HOME

Fall Litwinenko: Polonium-"Dreckspur" absichtlich gelegt?

Der Krimi um Polonium-Spuren in Hamburg geht weiter: Vier weitere Personen sind offenbar verseucht. Die Todesboten sind mit dem Gift so fahrlässig umgegangen, dass eine absichtliche "Dreckspur" nicht mehr ausgeschlossen wird.

Die Affäre um den Giftmord an dem russischen Ex-Spion Alexander Litwinenko zieht auch in Deutschland immer weitere Kreise. Der Litwinenko-Kontaktmann Dmitri Kowtun hinterließ bei seinem Zwischenstopp in Hamburg nicht nur radioaktive Spuren, er verstrahlte möglicherweise auch vier Menschen. Bei Kowtuns Ex-Frau und ihren ein und drei Jahre alten Kindern sowie ihrem Lebensgefährten seien Anzeichen für eine Kontamination mit Polonium 210 festgestellt worden, sagte der Leiter der Sonderkommission "Dritter Mann" Thomas Menzel in Hamburg.

Ob sie das Strahlengift tatsächlich in den Körper aufgenommen haben, werde noch untersucht. Alle Vier wurden zur genaueren Untersuchung in das Strahlenschutzzentrum im Krankenhaus St. Georg in Hamburg gebracht. Ergebnisse der Tests werden noch in dieser Woche erwartet.

Dilettantismus oder gewolltes Chaos?

Der Strahlenexperte Sebastian Pflugbeil schließt nach den jüngsten Polonium-Funden nicht aus, dass die Strahlenspuren bewusst gelegt worden sein könnten. "Wenn man Polonium in einer gut verschlossenen Flasche hat, kann man es sauber transportieren und muss nicht eine solche Dreckspur hinterlassen", sagte der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz in einem Interview von "tagesschau.de". "Entweder handelt es sich bei den Tätern um Dilettanten oder - und das würde ich auch für möglich halten - die Spur ist absichtlich gelegt worden, um den Verdacht in eine bestimmte Richtung zu lenken", sagte Pflugbeil.

Es gebe wesentlich unauffälligere Methoden, jemanden umzubringen. Mordanschläge auf abtrünnige Geheimdienstleute gebe es in aller Welt: "Was hier aber auffällt, ist die Art und Weise: Geheimdienstleute sind normalerweise darin geschult, Leute umzubringen, ohne Spuren zu hinterlassen. Und hier ist geradezu eine Autobahn nach Moskau ausgewalzt worden." Man habe das Spektakel gewollt, fügte Pflugbeil hinzu. Pflugbeil, der den Angaben zufolge an Untersuchungen des Einsatzes von radioaktivem Material durch die Stasi teilgenommen hat, sei kein Fall bekannt, in dem Polonium von Geheimdienstkreisen benutzt wurde, um Gegner aus dem Weg zu räumen.

Verstrickung Kowtuns unklar

Der russische Geschäftsmann Kowtun ist auf noch ungeklärte Art in den Giftmord an dem russischen Ex-Agenten Alexander Litwinenko in London verstrickt. Kowtun hatte in Hamburg in der Wohnung seiner Ex- Frau übernachtet, bevor er am 1. November zu dem Treffen mit Litwinenko nach London flog. Gegen Kowtun, einen Kontaktmann Litwinenkos, wird in Deutschland wegen des Verdachts auf Missbrauch ionisierender Strahlen und des unerlaubten Umgangs mit radioaktiven Stoffen ermittelt.

Dimitri Kowtun

Der russische Geschäftsmann kommt als möglicher Täter in Frage. Er war einer der letzten Personen, die Litwinenko vor seinem Tod in London traf. Die Tage davor verbrachte er im Großraum Hamburg.

Kowtun ist offenbar selbst mit Polonium vergiftet. Er wird in einem Moskauer Krankenhaus behandelt, wo er bereits von russischen und britischen Kriminalbeamte befragt wurde.

Andrej Lugowoj

Der Ex-Geheimdienstler und jetzige Geschäftsmann hatte sich zusammen mit Kowtun am 1. November mit Litwinenko in London getroffen. Das Gespräch war seinen Angaben zufolge rein geschäftlicher Natur. Russische und britische Kriminalbeamte haben ihn im Rahmen ihrer Ermittlungen befragt, er bestreitet aber in die Vergiftung Litwinenkos verwickelt zu sein. Lugowoj wird - wie Kowtun - in einem Moskauer Krankenhaus offenbar wegen Vergiftung behandelt.

Mario Scaramella

Der italienische KGB-Experte traf sich am 1. November mit Litwinenko in einer Londoner Sushi-Bar. In Scaramellas Urin wurden ebenfalls Spuren von Polonium nachgewiesen. Er ist aber wohlauf und bezweifelt, dass Litwinenko und er - wie anfangs vermutet - bei dem Restaurant-Besuch vergiftet wurden. Er macht für Litwinenkos Tod russische "Geheimorganisationen" verantwortlich, die aber nicht direkt unter der Kontrolle des Kreml stünden.

Michail Trepaschkin

Der Ex-Geheimdienstoffizier sitzt wegen des Verrats von Staatsgeheimnissen in einem russischen Gefängnis. Er gilt als einer der Informanten, die die Ermittler auf eine heiße Spur bringen könnten. Trepaschkin hatte in einem Brief behauptet, der russische Geheimdienst FSB habe eine spezielle Agentengruppe gebildet, um Litwinenko und andere Regierungskritiker zu töten.

Juri Felschtinski

Der in den USA lebende Russe hat mit Litwinenko ein Buch geschrieben und gilt als enger Vertrauter des Toten. Er sieht die Schuld für Litwinenkos Tod bei Russlands Geheimdienst. Litwinenkos Vorwurf, Russlands Präsident Wladimir Putin habe die Vergiftung angeordnet, hat er zurückgewiesen. Er sieht den Tod vielmehr als Teil eines Machtkampfes vor der Präsidentenwahl 2008, bei der Putins Nachfolger bestimmt wird.

In ihrem Buch beschuldigen Felschtinski und Litwinenko den FSB, 1999 Bombenangriffe verübt und dafür tschetschenische Aufständische verantwortlich gemacht zu haben. Putin habe diese Angriffe genutzt, um den Krieg gegen Tschetschenien zu rechtfertigen, so die These.

Boris Beresowski

Der russische Geschäftsmann, Millionär und Putin-Kritiker lebt im politischen Exil in London und gehörte zu Litwinenkos Bekannten. Berichten zufolge hat die britische Polizei auch in seinen Räumen Spuren radioaktiver Strahlung gefunden. Er ist in Russland wegen Korruption angeklagt.

Jegor Gaidar

Der russische Ex-Ministerpräsident Jegor Gaidar gilt in dem Fall inzwischen als Randfigur. Sein Name geriet in die Schlagzeilen, weil er einen Tag nach dem Gifttod Litwinenkos ebenfalls auf rätselhafte Weise erkrankt war. Der 50-Jährige ist mittlerweile aus einem Moskauer Krankenhaus entlassen worden. Die Ärzte konnten aber bisher keine natürliche Ursache für die Erkrankung finden.

Gaidar vermutet, dass nicht die russische Regierung, sondern deren Gegner einen Mordanschlag auf ihn verüben wollten. Ihm zufolge stecken Personen dahinter, die an einer radikalen Verschlechterung der Beziehungen Russlands mit dem Westen interessiert sind.

DPA/AP/Reuters / AP / DPA / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(