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News von heute: Schlammlawine reißt Auto mit - Mann und Kind vermisst

Schlammlawine reißt Mann und Kind im Auto mit +++ Slowakei entsetzt über brutalen Nachbarschaftsstreit +++ Briten horten Waren aus Angst vor No-Brexit-Deal +++ Die Nachrichten von heute im stern-Ticker.

Schlamm, Bäume und Geröll bedecken eine Straße im Wallis in der Schweiz

Schlamm, Bäume und Geröll bedecken eine Straße, nachdem das Hochwasser eines Baches einen Mann und ein Kind in einem Auto mitgerissen hat

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Schlammlawine reißt Mann und Kind im Auto mit (15.52 Uhr)
  • Tödlicher Nachbarschaftsstreit erschüttert Slowakei (15.50 Uhr)
  • Merkel unterstützt kostenlose Bahnfahrten für Soldaten (13.35 Uhr)
  • Hongkongs Flughafen streicht alle Abflüge wegen Protesten (10.35 Uhr)
  • Fünf Kinder sterben bei Kita-Brand in den USA (4.53 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 19.45 Uhr: Berichte: Drei Kinder sterben bei Bootsunglück in der Normandie +++

Drei Kinder sind bei einem Bootsunglück in der Normandie Medienberichten zufolge ums Leben gekommen. Das Boot sei am Nachmittag rund 800 Meter vor der Küste bei Agon-Coutainville im Ärmelkanal umgekippt, wie der Sender Franceinfo unter Berufung auf die zuständige Präfektur berichte. Auch drei Erwachsene seien an Bord des Bootes gewesen - sie wurden demnach leicht verletzt. Rettungsboote und ein Hubschrauber waren im Einsatz.

Die Kinder seien sieben, neun und 13 Jahre alt gewesen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Feuerwehr. Sie hätten einen Herzstillstand erlitten und konnten nicht wiederbelebt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittle, um die Todesursache zu klären.

+++ 18.34 Uhr: Untersuchungshaft angeordnet, Name des Verdächtigen, Geheimdienst hatte vor einem Jahr Hinweis bekommen +++ 

Nach dem Angriff auf eine Moschee in einem Osloer Vorort hat ein Gericht vier Wochen Untersuchungshaft für den 21-jährigen Verdächtigen verhängt. Der Richter ordnete für die ersten beiden Wochen Isolationshaft an, nachdem die Polizei einen offiziellen Terrorismusverdacht gegen Philip Manshaus erhoben hatte. Manshaus wird zudem des Mordes und des versuchten Mordes verdächtigt, wie die Polizei mitteilte. Nach Angaben seiner Anwältin weist er alle Vorwürfe zurück.

+++ 18.12 Uhr: Attacke auf 22-Jährigen in Straßenbahn - Haftbefehle erlassen +++

Nach der Attacke auf einen 22-Jährigen aus Hamburg in einer Straßenbahn hat ein Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen zwei junge Männer erlassen. Sie wurden in eine Justizvollzugsanstalt (JVA) in Untersuchungshaft gebracht, wie die Polizei mitteilte. Gegen die 16 und 18 Jahre alten Deutschen werde wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt, sagte ein Sprecher. Nähere Angaben machte er unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. 

Wie die Polizei berichtete, hatte der 22-Jährige in der Straßenbahnlinie 1 am Sonntag eine Gruppe zur Rede gestellt, die das Inventar demolierte. Die Polizei ging bei der Gruppe von zunächst vier bis sieben Männern und Frauen aus. Der 22-Jährige sei geschlagen und getreten worden, erst in der Bahn und dann an einer Haltestelle. Er erlitt den Angaben nach schwerste Kopfverletzungen. Die Ärzte sprachen von Lebensgefahr. Der Mann befinde sich weiter in ärztlicher Behandlung, sagte der Polizeisprecher. 

+++ 17.56 Uhr: 47 Tote an einem Wochenende in Johannesburg +++

In Südafrikas Touristenmetropole Kapstadt sind vergangenes Wochenende 47 Menschen umgebracht worden, obwohl die Armee zur Sicherung in die Armenviertel entsandt wurde. Mehr als die Hälfte der Opfer kam nach Behördenangaben durch Schusswunden ums Leben. Unter den Toten waren nach Angaben des Premiers der Westkap-Provinz, Alan Winde, eine Schwangere sowie eine Mutter, die vom eigenen Sohn erstochen wurde. Der Polizeiminister des Landes, Bheki Clele, wies vor laufenden TV-Kameras dagegen auf den positiven Effekt des im Juli begonnenen Soldaten-Einsatzes in den Armenvierteln der Stadt hin. Hunderte gesuchte Kriminelle seien bereits festgenommen worden. 

+++ 17.32 Uhr: Linke für staatliche Regulierung von Bahn- und Flugticketpreisen +++

Die Linke ist für eine "politische Preisregulierung" im Bahn- und Flugverkehr, um die Ticketpreise auf der Schiene zu senken. Ziel müsse es sein, dass die Preise für den Regionalverkehr bei der Bahn schrittweise um 50 Prozent reduziert würden. Zudem dürfe kein ICE-Ticket mehr kosten als ein vergleichbarer Inlandsflug, heißt es in einem Konzept, das im Parteivorstand der Linken beschlossen wurde. "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" hatten zuerst darüber berichtet.

+++ 17.26 Uhr: "Ocean Viking" nimmt weitere Migranten auf +++

Die Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen haben erneut Migranten im Mittelmeer gerettet. Wenige Minuten nachdem die Helfer Rettungswesten an die Menschen in Seenot verteilt hätten, sei ein Schlauch des Bootes geplatzt und Menschen seien ins Wasser gefallen, teilte SOS Méditerranée auf Twitter mit. Alle 105 Geretteten seien nach der "kritischen Rettung" sicher auf die "Ocean Viking" gebracht worden.  Das Schiff ist seit vergangener Woche im Mittelmeer vor Libyen unterwegs. Nach mehreren Rettungseinsätzen seit Freitag sind nun 356 Migranten an Bord. 

+++ 17.17 Uhr: Ostbeauftragter Hirte kritisiert CDU-Parteiführung für Wahlkampf scharf +++ 

Führende CDU-Politiker aus den neuen Ländern haben Kritik am Einsatz der Berliner Parteizentrale in den Wahlkämpfen im Osten erkennen lassen. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte, wurde besonders deutlich. Die CDU habe die Stimmungslage der Bürger im Osten nicht aufgegriffen. Seine Partei habe auch nicht deutlich machen können, dass sie deren Interessen im Blick habe, sagte Hirte im SWR. "Wenn Sie sich etwa die Europawahl anschauen, kann man ja kaum behaupten, dass wir politisch alles richtig gemacht hätten." CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer reagierte sehr zurückhaltend auf die Kritik. Sie wolle sich zuerst das gesamte Interview anschauen, sagte sie nach einem Treffen mit sächsischen CDU-Kreisvorsitzenden. 

+++ 16.22 Uhr: Nach Schlaganfall Botschaft der Zuversicht von Filmlegende Alain Delon +++

Nach dem Schlaganfall des französischen Schauspielers Alain Delon hat dessen Sohn eine Botschaft des Dankes und der Zuversicht an die Fans der Filmlegende geschickt. Alain-Fabien Delon veröffentlichte am Sonntagabend auf seinem Instagram-Konto ein Foto seines Vaters, auf dem der 83-Jährige in einem roten Polohemd dasitzt und strahlt. In dem zugehörigen Kommentar heißt es: "Danke für Eure zahlreichen Botschaften, die mir direkt ans Herz gehen." 

+++ 16.05 Uhr: Poggenburg tritt als Parteichef zurück und will ADPM verlassen +++

Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen hat André Poggenburg den Vorsitz der von ihm gegründeten Partei Aufbruch deutscher Patrioten Mitteldeutschland (ADPM) niedergelegt. Zudem kündigte der Ex-AfD-Politiker in einer Mitteilung vom Montag an, die Partei "nach ordnungsgemäßen Übergaben" verlassen zu wollen. Am Wochenende hatten er und zwei weitere Vorstandsmitglieder demnach auf einem Parteitag in Leipzig einen Antrag gestellt, ihren eigenen Wahlkampf zugunsten der AfD zu beenden und die ADPM bis Ende August aufzulösen. 

Video: Flughafen Hongkong stellt nach erneuten Protesten Betrieb ein

+++ 15.52 Uhr: Schlammlawine reißt Auto mit - Mann und Kind in Schweiz vermisst +++

Eine Schlammlawine hat im Schweiz Kanton Wallis ein Auto mit einem Mann und einem Kind davon gerissen. Von dem 37-Jährigen Mann aus Genf und dem sechsjährigen Mädchen fehlte einen Tag nach Unglück noch jede Spur, wie die Polizei in Chamoson mitteilte. Die Einsatzkräfte bezeichneten die Überlebenschancen gleich Null. Die Suche sollte dennoch fortgesetzt werden, auch wenn der Wetterdienst neue starke Regenfälle mit der Gefahr weiterer Schlammlawinen vorausgesagt hatte. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Vermissten nicht um Vater und Tochter.

+++ 15.50 Uhr: Tödlicher Nachbarschaftsstreit erschüttert Slowakei +++

Ein tödlicher Nachbarschaftsstreit hat viele Menschen in der Slowakei erschüttert. Einem 65 Jahre alten Mann wird vorgeworfen, seinen 35 Jahre alten Nachbarn auf besonders brutale Weise umgebracht zu haben. Zu dem Vorfall zwischen den beiden Slowaken sei es bereits am Samstagabend in dem Dorf Poriadie im Westen des Landes gekommen, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. Demnach eskalierte die Situation, als der Jüngere den Älteren höflich gebeten habe, die Musik leiser zu stellen.

Daraufhin habe der 65-Jährige wiederholt mit einer Eisenstange auf den Kopf seines Nachbarn eingeschlagen. Anschließend habe er das Opfer mit einem Seil an seinem Auto festgebunden und rund einen Kilometer über einen Waldweg geschleift. Die Freundin des Opfers und Rettungskräfte, die dem noch Lebenden zu Hilfe kommen wollten, habe der aggressive Mann mit einer Machete bedroht. Das Opfer starb noch am Tatort.

+++ 15.31 Uhr: Strafbefehl nach Eklat um AfD-Besuchergruppe in KZ-Gedenkstätte beantragt +++

Rund ein Jahr nach einem von einer AfD-Besuchergruppe aus dem Wahlkreis von Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen ausgelösten Eklat hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin einen Strafbefehl gegen einen Mann beantragt, der den Holocaust geleugnet haben soll. Dem Angeschuldigten aus Baden-Württemberg werden Volksverhetzung und Störung der Totenruhe vorgeworfen, wie die brandenburgische Behörde am Montag mitteilte.

+++ 14.23 Uhr: Lufthansa streicht Hongkong-Flüge +++

Die Lufthansa hat wegen der anhaltenden Proteste am Flughafen Hongkong mehrere Flüge in die Millionenmetropole gestrichen. Betroffen sind Lufthansa-Verbindungen von München und Frankfurt sowie der Swiss nach Zürich, wie ein Konzernsprecher mitteilte. Die Entscheidung gelte zunächst nur für den Montag, die Lage müsse in den Folgetagen jeweils neu bewertet werden. Aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong starteten aktuell ohnehin keine Flieger mehr. Dort stünden derzeit zwei Lufthansa-Langstrecken-Jets. Den betroffenen Passagieren bietet das Unternehmen kostenfrei Umbuchungen an.

+++ 14.17 Uhr: Laut Umfrage hortet jeder fünfte Brite Waren aus Angst vor No-Brexit-Deal +++

Aus Sorge vor einem ungeregelten Brexit haben die Briten einer Studie zufolge bereits Waren im Wert von vier Milliarden Britischen Pfund (etwa 4,3 Milliarden Euro) gehortet. Fast jeder Fünfte habe damit begonnen, seinen Vorrat an Nahrungsmitteln, Getränken oder Arzneimitteln aufzustocken, teilte der Finanzdienstleister Premium Credit in London mit. Für die Studie wurden 1052 Verbraucher befragt, die einen Job haben. Wer hortet, versorgt sich demnach vor allem mit Lebensmitteln (74 Prozent), gefolgt von Arzneiprodukten (50) und Getränken (46). Im Falle eines EU-Austritts ohne Abkommen rechnen viele Experten mit vorübergehenden Lieferengpässen, ausgelöst vor allem durch lange Wartezeiten für Lastwagen an den Grenzen bei Zollkontrollen.

+++ 14.01 Uhr: Ermittlungen nach Überfall auf Bremer AfD-Chef Magnitz eingestellt +++

Die Staatsanwaltschaft Bremen hat die Ermittlungen zu einem Angriff auf den AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz eingestellt. "Ein Tatverdächtiger ist nicht ermittelt worden", sagte Behördensprecher Frank Passade. Der Bremer Landeschef der Partei war am 7. Januar hinterrücks von Unbekannten attackiert worden. Über die Einstellung der Ermittlungen hatte auch Radio Bremen berichtet.

+++ 14.13 Uhr: SPD-Fraktion hat sich eine eigene App entwickeln lassen +++

Die SPD-Fraktion im Bundestag hat eine eigene App entwickeln lassen, mit der sich die Abgeordneten künftig informieren und untereinander abstimmen sollen. Hier würden nicht nur Sprachregelungen und Materialien des neu geschaffenen News Desks veröffentlicht, schrieb der parlamentarische Geschäftsführer Carsten Schneider am Montag in einem Brief an die Fraktion, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Abgeordneten sollen "für die nötige Präsenz im Plenum" auch etwa zu Abstimmungen zusammengerufen werden.

+++ 13.43 Uhr: Untersuchung im Fall Epstein in Frankreich gefordert +++ 

Mitglieder der französischen Regierung haben im Fall des US-Unternehmers Jeffrey Epstein eine französische Untersuchung gefordert. "Die US-Untersuchung hat Verbindungen zu Frankreich ans Licht gebracht. Für die Opfer erscheint es uns daher von grundlegender Bedeutung, in Frankreich eine Untersuchung einzuleiten, damit die Angelegenheit vollständig aufgeklärt wird", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung von Frankreichs Gleichstellungs-Staatssekretärin Marlène Schiappa und dem Staatssekretär für den Schutz von Kindern, Adrien Taquet. Unklar blieb, welche konkreten Verbindungen Schiappa und Taquet meinten. 

+++ 13.38 Uhr: 190 Menschen sterben bei Monsun in Indien +++

Bei den schweren Monsununwettern im Süden und Westen Indiens sind in den vergangenen Tagen 190 Menschen ums Leben gekommen. Sie ertranken in überfluteten Gebieten, wurden von Wassermassen mitgerissen oder unter Trümmern einstürzender Gebäude begraben, sagten die Katastrophenschutzbehörden.

Wenn es die Menschen aus den Häusern geschafft hatten, wartete manchmal eine weitere Gefahr: Krokodile. Eines der Tiere rettete sich auf das Wellblechdach eines Hauses im Bundesstaat Kerala, wie ein Video einer indischen Nachrichtenagentur zeigt. Andere Videos zeigten, wie die Krokodile Hunde angriffen, schrieben indische Medien.

Die Monsunzeit dauert in Südasien gewöhnlich bis September. Zwar ist der Regen für die Landwirtschaft lebenswichtig - er richtet aber auch immer wieder großen Schaden an.

+++ 13.37 Uhr: Umfrage: Knapp 70 Prozent der Ostdeutschen finden Leben heute besser +++

Knapp 30 Jahre nach dem Mauerfall finden 69 Prozent der Ostdeutschen einer Forsa-Umfrage zufolge ihre persönliche Situation besser als früher. 9 Prozent der Befragten gaben hingegen eine Verschlechterung seit dem Ende der DDR an. 18 Prozent meinten, es sei "genauso wie früher", ging aus dem RTL/n-tv-Trendbarometer hervor. In dessen Auftrag hatte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1500 Über-45-Jährige in den neuen Ländern in der vergangenen Woche befragt.

+++ 13.35 Uhr: Merkel unterstützt kostenlose Bahnfahrten für Soldaten +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich hinter das Vorhaben kostenloser Bahnfahrten für Soldaten gestellt. Die Kanzlerin unterstütze und begrüße diese Initiative ausdrücklich, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. "Das sind Menschen, die tagtäglich einen Dienst für uns alle leisten, und mit der kostenlosen Bahnfahrt gibt es eine Möglichkeit - es sollte nicht die einzige sein -, Anerkennung und Dankbarkeit dafür zu zeigen", sagte Seibert.

Video: Russische Medienbehörde mahnt Google wegen Youtube-Videos ab

+++ 13.25 Uhr: Urteil: Mietautos dürfen nicht als Werkswagen verkauft werden +++

Ein Mietauto darf nicht als Werkswagen zum Verkauf angeboten werden. Das geht aus einem veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz hervor. Werkswagen sind demnach nur Fahrzeuge eines Autoherstellers, die entweder im Werk betrieblich genutzt oder von einem Mitarbeiter vergünstigt gekauft, eine "gewisse Zeit" genutzt und auf dem freien Markt wiederverkauft werden.

Bietet ein Gebrauchtwagenhändler dagegen als Werkswagen auch Fahrzeuge an, die vom Autohersteller einem Mietwagenunternehmen zur Verfügung gestellt worden waren, muss er den Käufer darüber aufklären. Andernfalls kann dieser laut OLG die Rückabwicklung des Kaufvertrags verlangen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 12.39 Uhr: Ex-AfD-Politiker Poggenburg tritt als Vorsitzender seiner neuen Partei zurück +++

Der frühere AfD-Politiker André Poggenburg ist nicht mehr Vorsitzender der von ihm gegründeten Partei "Aufbruch deutscher Patrioten". Poggenburg und Parteivize Egbert Ermer seien auf einem Parteitag zurückgetreten, sagte Schatzmeister Mirko Schüring in Leipzig. Zuvor habe Poggenburg beantragt, die Partei aufzulösen. Dieser Antrag sei nicht zugelassen worden. Poggenburg war zum Jahresanfang aus der AfD ausgetreten und hatte seine neue Partei gegründet, mit der der 44-Jährige auch bei der Landtagswahl in Sachsen am 1. September antreten wollte. Der einstige Landes- und Fraktionschef der AfD in Sachsen-Anhalt gehörte einst dem rechtsnationalen Flügel der AfD an. In der Vergangenheit fiel Poggenburg immer wieder durch diffamierende Äußerungen und NS-Rhetorik auf. Im Magdeburger Landtag sitzt er derzeit als fraktionsloser Abgeordneter.

+++ 12.16 Uhr: Waldbrand in den Bergen von Gran Canaria noch nicht unter Kontrolle +++

Der seit dem Wochenende in den Bergen der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria wütende Waldbrand ist noch nicht unter Kontrolle. In der Nacht zum Montag seien Hunderte weitere Menschen in Sicherheit gebracht worden, teilte der Notfalldienst der Kanarenregierung auf Twitter mit. Bereits zuvor waren mehrere Ortschaften evakuiert worden. Starke Winde fachten die Flammen immer wieder an und trieben das Feuer voran, berichteten örtliche Medien. Ein 55-Jähriger könnte das Feuer am Samstag möglicherweise durch Unvorsichtigkeit bei Schweißarbeiten ausgelöst haben. Er sei von der Polizei vorläufig festgenommen worden, hieß es.

+++ 11.59 Uhr: Passauer Armbrust-Fall: Opfer wurden mit K.-o.-Tropfen betäubt +++

Im Passauer Armbrust-Fall gehen die Ermittler davon aus, dass zwei der Opfer mit K.-o.-Tropfen betäubt worden sind, bevor sie von einer 30 Jahre alten Frau mit einer Armbrust getötet wurden. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau mit Blick auf den Ermittlungsabschluss der Polizei. Nachdem die Frau vor gut drei Monaten ihre beiden 53- und 33-jährigen Begleiter in einer Pension in Passau getötet haben soll, richtete sie sich mit einer Armbrust. Mitarbeiter einer Pension hatten die drei tot auf deren Zimmer gefunden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die 30-Jährige ihre Begleiter mit deren Einverständnis tötete. Die drei Toten in Passau sowie zwei weitere tote Frauen, die in einer Wohnung im niedersächsischen Wittingen gefunden worden waren, gehörten nach Angaben des Sprechers zu einer Gruppe, die sich als "Welterneuerer und Welterschaffer" gesehen hatte und der Meinung war, schon mehrfach wiedergeboren worden zu sein. Die Toten hätten das "Dasein" verlassen, "um an anderem Ort oder zu anderer Zeit eine neue Welt oder ein neues System zu erschaffen".

+++ 11.48 Uhr: Drei Tote bei auf Facebook übertragenem Autounfall in Rumänien +++

Eine über Facebook live übertragene Autofahrt hat in Rumänien ein tödliches Ende genommen. Eine 79-Jährige, eine schwangere Frau und ihr dreijähriges Kind starben im Garten eines Hauses, als ein Sportwagen mit hoher Geschwindigkeit durch das Dorf Vacareni bei Galati raste, von der Straße abkam und in den Garten schoss, berichtete der TV-Sender Antena 1 unter Berufung auf Krankenhausärzte und die Polizei. Die beiden Insassen des Autos und ein weiterer Mensch im Garten seien verletzt worden. Eine in dem Wagen angebrachte Kamera hatte die Fahrt dem Bericht zufolge gefilmt und live auf Facebook übertragen. Der Fahrer sei zunächst geflüchtet, die Polizei habe ihn kurz darauf festgenommen. 

+++ 10.35 Uhr: Hongkongs Flughafen streicht alle Abflüge wegen Protesten +++

Wegen der anhaltenden Proteste der Demokratie-Bewegung hat Hongkongs Flughafen sämtliche Abflüge für den Rest des Tages gestrichen. Das berichtete die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post". Demnach konnten zwar noch Flüge landen, neue Starts wurden aber verschoben. Tausende Demonstranten versammelten sich am Montag in der Abflug- und Ankunftshalle des Flughafens, um gegen die Regierung und die Polizeigewalt bei vorangegangenen Protesten in der Stadt zu protestieren.

Video: Flughafen Hongkong stellt nach erneuten Protesten Betrieb ein

+++ 10.25 Uhr: Feuerwehr in Griechenland bringt schweren Waldbrand unter Kontrolle +++

Die Feuerwehr in Griechenland hat einen schweren Waldbrand in der Nähe der Hauptstadt Athen unter Kontrolle gebracht. Zwei Häuser seien bei dem Brand zerstört worden, es sei jedoch niemand verletzt worden, sagte der stellvertretende Gouverneur für den Raum Athen, Petros Filippou. Das Feuer mit bis zu 20 Meter hohen Flammen war gegen 03.00 Uhr morgens in dem östlich von Athen gelegenen Vorort Peania ausgebrochen, wie die griechischen Zivilschutzbehörden mitteilten. Mehr als 130 Feuerwehrleute sowie mehrere Löschflugzeuge waren demnach im Einsatz. Am Wochenende hatte es in ganz Griechenland mehr als 50 Waldbrände gegeben. 

Soldaten streifen durch ein Waldgebiet.

+++ 10.13 Uhr: Feuer in FPÖ-Landeszentrale - Polizei geht von Brandstiftung aus +++

Unbekannte haben in Österreich einen Brand an einer Landeszentrale der rechten FPÖ gelegt. Polizeisprecher Johann Baumschlager sagte der österreichischen Nachrichtenagentur APA, das Feuer an der Parteizentrale in St. Pölten sei "offensichtlich" gelegt worden. Nach den Tätern werde gefahndet. Das Feuer konnte dann schnell gelöscht werden. Ein Sprecher der Partei behauptete, dass auf einem Überwachungsvideo vier vermummte Personen zu sehen seien, die Fenster einschlagen und Feuer legen.

+++ 10.07 Uhr: Streik in Portugal: Mitten in der Urlaubssaison wird der Sprit knapp +++

Mitten in der Sommersaison geht den Tankstellen im Urlaubsland Portugal der Sprit aus. Die Fahrer von Gefahrgut-Lastwagen sind zum zweiten Mal innerhalb von vier Monaten in einen unbefristeten Streik getreten. Sie fordern unter anderem höhere Gehälter. Die sozialistische Regierung von Ministerpräsident António Costa rief den Energienotstand aus und kündigte Rationierungen an. Demnach dürfen Pkw nur noch 25 Liter und Lkw nur noch 100 Liter tanken. Dennoch sind viele Tankstellen bereits leergetankt: In den vergangenen Tagen hatten sich portugiesischen Medienberichten zufolge lange Schlangen vor den Zapfsäulen gebildet.

+++ 9.12 Uhr: Singapur will Elfenbeinhandel ab 2021 komplett verbieten +++

Singapur will den Inlandshandel mit Elfenbein und Elfenbeinprodukten ab September 2021 komplett verbieten. Bei Verstößen drohen dann bis zu ein Jahr Haft und Geldstrafen, wie die Regierung mitteilte. Den internationalen Elfenbeinhandel hatte die Regierung bereits 1990 verboten. Der weltweite Handel mit Elfenbein ist mit einzelnen Ausnahmen seit 1989 verboten. Die Zahl Afrikanischer Elefanten war von der Mitte des 20. Jahrhundert bis Ende der 80er Jahre von mehreren Millionen auf rund 600.000 zurückgegangen.

+++ 9.09 Uhr: Verdächtiger Rucksack bei Parade in Zürich - Deutscher festgenommen +++ 

Weil er einen Rucksack mit Attrappen von Rohrbomben bei der Street Parade in Zürich abgestellt haben soll, ist in der Schweiz ein 31 Jahre alter Deutscher festgenommen worden. Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte, ist kein ideologischer Hintergrund für die Tat erkennbar. Welches Motiv der im Schweizer Kanton Aargau lebende Mann hatte, soll nun ermittelt werden. Zuvor war ein 35-jähriger Schweizer festgenommen worden, der nun ohne weiteren Verdacht aus der Haft entlassen wurde.

Der verdächtige Rucksack war am Samstagabend während der Street Parade mit rund 850 000 Besuchern am Utoquai gefunden worden. Der Inhalt wurde am Wochenende von Spezialisten mit großer Vorsicht untersucht. Nach Angaben der Polizei hätten die Attrappen sehr echt gewirkt. Bei der Street Parade hatten Hunderttausende zu Technomusik für Frieden, Freiheit und Toleranz demonstriert. Die Parade in Zürich ist eine der größten Technopartys der Welt.

+++ 9.03 Uhr: Handelsstreit: Südkorea streicht Japan ebenfalls von "weißer Liste" +++ 

Südkorea schlägt im Handelsstreit mit Japan zurück und wird den östlichen Nachbarn von seiner sogenannten weißen Liste bevorzugter Handelspartner streichen. Die Maßnahme trete Anfang September in Kraft, teilte das südkoreanische Handelsministerium mit. Künftig werden südkoreanische Exporte nach Japan damit strengeren Regularien und möglicherweise längeren Genehmigungsprozeduren unterliegen. Am 2. August hatte Japan seinerseits entschieden, Südkorea von seiner "weißen Liste" bevorzugter Handelspartner zu nehmen. Hintergrund des Handelsstreit zwischen den zwei Nachbarländern ist ein Disput über die Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter während Japans Kolonialherrschaft (1910 bis 1945).

+++ 8.46 Uhr: FDP will Leihmutterschaften und Embryonenspenden ermöglichen +++

Die FDP will Embryonenspenden und Leihmutterschaften in Deutschland legalisieren. Zudem sollten künftig bis zu vier Personen rechtlich Verantwortung für ein Kind übernehmen dürfen, sagte die Gesundheitsexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Katrin Helling-Plahr, dem Berliner "Tagesspiegel". Leihmutterschaften gegen Bezahlung sollten aber weiter verboten bleiben. Aus "rein altruistischen Motiven" sollten sie aber erlaubt werden. "Wenn beispielsweise eine Frau ein Kind für ihre Schwester oder ihre beste Freundin austragen möchte, weil diese sich zwar ein Kind wünscht, aber selbst keines bekommen kann, wollen wir das ermöglichen."    

Zudem sollten Eizell- und Embryonenspenden ermöglicht werden. Des weiteren brauche das Abstammungs- und Adoptionsrecht nach den Beschlüssen zur Ehe für alle "dringend ein Update", forderte die Fachpolitikerin. Auch sollten Kinderwunsch-Behandlungen künftig besser bezuschusst werden.

+++ 6.42 Uhr: Brasiliens Präsident Bolsonaro hält deutsches Geld für Schutz des Regenwaldes für verzichtbar +++

Brasilien braucht für den Schutz des Regenwaldes nach Aussage von Präsident Jair Bolsonaro kein Geld aus Deutschland. So reagierte der rechtspopulistische Staatschef auf die Ankündigung des Bundesumweltministeriums, wegen der stark zunehmenden Rodung im Amazonasgebiet die Förderung von Projekten zum Schutz von Wäldern und Artenvielfalt in Brasilien zu beenden. "Sie können das Geld sinnvoll verwenden. Brasilien braucht es nicht", sagte Bolsonaro am Sonntag in der Hauptstadt Brasília vor Journalisten.

+++ 6.10 Uhr: Partydroge Lachgas wird in Niederlanden zu Problem - Verbot gefordert +++

Der Konsum von Lachgas als Partydroge hat in den Niederlanden drastisch zugenommen. Wegen zunehmender Probleme in den Vergnügungsvierteln und auch wegen der Gesundheitsgefahren haben mehrere Städte wie etwa Amsterdam und Utrecht jetzt ein Verkaufsverbot solcher Gaskartuschen gefordert. Das niederländische Gesundheitsministerium werde dies prüfen, hieß es in Den Haag. Lachgas wird aus Kapseln für Sahnespender oder aus Luftballons inhaliert. Der Konsum führt zu einem kurzen Rausch.  

Die Zahl der Vergiftungen durch Lachgas sei sprunghaft angestiegen, heißt es in einem neuen Bericht des Nationalen Informationszentrums über Vergiftungen in Utrecht. Hatte es im Jahr 2015 noch insgesamt 13 Fälle gegeben, sind im ersten Halbjahr 2019 bereits 67 Fälle von Gesundheitsschäden gemeldet worden.

+++ 5.32 Uhr: Taifun "Lekima" wütet in China: Zahl der Toten steigt auf 43 +++ 

Die Zahl der Todesopfer durch Taifun "Lekima" in China ist auf mindestens 43 gestiegen. Außerdem wurden noch 17 Menschen vermisst, wie chinesische Staatsmedien berichteten. "Lekima", der am Samstag mit heftigem Regen, hohen Wellen und Sturmböen die Ostküste Chinas erreicht hatte und weiter nach Norden zog, wütete tags darauf in der Provinz Shandong, wo demnach fünf Menschen starben. In der Provinz Zhejiang kamen seit Samstag 38 Menschen ums Leben. 

Unwetter in China: Taifun Lekima wütet in Shanghai – Hunderttausende evakuiert

+++ 5.27 Uhr: Rechtskonservativer Giammattei zum Präsidenten Guatemalas gewählt +++

Der rechtskonservative Politiker Alejandro Giammattei hat die Präsidentenwahl in Guatemala gewonnen. Dies bestätigte in Guatemala-Stadt das oberste Wahlgericht des zentralamerikanischen Landes. Giammattei hatte sich schon selbst zuvor zum Sieger in der Stichwahl gegen seine sozialdemokratische Rivalin Sandra Torres erklärt.

+++ 4.53 Uhr: Fünf Kinder sterben bei Kita-Brand in den USA +++

Ein verheerender Brand in einer Kinderbetreuungsstätte im US-Staat Pennsylvania hat fünf Kinder das Leben gekostet. Das Gebäude, in dem die Kinder übernachtet hatten, brannte komplett aus, wie die Feuerwehr mitteilte. Zwar hätten Rettungskräfte alle sieben Menschen aus dem brennenden Haus in der Stadt Erie bergen können, die fünf Kinder seien aber später an ihren schweren Verletzungen gestorben. Medienberichten zufolge waren vier von ihnen Geschwister im Alter zwischen zehn Monaten und sieben Jahren.

+++ 3.47 Uhr: Kolumbianische Soldaten stürzen bei Flugshow in den Tod +++

Zwei Soldaten der kolumbianischen Luftwaffe sind während eines Schauflugs bei einem Stadtfest aus großer Höhe in den Tod gestürzt. Das bestätigte der Präsident des südamerikanischen Landes, Iván Duque, auf Twitter. Die Soldaten hatten sich an einer riesigen kolumbianischen Flagge festgehalten, die an einem Seil von einem Hubschrauber hing, als dieser bei einer Flugshow über die Stadt Medellín flog. Auf einem Video, das im Internet verbreitet wurde, ist zu sehen, wie das Seil reißt - und die beiden Männer Dutzende Meter in die Tiefe stürzen. Die Ursache für den Unfall war zunächst unklar. Duque kündigte eine schnelle Aufklärung durch das Verteidigungsministerium an.

+++ 2.28 Uhr: Grüne unterstützen Kramp-Karrenbauers Vorstoß zu Ölheizungen +++

Die Grünen haben die Forderung von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nach einer Abwrackprämie für Ölheizungen begrüßt. Es sei "gut", wenn Kramp-Karrenbauer endlich begriffen habe, dass Ölheizungen angesichts der Klimakrise keine Zukunft mehr hätten, sagte der stellvertretende Grünen-Fraktionschef Oliver Krischer dem "Handelsblatt". Er kritisierte, dass die Bundesregierung sogar bis heute noch den Einbau neuer Ölheizungen fördere. 

Kramp-Karrenbauer hatte in einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag" eine Reihe von Vorschlägen zum Klimaschutz gemacht. Neben einer umfassenden Steuerreform im Energiesektor plädierte sie für steuerliche Entlastungen bei der Gebäudesanierung, darunter Anreize für die Ausmusterung von Ölheizungen.

Aus einem Wald steigt massenhaft Rauch auf. Darüber fliegt ein Löschhubschrauber.

+++ 2.21 Uhr: Jumbo-Jet muss kurz nach Start in Frankfurt umkehren +++ 

Ein mit 370 Passagieren besetzter Jumbo-Jet der Lufthansa hat kurz nach dem Start am Frankfurter Flughafen wegen eines technischen Problems umkehren müssen. Es habe kein akuter Notfall vorgelegen, die Piloten der Richtung Shanghai fliegenden Boeing 747-400 hätten sich "vorsorglich zur Rückkehr entschieden", teilte die Airline auf dpa-Anfrage mit. Um das vollgetankte Flugzeug für die Landung vorzubereiten, sei Kerosin abgelassen worden, außerdem sei rein vorsorglich auch die Flughafenfeuerwehr ausgerückt. Letztlich habe die Maschine dann normal landen können. Zur Art des technischen Problems konnte die Lufthansa in der Nacht noch keine nähere Aussage machen. Die betroffenen Passagiere sollten am Montagvormittag mit einer Ersatzmaschine nach Shanghai fliegen.

+++ 2.06 Uhr: Waffenruhe rund um Tripolis gebrochen +++

Die vereinbarte befristete Waffenruhe rund um die libysche Hauptstadt Tripolis ist gebrochen worden. Der Mitiga-Flughafen wurdevon Raketen getroffen, wie die Verwaltung des Airports mitteilte. Sie veröffentlichte Fotos im Onlinenetzwerk Facebook, die von der Startbahn und geparkten Flugzeugen aufsteigende Rauchsäulen zeigen. Der Flugbetrieb werde "bis auf Weiteres" eingestellt, erklärte das Airport-Management. Wer die Raketen abfeuerte, war zunächst unklar. Der Flughafen befindet sich unter der Kontrolle der Streitkräfte der international anerkannten libyschen Regierung. Diese gab den Truppen des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar die Schuld an den Angriffen. Vor den Attacken auf den Flughafen sei bereits ein Haus in Sug al-Schomaa, einem Stadtteil von Tripolis, angegriffen worden. Dabei seien drei Zivilisten verletzt worden. Haftars Truppen hatten im April eine Offensive zur Eroberung von Tripolis gestartet. 

+++ 0.44 Uhr: Renzi plädiert für Regierung aus Technokraten in Italien +++ 

Der frühere italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat für die Bildung einer Übergangsregierung aus Technokraten plädiert, um rasche Neuwahlen in Italien zu verhindern. Der Sozialdemokrat sprach sich im Onlinenetzwerk Facebook sowie in Interviews dafür aus, dass ein breites Spektrum von Parteien eine solche Technokratenregierung unterstützen solle, um das Land vor einem "extremistischen" Kurs zu bewahren. Nach dem Bruch der populistischen Regierungskoalition sollen im italienischen Parlament Beratungen über einen Misstrauensantrag gegen den parteilosen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte beginnen. Der Antrag war am Freitag von der rechtsextremen Lega von Innenminister Matteo Salvini eingebracht worden. Salvini hatte am Donnerstag die Koalition der Lega mit der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung nach nur 14 Monaten für gescheitert erklärt. Der Innenminister fordert rasche Neuwahlen, von denen er sich deutliche Zugewinne für die Lega erhofft. Die Entscheidung über mögliche Neuwahlen liegt aber in den Händen von Präsident Sergio Mattarella. 

+++ 0.05 Uhr: SPD fordert härteres Vorgehen gegen Rechtsextreme +++ 

Die SPD fordert von der Bundesregierung und den Sicherheitsbehörden ein deutlich härteres Vorgehen gegen Rechtsextremisten als bislang. In einem Papier, über das das Parteipräsidium beraten soll, verlangen die Sozialdemokraten, den Verfolgungsdruck auf die rechtsextreme Szene deutlich zu erhöhen, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Die SPD kritisiert unter anderem, dass Haftbefehle gegen Rechtsextremisten derzeit nicht konsequent genug vollstreckt würden. Rund 500 gesuchte Rechtsextremisten befinden sich dem Papier der Parteispitze zufolge derzeit auf freiem Fuß. Zudem verlangen die Sozialdemokraten, dass die Sicherheitsbehörden bekannten Verfassungsfeinden konsequenter als bislang Waffen abnehmen.

Anlass für den Vorstoß der SPD seien der Mord an dem CDU-Politiker und Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, rassistisch motivierte Angriffe auf Ausländer sowie Bombendrohungen gegen Parteizentralen und Moscheen, hinter denen rechtsextreme Organisationen vermutet werden, zitiert die Zeitung aus Parteikreisen. Die SPD fordert in dem Papier auch, die Gruppierung Combat 18 "zügig" zu verbieten. Die Gruppe gilt als bewaffneter Arm des bereits seit dem Jahr 2000 in Deutschland verbotenen rechtsextremistischen Netzwerks Blood & Honour. 

rw / wue / DPA / AFP