HOME
+++ Ticker +++

News von heute: "Großstadtrevier"-Schauspieler Jan Fedder gestorben

Jüdischer Friedhof geschändet - Zwei Festnahmen +++ Bolivien weist mexikanische und spanische Diplomaten aus +++ SPD-Politiker Manfred Stolpe ist tot +++ Streik bei Germanwings +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Der Schauspieler Jan Fedder sitzt bei Dreharbeiten zur ARD-Serie "Großstadtrevier" in der "Polizeiwache"

Der Schauspieler Jan Fedder sitzt bei Dreharbeiten zur ARD-Serie "Großstadtrevier" in der "Polizeiwache"

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • "Großstadtrevier"-Schauspieler Jan Fedder gestorben (20.43 Uhr)
  • NRW: Jüdischer Friedhof geschändet - Festnahmen (18.46 Uhr)
  • Krankenkasse: Viele junge Frauen sollten weniger Alkohol trinken (16.06 Uhr)
  • Checkpoint Charlie: Polizeieinsatz wegen Schüssen (14.20 Uhr)
  • SPD-Politiker Manfred Stolpe ist tot (11.22 Uhr)
  • Rekordmenge an Feuerwerk importiert (9.24 Uhr)
  • Haft für Forscher wegen Genmanipulation bei Babys (6.58 Uhr)
  • Streik der Germanwings-Flugbegleiter hat begonnen (3.49 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:   

+++ 23.37 Uhr: Ex-Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn in Beirut eingetroffen +++

Der frühere Chef des japanischen Autobauers Nissan, Carlos Ghosn, der in Japan wegen Vorwürfen des finanziellen Fehlverhaltens rund vier Monate in Haft gesessen hatte, ist von dort in den Libanon gereist. Ghosn sei am Sonntag am Flughafen der Hauptstadt Beirut gelandet, verlautete am Montag aus Regierungs- und Sicherheitskreisen im Libanon. Es war demnach unklar, ob der frühere Unternehmenschef Japan mit Erlaubnis der dortigen Justizbehörden verlassen hatte oder nicht.

+++ 20.43 Uhr: "Großstadtrevier"-Schauspieler Jan Fedder gestorben +++

Der "Großstadtrevier"-Schauspieler Jan Fedder ist im Alter von 64 Jahren in Hamburg verstorben. Dies bestätigte die Polizei dem stern. Den Polizeiangaben zufolge gab es um 18.47 Uhr einen Feuerwehreinsatz in seiner Wohnung, zu der die Polizei hinzugezogen wurde. 

Vor allem die TV-Vorabendserie "Großstadtrevier" hatte ihn bekanntgemacht: Seit 1992 war er in dem ARD-Dauerbrenner als Hamburger Polizist Dirk Matthies zu sehen. Seine erste große Rolle hatte Fedder auf der Leinwand: In Wolfgang Petersens Klassiker "Das Boot" (1981) spielte er Bootsmaat Pilgrim.

+++ 19.29 Uhr: Bolivien verweist mexikanische und spanische Diplomaten des Landes +++

Boliviens Interimspräsidentin Jeanine Áñez hat die Ausweisung von mexikanischen und spanischen Diplomaten angekündigt. Ihre Regierung habe beschlossen, die mexikanische Botschafterin in Bolivien, María Teresa Mercado, zur unerwünschten Person zu erklären, sagte Áñez. Für zwei spanische Diplomaten, Geschäftsträgerin Cristina Borreguero und Konsul Álvaro Fernández, gelte dies ebenfalls. Madrid kündigte im Gegenzug an, drei bolivianische Diplomaten auszuweisen.

Ein Besuch von Borreguero am Freitag in Mexikos Botschaft in La Paz hatte die diplomatische Krise ausgelöst. Bolivien warf Borreguero vor, sie habe einen früheren Mitarbeiter des gestürzten bolivianischen Präsidenten Evo Morales aus der Botschaft schleusen wollen. Madrid wies dies zurück und beteuerte, es sei "ein reiner Höflichkeitsbesuch" gewesen. In der Botschaft halten sich rund ein Dutzend Ex-Regierungsmitarbeiter von Morales auf. Die Beziehungen zwischen Bolivien und Mexiko sind angespannt, seit Morales nach seinem Rücktritt am 10. November zwischenzeitlich Exil in Mexiko gefunden hatte. Er reiste dann über Kuba nach Argentinien weiter, wo er sich seitdem aufhält.

+++ 18.46 Uhr: Jüdischer Friedhof geschändet - Zwei vorläufige Festnahmen +++

Auf dem jüdischen Friedhof in Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen haben Täter mehr als 40 Grabsteine umgeworfen und teilweise mit blauer Farbe besprüht. Ein Zeuge beobachtete in der Nacht zum Montag zwei mit Sturmhauben vermummte und dunkel gekleidete Personen bei der Tat und alarmierte die Polizei, wie die Ermittler mitteilten. Beamte trafen in unmittelbarer Tatortnähe auf zwei dunkel gekleidete Männer, bei denen sie Sturmhauben und Spraydosen mit blauer Farbe fanden. Die Tatverdächtigen im Alter von 21 und 33 Jahren sind demnach polizeibekannt. Sie seien vorläufig festgenommen worden. In Absprache mit dem Amtsgericht seien sie heute früh wieder entlassen worden. Der Staatsschutz ermittelt. Laut "Bild"-Zeitung sind die beiden Tatverdächtigen als Rechtsextreme bekannt.

+++ 18.26 Uhr: Mehr als 2000 Polizisten sollen Silvesterfeier an der Copacabana schützen +++

Bei der Silvesterparty an Rio de Janeiros berühmtem Copacabana-Strand sind in diesem Jahr mehr als 2000 Polizisten im Einsatz. Insgesamt werden fast 15.000 Sicherheitskräfte im gesamten Bundesstaat Rio im Dienst sein, wie die Militärpolizei mitteilte. Allein zu der großen Copacabana-Feier morgen Abend werden knapp drei Millionen Menschen erwartet. Sieben Leinwände werden entlang des gesamten Strandes aufgebaut, damit die Massen die Konzerte auf der Hauptbühne verfolgen können. Das Feuerwerk soll erneut spektakulär sein: 16,9 Tonnen Feuerwerkskörper werden von zehn Schiffen auf dem Meer für eine 14-minütige Show abgefeuert. Die Organisatoren haben außerdem 800 mobile Toiletten installiert und vier Krankenstationen eingerichtet. Die Stadt hat auch 120 Müllmänner angeheuert, die speziell für am Strand zurückgelassene Abfälle im Einsatz sein werden. Nach der letzten Silvester-Party waren dort 385 Tonnen Müll eingesammelt worden. 

+++ 17.58 Uhr: Sturm und Schnee in Griechenland - Straßen gesperrt +++

Der Winter hat Teile Griechenlands weiter fest im Griff. Am Dienstag musste die wichtigste Nord-Süd-Autobahnachse etwa 40 Kilometer nördlich von Athen wegen starken Schneefalls geschlossen werden. Zahlreiche andere wichtige Straßenverbindungen waren nur mit Schneeketten befahrbar, teilte die Polizei mit. Im Zentrum Athens herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt. In Mittelgriechenland zeigten die Thermometer am Abend Werte um die minus sieben Grad. Der Strom fiel in zahlreichen Regionen des Festlandes und auf einigen Inseln vorübergehend aus.

Die Küstenwache teilte mit, das Auslaufverbot für die meisten Fähren in der Ägäis bleibe auch am Dienstag - den zweiten Tag in Folge - in Kraft. Das griechische Wetteramt warnte, die winterlichen Temperaturen würden auch in den kommenden zwei Tagen andauern.

+++ 17.23 Uhr: Razzia in England: Fünf Terrorverdächtige festgenommen +++

Die britische Polizei hat in verschiedenen Teilen Englands insgesamt fünf Männer wegen Terrorverdachts festgenommen. Die Festnahmen ereigneten sich in Manchester im Nordwesten, im ostenglischen Peterborough und in London, wie Scotland Yard mitteilte. Mehrere Wohnungen wurden durchsucht. Einem Teil der zwischen 19 und 23 Jahre alten Verdächtigen wird die Vorbereitung einer terroristischen Straftat vorgeworfen. Nach Polizeiangaben stehen die Festnahmen aber nicht in einem Zusammenhang mit der Messerattacke nahe der London Bridge mit zwei Todesopfern Ende November oder den bevorstehenden Feierlichkeiten zum Neujahr in der britischen Hauptstadt.

Verletzter Koala-Bär in Decke eingehüllt

+++ 16.37 Uhr: Bangladesch stoppt Pläne zur Milchspende an Babys nach Kritik von Muslimen +++

Ein Krankenhaus in Bangladesch hat wegen des Protests muslimischer Geistlicher seine Pläne zur Spende von Muttermilch an Babys gestoppt. Das Programm zielte darauf ab, bis zu 500 Waise und Babys berufstätiger Müttern in dem mehrheitlich muslimischen Land zu ernähren. Nach Auffassung der konservativen Kleriker verstoßen Milchbanken jedoch gegen islamisches Recht. Sie fürchten unter anderem, dass zwei Babys Muttermilch von derselben Frau trinken und später heiraten könnten. "Ihre Ehe und Nachkommenschaft wären illegal", sagte Gazi Ataur Rahman, ein Sprecher der einflussreichen Partei Islami Andolan.     

Die Milchbank in Dhaka sollte diesen Monat eröffnet werden. Wegen der "weit verbreiteten Kritik" sei das Programm nun auf unbestimmte Zeit verschoben worden, sagte Projektkoordinator Mojibur Rahman. Er wies darauf hin, dass das Krankenhaus strenge Sicherheitsvorkehrungen für das Programm getroffen habe. 

+++ 16.06 Uhr: Krankenkasse: Viele junge Frauen sollten weniger Alkohol trinken +++

Viele junge Frauen sollten weniger Alkohol trinken, junge Männer weniger rauchen: Die Zahl der 15- bis 24-jährigen Mädchen und Frauen, die unter anderem wegen eines akuten Alkoholrauschs oder alkoholbedingter psychischer Probleme behandelt wurden, stieg laut einer veröffentlichten Datenanalyse der Kaufmännischen Krankenkasse KKH von 2007 bis 2017 um rund 47 Prozent. Bei den gleichaltrigen Männern stagnierte hingegen die Zahl der Rauschtrinker. Zugleich registrierte die Krankenkasse aber bei den männlichen 15- bis 24-Jährigen im selben Zeitraum einen deutlichen Anstieg um fast 40 Prozent bei Tabakabhängigkeit, Entzugserscheinungen, einem akuten Tabakrausch oder psychischen Problemen aufgrund von Tabak. Bei den Frauen wiederum stagnierte diese Zahl. Ausgewertet wurden Daten von rund 205.000 KKH-Versicherten im entsprechenden Alter.

+++ 15.59 Uhr: Explosion in Glockenturm bei spanischem Dorffest: 14 Verletzte +++

Bei einem Dorffest in der spanischen Region Katalonien ist es zu einer Explosion in einem Glockenturm gekommen. 14 Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Das Unglück in dem Ort Centelles in der Provinz Barcelona ereignete sich am Mittag während eines pyrotechnischen Spektakels im Turm der Kirche Santa Coloma. Neun der Verletzten seien ins Krankenhaus gebracht worden, von denen drei wegen schwerer Verbrennungen in kritischem Zustand seien, teilte die örtliche Feuerwehr auf Twitter mit. Die genaue Ursache für die Explosion war noch unklar. Das Fest zu Ehren der Schutzheiligen des Dorfes wurde nach Angaben der Gemeindeverwaltung nach dem Unglück vorzeitig beendet.

+++ 15.15 Uhr: Patientin stirbt nach Brandunfall mit elektrischem Skalpell in Rumänien +++

Nach einem Brandunfall mit einem elektrischen Skalpell, durch das sie plötzlich in Flammen stand, ist eine Patientin in Rumänien gestorben. Die 66-Jährige starb am Sonntag eine Woche nach dem Vorfall in einem Krankenhaus der rumänischen Hauptstadt, wie das Gesundheitsministerium in Bukarest mitteilte. Gesundheitsstaatssekretär Horatiu Moldovan machte die Chirurgen für das Unglück verantwortlich: Sie hätten wissen müssen, dass die Verwendung von alkoholhaltigem Desinfektionsmittel bei Operationen mit einem elektrischen Skalpell verboten sei.    

Bei dem Eingriff im Zuge einer Behandlung wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs war es zu einer Verpuffung gekommen. Die Frau habe auf dem OP-Tisch plötzlich "wie eine Fackel" in Flammen gestanden, berichtete der Abgeordnete Emanuel Ungureanu unter Berufung auf Krankenhausmitarbeiter, die den Vorfall mitangesehen hatten. Die Frau erlitt Verbrennungen an 40 Prozent ihrer Körperoberfläche. Das Gesundheitsministerium kündigte eine Untersuchung des "unglücklichen Unfalls" an. Das rumänische Krankenhaussystem leidet unter veralteter Ausrüstung und Fachkräftemangel. Immer wieder kommt es zu Skandalen.

+++14.59 Uhr: Nach Lawinenkatastrophe: Keine Silvesterparty am Unglücksort +++

Nach dem Lawinenunglück mit drei toten Deutschen in Südtirol fällt in der betroffenen Gemeinde Schnals das Silvesterfeuerwerk aus. Am Montagabend gebe es in Gedenken an die Toten einen Fackelzug, bei dem Skilehrer der örtlichen Skischule in der Nähe der Unglückspiste abfahren, sagte eine Sprecherin der kleinen Gemeinde am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Eine Mitarbeiterin der Skischule sagte, der Fackellauf finde jedes Jahr statt, werde dieses Jahr aber ohne Party sein und der Opfer gedenken.

Am Samstag hatte eine Lawine eine Mutter mit ihrer sieben Jahre alten Tochter aus Thüringen und ein sieben Jahre altes Mädchen aus Nordrhein-Westfalen getötet. Sie waren mit ihren Familien auf einer Piste unterwegs, als sie das Schneebrett verschüttete. Unklar ist, wann die Leichen nach Deutschland übergeführt werden.

+++ 14.42 Uhr: Störung in Commerzbank-Depots: Keine Wertpapierkäufe online möglich +++

Eine IT-Störung hat am Montag zu Turbulenzen bei Commerzbank-Kunden geführt. Bankkunden konnten in ihren Depots nicht online Wertpapiere wie Aktien kaufen, sagte ein Sprecher des Geldhauses in Frankfurt. Die Störung halte an, man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung. Wer Wertpapiere kaufen wolle, müsse seinen Berater anrufen, der den entsprechenden Auftrag zu gleichen Konditionen ausführe, so die zweitgrößte deutsche Privatbank. Verkäufe von Wertpapieren seien nicht betroffen und könnten regulär online ausgeführt werden. Auch laufe der Handel bei der Commerzbank-Tochter Comdirect ungestört.

+++ 14.20 Uhr: Polizeieinsatz wegen Schüssen nahe Checkpoint Charlie +++

Nahe dem Checkpoint Charlie im Zentrum Berlins ist es wegen Schüssen zu einem großen Polizeieinsatz gekommen. Die Polizei twitterte, ein unbekannter Verdächtiger solle Schüsse in einem Geschäft abgegeben haben. Ein Zeuge berichtete, er habe die Schüsse an der Kreuzung Friedrichstraße und Kochstraße gehört. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei rückte an. Auch ein Krankenwagen der Feuerwehr stand an der Kreuzung.

+++ 13.51 Uhr: Polizeieinsatz nahe Checkpoint Charlie - Grund unklar +++

Rund um ein Café nahe dem Checkpoint Charlie im Zentrum Berlins ist es am Montagmittag zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Der Grund dafür war zunächst unklar.

Nach Aussagen von Zeugen sollen in dem Café an der Kreuzung Schüsse gefallen sein. Die Polizei-Pressestelle bestätigte das zunächst nicht – wenig später twitterte die Polizei Berlin allerdings, dass nach "ersten Erkenntnissen zufolge ein unbekannter Verdächtiger in einem Geschäft mehrere Schüsse abgegeben haben" soll. 

Krankenwagen waren nicht vor Ort. Die Polizei sperrte den Bereich rund um die Kreuzung Friedrichstraße und Kochstraße ab. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten beobachteten die oberen Stockwerke umliegender Häuser.

+++ 13.33 Uhr: Trotz Restaurierungsarbeiten: Big Ben läutet neues Jahr in London ein +++

Der berühmte Glockenschlag von Big Ben soll auch dieses Mal wieder das neue Jahr in London einläuten. Zu Probeläufen war der Glockenschlag bereits am Wochenende zu hören, wie das britische Parlament twitterte. Der Uhrturm ist derzeit allerdings beinahe komplett hinter einem Gerüst verborgen ist, denn der Elizabeth-Tower wird von Grund auf saniert. Nach und nach soll das Gerüst bis Ende 2020 aber abgebaut werden. 

Das Dach mit seinen gusseisernen Ziegeln wurde bereits enthüllt. Auch eines der überarbeiteten Ziffernblätter ist sichtbar - zur Überraschung vieler erstrahlt es teilweise in kräftigem Blau statt dem bekannten Schwarz. Das ist nach Ansicht von Experten die originale Farbgebung. Jedes Ziffernblatt hat einen Durchmesser von sieben Metern und besteht aus 324 Glasscheiben, die alle erneuert werden. Hergestellt werden sie in Deutschland.

+++ 12.55 Uhr: Miliz: Zahl der Toten durch US-Luftangriffe im Irak auf 24 gestiegen +++

Luftangriffe: USA greifen Hisbollah-Ziele in Syrien und im Irak an

Bei den Luftangriffen der USA auf schiitische Milizen in Syrien und im Irak sind mindestens 24 Menschen getötet und 50 verletzt worden. Das teilte ein Sprecher der Miliz Kataib Hisbollah in der Nacht mit. Zuvor hatten die USA mitgeteilt, am Sonntagabend fünf Ziele der schiitischen Miliz im Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Irak angegriffen zu haben. Die USA machen die vom Iran unterstützte Miliz für Angriffe auf Militäreinrichtungen verantwortlich, in denen sich US-Soldaten befinden.

+++ 12.36 Uhr: Arbeitsmarktexperten blicken optimistisch aufs neue Jahr +++

Trotz des schwächeren Exports rechnen Arbeitsmarktforscher mit einem stabilen Arbeitsmarkt im neuen Jahr. In den nächsten drei Monaten seien allenfalls leichte Zunahmen der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit in Deutschland zu erwarten, heißt es in einer Prognose des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Bundesagentur für Arbeit gibt am Freitag die Zahl der Arbeitslosen für Dezember bekannt. Im November war diese mit 2,180 Millionen Menschen auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. 

+++ 12.14 Uhr: Parteien erhielten 2019 deutlich weniger Großspenden als im Vorjahr +++

Die politischen Parteien in Deutschland haben 2019 deutlich weniger Großspenden erhalten als im Vorjahr. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die die Bundestagsverwaltung auf ihrer Website veröffentlichte. Demnach verzeichnete die CDU in diesem Jahr insgesamt nur noch 335.000 Euro an Großspenden, 2018 war es noch rund eine Million Euro gewesen. 

Auch die CSU erhielt 2019 nur eine Großspende in Höhe von 95.000 Euro, im Vorjahr kam sie auf 625.000 Euro. Am meisten Geld bekam in diesem Jahr der Südschleswigsche Wählerverband (SSW): Die Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein verbuchte 488.000 Euro, so viel wie bereits 2018. Spender ist das dänische Kulturministerium. Die FDP nahm dieses Jahr 200.000 Euro an Großspenden ein (2018: rund 386.000 Euro), die Grünen erhielten den Angaben zufolge 185.000 Euro (2018: knapp 259.000 Euro). Die SPD kam auf 157.000 Euro, nach 390.000 Euro im Jahr 2018. Die AfD konnte wie schon im Vorjahr keine einzige Großspende verbuchen.

+++ 12.07 Uhr: FDP sieht generellen Reformbedarf bei Parteienfinanzen +++

Die FDP sieht einen "generellen Reformbedarf" beim Parteiengesetz und seinen Regelungen zur Parteienfinanzierung. "Es braucht dringend Klärung beim Umgang mit Mikrospenden und bei der Frage, wie Einnahmen aus Sponsoring künftig transparenter ausgewiesen werden können", sagte FDP-Bundesschatzmeister Hermann Otto Solms der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Freien Demokraten hielten zudem eine Vereinfachung der Verfahren für die ehrenamtlichen Schatzmeister in den Orts- und Kreisverbänden sowie für die prüfende Bundestagsverwaltung für geboten. 

Die bundesweit auftretenden Parteien mussten im zu Ende gehenden Jahr einen starken Einbruch bei Großspenden hinnehmen. Die Gesamtsumme ging von rund 3,1 Millionen im Vorjahr auf 1,2 Millionen Euro zurück.

+++ 11.39 Uhr: Putin: Russland und Deutschland sollen enger zusammenarbeiten +++

Die Feiern zum 75. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland bieten nach Auffassung des russischen Präsidenten Wladimir Putin die Chance, die Beziehungen zu Berlin zu verbessern. Er sei zuversichtlich, dass das Jubiläumsjahr 2020 dazu beitrage, dass beide Länder künftig bei dringenden Fragen enger zusammenarbeiteten, sagte Putin dem Kreml zufolge. Das betreffe Belange zwischen Russland und Deutschland, aber auch internationale Angelegenheiten. Putin äußerte sich in einem Schreiben zum Jahreswechsel an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Darin erinnerte er an Projekte beider Länder, unter anderem Partnerschaften in den Bereichen Forschung und Bildung.

+++ 11.21 Uhr: SPD-Politiker Manfred Stolpe im Alter von 83 Jahren verstorben +++

Manfred Stolpe (SPD), ehemaliger Ministerpräsident von Brandenburg

Manfred Stolpe (SPD), ehemaliger Ministerpräsident von Brandenburg und Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen

Picture Alliance

Der SPD-Politiker Manfred Stolpe ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Das teilte die Staatskanzlei Brandenburg in Potsdam im Namen der Familie mit. Der langjährige Ministerpräsident des Landes Brandenburg sei nach langer Krankheit "friedlich eingeschlafen".

Der am 16. Mai 1936 in Stettin geborene Jurist war von 1990 bis 2002 Regierungschef in Brandenburg. Nach seinem überraschenden Rücktritt wurde er im Herbst 2002 Bundesverkehrsminister in der damaligen rot-grünen Bundesregierung und blieb bis Ende der Legislaturperiode 2005 im Amt.    

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach von einem "Tag tiefer Trauer". "Wir nehmen Abschied von einem großen Mann, der unser junges Land geprägt hat wie niemand sonst. Manfred Stolpe war der Vater des modernen Brandenburgs", erklärte Woidke.

+++ 10.59 Uhr: Bericht: Zahl ausländischer Altenpflegekräfte seit 2013 um 50.000 gestiegen +++

Die Zahl der Altenpflegekräfte aus dem Ausland ist einem Bericht zufolge seit 2013 deutlich um rund 50.000 gestiegen. Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) berichtete, waren zum Stichtag 31. März 2013 gut 30.000 ausländische Kräfte in der Altenpflege tätig. Ende März des laufenden Jahres waren es bereits knapp 80.000 ausländische Altenpflegekräfte. Davon sind rund 50.000 als Helfer beschäftigt, wie die Zeitung weiter berichtete. Knapp 30.000 Ausländer arbeiten als Fachkräfte, Spezialisten und Experten in der deutschen Altenpflege.

+++ 9.24 Uhr: Trotz Umweltdebatte: Rekordmenge an Raketen und Böllern importiert +++

Trotz aller Umweltdebatten sind die Importe von  Böllern und Raketen für Silvester kräftig gewachsen. Im vergangenen Jahr wurde die Rekordmenge von 47.400 Tonnen Feuerwerkskörpern im Wert von 121 Millionen Euro nach Deutschland eingeführt, teilte das Statistische Bundesamt mit. Verglichen mit dem Vorjahr stieg die importierte Menge an Böllern und Co. demnach um fast 11 Prozent und gemessen am Jahr 1999 um 48 Prozent, so die Wiesbadener Statistiker. Fast alle der Feuerwerkskörper stammten aus China.

Umweltschützern ist das Böllern schon länger ein Dorn im Auge, da enorme Mengen an Feinstaub in die Luft gelangen und viel Plastikmüll in den Straßen liegen bleibt. Auch Tierschützer klagen über den Lärm von Böller und Raketen, der etwa Hunde und Katzen aufschreckt. Die Deutsche Umwelthilfe wirbt dafür, für saubere Luft auf den Kauf von Feuerwerkskörpern zu verzichten. Mehrere Einzelhändler haben Böller und Raketen bereits aus dem Sortiment genommen. Für den Jahreswechsel 2019/2020 erwartet der Verband der pyrotechnischen Industrie 133 Millionen Euro Umsatz - etwa so viel wie im Vorjahr.

+++ 9.18 Uhr: Habeck fordert härteres Vorgehen gegen antisemitische Straftaten +++

Grünen-Chef Robert Habeck hat ein härteres Vorgehen gegen antisemitische Straftaten gefordert. "Antisemitische Äußerungen müssen zur Anzeige gebracht werden, das gilt für rechten wie für islamischen Antisemitismus", sagte Habeck dem "Tagesspiegel". Rechtsterroristische Umtriebe in staatlichen Institutionen müssten unter konsequenter Anwendung des Dienstrechts unterbunden werden.    

Habeck reagierte mit diesen Forderungen auf einen Gastbeitrag des russisch-deutschen Pianisten Igor Levit für den "Tagesspiegel", in dem der Musiker von antisemitischen Morddrohungen berichtet hatte. Der grüne Parteichef zollte Levit Respekt für dessen Umgang mit der Bedrohung. "Es spricht für das Kämpferherz von Igor Levit, dass er das öffentlich macht, sich wehrt."

+++ 8.58 Uhr: ADAC warnt vor großer Staugefahr an Dreikönig +++

Am Dreikönigstag dürfte die Staugefahr auf deutschen Autobahnen besonders groß werden. Der ADAC warnte in München vor allem für den Nachmittag des 6. Januar vor größeren Verkehrsproblemen. An dem Wochenende enden nämlich fast zeitgleich in 15 Bundesländern, in den Niederlanden und etlichen Nachbarländern die Ferien. Zwar ist der 6. Januar in Bayern, Baden-Württemberg und Teilen Sachsen-Anhalts Feiertag - allerdings ohne Feiertagsfahrverbot für Lastwagen, wie der Autoclub erläuterte. Zudem hätten die Schulen in Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein an dem Tag geschlossen; in Hessen dauern die Ferien noch eine Woche länger. "Das bedeutet, dass viele Autourlauber aus den genannten Regionen erst an diesem Tag heimkehren."

+++ 8.42 Uhr: Barack Obama wirbt in jährlicher Filmliste für eigene Produktion +++

Mit seiner alljährlichen Liste von Lieblingsfilmen und -büchern macht Barack Obama in diesem Jahr auch Werbung für sich selbst. Ganz oben unter den besten Filmen 2019 rangiert "American Factory". "Natürlich (...) ist auch ein Film von unserer eigenen Produktionsfirma, Higher Ground, dabei, der kürzlich für einen Oscar nominiert wurde", schrieb der ehemalige US-Präsident am Sonntag (Ortszeit) auf Instagram.

Unter seinen Favoriten 2019 finden sich zudem der über drei Stunden lange Thriller "The Irishman", der Gewinner der Goldenen Palme in Cannes "Parasite" und das US-Geschichtsdrama "Little Women". Zu seinen Listen schrieb Obama: "Das ist eine schöne Tradition für mich geworden und ich hoffe, für euch auch."

+++ 8.41 Uhr: Opferbilanz nach Bombenanschlag in Mogadischu steigt weiter +++

Nach dem verheerenden Sprengstoffanschlag vom Wochenende in Somalias Hauptstadt Mogadischu steigt die Opferbilanz weiter. Mindestens eines der am Sonntag zur medizinischen Behandlung in die Türkei ausgeflogenen schwer verletzten Opfer ist nach Angaben des zuständigen nationalen Notfallkomitees vom Montag gestorben. 

Es geht nun in einer vorläufigen Bilanz von 83 Toten und mindestens 20 Vermissten aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie unter den Toten sind, gilt als hoch: Nach Angaben von Rettungskräften wurden viele Opfer - darunter auch Kinder - von der Wucht der Explosion regelrecht zerrissen. Eine Identifizierung der Leichenteile gilt als schwierig. Die Polizei hatte am Wochenende daher von knapp 100 Toten gesprochen. In den Krankenhäusern der Stadt wurden 148 Verletzte aufgenommen. Bei einigen von ihnen gelten die Überlebenschancen als fraglich.  

+++ 8.21 Uhr: US-Bürgerrechtsikone John Lewis an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt +++

Der afroamerikanische Kongressabgeordnete John Lewis, eine Ikone der Bürgerrechtsbewegung in den USA, hat eine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Bei einer Routineuntersuchung sei bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden, teilte der 79-jährige Demokrat am Sonntag mit. Er habe fast sein gesamtes Leben lang gekämpft - "für Freiheit, Gleichheit, grundlegende Menschenrechte", nun werde er seine Erkrankung bekämpfen. Lewis kündigte an, während seiner Behandlung Mitglied des Repräsentantenhauses bleiben zu wollen. Er werde mehrere Abstimmungen verpassen. "Aber mit Gottes Gnade bin ich bald an vorderster Front zurück." Lewis sitzt seit mehr als 30 Jahren für seinen Wahlkreis im Südstaat Georgia im US-Kongress.

+++ 8.21 Uhr: Mutmaßlich Brandanschlag auf Leipziger Polizeigelände +++

Ein mutmaßlicher Brandanschlag auf ein Dienstgelände der Leipziger Polizei beschäftigt das sächsische Landeskriminalamt. Am späten Sonntagabend waren laut der Behörde im Stadtteil Leutzsch zwei Autos in Flammen aufgegangen, die mit der Aufschrift "Polizeibehörde" beklebt waren und vom Ordnungsamt genutzt wurden. Ein drittes Fahrzeug sowie ein Funkmast wurden durch den Brand ebenfalls beschädigt.

Wie ein Sprecher der LKA sagte, sei es inzwischen erwiesen, dass die unbekannten Täter ein Loch in einen Zaun geschnitten hatten und dadurch auf das Gelände gelangt waren. Dann steckten sie die zwei Autos in Brand. Die Flammen griffen auf ein weiteres Fahrzeug sowie einen Funkmast über. Dieser sei nach wie vor funktionstüchtig, so der Sprecher. Verletzt wurde durch das Feuer niemand, jedoch entstand ein Schaden, den das LKA im hohen fünfstelligen Bereich verortet.

+++ 7.38 Uhr: Elf Tote bei Unfall von Kleinbus mit Touristen in Südmexiko +++

Bei einem Unfall eines mit Touristen besetzten Kleinbusses im Süden von Mexiko sind mindestens elf Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Wie die örtlichen Behörden am Sonntag mitteilten, befand sich der Kleinbus auf dem Weg zu der bei Urlaubern beliebten Stadt San Cristóbal de las Casas im Bundesstaat Chiapas.     

Ob unter den Toten und Verletzten auch ausländische Staatsbürger waren, blieb zunächst unklar. Der Kleinbus wurde den Angaben zufolge von einem anderen Wagen gerammt. Die genauen Ursachen des Unfalls waren noch ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft leitete dazu eine Untersuchung ein. 

+++ 7.13 Uhr: Gewerkschaft: Wir können Streik bei Germanwings kurzfristig ausdehnen +++

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat am ersten Streiktag ihre Drohung bekräftigt, den dreitägigen Ausstand bei Germanwings auszudehnen. "Wir können das kurzfristig verlängern", sagte Ufo-Vize Daniel Flohr im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir wollen das nicht", ergänzte er zwar, aber wenn die Gewerkschaft am Ende der drei Tage glaube, "dass es mehr davon braucht", werde sie zu weiteren Streiks aufrufen. Die Lufthansa-Tochter Germanwings kritisiert die Streiks, bei denen es offiziell um eine Regelung zur Teilzeit geht, als unangemessen. 

+++ 6.58 Uhr: Drei Jahre Haft für Forscher in China wegen Genmanipulation bei Babys +++

Der chinesische Forscher He Jiankui ist wegen Genmanipulation bei Babys zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Wegen illegaler medizinischer Methoden seien gegen ihn seien drei Jahre Haft sowie eine Geldstrafe verhängt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. He hatte nach eigenen Angaben das Erbgut von durch künstliche Befruchtung gezeugten Zwillingsschwestern verändert.

+++ 5.34 Uhr: Zwischenlager Gorleben: 113 Behälter warten auf Endlagerung +++

Im Zwischenlager Gorleben warten 113 Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll auf eine Endlagerung. Im November 2011 kamen die letzten elf Castoren. Ganz in der Nähe liegt der Salzstock Gorleben, jahrzehntelang bundesweit einzige Option zur dauerhaften Lagerung von hoch radioaktivem Atommüll. 2011 beschloss der Bundestag den Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022, auch andere mögliche Standorte sollten nun geprüft werden. Silvester 2034 erlischt die befristete Betriebsgenehmigung für das Zwischenlager. Spätestens sechs Jahre zuvor muss geklärt sein, wo die Behälter und ihr Inhalt bleiben werden. 

+++ 5.34 Uhr: Wehrbeauftragter: Kein "Weiter so" in der Sahelregion +++

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels, hat sich angesichts des Erstarkens islamistischer Terrorgruppen in der Sahelregion für ein stärkeres Engagement ausgesprochen. "Ein einfaches "Weiter so" wäre nicht besonders attraktiv. Die dschihadistischen Terrormilizen gewinnen Raum, und die ganze Region kann kippen", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Europa wird das nicht ohnmächtig mit ansehen und laufen lassen können. Auch unsere Soldatinnen und Soldaten, die dort eingesetzt sind, haben es verdient, dass ihre Mission die Situation verbessert und nicht nur die Verschlimmerung der Sicherheitslage verlangsamt."

+++ 5.23 Uhr: Städte- und Gemeindebund gegen generelles Verbot von Silvesterfeuerwerk +++

Der Städte- und Gemeindebund hat sich gegen ein generelles Verbot von Silvesterfeuerwerk ausgesprochen. Privates Feuerwerk und Böller zum Jahreswechsel hätten eine lange Tradition und seien ein "Ausdruck von Lebensfreude", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Passauer Neuen Presse". Daher sollten sie "nicht generell untersagt werden".    

Mit pauschalen Verboten und gesetzlichen Einschränkungen "wird man nicht weiterkommen", sagte Landsberg. Jedoch müsse die Bevölkerung für die Belastungen sensibilisiert werden, die durch das Feuerwerk für Mitmenschen, Tiere und das Klima entstünden. Es müsse für einen verantwortungsvollen Umgang mit Böllern und Feuerwerkskörpern geworben werden. 

Silvester-Werksverkauf in Eitorf: Hier stehen 1000 Böller-Fans  an: "Ein bisschen Ballern"

+++ 5.04 Uhr: Studie: Deutschland einer der größten WTO-Profiteure +++

Deutschland gehört einer Studie zufolge zu den größten Profiteuren der Welthandelsorganisation WTO. Die USA, China und Deutschland erzielten durch die Mitgliedschaft in der Organisation die mit Abstand größten Einkommensgewinne, heißt es in einer Studie der Bertelsmann Stiftung. 66 Milliarden US-Dollar brachte die Mitgliedschaft demnach 2016 der Bundesrepublik (USA: 87 Milliarden Dollar, China: 86 Milliarden).

+++ 4.34 Uhr: Grüne: Verträge kündigen muss mit einem Klick funktionieren +++

Ob Handyvertrag oder Musikabonnement: Online einen Vertrag abzuschließen ist oft deutlich einfacher als ihn zu kündigen. Die Grünen im Bundestag wollen Unternehmen deshalb verpflichten, einen Kündigungsbutton anzubieten. Überall, wo man mit einem Klick kaufen könne, solle man auch mit einem Klick wieder kündigen können, heißt es in einem Antrag an den Bundestag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Verbraucherinnen und Verbrauchern wird es unnötig schwer gemacht, aus online geschlossenen Verträgen wieder herauszukommen", bemängelte die netzpolitische Sprecherin der Grünen, Tabea Rößner.

+++ 4.18 Uhr: Drei Tote nach Schüssen in texanischer Kirche +++

Während eines Gottesdienstes hat ein Mann in einer Kirche im US-Bundesstaat Texas wahllos das Feuer eröffnet und zwei Menschen tödlich getroffen. Der Schütze wurde von privaten Wachmännern der Kirche erschossen, seine Opfer erlagen ihren Verletzungen später im Krankenhaus, wie die Polizei auf einer Pressekonferenz mitteilte. Der Vorfall hatte sich demnach am Sonntagvormittag (Ortszeit) im Ort White Settlement in der Nähe der Stadt Fort Worth bei Dallas ereignet. Zur Identität und den Motiven des polizeibekannten Täters machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

+++ 3.49 Uhr: Streik der Germanwings-Flugbegleiter hat begonnen +++

In der Nacht zum Montag hat der dreitägige Streik der Germanwings-Flugbegleiter an mehreren deutschen Flughäfen begonnen. Das bestätigte der Sprecher der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, der Deutschen Presse-Agentur. Infolge des Ausstands, der bis einschließlich Neujahr dauern soll, fallen bundesweit rund 180 Flüge aus, wie aus einer Übersicht auf der Internetseite von Eurowings hervorgeht, die das Unternehmen laufend aktualisiert. Germanwings führt ihre Flüge für Eurowings aus.

Im gesamten Eurowings-Flugplan führe der Streik bei Germanwings zu rund 15 Prozent Flugausfällen, sagte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. "Von geplanten 1200 Flügen im Streikzeitraum werden über 1000 durchgeführt."

Nicoley Baublies, Beauftragter des UFO-Vorstands

+++ 2.09 Uhr: US-Armee: Vier Shebab-Kämpfer bei US-Luftangriffen in Somalia getötet +++

Bei US-Luftangriffen in Somalia sind nach Armeeangaben vier Kämpfer der radikalislamischen Shebab-Miliz getötet worden. Wie das Afrika-Kommando der US-Streitkräfte mitteilte, führte die US-Armee am Sonntag drei Luftangriffe in dem ostafrikanischen Land aus, die mit der dortigen Regierung abgestimmt worden seien. Mit den Attacken reagierten die US-Streitkräfte auf den Bombenanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu am Samstag, bei dem rund 80 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden waren.

+++ 1.28 Uhr: UN: Gewalt gegen Kinder in Krisengebieten seit 2010 verdreifacht +++

Im vergangenen Jahrzehnt haben sich die nachgewiesenen Gewalttaten gegen Kinder in Krisengebieten einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef zufolge fast verdreifacht. Ein "tödliches Jahrzehnt" für Kinder gehe seinem Ende zu, teilte Unicef mit.

Seit 2010 seien insgesamt 170.000 schwere Misshandlungen von Kindern in Krisengebieten nachgewiesen worden - durchschnittlich 45 pro Tag. Darunter fielen zum Beispiel Tötungen, Verstümmelungen, sexuelle Gewalt, Entführungen oder Angriffe auf Schulen oder Krankenhäuser. 2018 wiesen die Vereinten Nationen 24 000 solcher Taten nach - fast dreimal so viele wie noch 2010, auch weil mehr für die Erfassung und Verifizierung der Taten getan wird.

+++ 0.25 Uhr: USA bestätigen Drohnenangriffe auf Islamistenmiliz in Somalia +++

Für die Luftangriffe auf Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia sind Drohnen des US-Militärs eingesetzt worden. Die US-Kommandozentrale für Einsätze in Afrika (Africom) bestätigte am Sonntag, dass die Vergeltungsangriffe nach dem Sprengstoffanschlag in Mogadischu mit der Regierung des ostafrikanischen Landes abgestimmt worden seien. Insgesamt wurden demnach drei Luftangriffe geflogen, dabei seien vier Terroristen getötet worden. Somalischen Geheimdienstkreisen zufolge war darunter ein ranghoher Kommandeur der Miliz. Bei dem verheerenden Anschlag in Mogadischu waren am Samstag knapp 100 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

fs/rw / DPA / AFP