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Fared Saal aus Bonn: Dieser Deutsche zählt jetzt zu den gefährlichsten Terroristen der Welt

Der UN-Sicherheitsrat hat den Bonner Fared Saal auf seine Sanktionsliste gesetzt. Mit gutem Grund, denn der IS-Terrorist posiert schon mal neben Leichenbergen und prahlt damit, Menschen "geschlachtet" zu haben.

Fared Saal alias Abu Luqman al-Almani in einem Propagandavideo des sogenannten Islamischen Staates

"Wir wünschen uns schon so lange, mit einem stumpfen Messer einen zu schlachten": Fared Saal alias Abu Luqman al-Almani in einem Propagandavideo des sogenannten Islamischen Staates.

Im Juli 2014 sorgten mehrere Videos für weltweites Aufsehen, die der Islamische Staat nach der Eroberung des Al-Schaar-Gasfeldes in der westsyrischen Provinz Homs verbreitete. 270 Menschen sollen damals nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte getötet worden sein, darunter Sicherheitskräfte und Arbeiter. Die grauenhaften Aufnahmen zeigen Dschihadisten, die nach dem Massaker mit den Leichen von Soldaten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad posieren. Einer von ihnen ist Fared Saal, geboren 1989 in Bonn, Kampfname Abu Luqman al-Almani.

"Wir nehmen eine gefährliche Person ins Visier"

Saal gehört seit Ende vergangener Woche offiziell zu den gefährlichsten Terroristen der Welt. Das zuständige Kommitee des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen hat den 28-Jährigen auf seine Sanktionsliste gesetzt. Damit müssen alle UN-Staaten eventuelle Konten und andere finanzielle Ressourcen des Deutsch-Algeriers unverzüglich einfrieren, ihm die Ein- oder Durchreise verwehren und jegliche Form von Unterstützung für ihn durch Bürger ihres Landes oder von ihrem Staatsgebiet aus verhindern. Am selben Tag wurde Saal vom US-Finanzministerium zur Bekräftigung des UN-Beschlusses als Specially Designated Global Terrorist (SDGT) eingestuft.

Terror-Experte

"Wir nehmen eine gefährliche Person ins Visier, die den IS auf verschiedenste Arten unterstützt hat, darunter Dienste als Schleuser, Rekrutierer und Kämpfer für diese tödliche terroristische Organisation", erklärte der für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte zuständige Bereichsleiter des Ministeriums, John E. Smith.

Fared Saal soll seit Jahren für den IS kämpfen

Die UN und die USA werfen Saal vor, seit mindestens 2014 für den Islamischen Staat tätig zu sein. Der Bonner soll potentielle Kämpfer angeworben und ihnen bei der Ausreise nach Syrien geholfen haben. Im Dezember 2014 soll er versucht haben, zwei Minderjährige aus Österreich nach Syrien zu schleusen. Diese seien jedoch rechtzeitig gestoppt und in Gewahrsam genommen worden. Ab März 2015 habe Saal auch als Kontaktmann für IS-Kämpfer, die ein Spezialtraining absolvieren wollten, fungiert.

Darüber hinaus soll Saal auch selbst aktiv für den IS gekämpft haben. Im März 2016 habe er eine Führungsposition in einem IS-Bataillon eingenommen, schreibt das US-Finanzministerium.

"Fared Saal erwarb sich unter den deutschen Dschihadisten den Ruf eines brutalen und kompromisslosen Hardliners", charakterisiert der auf die Beobachtung der islamistischen Szene spezialisierte Internet-Blog "Erasmus Monitor" den Deutsch-Algerier. Und Saals Auftritte in Propaganvideos des IS bestätigen diesen Eindruck: So zeigt eine der Aufnahmen vom Al-Schaar-Gasfeld, wie der Terrorist hinter einem Haufen blutverschmierter Leichen posiert. In einer Mischung aus Deutsch und Arabisch sagt er sichtlich stolz, während er auf die Toten um sich herum deutet: "Und wie ihr sehen könnt, [...] die Hanasir (Schweine), die Hajawanat (Tiere), haben wir geschlachtet." Dann bittet er Gott darum, für das Töten von "Ungläubigen" mit dem Paradies belohnt zu werden.

Saal ist eng vertraut mit Denis Cuspert

In den drei Videos, die der Islamische Staat nach der Eroberung des Gasfeldes verbreitete, taucht auch der wohl bekannteste deutsche IS-Terrorist auf: Denis Cuspert, alias Abu Talha al-Almani, alias Deso Dogg. Der Berliner Ex-Rapper und Saal sind nach Angaben des Terrorismusexperten Guido Steinberg enge Vertraute und erschienen schon mehrfach gemeinsam in Propagandafilmen der Islamisten. Eine 2014 veröffentlichte Aufnahme zeigt die beiden Deutschen in einem Fahrzeug auf dem Weg nach Homs, wie sie selbst berichten. Bei ihnen ist auch ein kleiner Junge, den sie Ali nennen und nach eigener Aussage zu einem Kämpfer heranziehen wollen.

Nachdem Cuspert zu Beginn des Filmes erzählt, dass sie unterwegs seien, die Feinde Allahs zu beseitigen, um dann Richtung Palästina und schließlich Richtung Mekka und Medina vorzustoßen, ergänzt Saal: "Und jedes Mal, wenn wir in die Stadt rausziehen, dass wir hoffen, dass wir einen erwischen, den wir mal enthaupten können. Abu Talha und ich, wir wünschen uns schon so lange, mit einem stumpfen Messer einen zu schlachten." Dann lachen beide.

Ehefrau Karolina R. sitzt in Deutschland im Gefängnis

Saal ist auch den deutschen Behörden seit Langem als Islamist bekannt. Im Mai 2013 war er mit seiner Ehefrau Karolina R., einer konvertierten Katholikin, dem gemeinsamen, damals sieben Monate alten Sohn und Karolinas Bruder Max R. nach Syrien ausgereist. Während Saal sich Terrorexperten Steinberg zufolge zunächst der tschetschenischen Dschihadistengruppe Junud al-Sham (Soldaten Syriens) und später gemeinsam mit Cuspert dem Islamischen Staat anschloss, wo sie den Kern des deutschen IS-Kontingentes bildeten, kehrte Karolina R. mit dem Kind einen Monat später nach Bonn zurück. Im Oktober 2013 reiste sie erneut nach Syrien aus - auch weil Saal sich eine Zweitfrau genommen hatte und sie eifersüchtig war, wie die "Taz" berichtete. Nach zwei Monaten kehrte die gebürtige Polin wieder nach Deutschland zurück, wo sie schließlich festgenommen und im Juni 2015 in Düsseldorf wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt wurde.

Saal führte derweil für die IS-Terroristen Krieg. Dabei geriet er "Erasmus Monitor" zufolge für mehrere Wochen in Gefangenschaft syrischer Rebellen. Nach seiner Freilassung habe er sich erneut an Angriffen nahe der türkisch-syrischen Grenze beteiligt. Außerdem habe der Deutsch-Algerier Kämpfer von anderen Dschihad-Gruppen abgeworben, darunter die ebenfalls aus Bonn stammenden Cousins Ibrahim und Badruddin B.

Dass Saal nun von den USA und den Vereinten Nationen zum globalen Terroristen erklärt wurde, dürfte ihn kaum stören. Vermutlich betrachtet er es sogar als Auszeichnung, auf derselben Liste zu stehen, auf der sein Kumpel Denis Cuspert schon seit dem 11. Februar 2015 verzeichnet ist. Saals Schwager Max R. und die Cousins B. werden dort mit Sicherheit nicht mehr erscheinen. Sie wurden mittlerweile wie so viele deutsche Dschihadisten in Syrien getötet.

Jürgen Todenhöfer exklusiv im stern: Seine lebensgefährliche Reise ins Kalifat
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.