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News von heute: Feuer im Amazonas-Gebiet: Einsatzkräfte dämmen Waldbrände in Bolivien ein

Zwei Männer durch Pfeilschüsse schwer verletzt +++ Urteil nach tödlicher Explosion bei BASF gefällt +++ Menschliches Versagen womöglich Ursache des Unglücks auf Mallorca +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Bolivien, Otuquis: Feuerwehrleute ruhen sich während ihres Einsatzes im Amazonasgebiet aus

Bolivien, Otuquis: Feuerwehrleute ruhen sich während ihres Einsatzes im Amazonasgebiet aus

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Juncker: EU wird alles zur Vermeidung eines No-Deal-Brexits tun (19.11 Uhr)
  • Einsatzkräfte dämmen Waldbrände in Bolivien ein (18.15 Uhr)
  • Zwei Männer durch Pfeilschüsse schwer verletzt (17.03 Uhr)
  • Urteil nach tödlicher Explosion bei BASF gefällt (14.49 Uhr)
  • Umfragen sagen Kopf-an-Kopf-Rennen in Brandenburg voraus - CDU führt in Sachsen (14.11 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 22.45 Uhr: Fünf Sterne und Italiens Sozialdemokraten werden am Mittwoch über Koalition entscheiden +++

Kurz vor Ablauf der von Italiens Staatschef Sergio Mattarella gesetzten Frist beraten die Fünf-Sterne-Bewegung und die italienischen Sozialdemokraten weiter über eine mögliche Regierungsbildung. Nachdem sich die Spannungen zwischen den Parteien wieder gelegt hatten, zeigten sich beide Parteien optimistisch. Für Mittwochmorgen kündigten sie weitere Gespräche an. Bis spätestens Mittwochabend müssen die Parteien Mattarella eine mehrheitsfähige Koalition vorschlagen. Die Fünf-Sterne-Bewegung und die sozialdemokratische PD hatten ihre Verhandlungen am Dienstag fortgesetzt und eineinhalb Stunden "an einem gemeinsamen Dokument" gearbeitet. Der PD-Politiker Andrea Marcucci zeigte sich nach Ende der Beratungen "optimistisch", dass rechtzeitig eine Einigung erzielt werden könne. Der Fünf-Sterne-Abgeordnete Stefano Patuanelli sprach von einem "guten Klima".

+++ 21.33 Uhr: US-Sicherheitsberater Bolton zu Gesprächen in der Ukraine +++

Einen Tag nach Ankündigung eines Gipfeltreffens zum Ukraine-Konflikt ist US-Sicherheitsberater John Bolton zu Gesprächen mit dem neuen ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj nach Kiew gereist. "Bolton ist hier, um zu betonen, dass die USA die Souveränität, territoriale Integrität und den euro-atlantischen Weg der Ukraine unterstützen", teilte die US-Botschaft in den sozialen Medien mit. Selenskyj werde Bolton am Mittwoch empfangen. "Wir unterstützen Selenskyjs Reformbestrebungen und seine Vision, eine stärkere und florierende Ukraine zu schaffen", schrieb Bolton im Online-Dienst Twitter. Er stellte außerdem gegenüber Reportern ein mögliches Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit Selenskyj in Polen in Aussicht. 

+++ 19.53 Uhr: Berlin, Paris und London drängen Nordkorea an den Verhandlungstisch +++

Nach den jüngsten Waffentests der selbst erklärten Atommacht Nordkorea wollen die UN-Vertreter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens Machthaber Kim Jong UN wieder an den Verhandlungstisch drängen. "Wir bekräftigen unsere Verurteilung von wiederholten, provozierenden Raketenstarts, die gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen", sagte der stellvertretende deutsche UN-Botschafter Jürgen Schulz bei einer gemeinsamen Erklärung der drei europäischen Staaten in New York. Zuvor hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf ihr betreiben hin über die Lage auf der koreanischen Halbinsel beraten. 

Nordkorea hatte am Samstag erneut einen Waffentest unternommen und nach eigenen Angaben ein "neu entwickeltes supergroßes" Mehrfachraketenwerfersystem erprobt. Machthaber Kim Jong Un habe den Test selber angeleitet und die Entwickler der Waffe gewürdigt, berichteten Staatsmedien am Sonntag. US-Präsident Donald Trump reagierte wie schon bei den nordkoreanischen Raketentests in den Wochen zuvor betont gelassen. Er hofft auf neue Verhandlungen mit Kim.

+++ 19.46 Uhr: Regierungskrise in Tschechien beigelegt +++

Mit der Einigung auf einen neuen Kulturminister ist die seit drei Monaten schwelende Regierungskrise in Tschechien beigelegt worden. Präsident Milos Zeman bestätigte die Nominierung des Kompromisskandidaten Lubomir Zaoralek aus den Reihen der sozialdemokratischen Partei (CSSD). Die CSSD, die als kleiner Koalitionspartner zusammen mit der populistischen Bewegung ANO eine Minderheitsregierung bildet, hatte im Streit über den Ministerposten zuvor mit einer Aufkündigung des Regierungsbündnisses gedroht. 

+++ 19.42 Uhr: Zwei Todesfälle durch Listerien in Spanien und über 200 Erkrankungen +++

In Spanien ist am Dienstag eine Frau nach dem Verzehr von verdorbenem Schweinefleisch gestorben - der zweite Todesfall binnen einer Woche im Zusammenhang mit über 200 Listeriose-Erkrankungen in dem Land. Die 74-Jährige starb in Sevilla in der südspanischen Region Andalusien an der bakteriellen Infektion, wie die Regionalregierung mitteilte. Vor einer Woche war bereits eine 90-Jährige an Listerien gestorben.    

Nach Angaben der Regionalregierung erkrankten insgesamt 196 Menschen in Andalusien. Auch in anderen Regionen Spaniens gab es sieben Erkrankungen. Eine Frau verlor ihr Baby wegen der Krankheit. Bei einem Briten wurde die Krankheit in Frankreich diagnostiziert, nachdem er zuvor in Sevilla verdorbenes Fleisch gegessen hatte.

+++ 19.11 Uhr: Juncker: EU wird alles zur Vermeidung eines No-Deal-Brexits tun +++

Im Brexit-Streit betont EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker die Bereitschaft zum Gespräch, falls Großbritannien konkrete neue Lösungsvorschläge macht. Die Europäische Union werde alles tun, um einen ungeregelten Austritt Großbritanniens zu vermeiden, erklärte eine Sprecherin nach einem Telefonat Junckers mit dem britischen Premierminister Boris Johnson. "Ein No-Deal-Szenario wird ausschließlich die Entscheidung des Vereinigten Königreichs sein, nicht die der EU."

Johnson will den im britischen Unterhaus mehrfach gescheiterten Austrittsvertrag ändern und vor allem die vorgesehene Garantieklausel für eine offene Grenze in Irland streichen, den sogenannten Backstop. Die EU hat dies stets abgelehnt, weil sie Grenzkontrollen zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland auch nach dem Brexit unbedingt vermeiden will. Wird keine Einigung gefunden, will Johnson am 31. Oktober notfalls einen Brexit ohne Vertrag.

+++ 18.15 Uhr: Einsatzkräfte dämmen Waldbrände in Bolivien ein +++

Die Einsatzkräfte im Osten von Bolivien dämmen die verheerenden Waldbrände immer weiter ein. Von rund 8000 Brandherden seien in den vergangenen zehn Tagen fast 7000 gelöscht worden, teilte Präsident Evo Morales mit. 1800 Soldaten und 450 Polizisten seien an den Löscharbeiten in der Region Chiquitanía beteiligt. In den vergangenen Tagen seien von Löschflugzeugen über zwei Millionen Liter Wasser über den Waldbrandgebieten abgeworfen worden.

Amazonas-Brände: Auch in Bolivien steht Regenwald in Flammen

In Südamerika wüten derzeit schwere Waldbrände. Vor allem Brasilien, Venezuela, Bolivien und Kolumbien sind von den Feuern betroffen. In Bolivien hatten sich die Brände seit Anfang des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. In den vergangenen Wochen wurden Brände auf einer Fläche von fast einer Million Hektar registriert.

"Die Regeneration der Wälder in dieser Region könnte Hunderte Jahre dauern, denn es sind Trockenwälder, die sehr langsam wachsen", sagte der Biologe Alfredo Fuentes der Zeitung "La Razón". Präsident Morales ordnete für die betroffenen Gebiete eine sogenannte ökologische Pause an, in der keine Ländereien verkauft werden dürfen.

+++ 18.01 Uhr: Verdi kritisiert "prekäre Verhältnisse" bei E-Scooter-Leihfirmen +++

Die Gewerkschaft Verdi hat scharfe Kritik an den Arbeitsbedingungen bei E-Scooter-Leihfirmen geübt. In der ARD-Sendung "Report München", die am Abend ausgestrahlt werden sollte, sprach die Dienstleistungsgewerkschaft von mitunter "prekären Verhältnissen". So griffen die Firmen zum Abholen und Aufladen der E-Tretroller oft auf Subunternehmen und Privatpersonen zurück. "Die meisten werden es schwer haben, den Mindestlohn zu erreichen", sagte der Sprecher von Verdi Bayern, Hans Sterr, dem ARD-Magazin. Dem Bericht zufolge wollten oder konnten mehrere angefragte Verleihfirmen keine genauen Angaben zur Bezahlung ihrer Mitarbeiter machen. Der E-Scooter-Branche fehlten Kontrolle und klare Regeln, bemängelte Sterr. So werde etwa durch Scheinselbstständigkeit ein neuer Niedriglohnsektor begünstigt.

Diese Regeln für E-Roller sollten Sie beachten

+++ 17.10 Uhr: Asylbewerberheim und Rathaus in Baden-Württemberg mit Hakenkreuzen beschmiert +++

Unbekannte haben im baden-württembergischen Pfedelbach eine Asylbewerberunterkunft mit Nazisymbolen beschmiert. Auch das etwa hundert Meter entfernte Rathaus sei in der Nacht zum Samstag besprüht worden, teilte die Polizei in Heilbronn am Dienstag mit. Demnach sprühten die Täter mit weißer Farbe Hakenkreuze, Totenköpfe und einen Schriftzug auf die Gebäude. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf. Die Beamten baten potenzielle Zeugen um Hinweise.

+++ 17.03 Uhr: Zwei Männer durch Pfeilschüsse schwer verletzt +++

Mit Pfeilen hat ein 34-Jähriger in der Nähe von Augsburg zwei Männer auf offener Straße niedergestreckt und schwer verletzt. Nachbarn des Täters ließen die Verletzten nach der Tat am Dienstag in ihr Haus, um sie vor weiteren Schüssen zu schützen. Polizisten nahmen den verdächtigen 34-Jährigen fest. Zunächst war unklar, womit der Mann die Pfeile verschossen hatte. Es müsse noch geklärt werden, ob er vielleicht einen Bogen oder eine Armbrust benutzt habe, erklärte Polizeisprecher Michael Jakob.

Ein 39-Jähriger erlitt durch einen Pfeil schwere Gesichtsverletzungen. Ein 47-Jähriger wurde am Oberkörper durch einen Treffer ebenfalls schwer verletzt und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. "Momentan können wir leider noch nicht sagen, was der Hintergrund der Tat ist", sagte Jakob. Gegen den vorläufig festgenommenen Mann wird wegen versuchter Tötungsdelikte ermittelt. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen voraussichtlich am Mittwoch weitere Details zu dem Fall bekanntgeben.

+++ 16.33 Uhr: Iran: Drei angebliche Spione zu hohen Haftstrafen verurteilt +++

Ein iranisches Revolutionsgericht hat zwei Männer und eine Frau wegen Spionage für Großbritannien und Israel zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt. Das sagte Justizsprecher Gholamhussein Ismaeli nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna. Welche Taten den dreien konkret vorgeworfen werden, sagte der Sprecher nicht. Das israelische Außenministerium sowie ein Sprecher von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußerten sich zunächst nicht.

+++ 15.14 Uhr: Familie schlägt Einbrecher per Überwachungs-App in die Flucht +++

Vom Urlaubsdomizil in Marokko aus hat eine Familie einen mutmaßlichen Einbrecher im Sauerland in die Flucht geschlagen - moderner Technik sei Dank. Der Sohn der Familie aus Iserlohn hatte auf seinem Handy eine Überwachungs-App installiert, die Alarm schlug, wie die Polizei mitteilte.

Über den Bildschirm des Smartphones konnte die Familie dann Bilder einer Überwachungskamera sehen und beobachte so, wie ein Mann mit Taschenlampe an der Tür rüttelte. Da das System neben der Überwachung auch Kommunikation ermöglichte, konnte die Familie laut Polizei aus der Ferne die Sprechanlage an der Tür ansteuern. Als daraus ein "Hallo?" erklang, sei der ungebetene Gast völlig überrascht gewesen und davongelaufen.

+++ 14.49 Uhr: Ein Jahr Haft auf Bewährung nach tödlicher Explosion bei BASF +++

Knapp drei Jahre nach einem schweren Explosionsunglück auf dem Gelände des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen ist der Angeklagte zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Frankenthal (Rheinland-Pfalz) sah es als erwiesen an, dass der 63 Jahre alte Mann bei Reparaturarbeiten im Oktober 2016 eine falsche Leitung angeschnitten hatte. Es kam zu einer verheerenden Explosion, bei der fünf Menschen starben und 44 weitere verletzt wurden. Unter den Toten waren vier Mitarbeiter der Werksfeuerwehr.

Die Staatsanwaltschaft ging in ihrer Anklageschrift davon aus, dass der Angeklagte am Unglückstag eine Art Blackout hatte. Der 63 Jahre alte Mann aus Bosnien-Herzegowina sagte vor Gericht, keinerlei Erinnerung zu haben, nicht einmal daran, dass er selbst in Flammen gestanden hatte. "Das war der schwerste Tag in meinem Leben. Das hat mein Leben kaputt gemacht", erklärte er.

+++ 14.29 Uhr: Umfrage: CDU in Sachsen stabilisiert Spitzenposition vor AfD +++

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen stabilisiert die CDU in einer neuen Umfrage ihre Spitzenposition. In der am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die "Bild"-Zeitung kommt die CDU auf 29 Prozent. Das sind vier Prozentpunkte mehr als die AfD, die 25 Prozent erreicht. Der aktuellen Insa-Erhebung zufolge käme die Linke auf 15 Prozent, die Grünen würden elf Prozent erreichen und die SPD läge bei acht Prozent. Die FDP muss mit fünf Prozent nach wie vor um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Die Freien Wähler kämen auf vier Prozent, sonstige Parteien zusammen auf drei Prozent.

+++ 14.11 Uhr: Umfragen sagen Kopf-an-Kopf-Rennen in Brandenburg voraus - CDU führt in Sachsen +++

Wenige Tage vor der Brandenburger Landtagswahl zeichnet sich dort einer Umfrage zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und AfD ab. In Sachsen hingegen wahrte die CDU von Ministerpräsident Michael Kretschmer ihren Umfrage-Vorsprung vor der AfD. Das geht aus zwei Erhebungen hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Insa für die "Bild"-Zeitung durchgeführt hat. In beiden Bundesländern wird am kommenden Sonntag ein neuer Landtag gewählt.

In Brandenburg liegt die von Ministerpräsident Dietmar Woidke geführte SPD laut Umfrage ebenso bei 21 Prozent wie die oppositionelle AfD. Im Vergleich zur letzten Insa-Umfrage von vor zwei Monaten legten beide Parteien um jeweils zwei Prozentpunkte zu, während die CDU um einen Punkt auf 17 Prozent abrutschte. Linke (15%) und Grüne (14%) rangieren knapp hinter dem Christdemokraten. Die rot-rote Regierungskoalition hätte damit keine Mehrheit mehr.

In Sachsen scheint die CDU trotz deutlicher Verluste auf einen Wahlsieg zuzusteuern. In der Insa-Umfrage kommt die Regierungspartei auf 29 Prozent der Stimmen. Als stärkste Partei läge sie damit deutlich vor der AfD, die 25 Prozent erreicht. Mit einem Stimmenanteil von lediglich 8 Prozent findet sich die SPD hinter der Linken und den Grünen. Die schwarz-rote Koalition in Sachsen könnte damit ebenfalls nicht mehr weiterregieren.

+++ 14.05 Uhr: Durchsuchungen bei Polizeigewerkschaft in Kiel +++

Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat nach Angaben der Deutschen Polizeigewerkschaft deren Geschäftsstelle in Kiel durchsucht. Auch die Wohnung eines Funktionärs sei durchsucht worden, sagte der Landesvorsitzende Torsten Gronau der Deutschen Presse-Agentur. Worin die Vorwürfe bestehen, wisse er noch nicht. 

Die Staatsanwaltschaft Kiel gab auf Anfrage an, die Durchsuchungen stünden im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren gegen einen Mitarbeiter der Landespolizei. Es bestehe der Anfangsverdacht von Indiskretionen im Zusammenhang mit polizeiinternen, sicherheitsrelevanten Informationen, sagte Oberstaatsanwalt Henning Hadeler der dpa. Im Raum stehe der Verdacht der Preisgabe von Informationen an Dritte. Ein unmittelbarer Zusammenhang zum Untersuchungsausschuss des Landtags zur Aufklärung der sogenannten Rocker-Affäre (PUA) bei der Landespolizei bestehe nicht.

+++ 14.03 Uhr: Rund 130 Annullierungen am Münchner Flughafen wegen Räumung +++

Wegen der Räumung am Münchner Flughafen sind inzwischen rund 130 Starts und Landungen abgesagt worden. Darüber hinaus kam es zu erheblichen Verspätungen, wie der Flughafen mitteilte. "Passagiere müssen über den ganzen Tag mit Beeinträchtigungen im Luftverkehr rechnen." Passagiere sollten sich bei ihrer Airline über den aktuellen Status ihres Fluges informieren.

Ein Fluggast war ersten Erkenntnissen zufolge aus einem sogenannten nicht sicheren Drittstaat am Flughafen angekommen und vor einer Einreisekontrolle über eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen. Daraufhin wurde die Abfertigung im Terminal 2 sowie in den Bereichen B und C im Terminal 1 für mehrere Stunden gestoppt. Diese Gebäudeteile wurden geräumt.

+++ 13.43 Uhr: Früherer VW-Chef Winterkorn: Piëch war Förderer und Wegbegleiter +++

Mit Bestürzung hat der frühere VW-Chef Martin Winterkorn auf den Tod von Ferdinand Piëch reagiert. Unter der maßgeblichen Führung Piëchs habe sich die Volkswagen AG zu einem der erfolgreichsten Mehrmarken-Automobilkonzerne der Welt entwickelt, sagte Winterkorn. "Mir persönlich war Ferdinand Piëch ein jahrzehntelanger Förderer und Wegbegleiter", sagte Winterkorn, der von 2007 bis 2015 VW-Chef war. Die visionäre Kraft und großen Fähigkeiten als Ingenieur hätten ihn über viele Jahre geprägt. 

Im Jahr 2015 hatte Piëch als Aufsichtsratschef mit der Äußerung für Aufsehen gesorgt, er sei "auf Distanz" zum damaligen Vorstandschef Winterkorn - Piëch verlor schließlich den Machtkampf und warf im Zorn hin. Winterkorn musste 2015 im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden des Dieselskandals zurücktreten. Piëch war am Sonntag im Alter von 82 Jahren gestorben, wie seine Ehefrau Ursula Piëch am Montagabend mitgeteilt hatte. "Unsere Anteilnahme gilt seiner ganzen Familie, allen voran seiner Ehefrau und seinen Kindern", sagte Winterkorn auch im Namen seiner Frau.

+++ 13.40 Uhr: Cum-Ex-Geschäfte: Razzia bei Deutsche-Börse-Tochter Clearstream +++

Bei der Deutsche-Börse-Tochter Clearstream hat es eine Razzia gegeben. Ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft sagte, dies sei "im Rahmen des Verfahrenskomplexes um die Cum-Ex-Geschäfte" geschehen. Die Deutsche Börse betonte, sie kooperiere vollumfänglich mit den Behörden. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Der Zeitung zufolge geht es um den Verdacht auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung im Rahmen von Cum-Ex-Geschäften. Clearstream ist eine Abwicklungsgesellschaft für Börsengeschäfte. Die Firma soll Kunden geholfen haben, Kapitalertragssteuern mehrfach erstattet zu bekommen.

+++ 13.38 Uhr: Krisentreffen der Sozialdemokraten in Italien +++

Nach dem Ultimatum der Fünf-Sterne-Bewegung auf der Suche nach einer neuen Regierung in Italien kommen die Sozialdemokraten (PD) zu einer Krisensitzung zusammen. Die PD-Führung treffe sich um 16 Uhr, um über das weitere Vorgehen zu beraten, teilte die Partei mit. Die Sterne hatten gedroht, die Verhandlungen über eine mögliche Allianz platzen zu lassen, sollten die Sozialdemokraten nicht Giuseppe Conte als Regierungschef zustimmen. 

Die Regierung aus Sternen und rechter Lega von Matteo Salvini war in der vergangenen Woche endgültig zerbrochen. Der parteilose Conte hatte seinen Rücktritt eingereicht. Nun verhandeln die Sterne mit den Sozialdemokraten von Nicola Zingaretti über eine Allianz. 

+++ 13.33 Uhr: Altbundespräsident Wulff: Piëch ging es nicht um Eigeninteressen +++

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat den gestorbenen langjährigen Volkswagen-Chef Ferdinand Piëch als uneigennützigen Manager beschrieben. "Ich habe mich bei allen Aufs und Abs über die Jahre hinweg überzeugen können, dass es ihm stets um den Konzern VW und nicht die Verfolgung von Eigeninteressen ging", sagte Wulff, von 2003 bis 2010 niedersächsischer Ministerpräsident, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Er war ein ganz besonderer und außergewöhnlicher Mensch, dem Niedersachsen unglaublich viel zu verdanken hat." In Gesprächen habe man von Piëch zudem "unvorstellbare technische Details" erfahren können.

+++ 13.24 Uhr: Militär: Waldbrände in Brasilien nicht außer Kontrolle +++

Die verheerenden Waldbrände in Brasilien sind nach Einschätzung des Militärs noch nicht außer Kontrolle geraten. "Ist es schwer?. Ja, aber es ist nicht außer Kontrolle geraten", sagte Verteidigungsminister Fernando Azevedo am Montagabend (Ortszeit) nach einem Treffen mit Präsident Jair Bolsonaro und Kabinettskollegen. Die Regierung habe schnell reagiert und die Brände in der betroffenen Region gingen bereits zurück. Am Dienstag wollte sich Bolsonaro mit den Gouverneuren der neun Bundesstaaten des Amazonasgebiets treffen und über das weitere Vorgehen beraten. 

Amazonas-Brände: Auch in Bolivien steht Regenwald in Flammen

In Brasilien wüten derzeit die schwersten Waldbrände seit Jahren. Viele Feuer wurden offenbar von Farmern auf abgeholzten Flächen gelegt, um neue Weideflächen zu schaffen. Weil es derzeit sehr trocken ist, greifen die Brände auch auf noch intakte Waldgebiete über. Zuletzt hatte Bolsonaro per Dekret genehmigt, dass die Streitkräfte bei den Löscharbeiten helfen und Brandstifter verfolgen.

+++ 13.17 Uhr: Studie: Gesundheitsgefahr geht auch von Tätowiernadeln aus +++

Nicht nur Tattoo-Farben, sondern auch die verwendeten Nadeln können Allergien auslösen. "Beim Tätowieren können sich Chrom- und Nickelpartikel von den Nadeln lösen und über das Blut in die Lymphknoten gelangen", erläutert Ines Schreiver vom Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin. Sie hat mit Kollegen am Dienstag eine Studie im Journal "Particle and Fibre Toxicology" veröffentlicht. Besonders häufig lösen sich die allergieauslösenden Metalle demnach ab, wenn Titandioxid zum Einsatz kommt, das in vielen Tattoo-Farben wie etwa Grün, Rot und Blau enthalten ist. In welchem Umfang die Ablagerungen die Gesundheit schädigen und Allergien auslösen, müsse noch genauer erforscht werden.

+++ 12.56 Uhr: Italien verbietet deutschem Rettungsschiff "Eleonore" das Anlegen +++

Italiens Innenminister Matteo Salvini hat dem deutschen Rettungsschiff "Eleonore" mit rund 100 Migranten an Bord das Anlegen in den Häfen des Landes verboten. Das Schiff mit deutscher Flagge dürfe nicht in italienische Gewässer fahren, hieß es aus dem Ministerium in Rom. Die "Eleonore" hatte die Menschen am Montag vor der libyschen Küste aufgenommen. Das Schiff gehört dem deutschen Kapitän Claus-Peter Reisch und wird von der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline unterstützt. "Wir haben noch keine positive Rückmeldung von EU-Staaten erhalten", twitterte Reisch zur Aussicht auf einen sicheren Hafen.

+++ 12.51 Uhr: Junge vor ICE gestoßen - Verdächtiger ohne Alkohol oder Drogen +++

Der Mann, der vor rund vier Wochen im Frankfurter Hauptbahnhof einen achtjährigen Jungen und seine Mutter vor einen ICE gestoßen haben soll, stand nicht unter Drogeneinfluss. Auch Alkohol sei bei der Blutuntersuchung des tatverdächtigen Eritreers nicht nachgewiesen worden, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Unklar sei noch, ob der Mann womöglich zum Tatzeitpunkt Medikamente genommen hatte. Hierzu stünden noch Untersuchungsergebnisse aus, hieß es.

+++ 12.44 Uhr: Menschliches Versagen womöglich Ursache des Unglücks auf Mallorca +++

Das Flugunglück vom Sonntag auf Mallorca ist möglicherweise auf menschliches Versagen zurückzuführen. Nach der Befragung der ersten Augenzeugen deute alles darauf hin, dass sich die Piloten des Hubschraubers und des Kleinflugzeuges nicht gesehen hätten, berichteten Medien der spanischen Urlaubsinsel unter Berufung auf die Ermittler. Es gebe keine Hinweise auf ein technisches Versagen. Bis zur Ermittlung der genauen Unfallursache dürften aber Monate vergehen, hieß es.

Wrack des Kleinflugzeugs auf Mallorca

+++ 12.12 Uhr: Deutscher auf Mallorca wegen Brandstiftung im Wald festgenommen +++

Ein Deutscher ist auf Mallorca unter dem Vorwurf der Brandstiftung inhaftiert worden. Der 45-Jährige sei am Montag in einer Waldgegend von Son Quint nordwestlich der Inselhauptstadt Palma festgenommen worden, berichteten Regionalmedien. Der frühere Bundeswehr-Angehörige werde verdächtigt, vorige Woche in den Wäldern um das Bergdorf Esporles im Tramuntanagebirge im Nordwesten der spanischen Urlaubsinsel sowie in Son Quint unweit von Palma insgesamt drei Brände absichtlich entfacht zu haben. Die Polizei bestätigte auf Anfrage diese Medienberichte.

Bei seiner Festnahme habe der Deutsche heftigen Widerstand geleistet, hieß es. Der Mann halte sich den Erkenntnissen zufolge mindestens seit vielen Monaten auf Mallorca auf und sei dort polizeibekannt. Er habe in der Vergangenheit unter anderem schon Auseinandersetzungen mit Beamten gehabt. Weitere Angaben zu Identität und Herkunft des Mannes könne man nicht machen, erklärte ein Polizeisprecher. Bei der Festnahme seien Grillanzünder, Feuerzeuge und ein Blasebalg sichergestellt worden, mit denen der Mann vermutlich weitere Waldbrände habe legen wollen. Der mutmaßliche Brandstifter sei dank Aussagen von Augenzeugen identifiziert und gefunden worden, hieß es.

+++ 11.58 Uhr: Estland: Regierungschef muss sich Misstrauensvotum stellen +++

In Estland muss sich Regierungschef Jüri Ratas auf Antrag der Opposition einem Misstrauensvotum im Parlament stellen. Parlamentspräsident Henn Polluaas (EKRE) berief dazu für Freitag eine außerordentliche Sitzung der Volksvertretung Riigikogu ein. Dies teilte ein Parlamentssprecher am Dienstag in Tallinn mit. Initiiert wurde das Misstrauensvotum von der oppositionellen Reformpartei. 

+++ 11.33 Uhr: Abfertigung am Münchner Flughafen läuft auch in Terminal 2 wieder +++

Die Abfertigung von Passagieren am Münchner Flughafen ist nach einer Räumung wieder komplett angelaufen. Nachdem Fluggäste zunächst nur wieder ins Terminal 1 konnten, sei nun auch das Terminal 2 freigegeben, sagte ein Sprecher von Deutschlands zweitgrößtem Airport. 

+++ 11.26 Uhr: SPD-Kandidaten Kampmann und Roth wollen schlankere Parteiführung +++

Die beiden Bewerber für den SPD-Vorsitz, Christina Kampmann und Michael Roth, wollen die Führungsriege der SPD verkleinern und die Basis stärker einbeziehen. Unter anderem wollen sie das Parteipräsidium abschaffen, die Zahl der stellvertretenden Parteivorsitzenden von sechs auf zwei reduzieren und zwei Plätze im Parteivorstand an Mitglieder der Basis verlosen. Das geht aus einem Papier des Kandidatenduos mit Vorschlägen für eine SPD-Reform hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das "Der Spiegel" zuerst berichtete. Auf den Wahllisten der SPD soll jeder fünfte Platz für "kreative Geister" auch ohne Parteibuch offen stehen.

+++ 11.01 Uhr: Mann wegen Zeigens von Hitlergruß in Chemnitz verurteilt +++

Ein 19-Jähriger ist wegen Zeigens des Hitlergrußes am Rande einer rechten Demonstration in Chemnitz im Schnellverfahren verurteilt worden. Das Amtsgericht Chemnitz sprach den Mann am Montag wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Aufgrund von Vorstrafen wurde der 19-Jährige zu einer Einheitsjugendstrafe von sieben Monaten auf Bewährung verurteilt. Zudem wurde ein zweiwöchiger Jugendarrest angeordnet.   

+++ 10.51 Uhr: Nach Räumung am Münchner Flughafen - gesuchter Mann gefasst +++

Die gesuchte Person am Münchner Flughafen ist nach Angaben der Bundespolizei gefasst. Das sagte ein Sprecher des Airports. Nun müsse geprüft werden, wo sich der Passagier zwischenzeitlich aufgehalten habe. Davon sei abhängig, wie schnell die Abfertigung im Terminal 2 sowie in den Bereichen B und C des Terminals 1 wieder aufgenommen werden könne. Der Fluggast war ersten Erkenntnissen zufolge aus einem sogenannten nicht sicheren Drittstaat am Airport angekommen und vor einer Einreisekontrolle über eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen. Daraufhin wurden die Abfertigung gestoppt und die entsprechenden Gebäudeteile geräumt.

+++ 10.22 Uhr: Berliner Panda-Dame Meng Meng ist trächtig +++

Panda-Dame Meng Meng im Berliner Zoo ist trächtig. Der Zoo veröffentlichte auf Twitter und Facebook eine Ultraschallaufnahme, auf der ein Embryo zu sehen ist. Falls alles gut verläuft, wäre es in der Hauptstadt nach früheren erfolglosen Versuchen mit anderen Paaren die erste Panda-Geburt. Meng Meng (6) und Männchen Jiao Qing (9) leben seit Sommer 2017 im Berliner Zoo. Sie sind Leihgaben aus China. Auf Facebook gab es in den ersten Minuten nach der Veröffentlichung bereits Dutzende Gratulationen.

+++ 10.05 Uhr: Festnahme nach tödlichen Schüssen auf Mutter im schwedischen Malmö +++

Nach den tödlichen Schüssen auf die Mutter eines kleines Kindes in der südschwedischen Stadt Malmö ist eine erste Person in dem Fall festgenommen worden. Der Mann stehe im Verdacht der Mithilfe an dem Tötungsdelikt, teilte die zuständige Polizei am späten Montagabend mit. Genaueres gab sie zunächst nicht bekannt - auf einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag wollte sie mehr zu der Festnahme sagen.

+++ 9.48 Uhr: Terminalbereiche am Münchner Flughafen werden geräumt +++

Teile der beiden Terminals am Münchner Flughafen müssen geräumt werden, weil eine vermutlich nicht ausreichend kontrollierte Person darin unterwegs ist. Diese war nach ersten Erkenntnissen aus einem sogenannten nicht sicheren Drittstaat am Airport angekommen und vor einer Einreisekontrolle über eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen, wie ein Flughafensprecher sagte.

Alle Menschen aus dem entsprechenden Teil im Terminal 2 müssten noch einmal kontrolliert werden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Denkbar ist, dass die gesuchte Person mit einem Bus zum Terminal 1 gelangte. Daher wurde auch dort in den Bereichen B und C die Abfertigung ebenfalls eingestellt, wie der Flughafensprecher sagte. Wie viele Starts und Landungen dadurch verschoben werden oder gar ausfallen, war zunächst unklar. Das hänge von der Dauer des Polizeieinsatzes ab, sagte der Flughafensprecher.

+++ 9.23 Uhr: Razzia in Thüringen und Sachsen-Anhalt - Ausbeutung von Arbeitskräften +++

Wegen des Verdachts der Ausbeutung illegaler Arbeitskräfte hat die Bundespolizei in Sachsen-Anhalt und Thüringen mehrere Objekte durchsucht. Insgesamt wurden bei Razzien seit dem frühen Dienstagmorgen zwölf Objekte in Arnstedt, Erfurt, Ilmenau, Ichtershausen und Braunsbedra durchsucht, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zwei Hauptverdächtige seien in Erfurt verhaftet worden, es handele sich um ein Ehepaar. Ihnen werde vorgeworfen, Arbeitskräfte aus Osteuropa eingeschleust, sie mit falschen Ausweisen versorgt und sie an Firmen verliehen zu haben, twitterte die Bundespolizei Mitteldeutschland. Zuvor hatte MDR Aktuell darüber berichtet.

+++ 8.48 Uhr: Ruhani fordert die USA zu "ersten Schritt" im Atomstreit auf +++

Einen Tag nach dem G7-Gipfel in Biarritz hat der iranische Staatschef Hassan Ruhani die USA aufgefordert, im Atomstreit "den ersten Schritt zu machen". "Der Schritt ist die Rücknahme der Sanktionen", sagte Ruhani in einer vom iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Rede. "Sie müssen alle illegalen, ungerechten und falschen Sanktionen gegen die iranische Nation aufheben."

Mikroskopfaufnahme

+++ 8.01 Uhr: Deutscher Bergsteiger in Tirol tödlich verunglückt +++

Ein deutscher Bergwanderer ist in Tirol tödlich verunglückt. Der 72-Jährige stürzte nach Angaben der österreichischen Polizei am Montag bei dem Ort Mayrhofen im Zillertal rund 150 Meter in die Tiefe und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete. Demnach verlor der Mann auf rund 2600 Metern Höhe aus bislang unbekannter Ursache auf einem steilen Weg den Halt.

+++ 7.31 Uhr: Gewitter und Hagel setzen Großraum Madrid unter Wasser +++

Heftige Unwetter mit Hagel haben in der Region um Spaniens Hauptstadt Madrid Überschwemmungen und zentimeterhohe Eisdecken verursacht. Auf Videos der Zeitung "El Mundo" und anderer Medien war zu sehen, wie die Wassermassen am Montagabend sogar  Fahrzeuge mitrissen. Besonders betroffen war die Ortschaft Arganda del Rey im Südosten Madrids. Dort fiel so viel Hagel, dass Straßen mit einer dicken Eisschicht bedeckt waren. Auch in Madrid selbst mussten Straßen und Tunnel sowie mehrere Metro-Linien gesperrt werden. Am Flughafen Barajas sorgten die Unwetter für Verspätungen, einige Maschinen wurden auf andere Flughäfen umgeleitet.

Überschwemmungen in der Stadt Madrid

+++ 6.41 Uhr: Wagenknecht fordert bundesweiten Mietendeckel +++

In der Debatte um steigende Mieten hat Linken-Bundestagsfraktionschefin Sahra Wagenknecht einen Mietendeckel auf Bundesebene gefordert. Wagenknecht sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", statt ihre "wirkungslose Mietpreisbremse zu verlängern, sollte sich die Bundesregierung am Entwurf des Berliner Mietendeckels ein Beispiel nehmen".

+++ 5.40 Uhr: Sojus-Kapsel mit humanoiden Roboter an Raumstation ISS angedockt +++

Eine russische Sojus-Raumkapsel mit einem humanoiden Roboter an Bord ist beim zweiten Versuch an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Das Manöver sei am Dienstag erfolgreich verlaufen, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa mit. Am Wochenende war ein erster Andockversuch noch fehlgeschlagen: Die Sojus-Raumfähre mit dem Roboter Fedor konnte am Samstag nicht wie geplant an der ISS anlegen.     Die Sojus-Rakete war am Donnerstag gestartet. Auf der ISS soll der humanoide Roboter mit dem Namen Fedor und der Typennummer Skybot F850 zehn Tage lang lernen, wie er die Astronauten unterstützen kann. Langfristig soll Fedor gefährliche Aufgaben wie Weltraumspaziergänge übernehmen.

+++ 5.07 Uhr: Heftige Gewitter in Teilen Deutschlands +++

In Teilen Deutschlands haben heftige Gewitter gewütet. In der Ruhrgebietsstadt Bochum krachte ein Baum neben den Außenbereich einer Eisdiele. In Berlin wurden bei einem Gewitter mit starken Böen 250 Quadratmeter Dachfläche bei einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Gesundbrunnen abgedeckt. In Rheinland-Pfalz waren Polizei und Feuerwehr etwa rund ums Moselstädtchen Bernkastel-Kues im Einsatz. Über Verletzte wurde bislang nichts bekannt.

+++ 5.03 Uhr: Brasilien lehnt von G7 zugesagte Amazonas-Soforthilfe ab +++

Die brasilianische Regierung hat die von den G7-Staaten zugesagten Millionenhilfen in Kampf gegen die Waldbrände in der Amazonasregion abgelehnt. Der Kabinettschef von Präsident Jair Bolsonaro, Onyx Lorenzoni, erklärte, die 20 Millionen Dollar sollten vielmehr dazu verwendet werden, die Wälder in Europa wieder aufzuforsten. Das Präsidentenbüro bestätigte der Nachrichtenagentur AFP die Ablehnung der Soforthilfe.

+++ 4.54 Uhr: Studie: Auch Tätowiernadel könnte allergische Reaktionen hervorrufen +++

Beim Tätowieren könnte nicht nur die Farbe, sondern auch die verwendete Nadel allergische Reaktionen auslösen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, die von Wissenschaftlern des Bundesinstituts für Risikobewertung geleitet wurde. Demnach können Chrom- und Nickelpartikel aus der Nadel in die Lymphknoten gelangen, was zu Überempfindlichkeits-Reaktionen führen kann.    

Bislang wurden bereits die Farbpigmente beim Tätowieren für allergische Reaktionen verantwortlich gemacht. Die im Fachmagazin "Particle and Fiber Toxicology" veröffentlichte Untersuchung lenkt jetzt den Blick auf die Tattoo-Nadel. Dabei geht es aber nicht um einen Hygiene-Mangel. Vielmehr kann das in bestimmter Tätowierfarbe enthalte Titandioxid dazu führen, dass Chrom- und Nickelpartikel von der Nadel losgelöst werden und in den menschlichen Körper gelangen. 

+++ 4.35 Uhr: Verbraucherzentralen monieren Leihbedingungen bei E-Scootern +++

Die Verbraucherzentralen sehen erhebliche Probleme bei den Leihbedingungen von Elektro-Tretrollern in deutschen Städten. Oft lehnten Anbieter jede Verantwortung für den Zustand der E-Roller ab und wollten nicht einmal garantieren, dass der Vermietungsservice funktioniere, sagte die Rechtsexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Kerstin Hoppe, der Nachrichtenagentur DPA.

Bei einer Untersuchung der Nutzungsbedingungen seien bei allen Anbietern teils gravierende Verstöße wie unzulässige Haftungsregelungen festgestellt worden, kritisierte der vzbv. Daher seien die Firmen wegen insgesamt 85 Klauseln abgemahnt worden. Beanstandet wurde etwa auch ein Abwälzen von Wartungs- und Inspektionspflichten. So müssten Nutzer vor Fahrtantritt teils Bremsen, Beleuchtung, Räder, Rahmen und Akkus auf Mängel prüfen. Dabei könnten Verbraucher dies in der Regel gar nicht fachgerecht machen.

Diese Regeln für E-Roller sollten Sie beachten

+++ 2.37 Uhr: 20 US-Bundesstaaten wollen gegen Trumps Pläne zu Migrantenkindern klagen +++

In den USA wollen 20 Bundesstaaten gegen die Pläne der Regierung von Präsident Donald Trump klagen, die Obergrenze für eine Inhaftierung illegal eingereister Migrantenkinder abzuschaffen. Die Generalstaatsanwältin von Massachusetts, Maura Healey, kritisierte, mit den Plänen könnten "unschuldige Kinder" für unbestimmte Zeit eingesperrt werden. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Xavier Becerra erklärte, mit der Klage sollten Kinder davor geschützt werden, unrechtmäßig und unnötigerweise festgehalten zu werden.

Die US-Regierung hatte vergangene Woche angekündigt, eine bisherige Regelung abschaffen zu wollen, wonach Minderjährige nach maximal 20 Tagen aus den Haftzentren für Migranten zu entlassen sind. 

+++ 2.08 Uhr: Schnellimbiss-Kette KFC will veganes "Hähnchen" anbieten +++

Snacks ohne Hähnchen-Fleisch: Nach Burger King will jetzt auch die Schnellimbiss-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) eine vegane Alternative anbieten. Die "Chicken" Nuggets und "Chicken" Wings aus Fleischersatz sollen zunächst in einem Restaurant im US-Bundesstaat Georgia testweise angeboten werden, wie der für frittiertes Hähnchen bekannte Fastfood-Konzern mitteilte. Nach dem eintägigen Versuch will KFC auf Grundlage der Rückmeldungen von Kunden entscheiden, wie es mit dem veganen Hähnchen weitergeht.

+++ 2.04 Uhr: Lauterbach: Für Vermögenssteuer sollte SPD Koalition verlassen +++

Einer der Kandidaten für den SPD-Vorsitz, Karl Lauterbach, hat den Ausstieg seiner Partei aus der großen Koalition gefordert, um die Vermögenssteuer auf den Weg zu bringen. "Das ist ein sehr wichtiges Konzept. (...). Wir müssen die große Koalition beenden, um es mit einem links-grünen Bündnis durchzusetzen", sagte Lauterbach der "Passauer Neuen Presse". Die SPD werde darüber auf den Regionalkonferenzen bei der Entscheidung über den Parteivorsitz sprechen. "Hier geht es nicht um Neid, hier geht es um Gerechtigkeit", sagte der SPD-Fraktionsvize. Die Union ist strikt gegen die Vermögenssteuer, Grüne und Linke finden sie grundsätzlich richtig. Lauterbach zufolge würden durch die Vermögenssteuer mehr als 10 Milliarden Euro jährlich eingenommen werden. 

Nicht nur im Hinblick auf die Vermögensteuer sprach sich Lauterbach für ein Ende der großen Koalition aus. "Alles, was wir jetzt dringend umsetzen müssen, ist mit der Union nicht mehr zu machen." Eine schnelle, wirksame Energiewende, die Einführung einer Vermögensteuer und größere Steuergerechtigkeit, eine Bürgerversicherung im Gesundheitswesen und massive Investitionen ins Bildungssystem - all das lasse sich mit CDU und CSU nicht umsetzen. Daher kämpfe er mit Nina Scheer, mit der er für den SPD-Vorsitz kandidiert, für ein links-grünes Bündnis.

+++ 1.05 Uhr: Irakischer Flüchtling im Ärmelkanal ertrunken +++

Ein irakischer Flüchtling ist offenbar bei dem Versuch ertrunken, von Frankreich durch den Ärmelkanal nach Großbritannien zu schwimmen. Die Leiche des 48-Jährigen wurde vor der belgischen Küste nahe der Stadt Seebrügge entdeckt, wie die Behörden mitteilten. Der Mann trug eine selbstgebaute Schwimmweste aus leeren Plastikflaschen sowie eine Tasche mit seinen Ausweispapieren.

+++ 0.08 Uhr: Italiens Präsident verlängert Frist für Regierungsbildung bis Mittwoch +++

Italiens Staatschef Sergio Mattarella hat die Frist für eine Regierungsbildung bis Mittwoch verlängert. Er gab den potenziellen Partnern von der sozialdemokratischen Oppositionspartei PD und der Fünf-Sterne-Bewegung am Montag somit einen Tag mehr Zeit, sich auf eine Koalition zu einigen.

+++ 0.01 Uhr: US-Gericht verurteilt Johnson & Johnson zu Entschädigung für Opiate-Krise +++

Ein Gericht im US-Bundesstaat Oklahoma hat den Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J ) wegen der Opiate-Krise zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 572 Millionen Dollar (515 Millionen Euro) verurteilt. Durch irreführende Werbung über in hohem Maße abhängig machende Schmerzmittel hätten J&J und dessen frühere Pharma-Abteilung Janssen "die Gesundheit und Sicherheit tausender Bürger Oklahomas beeinträchtigt", hieß es in dem a Urteil. J&J kündigte umgehend Berufung an. "Janssen hat die Opiate-Krise in Oklahoma nicht verursacht", erklärte der US-Konzern. Es handelt sich um die erste Verurteilung eines Herstellers in den USA wegen dieser Krise, die in vielen Regionen ein dramatisches soziales Problem darstellt. 

wue / vit / fs / DPA / AFP