HOME

Neues Jahr, alter Präsident: Donald Trump erklärt den Amerikanern und der Welt jetzt einmal, wie das alles so läuft

Donald Trump beginnt das neue Jahr breitbrüstig, irgendwo zwischen selbstbewusst und anmaßend. Kostprobe? "Ich bin der beliebteste Präsident." "Ich wäre ein guter General". "Wegen mir fallen die Ölpreise".

Keine Politik für Europäer: Trump: "Ich könnte zur beliebtesten Person in Europa werden"

Das Jahr 2019 ist noch keine 72 Stunden alt und Donald Trump gibt schon richtig Gas. An Neujahr machte er sich auf Twitter indirekt für die niedrigen Öl- und Gaspreise verantwortlich ("Sie sind kein Zufall"). Danach grätschte der US-Präsident dem Widersacher Mitt Romney in die Parade, weil der ihn kritisiert hatte ("Trump ist noch nicht im Amt angekommen") und schon am 3. Januar ist richtig Dampf auf dem Kessel – auf Trumps Kurznachrichtenkanal als auch im Kabinettssaal.

Donald Trump: selbstbewusst bis anmaßend

Da war nicht nur dieses Poster im Games-of-Thrones-Stil, das viele Beobachter irritierte. Offenbar sollte es Anspielung auf die Mauer sein, die in der Serie vorkommt (sich dort allerdings auch als unnütz erweist) und die Trump an der Grenze zu Mexiko bauen will. Mindestens ebenso irritierend waren die zahllosen Äußerungen, die irgendwo zwischen selbstbewusst und anmaßend rangierten.

Bei Kabinettssitzung: Trump verwirrt mit "Game of Thrones"-Poster – und hat die Serie nicht verstanden
  • Über seine Unbeliebtheit in Europa: "Wenn ich in Europa beliebt wäre, würde ich meine Arbeit nicht machen. Europa ist mir egal. Ich bin nicht von Europäern gewählt worden, sondern von Amerikanern." Allerdings glaubt er auch, dass er in Europa jeden Regierungsjob bekommen könnte, wenn er wollte - und dann würden ihn die Menschen auch schätzen.
  • Über den Ex-Verteidigungsminister Jim Mattis: "Was hat er schon für mich getan?" Trump bestand darauf, dass er den obersten Militär gefeuert hatte. Mattis war allerdings aus Protest gegen den Abzug der US-Truppen aus Syrien zurückgetreten, wie aus seinem Schreiben hervorgeht.
  • Über seine militärischen Führungsqualitäten: "Ich schätze, ich wäre ein guter General, aber wer weiß?" Der Oberste Befehlshaber der USA hat bislang keinerlei soldatische Erfahrungen, vom Militär ließ er sich wegen eines Fersensporns ausmustern.
  • Über die fallenden Rohstoffpreise: "Ich habe gewisse Leute angerufen und ihnen gesagt, lasst das verdammte Öl und Gas fließen. Lasst das Öl fließen."
  • Über die fallenden Aktienkurse: "Eine kleine Störung." Wenn den Anlegern die Kraft (seiner) Handelsabkommen bewusst werde, würde es mit den Kursen nach oben gehen. Der Nachfolger des neu verhandelten Abkommens mit Mexiko und Kanada wurde noch nicht von den jeweiligen Parlamenten ratifiziert.
  • Über den möglichen Gegenkandidaten Mitt Romney: Er (Romney) sollte lieber zum "Teamplayer" werden. "Sie sagen, ich sei der beliebteste Präsident in der Geschichte der Republikanischen Partei."
  • Über den US-Einsatz in Afghanistan: "Russland war einmal die Sowjetunion. Afghanistan hat daraus Russland gemacht, weil die Sowjets an dem Militäreinsatz finanziell zugrunde gegangen sind. Der Grund, warum Russland in Afghanistan war, waren die Terroristen, die von dort nach Russland eingedrungen waren. Sie hatten jedes Recht, dort gewesen zu sein. Das Problem war, dass schwer gekämpft wurde und das Land deswegen Pleite gegangen ist. Daraufhin wurde aus der Sowjetunion wieder Russland. Wisst ihr, all die Orte, von denen man liest, gehören nicht mehr zu Russland – wegen Afghanistan." Abgesehen davon, dass Trump mit diesen Exkurs mal eben den langjährigen, offiziellen US-Standpunkt über den Haufen geworfen hat, nach dem der sowjetische Einmarsch in Afghanistan ein unzulässiger Kriegsakt gegen einen Nachbarstaat gewesen war, ist der direkte Zusammenhang zwischen dem Afghanistan-Krieg und dem Ende der Sowjetunion gelinde gesagt umstritten.
  • Über die Verbündeten wie Pakistan, Indien und Deutschland: "Sie bezahlen und tun nicht genug und erwarten zu viel von uns."
  • Über die Verhandlungen mit Nordkorea: Hätte er nicht mit Kim Jon Un an einem Tisch gesessen, gäbe es jetzt" einen dicken, fetten Krieg in Asien".
  • Über Vorwürfe, er würde zu wenig arbeiten: "Ich muss euch sagen: Es wäre viel einfacher, wenn ich gar nichts tun würde, wenn ich nur herumsitzen und die Präsidentschaft genießen würde, so wie es eine Menge anderer Leute getan haben.

Als wäre der Auftritt am Kabinettstisch nicht schon breitbrüstig und inhaltlich überraschend genug, hat der US-Präsident am Donnerstag noch einmal auf Twitter nachgelegt: Über die Schließung der US-Regierung wegen des Streits um die Mauer-Finanzierung schrieb er:

"Den Shutdown gibt es nur wegen der Präsidentschaftswahl 2020. Die Demokraten wissen, dass sie wegen der 'Trump'-Erfolge nicht gewinnen werden können, also stürzen sie sich auf die dringend benötigte Mauer und Grenzsicherheit – und Präsidenten-Schikane. Für sie ist das reine Politik."

Quellen: "Washington Post", Donald Trump auf Twitter, "New York Times", "Esquire", PBS.org

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.