El Kaida "Die Sprache der brennenden Türme"

Die Terrororganisation El Kaida hat nach Angaben des arabischen Fernsehsenders El Dschasira zu Anschlägen gegen amerikanische Zivilisten und Firmen sowie Angehörige anderer westlicher Nationen aufgerufen.

Die Terrororganisation El Kaida hat nach Angaben des arabischen Fernsehsenders El Dschasira zu Anschlägen gegen amerikanische Zivilisten und Firmen sowie Angehörige anderer westlicher Nationen aufgerufen. Der Sender aus Katar spielte am Mittwoch ein neues Tonband ab, auf dem angeblich die Stimme des Ägypters Eiman el Sawahiri zu hören war, der als rechte Hand von Terroristenanführer Bin Laden gilt.

Auf dem Band fordert die Stimme die Muslime in aller Welt auf, dem Vorbild der Attentäter vom 11. September 2001 zu folgen. «Der Feind versteht nur die Sprache der brennenden Türme und der zerstörten Interessen sowie die Sprache des Tötens.» Als Feinde bezeichnete der Sprecher alle Amerikaner, Briten, Australier und Norweger. Die USA planten nicht nur die Zerschlagung des Iraks, sondern wollten auch weitere arabische Staaten angreifen, um damit Israel zu dienen. «Iraker, Ihr seid nicht allein im Kampf», rief er. Die muslimischen Brüder stünden bereit, um ihnen zu helfen.

El Dschasira: Marokkaner planten in Dschidda Flugzeugattentate

In der saudischen Hafenstadt Dschidda haben Sicherheitskräfte nach Angaben saudischer Medien zwei mutmaßliche Terroristen festgenommen. Bei den mutmaßlichen Terroristen handele es sich um drei Marokkaner, die nach dem Muster der Anschläge vom 11. September 2001 Flugzeugattentate auf Ziele in Saudi-Arabien geplant hätten, berichtete der arabische TV-Sender El Dschasira am Mittwoch. Die Männer hätten versucht, eine Passagiermaschine zu entführen.

Nach Angaben aus saudischen Sicherheitskreisen ist unklar, ob die beiden mutmaßlichen Anhänger des Terrornetzwerks El Kaida in Verbindung zu den Attentätern von Riad standen. Ein dritter Komplize konnte möglicherweise entkommen. Bei Anschlägen in drei Ausländer- Wohnanlagen in der saudischen Hauptstadt Riad Anfang vergangener Woche mindestens 34 Menschen getötet hatten.

USA: El Kaida-Mitglieder im Iran für Riad-Anschläge verantwortlich

Die USA haben nach Informationen der «New York Times» starke Hinweise darauf, dass Mitglieder der Organisation El Kaida vom Iran aus die Selbstmordanschläge auf drei Ausländer-Siedlungen in der saudischen Hauptstadt Riad gelenkt haben. Sie wollten scharf bei der iranischen Regierung dagegen protestieren. Ein hochrangiger UN-Vertreter, Lakhdar Brahimi, wolle am Mittwoch die «tiefe Sorge» Washingtons bei einem Treffen in Genf übermitteln, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungsbeamte. Bei den Anschlägen am 12. Mai waren 34 Menschen getötet worden, darunter acht Amerikaner.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte am Dienstag (Ortszeit) in Washington gesagt, es gebe keinen Zweifel daran, dass sich Mitglieder der El Kaida im Iran befänden. Rumsfeld wollte sich aber nicht zu ihrer Rolle bei den Anschlägen in Saudi-Arabien äußern. Er sagte nur: «Länder, die solche terroristischen Netzwerke beherbergen und ihnen Zuflucht gewähren, benehmen sich dadurch wie Terroristen.» Als Verdächtiger war in Saudi-Arabien Saif el Adel genannt worden, der Sicherheitschef El Kaidas, der sich im Iran aufhalten soll.


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