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Reaktorunglück von Fukushima: Strahlung aus weiterem AKW bedroht Meerwasser

Neue Hiobsbotschaft aus Japan. Auch in der Atomanlage Fukushima 2 droht radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifik zu fließen. Das Kraftwerk liegt nur wenige Kilometer von den zerstörten Reaktoren in Fukushima 1 entfernt und war bei dem Unglück am 11. März ebenfalls von dem Tsunami überspült worden.

In Japan droht radioaktiv verseuchtes Wasser nun auch aus einem zweiten Atomkraftwerk in den Pazifik zu fließen. Der Betreiber Tepco überlegt nach Angaben der Atomaufsicht, die verstrahlte Flüssigkeit aus dem AKW Fukushima 2 (Daini) ins Meer zu leiten. Diese Atomanlage liegt rund zwölf Kilometer vom zerstörten Unglückskraftwerk Fukushima Eins (Daiichi) entfernt.

Es handelt sich nach Schätzungen um eine Menge von rund 3000 Tonnen, wie die japanische Nachrichtenagentur Jiji-Press am Mittwoch berichtete. Das AKW Fukushima 2 war zwar nach der Naturkatastrophe am 11. März heruntergefahren worden, der Tsunami habe aber Seewasser in die Anlage gespült, das inzwischen kontaminiert sei. Die Anlage besteht aus vier Siedewasserreaktoren und hatte 1982 den Betrieb aufgenommen.

Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima 1 schwappen nach Angaben von Tepco mehr als 100.000 Tonnen hochgradig radioaktiv verseuchtes Wasser. Der Konzern fürchtet angesichts der nahenden Regenzeit, dass die strahlende Brühe überlaufen könnte. Neben Millionen Litern Wasser, die die Reparaturtrupps im AKW zur Kühlung in die Reaktoren pumpten, haben auch starke Regenfälle bei einem Taifun das verseuchte Wasser in der Atomruine weiter steigen lassen.

kng/DPA / DPA