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News von heute Stadt Hagen warnt vor Krankheitserregern im Hochwasser-Schlamm

Nordrhein-Westfalen, Hagen: mehrere Tage nach den schweren Unwettern
Nordrhein-Westfalen, Hagen: mehrere Tage nach den schweren Unwettern. Eine Hausecke am Nahmerbach ist herausgebrochen und hängt herunter.
© Alexander Forstreuter / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

19.47 Uhr: US-Baseball-Team Cleveland Indians benennt sich nach Rassismusvorwürfen um

Jahrelang hatte es Rassismusvorwürfe gegen die Baseball-Mannschaft "Cleveland Indians" gegeben - nun hat der US-Topklub seine Umbenennung bekanntgegeben. In einem von Hollywood-Star Tom Hanks eingesprochenen Video kündigte der Verein an, seinen seit 1915 bestehenden Namen aufzugeben und nach dem Ende der aktuellen Saison als "Cleveland Guardians" in Wettkämpfe zu ziehen. Indigenen-Organisationen und andere Kritiker hatten den bisherigen Namen als rassistisch gebrandmarkt.

News von heute: Stadt Hagen warnt vor Krankheitserregern im Hochwasser-Schlamm

19.45 Uhr: Mega-Deal zwischen Vonovia und Deutsche Wohnen vorerst gescheitert

Der größte deutsche Wohnungskonzern Vonovia ist wohl erneut mit der Übernahme des Wettbewerbers Deutsche Wohnen gescheitert. Die Mindestannahmeschwelle beim Übernahmeangebot von 50 Prozent sei "voraussichtlich nicht erreicht", teilte Vonovia mit. Die beiden Immobilienunternehmen hatten sich Ende Mai nach zwei zuvor gescheiterten Übernahmeversuchen auf einen Zusammenschluss geeinigt. Die Annahmequote betrug am Freitagnachmittag 47,62 Prozent, teilte Vonovia mit.

19.26 Uhr: Impfpflicht-Gegner gehen in Frankreich erneut auf die Straße

In Frankreich haben Gegner der geplanten Impfpflicht für das Gesundheitspersonal für Samstag erneut zu Demonstrationen aufgerufen. Kundgebungen sind unter anderem in Paris, Lyon, Rennes und anderen Städten geplant. Dabei soll auch gegen den Gesundheitspass protestiert werden, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt. Seit dieser Woche ist der Pass in Kinos oder Museen Pflicht, ab August auch in Cafés und Restaurants. Die Regierung will die gesetzliche Grundlage bis Sonntag im Schnellverfahren vom Parlament besiegeln lassen.

18.51 Uhr: Französisches Parlament verabschiedet Gesetz gegen Islamismus

Das französische Parlament hat ein umstrittenes Gesetz gegen Islamismus verabschiedet. Nach monatelangen Beratungen billigten die Abgeordneten der Nationalversammlung abschließend das Gesetz zur "Stärkung der republikanischen Prinzipien". Konkret geht es dabei zum Beispiel um Hass im Internet, aber auch um den Kampf gegen Zwangshochzeiten und eine stärkere Kontrolle von Vereinen. Innenminister Gérald Darmanin betonte: "Wir geben uns die Mittel, um gegen die zu kämpfen, die Religion zweckentfremden, um die Werte der Republik in Frage stellen." Nach einem Bericht der Zeitung "Le Figaro" wollen sowohl Linke wie Rechte wegen des Gesetzes den Verfassungsrat anrufen.

18.44 Uhr: Russische Behörden verbieten Investigativ-Website "The Insider"

In einem weiteren Schlag gegen unabhängige Medien haben die russischen Behörden die Investigativ-Website "The Insider" verboten. Das Medium sei als "unerwünschte Organisation" eingestuft worden, teilte das Justizministerium mit. Die in Riga ansässige Redaktion erklärte, sie werde weiterarbeiten. "Wir werden unsere Leser weiterhin vollständig und ohne Zensur über gesellschaftlich wichtige Informationen informieren, in Übereinstimmung mit den lettischen Gesetzen und dem gesunden Menschenverstand". Die 2013 gegründete Website "The Insider" arbeitet mit der internationalen Rechercheplattform "Bellingcat" zusammen. Sie berichteten gemeinsam über die Giftanschläge auf den prominenten Kreml-Kritiker Alexej Nawalny und den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal.

18.27 Uhr: Haftbefehl in El Salvador gegen Ex-Präsidenten

Gegen El Salvadors ehemaligen Präsidenten Salvador Sánchez Cerén ist Haftbefehl erlassen worden. Dem 77-Jährigen werden Geldwäsche, Veruntreuung und unrechtmäßige Bereicherung zur Last gelegt, wie die Generalstaatsanwaltschaft des mittelamerikanischen Landes verkündete. Der Politiker der Linkspartei FMLN soll als Vizepräsident in den Jahren 2009 bis 2014 illegale Zusatzvergütungen aus vom Parlament nicht autorisierten Fonds erhalten haben. Staatschef war er in den Jahren 2014 bis 2019. Inzwischen lebt Sánchez Cerén im Ausland.

18.25 Uhr: Haftstrafen für Stadtfest-Attacken auf Flüchtlinge

Wegen der gewalttätigen Angriffe auf Flüchtlinge beim Stadtfest 2016 hat das Landgericht Dresden zwei Rechtsextremisten zu Freiheitsstrafen verurteilt. Ein mehrfach vorbestrafter 31-Jähriger bekam fünf Jahre und acht Monate, gegen einen 35-Jährigen verhängte die Strafkammer drei Jahre und acht Monate. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre sowie drei Jahre und drei Monate gefordert. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Nach Überzeugung der Richter gehörten die Angeklagten zu rund 40 Männern, die in der Nacht zum 21. August 2016 gezielt Jagd auf Geflüchtete machten, teils vermummt wahllos Menschen aus Afghanistan, dem Iran und Irak schlugen oder traten sowie ausländerfeindliche Parolen riefen.

18.21 Uhr: Heirat von Minderjährigen künftig in New York verboten

Als sechster Bundesstaat in den USA verbietet New York Hochzeiten von Minderjährigen. Künftig dürfen sich nur noch Personen über 18 Jahren vermählen, heißt es in einem von Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag unterschriebenen Gesetz. Bislang war es in New York legal, wenn 17-Jährige mit elterlicher oder gerichtlicher Zustimmung eine ältere Person heiraten - in den meisten Fällen ging es hier um minderjährige Frauen, die älteren Männern das Jawort gaben. Das neue Gesetz solle Kinder vor Ausnutzung schützen, erklärte Cuomo.

News von heute: Stadt Hagen warnt vor Krankheitserregern im Hochwasser-Schlamm

18.17 Uhr: Sicherheitsrat verurteilt türkisches Vorgehen im Zypernkonflikt

Der UN-Sicherheitsrat hat das aktuelle Vorgehen der Türkei im Zypernkonflikt verurteilt. Am Dienstag hatte Nordzypern - der seit 1974 türkisch besetzte Teil der Insel - angekündigt, Teile der verlassenen Küstensiedlung Varosha entgegen UN-Vereinbarungen wieder zu besiedeln. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen einigte sich auf eine gemeinsame Stellungnahme, in der es heißt, dass "jeder Versuch, einen Teil von Varosha durch andere Personen als seine Einwohner zu besiedeln", unzulässig sei. Es dürften keine Handlungen durchgeführt werden, die UN-Resolutionen widersprechen. Der Geisterort Varosha, in dem einst griechische Zyprer lebten, darf laut internationaler Vereinbarung nur unter UN-Mandat wiederbesiedelt werden.

18.12 Uhr: Vermisster nach Unwetter im Erzgebirge tot in Fluss gefunden

Zehn Tage nach einer Sturzflut in Jöhstadt im Erzgebirge ist die Leiche eines vermissten 53-Jährigen gefunden worden. Taucher entdeckten den Toten im Uferbereich des Flusses Preßnitz nahe einer Talsperre, wie die Polizei mitteilte. Der Mann war am 13. Juli bei einem Unwetter im Jöhstadter Ortsteil Steinbach von Wassermassen fortgerissen worden. Dort hatte es eine Sturzflut gegeben. Seitdem suchten Polizei und Feuerwehr nach ihm.

18.04 Uhr: Mehr als 70 Tote nach heftigem Monsunregen in Indien

Mindestens 72 Menschen sind bei Erdrutschen und anderen Zwischenfällen nach heftigem Monsunregen in Indien getötet worden. Hunderte Menschen seien aus überfluteten Häusern im Bundesstaat Maharashtra gerettet worden. Der heftige Regen habe Brücken und Gebäude zerstört, Telekommunikationsmasten beschädigt sowie Straßen und Gleise überflutet, wodurch mehrere Züge ausfielen. Nach Informationen des indischen Fernsehsenders NDTV handelte es sich um den heftigsten Regen in 24 Stunden, den der Bundesstaat je in einem Juli in den vergangenen 40 Jahren erlebt hat. Für die nächsten Tage ist mehr starker Regen vorausgesagt. Die Monsunzeit dauert in Südasien gewöhnlich von Juni bis September.

18.02 Uhr: Schwanz und Kopf von Katze abgetrennt - Polizei sucht Tierquäler

Unbekannte sollen in Schramberg (Baden-Württemberg) eine Katze zu Tode gequält und sie in einem Neubaugebiet abgelegt haben. Anwohner fanden den Schwanz und den Kopf des Tieres, wie die Polizei mitteilte. Eine Tierarzt habe später festgestellt, dass die Körperteile mit einem scharfen Gegenstand abgetrennt worden seien. Ein Unfall konnte ausgeschlossen werden. Die Katze wurde demnach seit Dienstagabend vermisst. Ein ähnlicher Vorfall hatte sich den Beamten zufolge bereits im Mai in der Gegend abgespielt. Die Ermittler suchen nun nach Zeugen.

17.56 Uhr: Bericht: Iran und Saudi-Arabien vor Wiederaufnahme von Beziehungen

Der Iran und Saudi-Arabien stehen nach einem Bericht des iranischen Online-Portals Etemad vor einer Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen. Die beiden islamischen Golfstaaten könnten auch ihre Botschaften wieder eröffnen, berichtete das Nachrichtenportal unter Berufung auf eine ungenannte Quelle in der iranischen Regierung. Alle bilateralen Differenzen seien ausgeräumt. Eine offizielle Bestätigung für diese Informationen gab es nicht. Beide Staaten tragen ihre Rivalität durch Stellvertreterkriege aus, unter anderem im Jemen und in Syrien.

17.29 Uhr: Stadt Hagen warnt vor Krankheitserregern im Hochwasser-Schlamm

Beim Aufräumen der Hochwasser-Schäden sollten Helfer unbedingt wasserabweisende Schutzkleidung und Handschuhe tragen. Der zurückgebliebene Schlamm sei häufig mit Krankheitserregern verseucht, teilte die Stadt Hagen mit. Dort seien bereits Magen-Darm-Erkrankungen und Wundinfektionen im Zusammenhang mit den Reinigungsarbeiten aufgetreten.

Vor dem Kontakt mit Lebensmitteln und vor dem Rauchen sollten die Hände gründlich gewaschen werden, riet die Stadt. Lebensmittel, die in Kontakt mit dem Schlammwasser gekommen sind, dürften nicht mehr verzehrt werden. Das gelte auch für im Garten angebautes Gemüse, das überschwemmt war. Kleinere Verletzungen müssten desinfiziert werden, bei größeren und tieferen Wunden solle man einen Arzt aufsuchen. Helfer sollten ihren Tetanus-Schutz überprüfen und gegebenenfalls auffrischen.

16.56 Uhr: Spanien – Corona-Risiko nicht nur an Inzidenz messen

Nach der Einstufung zum Hochinzidenzgebiet durch Deutschland hat Spanien betont, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen nicht mehr das Maß aller Dinge sein könne. Für die Einschätzung des Corona-Risikos müssten auch andere Größen wie die Lage in den Krankenhäusern und der Stand der Impfkampagne berücksichtigt werden, hieß es aus Regierungskreisen in Madrid. Eine offizielle Stellungnahme gab es zunächst nicht. Es handele sich um die souveräne Entscheidung eines anderen Landes, die man nicht kommentieren wolle, hieß es.

Die Bundesregierung hat Spanien als beliebtestes Urlaubsland wegen hoher Infektionszahlen während der vergangene Wochen ab Dienstag zum Hochinzidenzgebiet erklärt. Damit müssen Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder von einer Corona-Erkrankung genesen sind, für zehn Tage in Quarantäne, aus der man sich frühestens nach fünf Tagen freitesten kann.

16.36 Uhr: Belarus verbietet dutzende Nichtregierungsorganisationen

Die belarussischen Behörden setzen ihr hartes Vorgehen gegen die Opposition fort und haben dutzende Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Vereinigungen verboten. Gegen mindestens 47 Nichtregierungsorganisationen habe das Justizministerium den "Prozess der Liquidation eingeleitet", erklärte die Menschenrechtsorganisation Wjasna, die selbst im Visier der Behörden steht. Bei vielen der Organisationen hatte es in den vergangenen Wochen bereits Razzien gegeben.

16.14 Uhr: Japans Kaiser erklärt Olympische Spiele für eröffnet

Die Olympischen Spiele von Tokio haben offiziell begonnen. Japans Kaiser Naruhito erklärte die umstrittenen Sommerspiele im Olympiastadion für eröffnet.

15.37 Uhr: Deutschland erklärt Spanien und die Niederlande zu Corona-Hochinzidenzgebieten

Die Bundesregierung stuft Spanien und die Niederlande wegen hoher Infektionszahlen von Dienstag an als Corona-Hochinzidenzgebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut bekannt. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

15.37 Uhr: Krisenstab in Flutregion bereitet sich auf neuen Regen vor

In der Katastrophenregion im Ahrtal bereitet man sich derzeit auf angekündigte neue Regenfälle an diesem Wochenende vor. Nach den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes bestehe für die Ahr aber "keine richtige Hochwassergefahr", sagte der Leiter des Krisenstabes in Rheinland-Pfalz, Thomas Linnertz, in Bad Neuenahr-Ahrweiler. "Das heißt: Es wird keine Evakuierungsnotwendigkeit für das ganze Ahrtal bestehen."

Es könne aber sein, dass wegen erwarteter lokal begrenzter Starkregenereignisse ab Samstagnachmittag in manchen Gebieten die Menschen aufgefordert werden müssten, ihre Häuser zu verlassen, sagte Linnertz. Denn es gebe ein Problem mit dem Oberflächenwasser, das wegen zerstörter oder verstopfter Kanäle möglicherweise dann nicht abfließen könne. Man sie derzeit dabei zu versuchen, noch Teile freizubekommen.

15.16 Uhr: EU-Behörde empfiehlt Impfstoff von Moderna für Kinder und Jugendliche

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gespritzt werden. Die Experten der EMA bewerteten in Amsterdam die entsprechenden Daten von Studien positiv und machten den Weg frei für die Zulassung des Impfstoffes für 12- bis 17-Jährige. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, das aber gilt als Formsache.

Das Präparat von Moderna "Spikevax" wäre damit der zweite Corona-Impfstoff, der auch jungen Menschen verabreicht werden darf. Ende Mai war der Impfstoff von Pfizer/Biontech auch für 12- bis 17-Jährige zugelassen worden. Grundlage des Antrags von Moderna war eine Studie bei 2500 Jugendlichen in den USA. Die Wirksamkeit lag nach Angaben des Unternehmens bei 100 Prozent.

14.43 Uhr: Thüringens CDU-Fraktionschef spricht von Attacke auf Parlamentarismus

Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt hat der Thüringer AfD-Fraktion mit ihrem Antrag auf ein Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) eine "Attacke auf den Parlamentarismus" vorgeworfen. "Diese billige Inszenierung, die machen wir nicht mehr mit", sagte Voigt in einer Landtagsdebatte vor der geplanten Abstimmung in Erfurt. Voigt sprach von einem "Schauspiel" und einer "Schmierenkomödie". "Heute erleben wir die nächste Attacke auf den Parlamentarismus."

Die Thüringer AfD-Fraktion hatte nach dem Scheitern der geplanten Landtagsauflösung ein Misstrauensvotum gegen Ramelow eingereicht und ihren Vorsitzenden Björn Höcke als Kandidaten aufgestellt. Höcke bräuchte die absolute Mehrheit, also 46 Stimmen, damit das Votum Erfolg hätte. Seine Fraktion hat aber nur 22 Sitze und alle anderen Fraktionen haben angekündigt, Höcke nicht wählen zu wollen.

14.25 Uhr: Netzagentur verhängt höhere Bußgelder wegen verbotener Telefonwerbung

Die Bundesnetzagentur hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Bußgelder für unerlaubte Werbeanrufe in Höhe von 1,07 Millionen Euro verhängt. Damit sind die Strafen für Werbegespräche ohne vorherige Zustimmung des Angerufenen gut doppelt so hoch ausgefallen wie im gleichen Vorjahreszeitraum mit 516.000 Euro, wie aus dem Verbraucher-Radar der Behörde hervorgeht. Mehr als die Hälfte der bisher im diesem Jahr verhängten Summe entfällt auf zwei Verfahren mit Geldbußen von 260.000 beziehungsweise 250.000 Euro. Die Strafen sind aber noch nicht rechtskräftig.

14.20 Uhr: 15-Jähriger soll 16-Jährigen in Baden-Württemberg fast getötet haben

In Baden-Württemberg soll ein 15-Jähriger einen 16-Jährigen angegriffen und dabei lebensgefährlich verletzt haben. Die beiden Jugendliche, die sich offenbar kannten, hätten sich in der Kleinstadt Erbach getroffen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Ulm mit. Der 15-Jährige sei ersten Erkenntnissen zufolge plötzlich auf den Älteren zugegangen, habe diesen gewürgt und mit einem spitzen Gegenstand auf ihn eingestochen. Anschließend sei der 15-Jährige geflüchtet.

Der 16-Jährige wurde den Angaben zufolge lebensgefährlich verletzt. Nach einer Notoperation sei er inzwischen außer Lebensgefahr. Die Polizei nahm den 15-Jährigen kurze Zeit später fest; er kam wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

14.15 Uhr: Ansturm auf vom Laster gefallene Espresso-Kapseln im Elsass

Von einem Laster gefallene Espresso-Kapseln haben im französischen Grenzgebiet zu Deutschland einen Autobahn-Stau ausgelöst. Mehr als ein Dutzend Autofahrer bremsten, um hunderte Kapseln aufzusammeln, die bei dem elsässischen Ort Sierentz südwestlich von Straßburg auf der A35 verstreut lagen. "Angesichts der Kapsel-Preise haben sich die Leute gedacht: Wir greifen zu", sagte der Chef der zuständigen Autobahnmeisterei, Eric Chevallier. 

Auslöser war ein Unfall: Der Fahrer des Nespresso-Lasters versuchte, anderen Fahrzeugen auszuweichen, die wegen vorbeifahrender Radrennfahrer der Elsass-Rundfahrt Tour d'Alsace zum Stehen gekommen waren. "Dabei wurde die ganze rechte Seite seines Anhängers aufgerissen, und die Kapseln wurden 400 bis 500 Meter weit verstreut", sagte Chevallier. 

14.15 Uhr: Bisher 132 Menschen nach Hochwasser in Rheinland-Pfalz tot geborgen

Im rheinland-pfälzischen Hochwasser-Katastrophengebiet sind inzwischen 132 Menschen tot geborgen worden - noch einmal 4 mehr als am Tag zuvor. Das teilte die Polizei mit. Noch immer werden 149 Menschen vermisst, 6 weniger als am Donnerstag. 766 Menschen mit Verletzungen wurden behandelt, diese Zahl hat sich nicht erhöht.

14.04 Uhr: Bayerische Kneipen dürfen Innenräume wieder öffnen

In Bayern dürfen Schankwirtschaften wie Kneipen und Bars ihre Innenräume vorerst wieder öffnen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München gab dem Eilantrag einer Wirtin aus Unterfranken statt. Die entsprechende Regelung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung werde vorläufig außer Vollzug gesetzt, erklärte er. (Az. 25 NE 21.1832)

Laut den in Bayern seit etwa einem Monat geltenden neuen Corona-Regeln dürfen reine Schankwirtschaften ihre Innenräume nicht öffnen, Restaurants mit entsprechenden Hygienemaßnahmen aber schon. Dadurch sah die Wirtin ihre Berufsfreiheit und den allgemeinen Gleichheitssatz verletzt.

14.04 Uhr: Corona-Fall in Osnabrücker Diskothek - 400 Menschen in Quarantäne?

Nach dem Besuch eines mit Corona infizierten Mannes in einer Osnabrücker Diskothek am vergangenen Samstag könnten mehr als 400 Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück in Quarantäne geschickt werden. Das hänge davon ab, welche Virus-Variante der Disko-Besucher gehabt habe, sagte eine Stadtsprecherin. Bei der Delta-Variante seien die Geimpften und Genesenen von der Quarantäne ausgenommen, bei der ansteckenderen Gamma-Variante müssten auch sie in Quarantäne. Die Bestimmung des Virustyps sei vom Labor noch nicht abgeschlossen.

Insgesamt hatten den Angaben zufolge etwa 405 Menschen aus der Region Osnabrück mit dem aus dem Landkreis Vechta stammenden Besucher Kontakt. Bei ihm wurde inzwischen eine Infektion nachgewiesen und inzwischen zeige er auch Krankheitssymptome, hieß es.

13.55 Uhr: Olympia-Eröffnungsfeier in Tokio mit 206 Teams

Mit symbolischen Szenen zu den Folgen der Corona-Pandemie und zu japanischen Traditionen sowie dem Einlaufen der 206 Teams ins Olympiastadion hat die Eröffnungsfeier der Sommerspiele von Tokio begonnen. In der leeren Arena waren nur wenige Ehrengäste zugelassen. Nach der Parade der teilnehmenden Mannschaften sollte Japans Kaiser Naruhito die Spiele für eröffnet erklären. Danach war die Entzündung der olympischen Flamme geplant.

13.51 Uhr: Psychotherapeuten-Netzwerk bietet Behandlung für Flutopfer an

Das Deutsche Psychotherapeuten-Netzwerk (DPNW) stellt 100 Therapieplätze für die Akutbehandlung von Betroffenen der Flutkatastrophe zur Verfügung. "Wir rechnen mit einer Welle traumatisierter Menschen", teilte der Vorsitzende Dieter Adler mit. "Diese wird kommen, wenn das Adrenalin gesunken ist und die Betroffenen sich der mittelbaren Schäden bewusst werden."

Durch die Akutbehandlung wolle man die Betroffenen seelisch betreuen. Sie umfasse höchstens zwölf Sitzungen und sei nicht genehmigungspflichtig, sagte ein Sprecher des Netzwerks. Die Sitzungen würden von zugelassenen Psychotherapeuten durchgeführt. Anmelden können sich Betroffene ab kommendem Dienstag.

13.43 Uhr: Große Schleuserbande in drei EU-Ländern zerschlagen

Europäischen Sicherheitsbehörden ist es gelungen, eine internationale Schleuserbande zu zerschlagen. Insgesamt wurden in Griechenland, Ungarn und Bulgarien 14 mutmaßliche Bandenmitglieder sowie 35 Fahrer von Schleuserautos festgenommen, wie die griechische Polizei in Athen mitteilte. Die Bande hatte demnach in den vergangenen Monaten mit Pkw mindestens 350 Migranten aus der Türkei nach Griechenland und von dort weiter nach Mitteleuropa gebracht. In der Regel waren die Fahrer selbst Migranten. Den Angaben zufolge kassierten die Schleuser allein für den griechischen Teil der Route mehr als 700.000 Euro. Auch die EU-Strafverfolgungsbehörde Europol sei an der umfangreichen Aktion beteiligt gewesen, hieß es. 

13.43 Uhr: Great Barrier Reef vorerst nicht als "bedrohtes" Welterbe eingestuft

Trotz der Bedrohung durch Klimawandel und schlechte Wasserqualität ist das Great Barrier Reef vor der Küste Australiens zumindest vorerst einer Einstufung als "gefährdetes" Welterbe entgangen. Das zuständige Komitee der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Unesco) beschloss auf seiner 44. Sitzung in Fuzhou in China einen Aufschub der Entscheidung über das weltgrößte Riff.

Das Komitee folgte damit dem Wunsch Australiens, das einen Imageschaden verhindern wollte und die Mehrheit der 21 Mitgliedsländer auf seine Seite bringen konnte. Australien soll jetzt einen neuen Bericht über den Zustand und die Erhaltung des Great Barrier Reef vorlegen, bevor das Komitee wieder über einen Eintrag in der Roten Liste beraten wird.

13.36 Uhr: "Unser Charly" und "Die Wache": Schauspieler Peter Schell gestorben

Der Fernsehschauspieler Peter Schell ist tot. Das teilte der Südwestrundfunk (SWR) am Freitag mit. Schell wurde 64 Jahre alt. Er starb demnach am Donnerstag nach schwerer Krankheit in seiner Wahlheimat Baden-Baden. Das TV-Publikum kennt ihn unter anderem durch seine Auftritte in der Sat.1-Arztserie "Hallo Onkel Doc", bei der ZDF-Familienserie "Unser Charly" und in der RTL-Krimiserie "Die Wache". Seine mit Abstand wichtigste Rolle hatte er jedoch in der Serie "Die Fallers" im SWR-Regionalfernsehen über das Leben einer fiktiven Familie auf einem Bauernhof im Schwarzwald. 27 Jahre lang verkörperte Peter Schell dort die Figur Karl Faller.

13.32 Uhr: Fridays for Future: Neubauer kritisiert Ignoranz bei Klimapolitik

Die Klimabewegung Fridays for Future hat mit Blick auf die Hochwasserkatastrophe die anhaltende Ignoranz der deutschen Politik in Sachen Klimapolitik kritisiert. "Die Klimakrise ist hier, es ist unübersehbar", sagte die führende deutsche Klima-Aktivistin Luisa Neubauer in Hamburg kurz vor der geplanten Demo. Die Politikerinnen und Politiker würden in dem Zusammenhang derzeit zwar Ankündigungen machen, was alles besser gemacht werden sollte. "Wir sehen aber eben auch, dass diese Ankündigungen oftmals genau dann in Luft aufgelöst werden, wenn es darum ginge, sie in Taten umzusetzen", sagte Neubauer der Deutschen Presse-Agentur. Fridays for Future messe die Politik jedoch nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten. "Und da sehen wir, dass diese Regierung offensichtlich nicht willens ist, diese Klimakatastrophe anzunehmen."

13.23 Uhr: Aktionsbündnis Katastrophenhilfe erhält mehr als 36 Millionen an Flut-Spenden

Nach dem verheerenden Hochwasser in Westdeutschland hat das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe binnen einer Woche bereits rund 36,4 Millionen Euro an Spenden erhalten. "Eine solche Hilfsbereitschaft haben wir so noch kaum erlebt", erklärte Geschäftsführer Dominique Mann in Bonn. In dem Bündnis haben sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die beiden kirchlichen Hilfswerke Caritas International und Diakonie Katastrophenhilfe sowie Unicef zusammengetan. Sie werden vom Fernsehsender ZDF unterstützt.

Nach Angaben des Bündnisses sind Hilfskräfte und Experten der Mitgliedsorganisationen in den Katastrophengebieten im Westen Deutschlands mit diversen Aufträgen im Einsatz. Sie verteilen Essen und Trinkwasser, bauen Notstromversorgungen und ärztliche Versorgungsstrukturen auf und zahlen finanzielle Notfallhilfen an Betroffene aus, die alles verloren haben. Außerdem organisieren sie psychologische Betreuung sowie Freizeitangebote für Kinder.

13.17 Uhr: Schweden lässt Einsatz von Astrazeneca-Impfstoff auslaufen

Schweden verabschiedet sich allmählich vom Einsatz des Corona-Impfstoffes des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca. Wie die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten mitteilte, sind 89 Prozent der Menschen über 65 Jahre - die Bevölkerungsgruppe, die in Schweden hauptsächlich Astrazeneca erhalten hat - mittlerweile vollständig geimpft. Aus diesem Grund hat sich die Behörde nun dazu entschlossen, die Verteilung des Präparats an die einzelnen Regionen des skandinavischen EU-Landes zu beenden und die Verwendung des Mittels somit nach und nach einzustellen.

Die Regionen, die noch Astrazeneca-Impfstoff vorrätig haben, können demnach entweder diesen oder die Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna verwenden. Ein Teil der verbliebenen Astrazeneca-Dosen soll gespendet werden.

13.12 Uhr: Notfall am Nordseestrand: Achtjähriger rettet fünfjährigen Bruder

Ein Achtjähriger hat beim Baden in der Nordsee am Badestrand von Butjadingen in Niedersachsen seinen drei Jahre jüngeren Bruder aus dem Wasser gerettet. Ihm sei es mit Mühe gelungen, den untergegangenen Fünfjährigen wieder an die Wasseroberfläche zu bringen, teilte die Polizei mit. Die beiden waren mit ihrer Mutter baden, hatten sich aber etwas von ihr entfernt. In einem unbeobachteten Moment sei der Junge dann unter Wasser geraten. Zunächst hatte es geheißen, das Kind sei nicht ansprechbar, weshalb der Notarzt sofort mit dem Rettungshubschrauber eingeflogen wurde. Die Information bestätigte sich aber nicht. Beide Kinder wurden mit Unterkühlung zu Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.

13.05 Uhr: Bericht: Chinesischem Fahrdienstvermittler Didi droht Rekordstrafe

Rund einen Monat nach dem Börsengang in den USA droht dem chinesischen Fahrdienstvermittler Didi einem Bericht zufolge eine Rekordstrafe im Heimatland. Diese Strafe könnte das gegen den Onlinekonzern Alibaba verhängte Bußgeld von 2,3 Milliarden Euro noch übersteigen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg ohne Angabe von Quellen. Die Behörden erwägen demnach auch den Stopp bestimmter Geschäfte oder die Pflichtbeteiligung eines staatlichen Investors. Didi war in China in Ungnade gefallen. Wegen Verstoßes gegen Datenschutzvorschriften wurde die Didi-App gesperrt. Die Behörden warfen dem Unternehmen vor, es sammle illegal private Daten seiner Nutzerinnen und Nutzer. Vergangene Woche wurde der Sitz des Unternehmens durchsucht.

News von heute: Stadt Hagen warnt vor Krankheitserregern im Hochwasser-Schlamm

12.44 Uhr: Slowakische Polizei setzt Tränengas gegen Impfgegner ein

Vor dem slowakischen Parlament ist es zu Zusammenstößen zwischen Corona-Impfgegnern und der Polizei gekommen. Die Beamten setzten Tränengas ein, um Hunderte Demonstranten an der Stürmung des Nationalrats in der Hauptstadt Bratislava zu hindern. Eine Polizistin sei verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur TASR unter Berufung auf die Rettungsdienste. Die Protestierenden skandierten demnach Sprüche wie "Impffaschismus", "Gestapo" und "Wir geben nicht auf". Hintergrund ist ein Gesetzesvorhaben, das Erleichterungen für Geimpfte zum Beispiel beim Einkaufen in Geschäften ermöglichen soll.

12.42 Uhr: Ferienfreizeit: 71 von 100 Teilnehmern corona-positiv

71 von rund 100 Teilnehmern einer von einem Hamburger Träger organisierten Ferienfreizeit haben sich mit dem Corona-Virus infiziert. Die Betroffenen - Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene - stammten größtenteils aus Hamburg, sagte Martin Helfrich, Sprecher der dortigen Gesundheitsbehörde. Die Freizeit fand in Dänemark statt. "Nachdem die Ferienmaßnahme vor Ort unter Quarantäne gestellt worden war, wird diese nun beendet", sagte Helfrich. "Die Teilnehmenden kehren nun an ihre Heimatorte zurück, wo sie sich in der eigenen Häuslichkeit isolieren."

12.37 Uhr: Hunderte Wohnhäuser im Osten Russlands überschwemmt

Nach starkem Regen sind Hunderte Wohnhäuser im Osten Russlands überflutet worden. 2500 Menschen seien von dem Hochwasser unweit des Baikalsees in Sibirien betroffen, teilten die Behörden der Region Transbaikalien mit. In der Stadt Schilka am gleichnamigen Fluss seien Notunterkünfte eingerichtet worden. Dort hielten sich zunächst etwa 100 Menschen auf. Fotos zeigten, wie Retter mit Schlauchbooten zu Wohnhäusern fuhren. Bei dem Hochwasser seien auch mehrere Brücken zerstört oder beschädigt worden. Betroffen ist demnach auch die Transsibirische Eisenbahn. In Russland kommt es in einigen Landesteilen seit Wochen immer wieder zu Überschwemmungen. Andere Regionen kämpfen gegen Waldbrände.

12.33 Uhr: Keine Einigung mit Piloten - Lufthansa Cargo streicht Flüge

Die Lufthansa streicht in der kommenden Woche gut gebuchte Frachtflüge, weil sie sich mit ihren Piloten nicht einigen kann. Vor allem Verbindungen nach Asien seien betroffen, sagte eine Sprecherin der Frachtsparte Lufthansa Cargo. Rund fünf Prozent des Flugplans könnten in der kommenden Woche nicht bedient werden. Offenbar sind Verhandlungen mit der Personalvertretung zur Weiterführung von Corona-Sonderregelungen ergebnislos geblieben.

12.25 Uhr: Corona: Junge Erwachsene in England am stärksten betroffen

Junge Erwachsene sind in der jüngsten Infektionswelle in England am stärksten betroffen. Das geht aus Zahlen der Gesundheitsbehörde Public Health England hervor, die in dieser Woche veröffentlicht wurden. Demnach lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in dieser Altersgruppe bei zuletzt knapp 1155 - der höchste je festgestellte Wert seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr. Insgesamt wurde die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Großbritannien zuletzt mit 488 angegeben. Gründe für die hohe Ansteckungsrate dürfte nach Ansicht von Experten unter anderem sein, dass die Impfrate bei jüngeren Menschen niedriger ist als bei den Älteren.

12.21 Uhr: Lastwagen mit Spenden für Katastrophengebiete von Maut befreit

Lastwagen mit Sachspenden für die deutschen Hochwassergebiete sind unter bestimmten Bedingungen von der Lkw-Maut befreit. Das hat das Bundesamt für Güterverkehr in Köln entschieden. Diese Regelung sei für die Bewältigung der Folgen der aktuellen Unwetterkatastrophe getroffen worden, sagte ein Sprecher der Behörde. Voraussetzung für die Befreiung sei ein Aufruf von Kommunen, Feuerwehren, Vereinen, Hilfsorganisationen und anderen zu Lebensmittel- und Sachspenden für die Bevölkerung in den betroffenen Regionen.

12.18 Uhr: Gestrandetes Orca-Baby Toa in Neuseeland gestorben

Trauer um einen Baby-Wal: Knapp zwei Wochen nach seiner Strandung in Neuseeland ist der kleine Orca namens Toa überraschend gestorben. Sein Gesundheitszustand habe sich "schnell verschlechtert", schrieb die Organisation "Whale Rescue" auf Facebook. "Tierärzte vor Ort eilten ihm zu Hilfe, konnten ihn aber nicht retten." Alle Helfer seien "am Boden zerstört", so die Organisation. Das Kalb war am 12. Juli vor Plimmerton Beach auf der Nordinsel in flachem Gewässer von Jugendlichen entdeckt worden. Es war ihm nicht mehr gelungen, seiner Herde ins offene Wasser zu folgen. Seither suchten zahlreiche Freiwillige im Meer nach seiner Familie, allerdings ohne Erfolg.

12 Uhr: Millionen Kinder in den Philippinen dürfen ihre Häuser erneut nicht verlassen

Angesichts einer deutlichen Zunahme der Corona-Neuinfektionen in den Nachbarländern will die philippinische Regierung Millionen Kinder des Landes wieder in ihre Wohnungen zwingen. Wegen der beginnenden Ausbreitung der Deltavariante des Virus auch im eigenen Land würden für die Hauptstadtregion Manila und vier weiterer Provinzen ab sofort wieder strengere Maßnahmen gelten, erklärte ein Präsidentschaftssprecher. Unter anderem müssten Kinder im Alter zwischen fünf und 17 Jahren wieder zu Hause bleiben. Die rigorose Maßnahme für die Kinder, welche von der Regierung mit einem besonderen Ansteckungsrisiko in dieser Altersklasse begründet wird, war erst vor zwei Wochen aufgehoben worden.

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11.54 Uhr: Kosten fürs Wohnen 2020 weiter gestiegen

Die finanziellen Belastungen fürs Wohnen sind in Deutschland im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Die Bürgerinnen und Bürger mussten im Durchschnitt über alle Landkreise und kreisfreien Städte 14,2 Prozent des regional verfügbaren Haushaltseinkommens für Miete und 19,6 Prozent für die Finanzierung einer Eigentumswohnung aufbringen, errechnete das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) für den Postbank Wohnatlas. 2019 hatten die Werte bei 13,4 Prozent beziehungsweise 17,0 Prozent gelegen.

Wohnen sollte nicht mehr als 30 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens kosten, verwies die Postbank auf eine gängige Faustformel. Demnach wäre 2020 laut den HWWI-Modellrechnungen in 363 von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten der Kauf einer 70-Quadratmeter-Wohnung für einen Durchschnittshaushalt finanzierbar gewesen. Ein Jahr zuvor waren es noch 379 Kreise und Städte gewesen.

11.47 Uhr: Apotheken stellen auch weiterhin keine Corona-Impfzertifikate aus

Apotheken in ganz Deutschland können nach wie vor keine Corona-Impfzertifikate ausstellen. Es stehe noch nicht fest, wann die Zertifikate in Apotheken wieder erhältlich seien, teilte eine Sprecherin des Deutsche Apothekerverbands (DAV) mit. Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium gestoppt, da es am Donnerstag Berichte über eine Sicherheitslücke gab.

Dem "Handelsblatt" war es demnach gelungen, "mithilfe von professionell gefälschten Dokumenten" auf dem DAV-Server einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber zu erzeugen, mit dem dann zwei Impfzertifikate online ausgestellt worden seien. Aktuell würden deshalb die angemeldeten Betriebsstätten einer Überprüfung unterzogen. Doch gebe es bislang keine Hinweise auf andere unberechtigte Zugänge, hieß es am Donnerstag.

11.13 Uhr: Frankreichs Unterhaus billigt Impfpflicht und Gesundheitspass

Die Impfpflicht für das Gesundheits- und Pflegepersonal in Frankreich hat eine wichtige Hürde genommen: Die Pariser Nationalversammlung stimmte dem Regierungsvorhaben in der Nacht zum Freitag nach zweitägiger Marathondebatte zu. Auch ein Gesundheitspass für Cafés, Restaurants und Fernzüge wurde trotz massiver Kritik der Opposition verabschiedet. Bis Sonntag soll die Novelle im Schnellverfahren vom Senat besiegelt werden.

Präsident Emmanuel Macron hatte die verschärften Maßnahmen Mitte Juli angekündigt. Die Regierung will damit den massiven Anstieg der Corona-Infektionen durch die hoch ansteckende Delta-Variante eindämmen. Gesundheitsminister Olivier Véran nannte die Lage "beunruhigend". Zuletzt wurden binnen eines Tages in Frankreich fast 22.000 Neuansteckungen registriert, zehnmal so viele wie vor rund einem Monat.

11.11 Uhr: Chinas Präsident Xi erstmals seit zehn Jahren in Tibet

Chinas Präsident Xi Jinping ist erstmals seit zehn Jahren wieder nach Tibet gereist. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, war der Staats- und Parteichef bereits am Mittwoch in der tibetische Stadt Nyingchi, wo er von Einheimischen und Beamten verschiedener ethnischer Gruppen begrüßt worden sei. Xi hatte Tibet zuletzt als Vizepräsident im Jahr 2011 besucht.

Tibet liegt auf einem zwischen 3600 und 5200 Meter hohen Plateau und wird deshalb auch "Dach der Welt" genannt. Vom 15. Jahrhundert an entwickelte sich das buddhistische Königreich zu einem Mönchsstaat mit dem Dalai Lama als Oberhaupt und Lhasa als Hauptstadt. 1950 marschierte China mit seiner Volksbefreiungsarmee in Tibet ein und ernannte 1965 die zur Volksrepublik gehörende Autonome Region Tibet. Der Dalai flüchtete sich ins indische Exil.

11.00 Uhr: Malaysische Polizei zerstört Bitcoin-Rechner mit Hilfe von Dampfwalzen

In Malaysia hat die Polizei hunderte Bitcoin-Rechner zerstört - per Dampfwalze. Auf der Insel Borneo reihten die Beamten 1069 Rechner auf dem Parkplatz der Polizeistation in Miri auf und machten sie unbrauchbar. Acht Menschen wurden festgenommen. "Sie haben Strom gestohlen", sagte Polizist Hakemal Hawari. "Ihre Taten gefährden Leben und Eigentum, weil sie Stromausfälle verursachen können." 

10.51 Uhr: Virologe Drosten: Besorgt über geringen Impffortschritt gegen Corona

Das Impfen gegen das Coronavirus in Deutschland geht dem Virologen Christian Drosten derzeit nicht rasch genug. Er sei "zunehmend besorgt über den Impffortschritt", sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Hier kommen wir nicht schnell genug voran, obwohl genug Impfstoff zur Verfügung steht." Viele Menschen wähnten sich angesichts einer niedrigen Inzidenz in Deutschland in einem falschen Sicherheitsgefühl. "Es ist wichtig, jetzt sehr viel mehr Informationsarbeit zu leisten - auch im privaten Umfeld, damit die Impfquote schneller ansteigt. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit von erneuten schmerzhaften Eingriffen im Winter", erklärte Drosten.

10.45 Uhr: Über 48 Prozent der Bevölkerung in Deutschland voll geimpft

In Deutschland sind inzwischen 48,5 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 9.45 Uhr) wurden am Donnerstag 565.235 Impfdosen verabreicht. Damit sind nun rund 40,3 Millionen Menschen vollständig geimpft. Rund 50,4 Millionen (60,6 Prozent) haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge nach wie vor an erster Stelle mit einem Anteil von 69,5 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen. Auch bei den vollständig Geimpften belegte Bremen mit 55,5 Prozent den Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstimpfungen blieb Sachsen (51,4 Prozent), genau wie bei den vollständig Geimpften (44,9 Prozent).

10.16 Uhr: Thüringens SPD-Fraktionschef fordert CDU auf, gegen Höcke zu stimmen

Thüringens SPD-Fraktionschef Matthias Hey hat die CDU-Abgeordneten im Landtag dazu aufgerufen, beim Misstrauensvotum dem AfD-Kandidaten Björn Höcke nur Nein-Stimmen zu geben. "Wenn ein Demokrat gefragt wird, ob ein AfDler – noch dazu Björn Höcke – Ministerpräsident von Thüringen werden soll, gibt es nur eine einzige klare Antwort: Nein!", erklärte Hey in Erfurt vor der geplanten Abstimmung. Hey appellierte an die Christdemokraten, nicht wie angekündigt, an ihren Plenarplätzen zu bleiben, sondern "sich klar gegen Höcke zu positionieren".

Die Thüringer AfD-Fraktion strengt ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) an und hat ihren Fraktionschef Björn Höcke als Kandidaten aufgestellt. Die Abstimmung ist für den frühen Freitagnachmittag geplant. Für den Erfolg des Misstrauensvotums bräuchte Höcke eine absolute Mehrheit - also 46 Stimmen. 

10.04: Mann reist mit mehr als 910.000 Euro Bargeld im Auto nach Deutschland

Ein 48 Jahre alter Mann ist mit mehr als 910.000 Euro im Auto von den Niederlanden nach Deutschland gefahren. Bei einer Kontrolle auf der Autobahn 3 in der Nähe der Grenze bei Emmerich fanden die Beamten das Bargeld in mehreren Tragetaschen im Kofferraum und hinter dem Autoradio, wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte. Das Geld wurde sichergestellt, gegen den 48-Jährigen werde nun wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt. Die Beamten kontrollierten den Mann am Mittwochnachmittag, er durfte später weiterreisen.

10.01 Uhr: Attentäter von Waldkraiburg kommt wegen Schizophrenie in Psychiatrie

Der Attentäter von Waldkraiburg wird in der Psychiatrie untergebracht. Eine Schizophrenie habe zu der Anschlagsserie im vergangenen Jahr geführt, sagte der Vorsitzende Richter Jochen Bösl vor dem Oberlandesgericht München. Neben der Unterbringung verurteilte das Gericht den 27 Jahre alten Muharrem D. wegen vielfachen versuchten Mordes und weiterer Taten zu neuneinhalb Jahre Haft. Die Haftstrafe muss er aber wegen der Unterbringung zunächst nicht antreten.

Mit der Haftdauer blieb das Gericht unter der Forderung der Bundesanwaltschaft, die dreizehn Jahre und sechs Monate Haft verlangt hatte. Die Verteidigung hatte sieben Jahre Haft gefordert. Auch die Anklage forderte die Unterbringung des Mannes.

D., der sich selbst als Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnete, sorgte in der türkischen Gemeinde der oberbayerischen Kleinstadt Waldkraiburg mit mehreren Anschlägen und Anschlagsversuchen für Angst und Schrecken. Die folgenreichste Tat war ein Brandanschlag auf einen türkischen Supermarkt, der vollständig ausbrannte und auch das Leben von 26 Bewohnern der über dem Markt liegenden Wohnungen gefährdete.

9.43 Uhr: Ärztepräsident fordert tägliche Corona-Tests an Schulen

Die Bundesärztekammer und der Lehrerverband haben angesichts steigender Corona-Inzidenzen und der Delta-Variante mehr Schutzmaßnahmen an Schulen gefordert. Zur Verringerung der Infektionsdynamik und um Wechselunterricht zu vermeiden, müssten "tägliche Testungen vor Unterrichtbeginn" ermöglicht werden, sagte Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die bisher in vielen Ländern üblichen zwei Schnelltests pro Woche reichen bei weitem nicht aus", warnte er. 

9.37 Uhr: 25-Jährige steckt in Bayern tot in Altkleidercontainer

Im bayerischen Großostheim ist eine 25-Jährige in einem Altkleidercontainer ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Würzburg mitteilte, fanden Passanten die mit dem Oberkörper in der Einwurföffnung feststeckende Frau am Donnerstagabend. Die Beamten gingen demnach von einem Unfall aus.

Nach Angaben der Polizei wählten zwei Zeuginnen, die die Frau entdeckt hatten, umgehend den Notruf. Die Feuerwehr befreite die 25-Jährige, ein Notarzt konnte allerdings nur noch deren Tod feststellen. Die Polizei nahm Ermittlungen auf. Nach eigenen Angaben hatte sie zunächst aber keine Hinweise auf ein Verbrechen. Die Beamten gingen von einem "tragischen Unfallgeschehen" aus.

9.57 Uhr: Alfred Biolek gestorben

Der Entertainer Alfred Biolek ist tot. Er starb am Freitagmorgen. Der frühere Fernsehmoderator und Talkmaster sei in seiner Kölner Wohnung friedlich eingeschlafen, sagte sein Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie der Deutschen Presse-Agentur. Biolek war seit längerem gesundheitlich angeschlagen gewesen. Er wurde 87 Jahre alt.

Alfred Biolek

Biolek gilt als einer der Pioniere der Talk- und Kochshows in Deutschland. Er war eng mit dem WDR verbunden. Mit Rudi Carrell entwickelte er dort zum Beispiel die Samstagabendshow "Am laufenden Band", die erfolgreichste Sendung der 1970er Jahre. Parallel sammelte er im "Kölner Treff" erste Moderationserfahrung und bekam 1978 seine eigene Sendung, "Bio's Bahnhof".

Danach war er im deutschen Fernsehen 30 Jahre ständig präsent. Er war eine eigene Marke mit drei Buchstaben: Bio. Seine Ära endete erst 2007 mit der letzten Folge der Kochsendung "alfredissimo", in der er viele Jahre lang mit Gästen am Herd gestanden, geplaudert und Wein verkostet hatte.

9.20 Uhr: Bahn: Viele Schäden bis Jahresende beseitigt - manches dauert Jahre

Die Deutsche Bahn ist zuversichtlich, dass bis Ende des Jahres die größten Schäden in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten behoben werden können und der Verkehr wieder weitgehend normal läuft. In manchen Regionen, vor allem in Rheinland-Pfalz, könnte es hingegen länger dauern. "Etwa an Eifel und Ahr ist von den bisherigen Strecken und Anbindungen wahrlich nichts mehr zu erkennen", sagte der Vorstand für Anlagen- und Instandhaltungsmanagement bei der Bahn-Tochter DB Netz, Volker Hentschel,. "Hier reden wir von Monaten, wenn nicht sogar an einigen Stellen von Jahren."

Die Bahn schätzt die Schäden an Strecken, Bahnhöfen und Fahrzeugen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auf insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro. Derzeit liefen Gespräche über die Finanzierung mit dem Bund. 600 Kilometer Gleise seien betroffen sowie 50 Brücken und Dutzende Stationen und Haltepunkte. 180 Bahnübergänge, 40 Stellwerke und mehr als 1000 Oberleitungs- und Signalmaste seien so schwer beschädigt, dass sie voraussichtlich erneuert werden müssten, sagte Hentschel.

8.48 Uhr: Schnee am Kap: Kaltfront beschert Südafrika Minustemperaturen

Eine Kaltfront mit arktischer Kälte beschert Südafrika aktuell Minustemperaturen und Schneefälle in Teilen des Landes. Laut Meteorologen wurden am Freitagmorgen in der Stadt Bloemfontein minus neun Grad Celsius gemessen - der nationale Wetterdienst sprach von der kältesten Nacht des Jahres. Auf der Süd-Halbkugel herrscht gerade Winter, Schneefälle sind daher vor allem in den Höhenlagen zu dieser Jahreszeit nicht selten. In den sozialen Medien machten auch Bilder aus der im Inland gelegenen Diamanten-Stadt Kimberley die Runde, auf denen Schneefälle zu sehen waren. Das Wetterbüro warnte vor allem in der Provinz Free State vor schlechten Straßenverhältnissen durch die erwarteten Schneemassen.

8.45 Uhr: Behörden in Sydney erklären angesichts von Corona-Ausbruch Notstand

Angesichts der sprunghaft ansteigenden Corona-Infektionen in der australischen Metropole Sydney haben die Behörden den Notstand ausgerufen. Die Regierung des Bundesstaats New South Wales, dessen Hauptstadt Sydney ist, räumte ein, dass es trotz eines einmonatigen Lockdown nicht gelungen sei, die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zu stoppen. Sie rief die Regierung in Canberra auf, Impfstoffe und Ressourcen in den Bundesstaat zu schicken.

"Es gibt keinen Zweifel, dass die Zahlen nicht in die richtige Richtung gehen", sagte die Regierungschefin von New South Wales, Gladys Berejiklian. Sie rief die australische Regierung auf, ihre schleppende Impfkampagne zu beschleunigen. Da sich das Virus "überall ausbreitet" und die Hälfte der 25 Millionen Einwohner Australiens sich im Lockdown befinde, müsse die Regierung ihre Impfpolitik "neu ausrichten", forderte Berejiklian.

Die Millionenstadt Sydney befindet sich seit rund einem Monat im Lockdown, der Corona-Ausbruch konnte aber bislang nicht vollständig eingedämmt werden. New South Wales verzeichnete am Freitag einen neuen Höchststand von 136 Neuinfektionen. Besonders betroffen sind die westlichen und südwestlichen Vororte Sydneys.

8.34 Uhr: Mit Schlamm eingerieben - RTL-Reporterin entschuldigt sich

Köln (dpa) - Dass sie sich vor einer TV-Schalte aus dem Hochwassergebiet selbst ihre Kleidung mit Matsch beschmiert hat, hat RTL-Moderatorin Susanna Ohlen als "schwerwiegenden Fehler" bezeichnet. "Mir als Journalistin hätte das niemals passieren dürfen. Als Mensch, dem das Leid aller Betroffenen zu Herzen geht, ist es mir passiert. Ich bitte um Verzeihung", schrieb sie in der Nacht zu Freitag auf Instagram. "Nachdem ich an den vorherigen Tagen bereits privat in der Region geholfen hatte, habe ich mich vor den anderen Hilfskräften an diesem Morgen geschämt, in sauberem Oberteil vor der Kamera zu stehen. Daraufhin habe ich mir, ohne zu überlegen, Schlamm auf meine Kleidung geschmiert."

Ohlen, die auch "Guten Morgen Deutschland" moderiert, war im RTL-Programm als Frau vorgestellt worden, die bei den Aufräumarbeiten in Bad Münstereifel tatkräftig mit anpacke. Im Internet tauchten Videoaufnahmen auf, die Ohlen beim Einreiben mit Matsch zeigen. "Das Vorgehen unserer Reporterin widerspricht eindeutig journalistischen Grundsätzen und unseren eigenen Standards. Wir haben sie daher direkt am Montag, nachdem wir davon erfahren haben, beurlaubt", sagte eine RTL-Sprecherin.

8.10 Uhr: Rewe ruft Tiefkühl-Spinat wegen möglicher Metallspäne zurück

Die Supermarktkette Rewe hat Rahmspinat der Eigenmarke Beste Wahl zurückgerufen. Betroffen seien 500-Gramm-Packungen mit portioniertem Tiefkühl-Spinat der Sorte "mild gewürzt" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum April 2023, wie auf dem Verbraucherportal lebensmittelwarnung.de mitgeteilt wurde. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich in einzelnen Verpackungen dünne Metallspäne befinden, hieß es zur Begründung.

Betroffen sind den Angaben des Herstellers Ardo zufolge Produkte mit den Chargennummern 141096 und 141097 in allen Bundesländern außer den Stadtstaaten Bremen und Hamburg. Verbrauchern wird vom Verzehr des Produkts abgeraten.

8.07 Uhr: Kind fällt bei Foto der Mutter von Seebrücke

Ein Kind ist bei einem Fotoversuch der Mutter auf der Seebrücke von Zinnowitz auf Usedom ins Wasser gestürzt. Wie ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald erklärte, sorgte der Vorfall am Donnerstagabend für viel Aufsehen und einen Rettungseinsatz. Das Kind sei mehrere Meter tief in die Ostsee gefallen. Die Mutter sei sofort hinterhergesprungen und habe sich dabei schwer am Sprunggelenk verletzt. Nach Angaben der Polizei soll sich der Vorfall dort ereignet haben, wo das Wasser noch nicht sehr tief ist. Mutter und Kind seien geborgen und in eine Klinik gebracht worden.

Nach Angaben von Zeugen soll das Kind für das Foto auf die Brüstung der Seebrücke gesetzt worden sein. Zum Alter der Beteiligten konnten die Behörden zunächst keine Angaben machen.

7.53 Uhr: Neuseeland setzt Corona-Regelung mit Australien aus

Nach einem Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Australien wegen der hochansteckenden Delta-Variante hat Neuseeland das quarantänefreie Reisen zwischen beiden Ländern vorerst ausgesetzt. Die Regelung gelte ab Freitagnacht (Ortszeit) für mindestens zwei Monate, kündigte die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern an. "Dies ist keine Entscheidung, die wir leichtfertig getroffen haben, aber es ist die richtige Entscheidung, um die Sicherheit der Neuseeländer zu gewährleisten", betonte sie.

In Australien sind die Corona-Zahlen zuletzt gestiegen. Besonders betroffen ist der Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney. Landesweit befindet sich etwa die Hälfte der Bevölkerung in Down Under im Lockdown. "Meine starke Botschaft an jeden Neuseeländer in Australien, der nicht auf Dauer dort bleiben möchte, ist: Komm nach Hause", sagte Ardern.

6.25 Uhr: Katastrophen-Warnsystem Cell Broadcast soll bundesweit ab Mitte 2022 einsetzbar sein

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wird voraussichtlich ab dem Sommer 2022 mit dem vielfach geforderten Warnsystem Cell Broadcast arbeiten können. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Regierungskreise. Cell Broadcast solle "bis Mitte nächsten Jahres einsetzbar" sein. Dass das System kommt, ist dem Bericht zufolge sicher. Das geplante Alarmsystem über Textnachrichten auf den Mobilfunkgeräten werde schneller installiert sein, als ein flächendeckendes Netz mit analogen Sirenen wieder hergestellt werden könne.

Von den Anfang der 1990er Jahre funktionstüchtigen 80.000 Sirenen waren den Blättern zufolge zuletzt noch etwa 15.000 verfügbar. Vor diesem Hintergrund werden die Rufe nach Cell Broadcast lauter. Mit dessen Hilfe bekommen alle Besitzer eines Mobiltelefons in einem gefährdeten Gebiet automatisch eine Textnachricht, ohne dass das BBK oder andere Behörden deren Nummern haben. Laut Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) werde die Prüfung noch vor der Bundestagswahl am 26. September abgeschlossen sein und voraussichtlich positiv ausfallen.

5.47 Uhr: Journalist im Norden Mexikos ermordet

Im Norden Mexikos ist ein Journalist ermordet worden. "Vor wenigen Augenblicken wurde der Journalist Ricardo López in Guaymas getötet", teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Sonora am Donnerstag (Ortszeit) beim Onlinedienst Twitter mit. Der 47-jährige López hatte das Online-Medium InfoGuaymas geleitet und bereits im März angegeben, wegen seiner Arbeit Drohungen zu erhalten. 

Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten weltweit. Seit dem Jahr 2000 wurden dort rund einhundert Pressevertreter ermordet, davon acht im Jahr 2020. Mehr als 90 Prozent dieser Verbrechen bleiben nach Angaben von Organisationen für die Pressefreiheit ungestraft. 

4.57 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 13,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt weiter. Sie liegt jetzt bei 13,2, wie das Robert-Koch-Institut meldete. Eine Woche zuvor hatte sie noch bei 8,6 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. 

Laut RKI wurden binnen 24 Stunden 2089 Corona-Neuinfektionen sowie 34 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt den Angaben zufolge bei 3.752.592, insgesamt wurden bisher 91.492 Corona-Tote gemeldet. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gibt das RKI mit rund 3.643.300 an.

4.49 Uhr: Ecuador erklärt Notstand in Gefängnissystem nach tödlichen Ausschreitungen

Nach Ausschreitungen mit mindestens 22 Toten in zwei Haftanstalten hat Ecuador den Notstand in seinem Gefängnissystem ausgerufen. Präsident Guillermo Lasso erklärte "den Ausnahmezustand im Gefängnissystem, um alle menschlichen und wirtschaftlichen Ressourcen zu mobilisieren, die notwendig sind, um die Ordnung" wiederherzustellen. Bei den Gewaltausbrüchen seien zudem rund 60 Menschen verletzt und eine Polizistin sexuell missbraucht worden, teilten die Behörden mit. 

In der Haftanstalt Latacunga in der im Zentrum des Landes gelegenen Provinz Cotopaxi wurden 14 Menschen getötet, teilte die Regierung mit. Acht weitere Tote gab es nach Behörden-Angaben in einem Gefängnis der südwestlichen Provinz Guayas. Die Gefängnisaufsicht hatte die Zahl der Toten zuletzt mit 21 angegeben, ein Mensch sei nun im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. 

4.30 Uhr: Nach Hochwasser: Bestattern fehlt es teils an Transportwagen

Nach der Hochwasserkatastrophe fehlt es einigen Bestattern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz offenbar an Transportwagen. "Es gibt nur eine sehr begrenzte Anzahl von Bestattungsfahrzeugen, die sind erst mal unersetzlich", sagte ein Sprecher des Bestatterverbands Nordrhein-Westfalen. Viele der betroffenen Autos standen etwa bei den verheerenden Fluten in der Garage neben Bestatterinstituten und seien dann - genauso wie die Geschäfte - mit Wasser vollgelaufen.

Allerdings "fehlen die dann nur in einzelnen Unternehmen". Man könne sich untereinander gut unterstützen, indem Kollegen etwa unbeschädigte Transportwagen ausleihen. Die Fahrzeuge sind den Angaben des Sprechers zufolge Einzelanfertigungen und werden nur auf Anfrage hergestellt. Deshalb sei es schwierig, diese zu ersetzen. Der gesamte Schaden sei noch nicht klar.

2.47 Uhr: Auto fährt in Fußgänger vor Pub in Wales - Sechs Verletzte

Sechs Menschen sind verletzt worden, als ein Auto in eine Menschenmenge vor einem Pub in Wales fuhr. Nach ersten Erkenntnissen erlitt ein 79-Jähriger am Steuer seines Autos einen "medizinischen Notfall" und rammte daraufhin die Außenwand des Pubs in Pontyclun, etwa 18 Kilometer westlich der walisischen Hauptstadt Cardiff. Bei dem Zwischenfall wurden fünf Fußgänger verletzt, der Gesundheitszustand des Fahrers wurde als kritisch beschrieben.

2.01 Uhr: Teuerste Naturkatastrophe in Europa in 50 Jahren: 2002 in Deutschland

Die Überschwemmungen in Deutschland 2002 insbesondere an der Elbe waren nach einer Analyse der Weltwetterorganisation (WMO) die nach Sachschäden folgenschwerste Naturkatastrophe der vergangenen 50 Jahre in Europa. Sie verursachten Schäden in Höhe von rund 14 Milliarden Euro, wie die Organisation berichtete. Sie wertete Daten von 1970 bis 2019 aus.

Weltweit haben unter den Naturkatastrophen Dürren und Stürme in den vergangenen 50 Jahren die meisten Menschenleben gefordert. Durch Dürren kamen rund 650.000 Menschen ums Leben, durch Stürme rund 580.000. Überschwemmungen und extreme Temperaturen lagen weit dahinter, mit jeweils unter 60.000 Toten. Gemessen an Sachschäden waren Stürme weltweit die folgenreichsten Naturkatastrophen mit Verlusten von umgerechnet gut 440 Milliarden Euro. Dahinter lagen Überschwemmungen mit Schäden im Umfang von knapp 100 Milliarden Euro.

1.14 Uhr: Thüringens Ministerpräsident sieht Misstrauensvotum gelassen

Der Misstrauensantrag des Thüringer AfD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke gegen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) an diesem Freitag wird nach dessen Ansicht die Arbeitsfähigkeit der rot-rot-grünen Minderheitsregierung unberührt lassen. "Ein konstruktives Misstrauensvotum steht laut Verfassung jedem zu", sagte Ramelow dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitagsausgaben). "Es muss sich aber auch jeder überlegen, was er damit macht." 

Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sieht laut Ramelow keine Anzeichen dafür, dass die Landesregierung zerrüttet sein soll. "Das teile ich ausdrücklich. Wir sind ganz normal im Arbeitsmodus."

Linke, SPD und Grüne müssten nach dem Verzicht auf Neuwahlen am 26. September nun mit CDU und FDP "bis 2024 miteinander agieren und sich an den Notwendigkeiten des Landes orientieren", sagte der Linken-Politiker. 

In der Thüringer Landespolitik herrscht seit langem große Unruhe. Ursprünglich wollte sich der Landtag demnächst selbst auflösen und so eine Neuwahl im September herbeiführen. Linke, SPD und Grünen stoppten dies aus Sorge vor einer Situation, in der die Stimmen der AfD über den Erfolg des Antrags entscheiden würden.   

1.00 Uhr: RKI: Inzidenzanstieg vor allem bei 15- bis 34-Jährigen

Der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bisher vor allem bei Menschen zwischen 15 und 34 Jahren zu beobachten. Während sich die Werte in den Gruppen ab 60 Jahren in den vergangenen Wochen nur minimal und auf sehr niedrigem Niveau veränderten, verzeichnet das RKI für Jüngere relativ starke Zuwächse. Das geht aus einem wöchentlichen Covid-19-Lagebericht hervor.

0.08 Uhr: CSU-Programmentwurf lehnt Gender-Pflicht für deutsche Sprache ab

Die CSU lehnt verpflichtende Regeln für einen geschlechterbewussten Sprachgebrauch ab. "Wer gendern mag, soll gendern, aber niemand soll dazu gezwungen werden. Wir stehen für Identität statt Ideologie", heißt es im 18-seitigen Entwurf des Wahlprogramms, der heute vom Parteivorstand beschlossen werden soll.

kng / fs AFP DPA

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