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Reportage der Woche

Trump-Affäre in Deutschland: Eine Frau hat Bock auf Stress - unterwegs mit Stormy Daniels auf der "Venus" in Berlin

Der wohl berühmteste One-Night-Stand eines US-Präsidenten ist zu Gast in Berlin. Auf der Pornomesse "Venus" lässt sich Stormy Daniels feiern und auszeichnen. Sie sagt, sie habe diese Trump-Geschichte satt - doch das fällt einem schwer zu glauben.

Stormy Daniels bei der Eröffnung

Stormy Daniels schreitet bei der "Venus"-Eröffnung zur Tat

DPA

Es ist ja nicht so, dass Penisse auf Pornomessen fehl am Platz wären. Aber muss es gleich der des US-Präsidenten sein? Vor allem - von diesem US-Präsidenten? Und doch ist er da. Schwebt gewissermaßen über allem. Nicht physisch, zum Glück, aber es scheint, als sei er zu einem Teil von ihr geworden. Und als habe sie ihn noch für sehr lange Zeit im Schlepptau. Ohne Trumps Donald jedenfalls, mit dem sie vor zwölf Jahren Bekanntschaft geschlossen hat, wäre Stormy Daniels vielleicht nie hierhergekommen. Was an sich schon erstaunlich ist, denn sie ist eine große Nummer in der Sexbranche. Regie, Drehbuch, viele Preise hat sie bereits gewonnen, am Abend kommt der nächste dazu. Fürs Lebenswerk. Was aber nicht heißt, dass alles rund laufen würde.

Als einzige nicht im roten Bikini: Stormy Daniels

Um elf Uhr an diesem sonnigen Oktobervormittag haben sich ein paar Hundert Leute vor dem Nordeingang des Messegeländes versammelt: Männer in Anglerwesten. Männer in Automarkenhemden. "Camp David" ist auch sehr beliebt. Eine Frau trägt eine Bluse mit einem Aufdruck, der sie als Feministin ausweist. Daneben zwei blutjunge Mädchen, die gemeinsam in einem quietschrosafarbenen Micaela-Schäfer-Fan-Doppelshirt stecken. Auf der Bühne ploppt prompt eben diese Micaela Schäfer aus einer Box heraus, sie hat etwas an und singt: "I'm a Venus Girl" zur Melodie von "Barbie Girl" - die beiden Mädchen johlen, die Menge johlt. Es folgen die anderen offiziellen "Messe-Gesichter", Gejohle und, als einzige nicht im roten Bikini: Stormy Daniels.

Dass sie, die eigentlich Stefanie Clifford heißt und im März 39 geworden ist, der Einladung der "Venus"-Veranstalter folgen würde, damit hätten sie selbst nicht gerechnet, sagt Pressemann Walter Hasenclever. Doch nun ist sie tatsächlich da. Ihr erstes Mal in Berlin. Huscht abends bei der Porno-"Oscar"-Verleihung an der Nürnberger Straße über den mit Sponsorenlogos zugepappten, "roten" Teppich. Gibt am nächsten Tag drei Autogrammstunden, die in Wahrheit je nur halbe sind. Doch noch bevor es losgeht, sieht Stormy Daniels aus, als wäre ihr das noch zu viel.

Mikrofone ragen aus der Menge Spieße aus einem Mettigel 

Vor dem Beate-Uhse-Stand reiht sich Autogrammjäger an Autogrammjäger, weiter vorne klumpen sie sich zu einem immer größeren Haufen zusammen, Mikrofonständer und Kamerahalter ragen hervor wie Spieße aus einem Mettigel. Begleitet von zwei Bodyguards, denen man nicht einmal auf einer Polizeistation begegnen möchte, erscheint sie - und zeigt, anders als tags zuvor, um einiges mehr Haut. Am Stand gegenüber werden die Leute nervös. Auch sie haben Frauen zu promoten und drehen ihre ohnehin schon viel zu laute Musik noch einmal mehr auf. Gut, dass Autogrammegeben auch ohne viel Gerede funktioniert.

Stormy Daniels bei Autogrammstunde

Stormy Daniels unterhält sich vor ihrer Autogrammstunde bei einem ihrer Bodyguard-Schränke

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Im Vergleich zu den anderen Sexprofis hier, die allesamt mit einer ordentlichen Portion Rampensauigkeit durch die Hallen sausen, wirkt Stefanie Clifford beinahe schüchtern. Doch sie tritt freundlich und verbindlich auf, selbstbewusst mit einem Hauch von Melancholie über ihren Augenbrauen. Während die normalen Stars den ganzen Tag mehr oder weniger bereitwillig mehr oder weniger offenherzig für die Öffentlichkeit posieren, taucht Stormy Daniels ab. Ihre Interviews finden abgeschirmt vom ganzen Rambazamba nebenan über der Fetischhalle statt. Privileg des bekanntesten One-Night-Stands eines US-Präsidenten.

Der "geilste Stern" ist ziemlich sauer

Für ihren prominenten Gast schieben die Messemacher auch schon mal kurz ihre anderen Frauen beiseite. Die, die auf den großen Fahnen zu sehen sind: Lucy Cat, Schnuggie91, Micaela Schäfer. Und Lexy Roxx, der "geilste Stern am Pornohimmel". Die Darstellerin mit den ketchuproten Haaren schimpft nach der Eröffnungsshow: "Die setzen uns einfach diese Daniels vor die Nase und lassen sie das Band durchschneiden, dabei bin ich doch das Gesicht der 'Venus'!" Sie war so sauer darüber, nur Beiwerk zu sein, dass sie kurz vor dem Auftritt die Schere gemopst hat, mit der der "Special Guest" aus Amerika das Band durchschneiden sollte. Es folgen ein paar Irritationen, doch die Zuschauer sehen nur eine Stormy Daniels, die etwas zu hastig vor das rote Band schreitet, schnipp macht und nach ein paar Fotos dann den Abgang.

US-Präsident Donald Trump wurde vom Pornostar Stormy Daniels wegen Verleumdung verklagt

Geschenkt. Läuft doch, oder? "Och, geht so", sagt Stormy Daniels überraschend untertourig. "Drehbücher und Regie sind gerade eine Katastrophe. Seit Monaten komme ich zu nichts mehr, zu dem ich laut meinen Verträgen eigentlich kommen müsste", sagt sie und zieht einen leichten Flunsch. Rund zehn Filme schreibt, produziert und dreht sie im Jahr. Da bleibt jetzt wegen dieser Sache mit diesem US-Präsidenten natürlich einiges liegen. Andererseits: "Hey, ich bin auf der Bestsellerliste der 'New York Times'", sagt sie und kann sich ein triumphierendes Funkeln nicht verkneifen. Woran der Penis von Donald Trump, wie gesagt, nicht ganz unschuldig ist.

Die Sache ist längst persönlich geworden

In ihrem Buch, das der eigentliche Grund für ihren "Venus"-Besuch ist, beschreibt sie seine Untenrum-Beschaffenheit folgendermaßen: durchaus klein, aber nicht allzu sehr, pilzförmig, eingebettet in "Yeti-Schamhaar". Nicht, dass man es so genau wissen wollte. Aber eben auch nicht, dass man es nicht trotzdem lesen würde. Kurz nach dem Erscheinen von "In aller Offenheit: Eine Frau gegen Trump" entschuldigte sie sich dafür, so über das Gemächt des mächtigsten Mannes der Welt gelästert zu haben. Aber was soll's, den Verkäufen hat es nicht geschadet und die Sache zwischen und ihr und Donald Trump ist ohnehin längst persönlich geworden. "Was mich am meisten gestört hat, war, dass es hieß, ich würde lügen", sagt sie.

Seit zehn Jahren sitzt sie an einem Buch über sich, über ihre Kindheit in prekären Verhältnissen im Süden der USA. Über den Missbrauch, den sie erfahren hat, und natürlich über ihr Tête-à-tête mit Donald Trump, damals ein berühmter Reality-TV-Star. 2006 waren die beiden nach einem Promi-Golfturnier im Bett gelandet. Daraus wurde, wenn man ihr glaubt, so etwas wie eine Freundschaft. Doch Donald ließ sie hängen oder sitzen, jedenfalls war irgendwann Schluss und sie wollte über die Affäre auspacken. Trumps damaliger Anwalt Michael Cohen aber arrangierte ein gutdotiertes Stillhalteabkommen. 130.000 Dollar hat sie für ihr Schweigen wohl bekommen.

Willkommen im Juristen-Polit-Soap-Krimi

Die Geschichte von Stormy und Donald ist längst im Genre des Juristen-Polit-Soap-Krimis angekommen. Nur die Handlung ist etwas unübersichtlich geworden. Und zu welchen Konsequenzen sie führen könnte, durchblicken auch nur noch Fachleute. Genaugenommen darf man nichts von alledem als Tatsachen darstellen, denn es handelt sich allein um Daniels Behauptungen. Donald Trump selbst streitet alles ab. Allerdings haben zwei seiner engsten Vertrauten die Geschichte bestätigt – wenn auch nur indirekt und unfreiwillig.

Zuletzt gab Michael Cohen zu, der sich mittlerweile vom US-Präsidenten losgesagt hat, das Schweigegeld doch im Auftrag Trumps gezahlt zu haben. Etwas, das die Trump-Seite bislang abgestritten hatte – weil es gegen die US-Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen haben könnte. "Ich bin froh, dass Michael im Grunde meine Version bestätigt hat", sagt Daniels. Froh sei sie auch über das Buch. "Es muss ja niemand lesen. Aber wenigstens konnte ich die Geschichte einmal erzählen." Mit dem Versuch, das Erscheinen des Buchs zu verhindern, war Trump zuletzt gescheitert.

Soll Donald Trump nur ankommen

Die Reise nach Berlin zur Pornomesse ist für Stormy Daniels ein Schritt zurück in ihr echtes Leben. Anfang nächsten Jahres hofft sie wieder mit der Arbeit anfangen zu können. Erwachsenenfilme machen. "Vor ein paar Monaten war ich noch sehr unsicher, wie das alles enden soll und ob es überhaupt je enden würde." Wie es endet, weiß sie immer noch nicht. Es sind Klagen offen. Es geht um Millionen, um Ehre und um den Fortgang der Präsidentschaft von Donald Trump.

Sie sagt, sie sei genervt von diesem ganzen "Rechtskram", der da noch ansteht. So wie sie es sagt, klingt es fast schon mitleiderregend. So kämpferisch aber wie sie dabei guckt, klingt es so, als sei der kommende "Rechtskram" genau das, worauf sie richtig Bock hat.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(