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News von heute Bundesregierung stuft Türkei, Israel und die USA als Corona-Hochrisikogebiete ein

Türkei, Istanbul: Menschen spazieren in der Nähe des Goldenen Horns
Türkei, Istanbul: Menschen spazieren in der Nähe des Goldenen Horns, mit der Süleymaniye-Moschee im Hintergrund
© Emrah Gurel/AP / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

19.26 Uhr: Tödlicher Angriff nahe Harrods: 23-jähriger Deutscher verurteilt

Ein 23 Jahre alter Deutscher ist in London wegen der Beteiligung an einem tödlichen Überfall verurteilt worden. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, griff der Mann gemeinsam mit einem 24-Jährigen zwei andere junge Männer im noblen Londoner Viertel Knightsbridge, nahe dem berühmten Kaufhaus Harrods, an. Ein 20 Jahre alter Mann aus dem Oman, der am King's College in London studierte, starb kurz nach dem Angriff an Stichverletzungen, die ihm der Komplize des Deutschen zugefügt hatte. Sein ebenfalls 20-jähriger Begleiter erlitt ebenfalls eine Stichverletzung, überlebte aber. Die beiden Angreifer hatten es nach Ansicht der Staatsanwaltschaft auf die wertvollen Armbanduhren ihrer Opfer abgesehen. Das Strafmaß soll am 10. September verkündet werden.

News von heute: Bundesregierung stuft Türkei, Israel und die USA als Corona-Hochrisikogebiete ein

17.59 Uhr: Weiter Brände im Osten Roms - Hitzewelle in Italien am Wochenende

Vor den Toren Roms kämpft die Feuerwehr weiter gegen Waldbrände. Die Einsatzkräfte löschten die Brände von zwei Fronten, teilte die Feuerwehr mit. Im Einsatz seien außerdem ein Löschflugzeug und zwei Helikopter. Die Flammen brannten im Naturschutzgebiet Monte Catillo nördlich von Tivoli. Die Stadt im Osten Roms ist für ihre Unesco-Welterbe-Villen Villa d'Este und Villa Adrianna bekannt. Die Feuerwehr rückte schon in der Nacht zu Freitag zu den Bränden aus und musste auch bedrohte Häuser evakuieren. In vielen Teilen Italiens erwarteten die Meteorologen für das Wochenende extreme Hitze mit Temperaturen über 35 Grad. Das Gesundheitsministerium prognostizierte am Freitag für zahlreiche Städte - darunter Rom, Palermo, Bozen und Bologna - die höchste Hitze-Stufe drei.

17.43 Uhr: Seltener Gorilla-Nachwuchs in der Demokratischen Republik Kongo

Seltener Gorilla-Nachwuchs in einem  Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo. Wie der Kahuzi-Biega-Nationalpark auf der Online-Plattform Facebook mitteilte, erblickte dort ein Junges der vom Aussterben bedrohten Östlichen Flachlandgorillas das Licht der Welt. Park-Ranger seien bei der Geburt dabei gewesen und hätten "diesen Moment der Intimität" gefilmt. Die Mutter, Mwinja, habe ihr Baby "fröhlich herumgezeigt", teilte der Nationalpark weiter mit. Mutter und Junges seien bei "sehr guter" Gesundheit. Die Unesco hat den Park als gefährdetes Weltnaturerbe gelistet, weil dort Milizen, Siedler und Wilderer ihr Unwesen treiben und der Regenwald durch Abholzung bedroht ist.

17.42 Uhr: Überschwemmungen in der Türkei – Zahl der Toten steigt auf 31

In der türkischen Schwarzmeerregion sind 31 Menschen in Zusammenhang mit Überschwemmungen ums Leben gekommen. Zehn Menschen würden im Krankenhaus behandelt, teilte die Katastrophenschutzbehörde Afad mit. Betroffen sind vor allem die drei Provinzen Bartin, Kastamonu und Sinop. Präsident Recep Tayyip Erdogan reiste am Freitag nach Kastamonu und sagte, die zerstörten Orte würden durch "bessere" ersetzt. Heftige Regenfälle setzten in der Region viele Orte unter Wasser.

17.24 Uhr: Tunesiens Marine rettet 98 Migranten aus Seenot

Die tunesische Marine hat 98 in Seenot geratene Migranten gerettet. Dem Boot sei in der Nähe der Ferieninsel Djerba im Süden des Landes der Treibstoff ausgegangen, teilte ein Sprecher des tunesischen Roten Halbmonds mit. Die Menschen waren demnach von Libyen aus auf dem Weg nach Italien. Die Marine habe sie nach der Panne zum Hafen der tunesischen Stadt Zarzis gebracht. Nun sollen die Migranten den Angaben nach in Notunterkünften auf dem tunesischen Festland untergebracht werden. Die Unterkünfte seien aber nach wie vor überfüllt, sagte der Sprecher weiter. Die Menschen stammten zum Großteil aus dem Sudan und Syrien, einige aber auch aus Bangladesch, Ägypten sowie anderen afrikanischen Ländern.

17.11 Uhr: Bundesregierung stuft Türkei, Israel und die USA als Corona-Hochrisikogebiete ein

Die Türkei, die USA und Israel werden wegen stark gestiegener Corona-Fallzahlen zu Hochrisikogebieten erklärt. Für die USA und Israel gilt dies ab Sonntag, für die Türkei ab Dienstag, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Ebenfalls ab Sonntag werden demnach Kenia, Montenegro und Vietnam sowie Französisch-Guayana und Französisch-Polynesien als Corona-Hochrisikogebiete geführt, was besondere Quarantäne-Vorschriften nach sich zieht.

16.52 Uhr: Dänemark und Norwegen schließen Botschaften in Kabul

Dänemark und Norwegen schließen angesichts des Vormarsches der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan vorübergehend ihre Botschaften in Kabul. Sämtliche Angestellte der dänischen Botschaft werden evakuiert, darunter auch lokal ansässige afghanische Mitarbeiter, wie der dänische Außenminister Jeppe Kofod nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau und der Sender DR und TV2 auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen sagte. Kurz darauf kündigte auch Norwegens Außenministerin Ine Eriksen Søreide einen solchen Schritt ihres Landes an. Beide machten klar, dass die Sicherheit von Angestellten, Entsandten und lokalen Mitarbeitern allerhöchste Priorität habe.

16.36 Uhr: Entwicklungsprojekte in Taliban-Gebieten werden ausgesetzt

Das Entwicklungsministerium setzt alle Projekte in den von den militant-islamistischen Taliban eroberten Gebieten Afghanistans aus. "Die Projektmittel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit werden nicht in Taliban-Gebieten eingesetzt", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in Berlin. Die entsprechenden Projekte seien schon vorübergehend gestoppt worden oder würden noch gestoppt. "Die Sicherheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Entwicklungszusammenarbeit hat absolute Priorität."

16.18 Uhr: Kleinkind übersteht Sieben-Meter-Sturz in Greifswald anscheinend unverletzt

In Greifswald hat ein einjähriger Junge einen Sturz aus rund sieben Metern Höhe anscheinend unverletzt überstanden. Er fiel vom Balkon der Wohnung seiner Familie im zweiten Stockwerk, wie die Polizei in der Stadt in Mecklenburg-Vorpommern berichtete. Demnach war er in einem unbeobachteten Moment anscheinend über ein Sofa und eine Fensterbank geklettert und anschließend hinabgefallen. Die 30-jährige Mutter hatte das Kind nach ersten Erkenntnissen nur kurz aus den Augen gelassen.

Laut Polizei brachten Rettungskräfte den Jungen nach einer ersten ärztlichen Untersuchung umgehend in die örtliche Universitätsklinik, nach ersten Erkenntnissen blieb er aber unverletzt. Die genauen Umstände des Geschehens wurden noch ermittelt.

15.57 Uhr: Deutschland reduziert Botschaftspersonal in Kabul deutlich

Als Konsequenz aus dem Vormarsch der radikal-islamistischen Taliban in Afghanistan hat die Bundesregierung beschlossen, das Personal der deutschen Botschaft in Kabul auf das "absolute Minimum" zu reduzieren. Das sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) im baden-württembergischen Denzlingen.

15.50 Uhr: Berechnung – Merkel bekommt nach Ausscheiden 15.000 Euro Altersbezüge

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird nach dem Ausscheiden aus dem Amt nach einer Berechnung des Bundes der Steuerzahler monatliche Altersbezüge von rund 15.000 Euro erhalten. Diese Versorgungsansprüche ergäben sich aus ihrer langjährigen Mitgliedschaft im Bundestag sowie aus ihrer Zeit als Bundesministerin und Kanzlerin, teilte die Organisation auf Anfrage mit. Zuvor hatte das Online-Portal "The Pioneer" über diese Berechnung berichtet.

Die Versorgungsansprüche sind gesetzlich geregelt. Für ihre Mitgliedschaft im Bundestag stehen sie im Abgeordnetengesetz, für ihre Zugehörigkeit zur Bundesregierung im Bundesministergesetz. Nach Paragraf 20 des Abgeordnetengesetzes stünde Merkel beispielsweise für ihre rund 31 Jahre im Parlament der Höchstbetrag von 65 Prozent der Abgeordnetenentschädigung zu. Allerdings werden die verschiedenen Versorgungsansprüche miteinander verrechnet.

15.44 Uhr: 17-Jährige in Hotelzimmer vergewaltigt – vier Angeklagte verurteilt

Vier Männer sollen eine 17-Jährige nach einer Party in einem Hotelzimmer in Berlin gemeinschaftlich vergewaltigt haben. Das Landgericht verhängte gegen sie Jugendstrafen zwischen zweieinhalb und knapp drei Jahren. Die Jugendliche sei in einem Zustand gewesen, in dem sie nicht in sexuelle Handlungen einwilligen oder diese ablehnen konnte, hieß es in der Begründung des Urteils gegen einen 20-Jährigen. Laut Zeugen habe sie "wie eine abgelegte Tote" auf dem Bett gelegen und geschlafen. Die Angeklagten hätten das Geschehen zum Teil mit ihren Handys gefilmt. Die Videos würden fassungslos machen.

15.14 Uhr: Polizei – In Plymouth getötetes Mädchen war drei Jahre alt

Bei der Bluttat in Plymouth ist auch ein dreijähriges Mädchen getötet worden. Die Polizei teilte  mit, der mutmaßliche Täter habe das Kind und einen 43 Jahren alten Verwandten des Mädchens erschossen, als er ein Haus verließ. Dort hatte er zuvor eine 51-jährige Frau getötet, die er kannte. Ob er auch mit dem Mädchen und den übrigen Opfer bekannt war, ist noch unklar. Der 22-Jährige erschoss auf einer Straße einen 59-jährigen Mann und eine 66 Jahre alte Frau, die in der Nähe wohnten, und verletzte eine 53 Jahre alte Frau sowie einen 33-Jährigen schwer. Als Polizisten auftauchten, erschoss er sich selbst.

15.06 Uhr: Staatsakt mit dem Bundespräsidenten für die Opfer der Flutkatastrophe

Mit einem Staatsakt gedenkt Rheinland-Pfalz am 1. September der Opfer der verheerenden Flutkatastrophe. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) lädt dazu die Angehörigen der Toten und Vermissten, Verletzte, Geschädigte, Hilfskräfte sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der mehr als 250 betroffenen Orte auf den Nürburgring ein. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sein Kommen bereits zugesagt, wie die Staatskanzlei in Mainz mitteilte.

14.36 Uhr: Sachsen ordnet Trauerbeflaggung zum Tod Kurt Biedenkopfs an

Zum Tod von Kurt Biedenkopf hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (beide CDU) Trauerbeflaggung an öffentlichen Einrichtungen des Freistaates angeordnet. Sie gelte ab sofort bis Montag, teilte die Staatskanzlei in Dresden mit. Der frühere sächsische Ministerpräsident Biedenkopf war nach kurzer schwerer Krankheit am Donnerstagabend in Dresden im Alter von 91 Jahren gestorben.

14.12 Uhr: US-Sänger Tony Bennett sagt alle weiteren Konzerte ab

Nach zwei ausverkauften gemeinsamen Auftritten mit Popdiva Lady Gaga, 35, in New York hat der gerade 95 Jahre alt gewordene US-Sänger Tony Bennett alle weiteren für dieses Jahr geplanten Konzerte abgesagt. "Es wird keine weiteren Konzerte geben", sagte Sohn und Manager Danny Bennett dem Magazin "Variety". "Das war eine schwere Entscheidung für uns, denn er ist ein fähiger Künstler. Aber die Ärzte haben es angeordnet." Anfang des Jahres hatte die Familie mitgeteilt, dass Bennett an Alzheimer erkrankt ist. Bennett werde "andere Dinge" machen, aber nicht die für dieses Jahr geplanten Konzerte. "Es geht nicht um das Singen, sondern eher um das Reisen. Er wird schnell müde."

13.53 Uhr: Sachsen muss zu Unrecht nach Georgien abgeschobene Familie zurückholen

Das Bundesland Sachsen muss eine nach Georgien abgeschobene Familie mit mehreren Kindern zumindest vorübergehend die Rückkehr ermöglichen. Das entschied das sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen in einem Eilverfahren. Demnach war die Abschiebung im Juni dieses Jahres rechtswidrig, weil zwei Kindern im Alter von zehn und elf Jahren wegen bereits länger laufender Schulbesuche und einer damit verbundenen Integration nach deutschem Recht ein Bleiberecht zugesprochen werden könnte. In der Folge hätten auch die Eltern und die Geschwister der zwei Kinder aufgrund des Bestehens einer familiären Lebensgemeinschaft in diesem Fall ebenfalls weiter Anspruch auf Duldung, führten die Richter in ihrem unanfechtbaren Beschluss aus.

13.47 Uhr: Taliban nehmen weitere Provinzhauptstadt in Afghanistan ein 

Die radikalislamischen Taliban sind in Afghanistan weiter auf die Hauptstadt Kabul vorgerückt. Am Freitag eroberten sie die Provinzhauptstadt Pul-i-Alam, die nur 50 Kilometer südlich von Kabul liegt, wie ein Regionalparlamentarier der Nachrichtenagentur AFP sagte. Pul-i-Alam ist die Hauptstadt der Provinz Logar. Durch die Eroberung dieser Stadt öffneten sich die Islamisten einen Zugang für den weiteren Vormarsch in Richtung Kabul.  

13.44 Uhr: Amazon will "Herr der Ringe"-Serie nicht mehr in Neuseeland drehen

Mittelerde zieht um: Amazon will die zweite Staffel der neuen "Herr der Ringe"-Serie nicht mehr in Neuseeland drehen. Wie der US-Versand- und Streamingdienst mitteilte, soll die Serie künftig in Großbritannien gedreht werden. Dort will Amazon seinen Filmproduktionsstandort ausbauen. Die neuseeländische Regierung, die die Produktion der ersten Staffel finanziell unterstützt und sich große Hoffnungen auf einen Tourismus-Boom gemacht hatte, zeigte sich enttäuscht. Der Vize-Präsident von Amazons Produktionsfirma, Vernon Sanders, bedankte sich bei der neuseeländischen Regierung dafür, dass sie der Serie "einen unglaublichen Ort für den Beginn dieser epischen Reise zur Verfügung gestellt" habe.

13.35 Uhr: Nach Explosion in Leverkusen letzter Vermisster tot geborgen

Rund zweieinhalb Wochen nach der Explosion in einer Sondermüllverbrennungsanlage in Leverkusen ist der letzte Vermisste gefunden worden. Feuerwehr und Polizei hätten den 50-jährigen Mitarbeiter tot geborgen und identifiziert, teilte die Kölner Polizei mit. Die Suche nach Vermissten sei damit abgeschlossen, die Aufräumarbeiten und Spurensicherung der Brandermittler am Explosionsort gehe aber weiter, so die Mitteilung. Damit steigt die Zahl der Todesopfer bei dem Unglück vom 27. Juli auf sieben. 31 Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

13.30 Uhr: Strengere Regeln lassen Impfquote in Frankreich steigen

Strengere Corona-Regeln mit dem angekündigten Ende kostenloser Tests haben in Frankreich die Impfquote weiter steigen lassen. 67,4 Prozent der Bevölkerung hätten inzwischen mindestens eine Impfung und 56,4 Prozent auch die zweite Impfung erhalten, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Beim Blick auf alle Einwohner ab 12 Jahren ergab sich ein Anteil der Erstgeimpften von 78,4 Prozent und der bereits vollständig Geimpften von 65,7 Prozent.

13.22 Uhr: Masken verschwinden in Dänemark auch aus Bussen und Bahnen

Ab Samstag muss man in Dänemark auch dann keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen, wenn man in Bus, Bahn oder Fähre steht. Die Maskenpflicht für stehende Passagiere im öffentlichen Nahverkehr sollte ursprünglich am 1. September aufgehoben werden, fällt nun aber bereits jetzt, wie das dänische Verkehrsministerium mitteilte. Grund dafür ist, dass die Empfehlung der Gesundheitsbehörden zum Einhalten eines Ein-Meter-Abstandes im öffentlichen Raum gestrichen worden ist. Dass auch die Pflicht zum Maskentragen abgeschafft wird, sei "eine natürliche Folge" davon, erklärte das Ministerium.

13.20 Uhr: Wildschweine verhindern Festnahme eines Radfahrers

Eine Rotte Wildschweine hat in Karlsruhe die Festnahme eines 24 Jahre alten Fahrradfahrers verhindert. Als Polizeibeamte ihn anhalten wollten, da dieser auf dem Gehweg und ohne Licht gefahren war, flüchtete er, wie ein Sprecher mitteilte. Die Ermittler nahmen zu Fuß die Verfolgung auf. Dann stellte sich den Polizisten unerwartet eine Rotte Wildschweine entgegen. Die Tiere hielten sich zu zehnt auf einem Rasen zwischen Wohngebäuden auf. Die Beamten mussten einen Umweg nehmen, wodurch sie den Radfahrer aus den Augen verloren. Das Rad ließ er zurück. Es soll geklaut gewesen sein.

13.16 Uhr: Sterblichkeit in der EU bleibt über dem Durchschnitt

Die Sterblichkeit in der Europäischen Union liegt weiter über dem Durchschnittsniveau der Jahre 2016 bis 2019. Im Juni 2021 starben rund sechs Prozent mehr Menschen als im Vergleichszeitraum der Jahre vor der Corona-Pandemie, wie aus veröffentlichten Daten des Statistikamts Eurostat hervorgeht. Damit sinkt die sogenannte Übersterblichkeit weiter, nachdem sie im April bei rund 20 Prozent gelegen hatte. Der höchste Wert seit Pandemiebeginn wurde im November 2020 mit 40 Prozent verzeichnet, dieser sank dann bis Februar auf knapp sechs Prozent, bevor es im Frühjahr wieder zu einem Anstieg kam. Die Zahlen in Deutschland entwickelten sich ähnlich wie in der EU, wobei die Übersterblichkeit hier tendenziell unter dem EU-Schnitt lag.

Ein älterer weißer Mann mit grauem Mittelscheitel und Schnauzbart sitzt im Anzug vor einer weißen Wand mit grünem GDL-Logo

13.12 Uhr: Nach Kochsalz-Injektionen: Zahl möglicher Betroffener steigt weiter

Der Fall möglicher Impfungen mit Kochsalzlösungen im niedersächsischen Landkreis Friesland könnte deutlich mehr Menschen betreffen als zunächst angenommen. Statt bislang 8557 Menschen könnten noch 1626 weitere Personen möglicherweise Spritzen mit Kochsalzlösungen bekommen haben, wie der Landkreis mitteilte. Damit erhöht sich die Zahl der Menschen, die nun schnellstmöglich nachgeimpft werden sollen, auf insgesamt 10.183. Eine examinierte Krankenschwester, die am Impfzentrum des Kreises arbeitete, hatte eingeräumt, im April sechs Spritzen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Ihr war beim Anmischen vorher ein Fläschchen mit Impfstoff runtergefallen, was sie nach eigener Aussage vertuschen wollte.

13.02 Uhr: Zu viele Tauben auf dem Markt: Fünf Tiere an Greifvögel verfüttert

Markttauben als Greifvogel-Nahrung: Im niederrheinischen Geldern hat man wegen einer Taubenplage auf dem Wochenmarkt zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen. Marktbeschicker durften Tauben in Absprache mit der Stadt einfangen und der Greifvogel-Auffangstation in Weeze als Futtertiere zur Verfügung stellen. "Wir hatten ein ernstes Hygieneproblem auf dem Wochenmarkt", sagte ein Sprecher der Stadt. Die Tauben hätten begonnen, sich an den Lebensmitteln zu vergreifen.

12.57 Uhr: Polizei: Täter von Plymouth ist 22-jähriger Mann

Ein 22-jähriger Mann ist nach Angaben der britischen Polizei für die Bluttat von Plymouth mit insgesamt sechs Toten verantwortlich. Der Mann habe am frühen Donnerstagabend eine Frau in einer Wohnung erschossen und dann wahllos auf Passanten gefeuert, sagte Polizeichef Shaun Sawyer in der südenglischen Hafenstadt. Dabei seien zunächst ein "sehr junges Mädchen" und ein Mann, der mit dem Kind verwandt sei, getötet worden, anschließend eine Frau und ein weiterer Mann. Mindestens zwei Menschen wurden schwer verletzt. Anschließend habe sich der Schütze selbst erschossen. Zum Motiv machte Sawyer keine Angaben. Es gebe keinen Terrorverdacht.

12.53 Uhr: Kran stürzt bei Unfall in Hessen auf Autobahn 7

Bei einem Unfall mit einem Sattelschlepper ist in Hessen ein Kran auf die Autobahn 7 gestürzt. Die Fahrerin des Schwertransporters wurde verletzt und kam in ein Krankenhaus, wie die Polizei in Fulda mitteilte. Demnach geriet der Sattelschlepper am späten Donnerstagabend zwischen dem Kirchheimer Dreieck und Bad Hersfeld aus unbekannter Ursache ins Schleudern und durchbrach eine Schutzplanke. Er kam neben der Fahrbahn etwa 30 Meter tiefer an einem Abhang zum Stehen. Ein geladener Kran wurde dabei von der Ladefläche abgeworfen und stürzte auf die Fahrbahn. Diese wurde auf allen drei Spuren blockiert. Aus dem Kran traten etwa 300 Liter Öl sowie eine unbekannte Menge Diesel aus. Den Schaden am Fahrzeug, dem Kran sowie der Fahrbahn schätzten die Beamten auf etwa eine halbe Million Euro. Nach Angaben der Polizei wurde die Fahrbahndecke erheblich beschädigt. Die Reparatur werde andauern. Die A7 wurde für die Bergung ab dem Kirchheimer Dreieck in Richtung Kassel voll gesperrt. Eine Umleitung war überlastet. Wie lange die Straße gesperrt bleiben muss, war am Freitagvormittag noch nicht abzusehen.

12.44 Uhr: Zwei weitere Provinzhauptstädte im Süden fallen an die Taliban

Mit Tirinkot in der Provinz Urusgan und Kalat in der Provinz Sabul haben die militant-islamistischen Taliban zwei weitere Provinzhauptstädte im Süden des Landes übernommen. Das bestätigten lokale Behördenvertreter der Deutschen Presse-Agentur. Demnach sind beide Städte friedlich an die Islamisten übergeben worden. Damit haben die Taliban binnen einer Woche 18 der 34 Provinzhauptstädte eingenommen.

12.43 Uhr: Merkel nennt Biedenkopf einen "herausragenden politischen Kopf"

Kanzlerin Angela Merkel hat die Aufbauleistung des gestorbenen früheren sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (beide CDU) in seinem Bundesland gewürdigt. "Es ist ein Glück, dass er sich 1990 für den Freistaat Sachsen in die Verantwortung nehmen ließ", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin in der Bundespressekonferenz. "Er hat dort zwölf erfolgreiche Jahre als Ministerpräsident gearbeitet und in sehr herausfordernden Zeiten das Land mit geprägt." Seibert erklärte weiter: "Kurt Biedenkopf war ein herausragender politischer Kopf, ein Intellektueller und ein politischer Macher." Die Kanzlerin bleibe ihm "dankbar für viele Begegnungen und Gespräche, für einen immer anregenden Austausch und für guten, vertrauensvollen Rat".

12.17 Uhr: Merkel reist zu Gesprächen mit Putin nach Moskau

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist am nächsten Freitag nach Moskau. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mit. Der Kreml in Moskau bestätigte das Treffen Merkels mit Präsident Wladimir Putin. Einzelheiten des Programms würden Anfang der Woche bekanntgegeben, sagte Seibert. Dem Kreml zufolge geht es um die Beziehungen zwischen beiden Ländern sowie um aktuelle internationale Fragen. Details wurden nicht genannt.

12.06 Uhr: In Israel müssen sich Kinder ab drei Jahren testen lassen

In Israel müssen Kinder ab drei Jahren von kommender Woche an einen negativen Corona-Test für das Betreten von Schulen, Schwimmbädern, Hotels oder Sportstätten vorlegen. Ministerpräsident Naftali Bennett erklärte, ab kommendem Mittwoch seien die Corona-Tests für Kinder von drei bis elf Jahren kostenlos. Bisher mussten in Israel Kinder ab zwölf Jahren einen Nachweis über eine Corona-Impfung, Genesung oder einen negativen Test vorzeigen. 

Zugleich können ab diesem Freitag 50-Jährige eine dritte Covid-19-Impfung als Auffrischung erhalten. Bisher hatte die Altersgrenze für die dritte Impfdosis bei 60 Jahren gelegen. Mit den Auffrischungen soll die Immunität nach einer sechs Monate zurückliegenden Impfung wieder erhöht werden. 

11.51 Uhr: Regen-Höchstalarm für japanische Präfektur Hiroshima ausgegeben

Nach massiven Regenfällen im Westen Japans haben die Behörden zehntausende Menschen aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Zuvor waren in der Stadt Unzen in der Präfektur Nagasaki zwei Häuser von einem Erdrutsch mitgerissen worden, eine Bewohnerin starb, zwei weitere wurden noch vermisst. Die Wetterbehörde JMA warnte für die kommenden Tage vor weiteren "beispiellosen" Regenfällen in weiten Teilen des Landes. Für die Präfektur Hiroshima gab die JMA in einer vom Fernsehen übertragenen Pressekonferenz Höchstalarm aus. Fast 70.000 Einwohner wurden aufgefordert, sich vor erwarteten Überschwemmungen in Sicherheit zu bringen. 

11.44 Uhr: Eine Tote und neun Verletzte bei Unfall auf Autobahn 3 in Bayern

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 3 in Bayern ist eine 18-Jährige ums Leben gekommen. Neun weitere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Würzburg mitteilte. Drei davon mussten mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden. Am Donnerstagabend kam es bei Helmstadt in Fahrtrichtung Nürnberg aus unklarer Ursache zu dem Unfall mit insgesamt fünf beteiligten Fahrzeugen. Die Polizei sprach von einem "Trümmerfeld", das sich über rund 250 Meter erstreckte. Die 18-Jährige wurde bei dem Unfall aus ihrem Auto geschleudert und starb noch vor Ort. Die Autobahn wurde für mehrere Stunden gesperrt.

11.39 Uhr: Reinhold Messner ruft angesichts von Klimawandel zu Verzicht auf

Der Extrembergsteiger Reinhold Messner ruft angesichts der Warnungen vor Wetterextremen im neuen UN-Weltklimabericht zum Verzicht auf. "Wir sollten den Verzicht als positiven Wert entdecken", sagte der 76-Jährige dem "Spiegel" laut Vorabmeldung. "Das könnte die Lage der Welt verbessern", fügte er hinzu. Der Klimawandel werde im Flachland produziert, in Städten, Industrieansiedlungen und beim Verkehr - "aber seine Folgen schlagen sich besonders stark in den Bergen nieder", sagte Messner. Seine Hoffnung ruht auf "Wissenschaft und Technologie". "Die Politik kann nur dann zu Lösungen beitragen, wenn sie sich nicht vom Populismus verführen lässt."

11.23 Uhr: GDL-Chef – Zunächst kein konkreter Termin für zweite Streikwelle

Bei seiner vorläufigen Bilanz des Lokführerstreiks hat GDL-Chef Claus Weselsky darauf verzichtet, einen konkreten Termin für eine zweite Streikwelle zu nennen. In Berlin kündigte der Gewerkschafter eine Protest-Kundgebung am kommenden Dienstag (17. August) vor dem Bahn-Tower am Potsdamer Platz an. Danach werde es nur noch "sehr kurze Zeit" bis zu einem erneuten Streik dauern. Die erste Streikwelle sei hervorragend gelaufen, sagte Weselsky. Die Bahn versuche vergeblich, den erfolgreichen Streik kleinzureden.

11.13 Uhr: UN – In Afghanistan droht humanitäre Katastrophe

Die Lage der Menschen in Afghanistan wird nach Einschätzung der Vereinten Nationen immer verzweifelter. "Wir stehen kurz vor einer humanitären Katastrophe", sagte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Genf. Vor allem Frauen und Kinder würden vor den vorrückenden Taliban flüchten. Inzwischen sei die Lebensmittelversorgung von etwa einem Drittel der Bevölkerung nicht mehr sichergestellt, erklärte ein Sprecher des UN-Welternährungsprogramms (WFP). Allein zwei Millionen Kinder seien auf Hilfe angewiesen. "Wir fürchten, dass das Schlimmste noch bevorsteht.". Die Lage werde immer unübersichtlicher. Jedenfalls stehe angesichts der Eskalation viel zu wenig Geld zur Verfügung, um wirklich helfen zu können. Bis Jahresende würden 200 Millionen Dollar gebraucht.

11.09 Uhr: Masken verschwinden in Dänemark auch aus Bussen und Bahnen

Auch die letzten Masken in Dänemark fallen: Ab Samstag muss man im nördlichsten deutschen Nachbarland auch dann keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen, wenn man in Bus, Bahn oder Fähre steht. Die Maskenpflicht für stehende Passagiere im öffentlichen Nahverkehr sollte ursprünglich am 1. September aufgehoben werden, fällt nun aber bereits jetzt, wie das dänische Verkehrsministerium mitteilte. Grund dafür ist, dass die Empfehlung der Gesundheitsbehörden zum Einhalten eines Ein-Meter-Abstandes im öffentlichen Raum gestrichen worden ist. Dass auch die Pflicht zum Maskentragen abgeschafft wird, sei "eine natürliche Folge" davon, erklärte das Ministerium.

10.49 Uhr: Dax erstmals über 16.000 Punkten

Beflügelt von guten Unternehmensbilanzen hat der Dax erstmals die Marke von 16.000 Punkten geknackt. Der deutsche Leitindex stieg zuletzt auf einen Höchstwert von 16 003,79 Punkten. Erst Ende März hatte der Dax erstmalig die Marke von 15.000 Punkten überschritten, am 7. Januar hatte er die Hürde von 14.000 Punkten genommen. Seit Jahresbeginn hat das Börsenbarometer damit mehr als 16 Prozent hinzugewonnen.

In den vergangenen Wochen kamen aus zahlreichen Branchen positive Konjunktursignale, und es mehrten sich Anzeichen für eine globale Wirtschaftserholung. Quartalsbilanzen vieler Unternehmen wiesen zuletzt zumeist steigende Umsätze und Gewinne aus, die Zahl der Arbeitslosen in Industriestaaten sinkt wieder. Rückenwind gab es zuletzt auch von den am Mittwoch veröffentlichten US-Inflationsdaten. Unterstützt wird der Aufwärtstrend an den Börsen von dem nach wie vor sehr niedrigen Zinsniveau und umfangreichen Anleihekäufen der Notenbanken.

10.41 Uhr: Waldbrand östlich von Rom – Familien in Sicherheit gebracht

Bei Waldbränden nahe der italienischen Hauptstadt Rom hat die Feuerwehr mehrere Familien in Sicherheit gebracht. Das Feuer betraf das Naturreservat Monte Catillo im Norden der Stadt Tivoli, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Flammen seien in der Nacht bis in die Nähe von Wohngebieten vorgedrungen. Die Einsatzkräfte brachten um die dreißig Bewohner und rund 25 Familien aus drei Wohnblöcken in Sicherheit. Tivoli liegt östlich von Rom und ist bei Ausflüglern unter anderem für die zum Unesco-Welterbe gehörenden Villa Adriana und Villa d'Este bekannt.

10.29 Uhr: Malaysischer Luftwaffensoldat erschießt drei Kameraden

In Malaysia hat ein Luftwaffensoldat drei Kameraden und anschließend sich selbst erschossen. Der Vorfall ereignete sich auf einem Stützpunkt in der Provinz Sarawak auf der Insel Borneo, wie die Polizei mitteilte. Zwei Soldaten starben noch am Tatort, der dritte suchte in einer Klinik Zuflucht, wo er seinen Verletzungen erlag. Alle Beteiligten seien im Dienst gewesen, ergänzte die Polizei. "Wir sind schockiert und entsetzt über die Schießerei", sagte Polizeichef Aidi Ismail. "Malaysia ist ein friedliches Land, wir haben niemals einen solchen Zwischenfall erwartet." 

10.23 Uhr: Großbrand in Belgrader Vorstadt verwüstet China-Markt

Ein Großbrand auf einem China-Markt in der Belgrader Vorstadt Novi Beograd hat die Verkaufsbuden und Lagerhallen nahezu vollständig zerstört. Das Feuer war am späten Donnerstagabend ausgebrochen und konnte von den Feuerwehren erst nach mehr als siebenstündigem Einsatz gelöscht werden, berichtete das Portal "b92.net". Die Ursachen für den Brand waren zunächst unklar. Der China-Markt in Novi Beograd gilt als das größte Handelszentrum dieser Art in Serbien. Viele Händler leben bereits in zweiter Generation in dem Balkanland, das ausgezeichnete Beziehungen zu China unterhält. Viele Händler sollen bei dem Brand ihre gesamte Ware verloren haben. Sie würden buchstäblich vor dem Nichts stehen, hieß es in den Berichten.

10.02 Uhr: Waldbrände in Griechenland weitgehend unter Kontrolle – Warnung vor starkem Wind

Nach rund zwei Wochen hat die Feuerwehr die Brände in Griechenland weitgehend unter Kontrolle gebracht. "Seit gestern gibt es keine große aktive Front mehr, nur noch vereinzelte Taschen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr der Nachrichtenagentur AFP. Für das Wochenende vorhergesagter starker Wind könnte die Brände jedoch wider anfachen. 

Unter anderem auf der Insel Euböa und dem Peloponnes hatten hunderte Feuerwehrleute und Anwohner tagelang gegen die Flammen gekämpft. Unterstützt wurden sie von Feuerwehrkräften aus zahlreichen europäischen Ländern. Die Lage entspannte sich, nachdem Regen in der Nacht zu Donnerstag für Entspannung gesorgt hatte. Nach einer tagelangen Hitzewelle mit Rekordtemperaturen von über 40 Grad hatte zuletzt auch die Hitze etwas nachgelassen. 

9.30 Uhr: Karlsruhe lehnt Oppositions-Eilantrag gegen Wahlrechtsreform ab

Die Bundestagswahl am 26. September kann nach dem von Union und SPD neu beschlossenen Wahlrecht stattfinden. Das Bundesverfassungsgericht wies einen Eilantrag ab, mit dem die FDP-, Grünen- und Linke-Abgeordneten die Änderungen mit sofortiger Wirkung kippen wollten. Wie das Gericht in Karlsruhe mitteilte, will es die Reform aber im Hauptverfahren genau prüfen, die Richterinnen und Richter sehen möglicherweise problematische Punkte.

9.21 Uhr: Stadtbus in Russland explodiert: zwei Tote und viele Verletzte

Bei einer Explosion in einem Kleinbus in der Stadt Woronesch im Südwesten Russlands sind zwei Menschen ums Leben gekommen. 18 weitere seien in der Nacht zum Freitag verletzt worden, schrieb Gouverneur Alexander Gussew bei Telegram. Der Gesundheitszustand von mindestens zwei Patienten sei ernst.

Bilder zeigen, dass Teile der Außenverkleidung und des Daches herausgerissen wurden. In einem Video ist zu sehen, wie der Bus an einer Haltestelle steht und es plötzlich zu einer heftigen Explosion kommt, dann rennen viele Fahrgäste auf die Fahrbahn, Passanten helfen Verletzten. In dem Stadtbus saßen 35 Fahrgäste.

Die genaue Ursache war zunächst unbekannt. Die Ermittler gingen von einem technischen Problem aus, meldete die Staatsagentur Tass. Sprengstoff wurde demnach nicht gefunden. Der Gouverneur ordnete eine Überprüfung aller Busse in der Region an.

9.12 Uhr: Zahl der Toten bei Hochwasser in der Türkei steigt auf 27

Bei den schweren Überschwemmungen in der türkischen Schwarzmeer-Region sind nach neuen Angaben mindestens 27 Menschen gestorben. Wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte, gilt ein Mensch weiter als vermisst. Seit Dienstag standen Teile der Provinzen Kastamonu, Bartin und Sinop unter Wasser: Straßen wurden zu reißenden Flüssen, Schlammlawinen begruben Wege unter sich. Am Donnerstag hatten die Behörden noch 17 Tote gemeldet. 

Rettungskräfte berichteten, dass das Wasser teilweise bis zu vier Meter hoch stand und ein mehr als 240 Kilometer langer Landstrich betroffen war. Der Minister für Land- und Forstwirtschaft, Bekir Pakdemirli, hatte am Mittwoch gesagt, dass die Gegend "einem Desaster, das wir seit 50 oder 100 Jahren nicht gesehen hatten", gegenüberstehe. 

8.47 Uhr: 21 Tote bei heftigen Regenfällen in Zentralchina

In Zentralchina sind bei heftigen Regenfällen mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Vier Menschen würden noch vermisst, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Wie das Büro für Katastrophen-Management in Hubei mitteilte, wurden 6000 Einwohner der gleichnamigen Provinz vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht. Die extremen Niederschläge verursachten Stromausfälle und Erdrutsche. Nach Einschätzung von Experten sind diese eine Folge der Klimakrise und der globalen Erwärmung.

8.35 Uhr: CDU-Politiker Kurt Biedenkopf ist tot

Der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf ist tot. Er sei am Donnerstagabend im Alter von 91 Jahren im Kreis seiner Familie friedlich eingeschlafen, teilte die Staatskanzlei in Dresden im Auftrag der Familie am Freitag mit.

7.53 Uhr: Bill Gates stellt Milliardenhilfe bei Verabschiedung von Infrastrukturgesetz in Aussicht

Microsoft-Gründer Bill Gates hat im Falle der Verabschiedung des billionenschweren Infrastrukturpakets in den USA 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) für Klimaschutzprojekte in Aussicht gestellt. Das Gesetz werde "uns nicht nur auf einen dauerhafteren Weg zu Null-Emissionen bringen, sondern auch (...) Arbeitsplätze im ganzen Land schaffen", zitierte der Sender CNBC den Multimilliardär. Medienberichten zufolge sollen die 1,5 Milliarden im Laufe von drei Jahren für die Reduzierung von Treibhausgasen ausgegeben werden. 

Das gewaltige Infrastrukturpaket von US-Präsident Joe Biden hat bereits den US-Senat passiert. Das Gesetz wurde auch von mehreren Republikanern unterstützt. Es muss nun noch vom Repräsentantenhaus verabschiedet werden. Dort werden längere Verhandlungen erwartet, da es in der Kammer in den Reihen von Bidens Demokraten Unstimmigkeiten über das Vorhaben gibt.

6.49 Uhr: Seil blockiert – Bergwacht rettet Kletterer aus Felswand

Mit Hubschrauber und viel Muskelkraft haben Bergretter zwei Kletterer in Sicherheit gebracht, die in den Berchtesgadener Alpen in Not geraten sind. Die Männer wollten eine Route am Salzburger Hochthron klettern, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte. Als sie sich zum Einstieg der Kletterroute abseilten, blockierte aber ein Seil. Das Duo saß daraufhin hilflos unter einem Überhang in der Felswand fest und setzte einen Notruf ab. Die Retter der Bergwacht Marktschellenberg seilten sich den Angaben nach am Donnerstagnachmittag zu den unverletzten Kletterern ab und sicherten sie. Im Anschluss zogen sie sie von Hand noch oben. Dort holte sie am Abend ein Hubschrauber ab und flog sie ins Tal.

6.27 Uhr: Sydney seit sieben Wochen im Lockdown – weiter Corona-Rekordzahlen

Im australischen Bundesstaat New South Wales mit der Millionenmetropole Sydney steigen die Corona-Zahlen trotz eines seit fast sieben Wochen andauernden Lockdowns weiter. Innerhalb von 24 Stunden seien 390 Neuinfektionen verzeichnet worden, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Zwei Menschen seien in Verbindung mit Covid-19 gestorben, sagte Regionalregierungschefin Gladys Berejiklian.

Die Millionenmetropole Sydney und große Teile von New South Wales befinden sich bereits seit Ende Juni im Lockdown. Die Menschen dürfen nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen. Die Maßnahmen sollen bis mindestens Ende August gelten.

6.03 Uhr: Taliban erobern Hauptstadt der Provinz Helmand

Die radikalislamischen Taliban haben im Süden Afghanistans eine weitere Provinzhauptstadt erobert. Laschkar Gah sei in die Hände der Islamisten gefallen, sagte ein Vertreter der afghanischen Sicherheitsbehörden der Nachrichtenagentur AFP. Er bestätigte damit entsprechende Angaben der Taliban. Die Armee und Regierungsvertreter hätten die Stadt verlassen. Die Taliban setzen damit ihren nahezu ungebremsten Vormarsch in Afghanistan fort. Am Morgen hatten sie bereits die Eroberung von Kandahar verkündet. Die Provinzhauptstadt im Süden ist die zweitgrößte Stadt des Landes.

Taliban nehmen Kandahar in Afghanistan ein

5.17 Uhr: Zahl der Weißen in den USA erstmals rückläufig

Die Zahl der Weißen in den USA ist im vergangenen Jahrzehnt gesunken. Sie ging um 8,6 Prozent auf 204 Millionen zurück, wie aus dem Zensus 2020 hervorgeht. Laut den Daten wurde erstmals bei einer Volksbefragung in den USA ein solcher Rückgang festgestellt. Menschen, die sich als "weiß" definieren, stellen mit 61,6 Prozent aber immer noch die größte Bevölkerungsgruppe in den USA. Nach Angaben des Zensus-Büros sind die Veränderungen auf den demografischen Wandel, aber auch auf eine verbesserte Methodik der Fragebögen für den Zensus zurückzuführen. 

Die Zahl der Afroamerikaner in den USA blieb den Daten zufolge in den vergangenen zehn Jahren stabil. Ihr Anteil liegt bei 12,4 Prozent, dies entspricht 41 Millionen Einwohnern. Die Zahl der Menschen, die sich den Hispanics zurechnen, stieg um 23 Prozent auf 62 Millionen. Sie machen damit 18 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. 

4.48 Uhr: Massive Regenfälle halten Japan in Atem – Mindestens ein Todesopfer

Bei massiven Regenfällen in weiten Gebieten Japans ist mindestens ein Mensch in Folge eines Erdrutsches ums Leben gekommen. Hunderttausende von Menschen in mehreren Präfekturen des Inselreiches waren aufgefordert, sich vor der Gefahr durch Überschwemmungen und Erdrutschen in Sicherheit zu bringen. Die Regierung richtete unterdessen am Vormittag einen Krisenstab ein. Die nationale Wetterbehörde warnte die Bewohner auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu vor extrem hoher Gefahr durch Erdrutsche in Folge der rekordstarken Regenfälle. Dort kam in der Präfektur Nagasaki in der Stadt Unzen ein Mensch in Folge eines Erdrutsches ums Leben, wie örtliche Medien berichteten. Zwei Menschen galten als vermisst.

4.12 Uhr: Samsung-Erbe auf Bewährung aus Gefängnis entlassen

Der wegen Korruption zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilte Erbe des Elektronikkonzerns Samsung, Lee Jae Yong, ist auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen worden. Lee saß seit Januar in Haft. Seitdem hatten sich immer mehr Politiker und Unternehmer für seine vorzeitige Freilassung ausgesprochen.

Offiziell ist der 52-jährige Lee der Vizepräsident von Samsung Electronics, er gilt aber als oberster Entscheidungsträger des weltweit führenden Herstellers von Smartphones und Speicherchips. Er war im Zuge eines Bestechungs- und Veruntreuungsskandals im Jahr 2017 bereits zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Nach einer Berufung kam er jedoch 2018 frei. Das Oberste Gericht von Südkorea ordnete später die Wiederaufnahme des Verfahrens an. Der Fall steht im Zusammenhang mit einem weitverzweigten südkoreanischen Korruptionsskandal, der 2017 zum Sturz der früheren Präsidentin Park Geun Hye geführt hatte.

4.03 Uhr: RKI registriert 5578 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 30,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt weiter an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag sie bei 30,1 – am Vortag betrug der Wert 27,6, vor einer Woche lag er bei 20,4. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 5578 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3448 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 19 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 24 Todesfälle gewesen.

3.37 Uhr: Eine Tote und neun Verletzte bei Unfall auf A3

Eine 18 Jahre alte Frau ist bei einem Unfall auf der A3 bei Helmstadt im Landkreis Würzburg ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurden neun weitere Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Insgesamt waren fünf Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt, der sich aus bislang ungeklärter Ursache ereignete. Die junge Frau, die noch an der Unfallstelle starb, sei demnach aus einem der Fahrzeuge geschleudert worden. Die Autobahn war für die Dauer der Unfallaufnahme in Fahrtrichtung Nürnberg für mehrere Stunden komplett gesperrt.

2.57 Uhr: Bericht: Erste Bundesländer melden ansteigende Nachfrage nach Corona-Impfungen

Mehrere Bundesländer verzeichnen einem Bericht zufolge wieder eine steigende Nachfrage nach Corona-Impfungen. "Die Zahl der Impfungen hat seit dem Ende der Sommerferien deutlich angezogen", erklärte die Sozialbehörde in Hamburg nach Angaben des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Besonders der Impfstoff der Firma Johnson & Johnson werde in Hamburg derzeit vermehrt nachgefragt. Auch in Baden-Württemberg und Sachsen sprechen die Behörden dem Bericht zufolge von einer leichten Steigerung der täglichen Impfungen. "Ob sich hier ein Trend abzeichnet, lässt sich erst in einigen Tagen sagen", erklärte das baden-württembergische Gesundheitsministerium.

2.08 Uhr: Streik bei der Bahn beendet – Betrieb läuft wieder an

Der Streik bei der Deutschen Bahn ist beendet. Der Ausstand der Lokführergewerkschaft GDL kam um 2 Uhr planmäßig zum Abschluss. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben daran, den reibungslosen Betrieb auf allen Linien möglichst schnell wiederherzustellen. Fahrgäste müssen jedoch auch am Freitag mit einzelnen Zugausfällen und Verspätungen rechnen.

1.34 Uhr: Mehrere Menschen im südenglischen Plymouth erschossen

Bei einer Gewalttat im südwestenglischen Plymouth sind am Donnerstag mehrere Menschen erschossen worden. Die Polizei sprach von einem "schweren Schusswaffenvorfall". Der örtliche Abgeordnete Johnny Mercer schrieb im Onlinedienst Twitter, es gebe keinen Terrorverdacht und der Schütze sei nicht auf der Flucht. Nach Angaben des TV-Senders Sky News ist der Täter tot. Eine Augenzeugin sagte der BBC, sie habe Schreie und mehrere Schüsse gehört. Der Täter habe die Tür eines Hauses eingetreten und das Feuer eröffnet. Dann sei er weggerannt und habe auf Menschen auf der Straße geschossen. 

1.29 Uhr: Intensivmediziner warnen bei Corona vor Wiegen in "falscher Sicherheit"

Die Intensivmediziner in Deutschland warnen davor, sich angesichts der derzeit noch relativ niedrigen Corona-Patientenzahlen in Krankenhäusern "in falscher Sicherheit" zu wiegen. Im Moment seien zwar nur drei Prozent der Betten mit Covid-Patienten belegt, sagte der Präsident des Intensivmediziner-Verbands Divi, Gernot Marx, den Funke-Zeitungen. Aber es sei auch wieder ein leichter Anstieg der Corona-Fälle auf den Intensivstationen zu beobachten. 

Die Quote werde in den kommenden Wochen bei weiter steigenden Infektionszahlen vermutlich größer werden, sagte Marx voraus. Vor allem der vergleichsweise frühe Anstieg bei den stationären Corona-Behandlungen bereite ihm Sorge. Dank der Impfungen sei aber davon auszugehen, dass steigende Inzidenzen nicht auch gleichermaßen zu einer stärkeren Belastung der Kliniken führe. 

0.20 Uhr: Taliban verkünden Einnahme von Afghanistans zweitgrößter Stadt Kandahar

Die radikalislamischen Taliban haben bei ihrem Vormarsch in Afghanistan nach eigenen Angaben die zweitgrößte Stadt Kandahar eingenommen. "Kandahar ist vollkommen erobert", erklärte ein Taliban-Sprecher im Onlinedienst Twitter. "Die Mudschaheddin haben den Märtyrerplatz in der Stadt erreicht." Ein Anwohner sagte der Nachrichtenagentur AFP, die afghanische Armee habe offenbar den Rückzug angetreten. Zahlreiche Soldaten begaben sich demnach zu einer Militäreinrichtung außerhalb der Stadt. 

0.15 Uhr: Berichte: Vater von Britney Spears will als Vormund zurücktreten

Jamie Spears, der Vater von Popsängerin Britney Spears (39), will als Vormund zurücktreten, wie US-Medien unter Berufung auf Gerichtsunterlagen berichteten. Demnach soll er beim zuständigen Gericht in Los Angeles eine Rücktrittserklärung eingereicht haben. Der Anwalt von Britney Spears, Mathew Rosengart, wertete dies als großen Sieg für seine Mandantin. Ihr Vater solle sofort abtreten, sagte er in einer Mitteilung, die vom Branchenblatt "Variety" veröffentlicht wurde. Rosengart hatte im Juli vor Gericht die Ablösung ihres Vaters als Vormund der berühmten Tochter beantragt. Die Sängerin steht seit 2008 unter der Vormundschaft ihres Vaters, nachdem sie wegen privater und beruflicher Probleme psychisch zusammengebrochen war. 

tkr / rw / fs DPA AFP

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