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Atomstreit mit dem Iran Hillary Clinton droht Teheran mit "allen Machtmitteln"


Die Bombe in Ahmadinedschads Händen? Nicht nur für israelische Politiker eine Horrorvorstellung. In Jerusalem hat die US-Außenministerin Hillary Clinton jetzt bekräftigt, dieses Szenario mit allen Mitteln verhindern zu wollen.

Hillary Clinton lässt die Muskeln spielen: In Israel hat die US-Außenministerin die amerikanische Entschlossenheit bekräftigt, den Bau einer iranischen Atombombe zu verhindern. "Unsere Wahl ist klar: Wir werden alle Elemente der amerikanischen Macht nutzen, um Iran davon abzuhalten, Atomwaffen zu erhalten", sagte Clinton am Montagabend zum Abschluss ihres Besuchs in Jerusalem vor Journalisten. Gegenwärtig arbeiteten die Regierungen in Washington und Jerusalem gemeinsam daran, den Druck auf die Islamische Republik weiter zu verstärken, so die 64-Jährige nach Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Israel und die USA stünden in dieser Frage auf derselben Seite.

Die Vorschläge, die der Iran bei den Gesprächen mit den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat und Deutschland über sein Atomprogramm vorgelegt hatte, wies Clinton als "Rohrkrepierer" zurück. Israel und die USA teilen die Einschätzung, dass die islamistische Führung in Teheran unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie ungeachtet aller Dementis nach Atomwaffen strebt. Die Regierung in Teheran müsse eine strategische Entscheidung treffen, wie sie mit den Sorgen der internationalen Gemeinschaft umgehe.

Irans Vorschläge in 5+1-Verhandlungen nicht umsetzbar

Netanjahu hatte zuvor bei den Gesprächen mit Clinton die Wichtigkeit der Bewahrung des 1979 geschlossenen Friedensabkommens mit Ägypten betont. Auch die Friedensverträge mit den Palästinensern seien essenziell wichtig, sagte Israels Regierungschef. "Wir müssen alle Bemühungen investieren, um sie aufrecht zu erhalten, die Ruhe zu wahren und zu sehen, ob wir den Friedensprozess vorantreiben können." Netanjahu sei zudem ungeduldig, Clintons Eindrücke aus Ägypten zu erfahren. Clinton hatte am Wochenende Ägypten besucht und dort den neuen islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi sowie den Präsidenten des Obersten Militärrats Hussein Tantawi getroffen.

Israel fühlt sich nach zahlreichen Drohungen aus dem Iran in seiner Existenz bedroht und hat sich das Recht auf einen Militärschlag gegen das iranische Atomprogramm vorbehalten. Die US-Regierung setzt derzeit allerdings noch auf die Wirkung international verhängter Sanktionen gegen den Iran.

jwi/Reuters/DPA/AFP DPA Reuters

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