feuerpause sei von Stammesältesten vermittelt worden und bereits in Kraft, sagte der Gouverneur von Badghis, Hesamuddin Schams, der Nachrichtenagentur AFP. Eine zeitliche Begrenzung wurde demnach nicht vereinbart.

17.16 Uhr: 117 Tote und mehr als 2200 Festnahmen nach Gewalt in Südafrika

Bei den seit knapp einer Woche andauernden Ausschreitungen in Teilen Südafrikas sind nach Regierungsangaben bisher 117 Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Mehr als 2200 Südafrikaner seien festgenommen worden, teilte die Ministerin im Präsidialamt, Khumbuzo Ntshaveni, mit. Darunter sei auch ein Mann, der als Anstifter hinter der Welle von Plünderungen stehen soll. Präsident Cyril Ramaphosa hat zudem die Mobilisierung von weiteren 25.000 Soldaten gebilligt - insgesamt seien am Donnerstag bereits 10.000 stationiert worden, so die Ministerin. Nachdem am Vortag rund 100 Gewaltakte gezählt worden waren, waren es am Donnerstag nur noch weniger als drei Dutzend.

16.36 Uhr: Die Balearen melden Rekord an Neuinfektionen binnen 24 Stunden

 Die Balearen mit Mallorca als liebster Urlaubsinsel der Deutschen haben so viele Neuinfektionen innerhalb eines Tages wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie verzeichnet. Binnen 24 Stunden seien 795 Ansteckungen mit dem Coronavirus erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden der spanischen Mittelmeerinseln am Donnerstag in Palma mit. Es waren 115 Fälle mehr als am Vortag. Die bisher höchste Zahl war zuvor am 19. Januar mit 776 registriert worden. Die Region mit knapp 1,2 Millionen Einwohnern hatte im Winter bezogen auf die Bevölkerungszahl zeitweilig die höchsten Werte ganz Spaniens.

14.25 Uhr: Südafrikanische Regierung mobilisiert Reservisten wegen Unruhen

Die südafrikanische Regierung hat wegen der seit Tagen andauernden Unruhen die Reserve der Armee mobilisiert. Die Soldaten sollten sich "mit ihrer notwendigen Ausrüstung bereithalten", erklärte das Verteidigungsministerium. Die Ausschreitungen und Plünderungen, die nach der Inhaftierung von Ex-Präsident Jacob Zuma begonnen hatten, dauern bereits seit Tagen an. Am Mittwoch hatte die Regierung die Einberufung von rund 25.000 Soldaten zur Eindämmung der Unruhen angekündigt - zehnmal mehr als ursprünglich vorgesehen. Insbesondere in der Wirtschaftsmetropole Johannesburg und im südöstlichen Bundesstaat KwaZulu-Natal wurden Läden und Lagerhäuser geplündert und in Brand gesteckt. 

14.23 Uhr: Schlüsselfigur in Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach scheitert mit Revision

Der zentrale Beschuldigte im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach ist vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe mit der Revision gegen sein Hafturteil weitestgehend gescheitert. Der BGH hob seine Verurteilung in einem Fall auf, ließ aber die Strafe bestehen. Der damals 43-Jährige war im Oktober vom Kölner Landgericht zu zwölf Jahren Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. (Az. 2 StR 72/21)

Es ging um Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauch von Kindern, vor allem seiner eigenen Tochter, in zahlreichen Fällen. Der Mann filmte die Taten teilweise und verbreitete die Videos in Chatgruppen, wodurch die Polizei weitere Verdächtige ermitteln konnte. Der Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach ist eine von drei großen Missbrauchsserien, denen Ermittler in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren auf die Spur kamen.

14.12 Uhr: Journalist de Vries nach Anschlag in Niederlanden gestorben

Der bekannte niederländische Investigativjournalist Peter R. de Vries ist laut Medienberichten nach dem Anschlag auf ihn gestorben. "Peter hat bis zuletzt gekämpft, aber er hat den Kampf verloren", erklärte seine Familie in einer vom Sender RTL am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung. Der 64-Jährige war vergangene Woche auf offener Straße in Amsterdam niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt worden.

13.07 Uhr: RKI-Befragung: Krankenhauspersonal schon im April großteils geimpft

Krankenhauspersonal hat sich laut einer großangelegten Befragung des Robert Koch-Instituts (RKI) mehrheitlich bereits im Frühjahr gegen das Coronavirus impfen lassen. Im Studienzeitraum vom 22. März bis 12. April hätten 83 Prozent der mehr als 26.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mindestens eine Dosis bekommen, knapp die Hälfte sei vollständig geimpft gewesen, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisbericht. Online befragt wurden Menschen an über 120 Kliniken bundesweit.

Die Impfquoten waren zu dem Zeitpunkt in der Ärzteschaft am höchsten (mindestens eine Dosis: 94 Prozent), gefolgt von der Pflege (mindestens eine Dosis: 87 Prozent). Bei Personalgruppen, die besonders gefährdet sind, dem Virus ausgesetzt zu sein, oder engen Kontakt zu anfälligen Patienten haben, waren 90 Prozent mindestens einmal geimpft. Unter den rund 4400 noch ungeimpften Teilnehmern lehnten 28 Prozent eine Impfung völlig oder eher ab.

12.52 Uhr: Melbourne muss zum fünften Mal in den Lockdown

Im Kampf gegen einen neuen Corona-Ausbruch müssen die Einwohner von Australiens zweitgrößter Metropole Melbourne zum fünften Mal seit Beginn der Pandemie in den Lockdown. Die Maßnahme gelte ab Mitternacht (Ortszeit) und zunächst für fünf Tage, teilte der Regierungschef des Bundesstaats, Dan Andrews, mit. Nach seinen Angaben gelten die massiven Beschränkungen auch für den Rest des Bundesstaats.

Er habe die Entscheidung "schweren Herzens" getroffen, sagte Andrews. Aber es sei ihm angesichts einer drohenden massiven Ausbreitung des Virus nichts anderes übriggeblieben. Demnach hatten 18 Infizierte in dem Bundesstaat Victoria tausende Kontakte, die nun alle aufgespürt und getestet werden müssen. 

12.21 Uhr: EU leitet Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn und Polen ein

Als Reaktion auf umstrittene LGTBQ-Regelungen in Ungarn und Polen hat die EU neue Vertragsverletzungsverfahren gegen die beiden Mitgliedstaaten eingeleitet. "Europa wird niemals zulassen, dass Teile unserer Gesellschaft stigmatisiert werden", erklärte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Zuletzt hatten ein ungarisches Gesetz zur Informationsbeschränkung für Homosexualität sowie "LGTBQ-freie Zonen" in einigen Teilen Polens für Empörung in der EU gesorgt.

12.11 Uhr: Fast 800 Corona-Todesfälle in Russland - neuer Höchststand

Mit fast 800 Todesfällen an einem Tag hat die Zahl der mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen in Russland einen neuen Höchststand erreicht. Die offizielle Statistik des Landes wies am Donnerstag 791 Tote auf - so viele wie nie zuvor im Lauf der Pandemie. Das Land, das selbst drei Impfstoffe entwickelt hat, aber keine westlichen Präparate zulässt, verzeichnete zudem 25.293 Neuinfektionen. Russland gehört zu den weltweit am stärksten von der Ausbreitung des Virus betroffenen Staaten.

11.52 Uhr: Kenia: Mann gesteht mindestens zehn Kinder-Morde

In Kenias Hauptstadt Nairobi soll ein Mann in den vergangenen fünf Jahren mindestens zehn Kinder ermordet haben. Der 20-Jährige habe gestanden die Kinder entführt, getötet und im Dickicht zurückgelassen zu haben, teilte die kenianische Kriminalpolizei auf Twitter mit. Sein erstes Opfer soll ein 12-jähriges Mädchen aus der südöstlich von Nairobi gelegenen Region Machakos gewesen sein. Nach Angaben der Polizei soll der Mann alle Opfer mit einer weißen Substanz betäubt haben. Er habe die Ermittler am Dienstag zu zwei Kinderleichen geführt, hieß es weiter.

11.48 Uhr: Schweinswal vor Grömitz gestorben: Ermittlung wegen Massenstreichelns

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen mehrere Unbekannte, die möglicherweise den Tod eines streng geschützten Schweinswals am Ostseestrand verschuldet haben sollen. Nach bisherigen Erkenntnissen hätten mehrere Erwachsene vor Grömitz den kleinen Wal eingekesselt und festgehalten, sagte die Pressesprecherin der Lübecker Staatsanwaltschaft. Dann sollen sie mehr als 20 Kinder ins Wasser gerufen haben, die den Meeressäuger festgehalten, umarmt und gestreichelt haben sollen. Kurz danach soll das Tier schwächer geworden und schließlich verendet sein.

11.41 Uhr: FDP-Verfassungsbeschwerde: Kein "Staatstrojaner" für den Geheimdienst

Die FDP-Bundestagsfraktion hat Verfassungsbeschwerde gegen die neuen Befugnisse für die Inlandsnachrichtendienste eingelegt. Innenpolitiker der Fraktion begründeten dies in Berlin unter anderem mit zu großen IT-Sicherheitsrisiken für die Bürger. Wenn der Einsatz des sogenannten Staatstrojaners nun auch den Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern sowie dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) gestattet werde, entstehe eine "Sicherheitslücke für alle Menschen in Deutschland", sagte Konstantin Kuhle. Das sei unverhältnismäßig, zumal die Zahl der Überwachungsfälle vermutlich gering sein werde. Bislang war die Verwendung der heimlich installierten Software zum Mitlesen von Kommunikation nur dem Bundeskriminalamt gestattet - und auch nur in bestimmten Fällen.

11.34 Uhr: "Estonia"-Vorstudie bestätigt Löcher im Schiffsrumpf

Untersuchungsbehörden haben einen Fund von Dokumentarfilmern am Wrack der 1994 untergegangenen Ostsee-Fähre "Estonia" bestätigt. Die beiden Löcher, die das Team gefilmt habe und von denen eines in einer TV-Dokumentation gezeigt worden sei, seien bestätigt und mit Sonargeräten und einer Kamera dokumentiert worden, teilte die schwedische Havariekommission im Rahmen einer in diesen Tagen stattfindenden Vorstudie am Schiffswrack mit. Die Informationen der Film-Crew waren der Anlass gewesen, warum Schweden gesetzliche Änderungen am über der "Estonia" verhängten Grabfrieden auf den Weg gebracht hatte, damit Behörden die Funde genauer untersuchen können.

11.06: Uhr: Spanien nimmt bewegenden Abschied von seinen 80 000 Corona-Toten

Mit einer bewegenden Trauerfeier hat Spanien Abschied von seinen mehr als 81.000 Todesopfern der Corona-Pandemie genommen. Im Mittelpunkt der von König Felipe VI. geleiteten Zeremonie stand in Madrid die Ehrung der Mitarbeiter des spanischen Gesundheitssystems. Die 102 Sanitäter, Pfleger und Ärzte, die sich bei der Behandlung von Patienten ansteckten und mit Covid-19 starben, wurden posthum mit dem Großkreuz des Zivilverdienstordens ausgezeichnet. Das Staatsoberhaupt überreichte den Hinterbliebenen die Auszeichnung persönlich. Viele der rund 700 Gäste hatten Tränen in den Augen.

10.59 Uhr: BGH-Urteil: Pflegeheime dürfen keine Reservierungsgebühr verlangen

Pflegeheime dürfen für die Zeit bis zum Einzug grundsätzlich keine Reservierungsgebühr verlangen, auch nicht von Privatversicherten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden. Eine solche Vereinbarung sei unvereinbar mit den gesetzlichen Vorschriften und deshalb unwirksam. Nach den Regelungen des Elften Sozialgesetzbuchs müssen gesetzlich Pflegeversicherte nur an den Tagen für ihren Platz bezahlen, die sie tatsächlich im Heim verbringen. Bei Menschen mit einer privaten Pflegepflichtversicherung war das umstritten (Az. III ZR 225/20).

10.24 Uhr: 14 Arbeiter in China nach Tunnel-Überflutung vermisst

Nach der Überflutung eines Tunnels werden im Süden Chinas 14 Arbeiter vermisst. Wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, ereignete sich das Unglück am frühen Donnerstagmorgen in der südchinesischen Stadt Zhuhai auf einer Baustelle des Shijingshan-Tunnels, der zu einer Schnellstraße gehört. Einsatzkräfte konnten bis zum Nachmittag keinen Kontakt zu den Vermissten herstellen. Pumpenwagen waren im Einsatz, um den Tunnel von den Wassermassen zu befreien. Zunächst blieb unklar, wie es zu der Überflutung kommen konnte. Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein.

10.14 Uhr: EuGH: Zentraler Teil von Polens Justizreformen verstößt gegen EU-Recht

Polen verstößt mit einem zentralen Teil seiner Justizreformen gegen EU-Recht. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg urteilte, dass Polen mit der neuen Disziplinarordnung für Richter "gegen seine Verpflichtungen aus dem Unionsrecht verstoßen hat". Unter anderem biete die neu geschaffene Disziplinarkammer "nicht alle Garantien für Unabhängigkeit und Unparteilichkeit".

Die EU streitet seit Jahren mit Warschau über die Justizreformen der rechtsnationalistischen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Unter anderem geht es dabei um die 2018 neu geschaffene Disziplinarkammer des Obersten Gerichts, die für Disziplinarverfahren gegen Richter zuständig ist und diese beispielsweise auch suspendieren kann.

Nach Auffassung der EU-Kommission ist die Unabhängigkeit dieser Kammer fraglich, da ihre Mitglieder vom politisch kontrollierten Landesjustizrat ernannt werden. Brüssel hatte deshalb Klage in Luxemburg eingereicht. Der EuGH gab der Kommission nun Recht. Die Kammer sei "nicht unempfänglich" für Einflussnahmen durch das polnische Parlament und die Exekutive, erklärte das Gericht.

10.06 Uhr: EuGH: Kopftuchverbot in Kita und Drogerie kann rechtens sein

Der Europäische Gerichtshof hat die Rechte von Arbeitgebern gestärkt, die muslimischen Mitarbeiterinnen das Tragen von Kopftüchern verbieten. Das Verbot des Tragens jeder sichtbaren Ausdrucksform politischer, weltanschaulicher oder religiöser Überzeugungen könne durch das Bedürfnis des Arbeitgebers gerechtfertigt sein, gegenüber den Kunden ein Bild der Neutralität zu vermitteln oder soziale Konflikte zu vermeiden, entschied der EuGH. Hintergrund des Urteils waren zwei Fälle aus Deutschland, in denen einer Mitarbeiterin einer Kita und eines Drogeriemarktes das Tragen des Kopftuches am Arbeitsplatz verboten wurde.

9.32 Uhr: Betrüger ergaunert Zahngold bei Zahnarzt in Baden-Württemberg

Ein bislang unbekannter Mann hat in einer Zahnarztpraxis im baden-württembergischen Aalen im Ostalbkreis Zahngold im Wert von etwa 1500 Euro ergaunert. Nach Angaben der Polizei in Aalen gab er am Mittwoch gegenüber einer Angestellten der Praxis an, dass er im Auftrag einer Firma Zahngold abholen solle. Da dies regelmäßig vorkomme, habe die Angestellten dem Mann das Edelmetall übergeben.

Stutzig wurde sie jedoch, als er ihr dafür 200 Euro aushändigte - denn normalerweise spendet die Zahnarztpraxis das Altgold. Als die Mitarbeiterin deshalb eine Quittung für das Edelmetall verlangte, verließ der etwa 40-jährige Betrüger die Praxis unter dem Vorwand, einen Beleg aus dem Auto holen zu wollen. Das Zahngold nahm er mit.

9.24 Uhr: Versteigerung: Federer-Ausrüstung erbringt fast vier Millionen Euro

Tennis-Star Roger Federer hat mit der Versteigerung von alten Ausrüstungsgegenständen umgerechnet fast vier Millionen Euro für seine Stiftung erlöst. Damit sei der Schätzwert um das mehr als Dreifache übertroffen worden, teilte das Londoner Auktionshaus Christie's mit. Versteigert worden waren Sammlerstücke wie ein Schläger vom Wimbledon-Finale 2007 gegen Rafael Nadal und Schuhe von Federers einzigem Triumph bei den French Open 2009. Eine Auktion fand live am 23. Juni statt, online konnte von diesem Tag an bis zum Mittwoch geboten werden. Federers Stiftung kümmert sich um Bildungsprojekte für benachteiligte Kinder in Afrika und der Schweiz.

9.10 Uhr: Laschet sagt wegen Unwettern in der Eifel Besuch bei CSU-Klausur ab

CDU-Chef Armin Laschet hat wegen der dramatischen Hochwasserlage in der Eifel seinen geplanten Besuch bei der Klausur der CSU-Landesgruppe in Seeon abgesagt. Das teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf mit. Laschet habe seine Reise durch Süddeutschland abgebrochen und sei noch in der Nacht nach Nordrhein-Westfalen zurückgekehrt.

Am Donnerstagmorgen wollte Laschet die von den Unwettern besonders betroffene Stadt Hagen besuchen, um sich dort mit dem Oberbürgermeister im Krisenstab ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Aus der Staatskanzlei hieß es weiter, der Ministerpräsident wolle sich nach seinem Besuch in Hagen über die Folgen und weiteren Entwicklungen der Unwetter in Nordrhein-Westfalen informieren und mögliche Hilfen des Landes forcieren.

7.54 Uhr: Südafrika mobilisiert weitere Soldaten zum Einsatz gegen Gewalt

Südafrikas Regierung hat weitere 25.000 Soldaten mobilisiert, um die gewalttätigen Proteste im Lande zu bekämpfen. Es handelt sich damit um einen der größten Militäreinsätze seit Bestehen eines demokratischen Südafrikas. Alle verfügbaren Reservisten erhielten einen Marschbefehl, hieß es in einer Erklärung der Armee vom späten Mittwochabend. Sie hätten sich am Donnerstagmorgen mit all ihrer Ausrüstung bei ihren Einheiten zu melden.

Verteidigungsminister Nosiviwe Mapisa-Nqakula hatte am Mittwochabend das Parlament über den geplanten Einsatz informiert, wie der TV-Sender eNCA berichtete. Die Mobilisierung muss noch von Präsident Cyril Ramaphosa gebilligt werden. Bisher sind 5000 Soldaten eingesetzt.

6.11 Uhr: Umfrage vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sieht SPD vorn

Rund zweieinhalb Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sieht eine neue Umfrage die regierende SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Führung. Die Sozialdemokraten erreichen in der Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk, die "Schweriner Volkszeitung" und die "Ostsee-Zeitung" 27 Prozent und damit vier Punkte mehr als noch Mitte Mai. Auf dem zweiten Platz folgt die mitregierende CDU um Spitzenkandidat Michael Sack, die sich um zwei Punkte auf 23 Prozent verbessert.

Platz drei belegt die AfD mit 16 Prozent bei einem Minus von einem Punkt. Die Linke verbessert sich um einen Punkt auf zwölf Prozent. Die Grünen halbieren hingegen ihren Zustimmungswert um sieben Punkte von 14 auf sieben Prozent. Sie liegen gleichauf mit der FDP, die einen Punkt auf sieben Prozent hinzugewinnt und nach zehn Jahren in den Landtag zurückkehren könnte.

5:50 Uhr: Virologe geht von weiteren Corona-Varianten aus

Das Coronavirus wird nach Einschätzung von Experten noch einige Male mutieren. Allerdings geht der Präsident der Gesellschaft für Virologie, Ralf Bartenschlager, davon aus, dass die Zahl der Varianten "überschaubar" bleibt. "Man kann aber nicht seriös sagen, ob wir schon das Ende der Fahnenstange erreicht haben oder noch relevante Mutanten folgen."

Je besser sich Viren an den Wirt anpassen, desto geringer sei in der Regel der Schaden für den Wirt, erklärte der Professor für Molekulare Virologie an der Uni Heidelberg. "Aber das kann man nicht immer sagen."

5.00 Uhr: Studie: Armutsrisiko Alleinerziehender verharrt auf hohem Niveau

Alleinerziehende und ihre Kinder sind einer Studie zufolge in deutlich überproportionalem Ausmaß von finanzieller Armut bedroht. Knapp 43 Prozent aller Ein-Eltern-Familien gelten als einkommensarm, wie aus einer Erhebung für die Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Bei Paar-Familien mit einem Kind sind es 9 Prozent, mit zwei Kindern trifft das für 11 Prozent zu, bei drei Kindern für 31 Prozent. Obwohl Alleinerziehende meistens erwerbstätig sind, können sie demnach häufig mit ihrem Einkommen für sich und ihre Kinder trotzdem nicht das Existenzminimum sichern.

Rund 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche - gut 16 Prozent aller unter 18-Jährigen - lebten 2019 bundesweit in einer der 1,52 Millionen Ein-Eltern-Familien. Das Armutsrisiko für Alleinerziehende - zu 88 Prozent sind es Frauen - und ihre Kinder sei nicht gesunken, sondern verharre auf hohem Niveau, betonte Studienautorin Anne Lenze von der Hochschule Darmstadt.

4.30 Uhr: Weitere Festnahmen in Haiti – erste Impfstofflieferung angekommen

Eine Woche nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse sind zwei weitere Verdächtige festgenommen worden. Es handelte sich um Haitianer, in deren Wohnungen zahlreiche Gewehre, Pistolen, Magazine und Patronen sowie auch drei Splittergranaten gefunden worden, wie die Polizei mitteilte.

Am Mittwoch erreichten Haiti zudem über das UN-Impfprogramm Covax die ersten 500 000 Dosen Corona-Impfstoff, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte. Bei dem Vakzin des Herstellers Moderna handelte es sich demnach um eine Spende der USA. Bisher wurde in dem armen Karibikstaat noch gar nicht gegen das Coronavirus geimpft. Die Infektionszahlen nahmen zuletzt deutlich zu.

Der 53 Jahre alte Staatschef Moïse war in der Nacht zum Mittwoch in seiner Residenz überfallen und erschossen worden. Seine Ehefrau wurde schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei führten 26 kolumbianische Söldner und zwei US-Amerikaner haitianischer Herkunft den Mord aus. Sie hätten sich als Agenten der US-Antidrogenbehörde DEA ausgegeben.

4.27 Uhr: Inzidenz steigt auf 8,0 – 1642 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut sprunghaft gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag sie bei 8,0 - am Vortag betrug der Wert 7,1, und davor 6,5. Beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli waren es noch 4,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1642 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.25 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 970 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 32 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 31 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.740.325 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.637.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.319.

Die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl lag nach RKI-Daten vom Mittwoch bei 1,18 und befand sich damit seit mehr als einer Woche über dem Wert von 1. Die Zahl bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 118 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert anhaltend über 1, steigen die Fallzahlen. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Der R-Wert lag zuvor rund zwei Monate lang deutlich unter 1.

4.27 Uhr: Kuba erlaubt unbegrenzte und zollfreie Einfuhr von Lebensmitteln und Medikamenten

Als Reaktion auf die Proteste in Kuba hat die Regierung des Inselstaats die Regeln für die Einfuhr von Lebensmitteln und Medikamenten gelockert. Reisende dürfen Essen, Medizin und Hygieneprodukte künftig zollfrei nach Kuba mitbringen, wie Ministerpräsident Manuel Marrero ankündigte. Auch bisher geltende Mengenbegrenzungen fallen demnach weg. Die neuen Regeln treten am Montag in Kraft und gelten zunächst bis Jahresende. 

Bislang durften Reisende bis zu zehn Kilogramm Medizin zollfrei nach Kuba einführen. Auch eine begrenzte Menge an Lebensmitteln und  Hygieneprodukten durften sie mitführen, hierfür wurden aber Zollabgaben fällig.

4.21 Uhr: Chinas Wirtschaft wächst im zweiten Quartal um 7,9 Prozent

Chinas Wirtschaft ist im zweiten Quartal erneut deutlich gewachsen. Die zweitgrößte Volkswirtschaft legte im Zeitraum von April bis Juni im Vorjahresvergleich um 7,9 Prozent zu, wie das Pekinger Statistikamt mitteilte.

China hat die Corona-Pandemie schon lange überwunden, weshalb die Wirtschaft boomt. Die neuen Wachstumszahlen liegen im Rahmen der Erwartungen, fallen jedoch geringer als im ersten Quartal aus, als die Wirtschaft im Vorjahresvergleich noch um einen Rekordwert von 18,3 Prozent gewachsen war. 

2.00 Uhr: RKI: Delta-Variante in drei Viertel der untersuchten Corona-Proben

Die anteilsmäßige Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat sich in Deutschland weiter rasch fortgesetzt. Sie erreiche mittlerweile einen Anteil von 74 Prozent an den untersuchten Proben, heißt es in einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochabend mit Blick auf die Woche bis zum 4. Juli. Auch Delta-Ansteckungen im Zusammenhang mit Reisen in beliebte Urlaubsziele wie Spanien werden demnach gemeldet.

In den Wochen zuvor hatte sich der Delta-Anteil erst von 18 auf 39 und dann auf 60 Prozent erhöht. Dieser bisherige Trend lässt vermuten, dass in dieser Woche bereits ein noch größerer Teil der Fälle durch Delta verursacht wird. Wegen der relativ aufwendigen Analysen können darüber aber erst künftige Berichte Aufschluss geben.

1.26 Uhr: Kanzlerin Merkel in Washington eingetroffen – Empfang im Weißen Haus

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Washington eingetroffen. Merkel kam am Mittwochabend (Ortszeit) in der US-Hauptstadt an. Dort wird sie am Donnerstag von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen. Der Besuch soll den Neuanfang in den deutsch-amerikanischen Beziehungen nach einem Tiefpunkt in der Ära von Bidens Vorgänger Donald Trump markieren. Merkel ist die erste Regierungschefin aus Europa, die Biden seit seiner Amtsübernahme am 20. Januar im Weißen Haus empfängt. Er hatte Merkel im vergangenen Monat am Rande des G7-Gipfels in Großbritannien eingeladen.

1.23 Uhr: Brasilianischer Präsident für mögliche Notoperation verlegt

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist für eine mögliche Notoperation in die brasilianische Millionemetropole São Paulo verlegt worden. Bolsonaro kam am Mittwochabend (Ortszeit) in São Paulo an, wie im brasilianischen Fernsehen zu sehen war. Ein Krankenwagen brachte ihn in das "Hospital Vila Nova Star".Am Nachmittag hatte ein Krankenwagen den Staatschef vom Militärhospital in Brasília zum Luftwaffenstützpunkt der Hauptstadt des südamerikanischen Landes gebracht. Dort wartete ein Flugzeug.

Der Arzt, der Bolsonaro auch nach dem Messerattentat 2018 operiert hatte, hatte einen Darmverschluss festgestellt, wie es in einer Mitteilung der Pressestelle der Präsidentschaft hieß. Er habe beschlossen, den Präsidenten nach São Paulo bringen zu lassen, wo weitere Untersuchungen gemacht werden sollen, um festzustellen, ob eine Notoperation notwendig ist.

1.05 Uhr: Ärztepräsident fordert Abschaffung von kostenlosen Corona-Tests für Ungeimpfte

In der Debatte um Impfanreize hat sich Ärztepräsident Klaus Reinhardt dafür ausgesprochen, Ungeimpften ab Herbst keine kostenlosen Corona-Tests mehr anzubieten. "Wenn bis zum Ende des Sommers alle die Chance für eine vollständige Impfung bekommen haben, ist es angemessen, dass Ungeimpfte Schnell- oder PCR-Tests selbst bezahlen müssen, wenn sie in den Urlaub fahren, ins Restaurant oder ins Kino gehen wollen", sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 

"Es darf eben am Ende nicht so sein, dass die Gemeinschaft für den Impfunwillen Einzelner aufkommen muss", sagte er. Die Politik sollte schon jetzt klarstellen, "dass es auf Dauer immer mehr Nachteile für Ungeimpfte geben wird". 

0.55 Uhr: Gericht: Britney Spears darf eigenen Anwalt wählen

Popstar Britney Spears (39) hat in dem Streit um ihre seit 2008 bestehende Vormundschaft einen Sieg errungen. Das Gericht in Los Angeles kam dem Wunsch der Sängerin nach, ihren eigenen Anwalt zu bestimmen. Ihr langjähriger Anwalt Sam Ingham, der Spears bisher in dem Vormundschaftsstreit vertrat, hatte kürzlich beantragt, von dem Amt entbunden zu werden. Die Sängerin werde nun von dem Promi-Anwalt Mathew Rosengart vertreten, berichteten US-Medien. Rosengart arbeitete zuvor mit Klienten wie Sean Penn und Steven Spielberg.

Vor drei Wochen hatte Spears in einer Anhörung ein Ende der Vormundschaft über ihre Person und ihre Finanzen gefordert. Sie fühle sich von ihrer Familie und von Managern ausgenutzt. Sie werde von allen kontrolliert und könne selbst nicht über ihr Leben bestimmen.

kng DPA AFP

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