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+++ Griechenland-Ticker +++: Hellas-Banken fürchten weiteren Run auf Konten

Zum wiederholten Male ist der finanzielle Spielraum für die griechischen Banken durch die Europäische Zentralbank erweitert worden. Trotzdem verzeichnen die Geldhäuser heute Abflüsse von 1,2 Milliarden. Alle Entwicklungen im stern-Ticker.

Viele Anleger in Griechenland befürchten das Schlimmste: Bei den Geldhäuser wurden innnerhalb einer Woche rund 4,2 Milliarden Euro abgehoben

Viele Anleger in Griechenland befürchten das Schlimmste: Bei den Geldhäuser wurden innnerhalb einer Woche rund 4,2 Milliarden Euro abgehoben

Am Donnerstagabend waren Beratungen der Euro-Finanzminister in Luxemburg über die griechische Schuldenkrise erneut ohne Ergebnisse geblieben. Für Montag wurde daher ein Sondergipfel der Währungsunion einberufen. Griechenland verhandelt seit Monaten mit seinen internationalen Geldgebern über die Bedingungen für die Auszahlung ausstehender Finanzhilfen von 7,2 Milliarden Euro. Streit gibt es vor allem über von den Gläubigern geforderte Einschnitte bei den Renten und die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Bis das griechische Hilfsprogramm Ende des Monats ausläuft, bleiben nur noch wenige Tage.

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+++ EU-Kommissarin: Griechenland verdient Unterstützung der EU +++

Trotz seiner Finanzprobleme hat Griechenland laut der EU-Haushaltskommissarin Kristalina Georgieva immer seine EU-Beiträge gezahlt und verdiene wirtschaftliche Unterstützung der Europäischen Union. Georgieva sagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP, das EU-Mitgliedsland könne auf die Unterstützung des Staatenbundes bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise zählen. Obwohl das Land das Geld zur Bedienung seiner Schulden zusammenkratzen muss, habe es 1,13 Milliarden Euro seines diesjährigen Beitrags von insgesamt 1,83 Milliarden Euro nach Brüssel überwiesen. "Wir helfen Griechenland, indem wir seine schwierige wirtschaftliche Situation erleichtern".

+++ Euro-Kurs von möglichem Grexit unbeeindruckt +++

Trotz der hohen Unsicherheit um Griechenland hat der Euro am Freitag kaum verändert tendiert. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1350 US-Dollar. Zwischenzeitliche Verluste machte der Euro im Nachmittagshandel wieder wett. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am frühen Nachmittag noch auf 1,1299 (Donnerstag: 1,1404) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8850 (0,8769) Euro. Deutlichere Ausschläge am Devisenmarkt wird es laut Händlern wohl erst geben, falls die Gespräche im Schuldenstreit wirklich scheitern.  In der kommenden Woche dürfte das Thema Griechenland den Devisenmarkt wohl dominieren, erwartet Esther Reichelt, Devisenexpertin bei der Commerzbank.

+++ Euro-Gruppe erwägt gemeinsame Einlagensicherung +++

Die Euro-Länder erwägen lau dem Magazin "Spiegel" die Schaffung einer gemeinsamen Einlagensicherung von Sparguthaben, um Unsicherheiten im Falle eines Ausscheidens Griechenlands (Grexit) aus der Euro-Zone zu beseitigen. Das Magazin berichtet am Freitag vorab, die Euro-Gruppe bereite konkrete Maßnahmen vor, um den Euro nach einem Grexit zu stärken. Im Gespräch sei eine gemeinsame Einlagensicherung für alle Länder der restlichen Euro-Zone. Ein Sprecher des Bundesfinanzministerium wollte den Bericht nicht kommentieren. Über eine gemeinsame Einlagensicherung im Währungsraum als Ergänzung der Bankenunion wurde schon in der Vergangenheit diskutiert.

+++ Merkel und Tusk: Ergebnis des Sondergipfels am Montag offen +++

Der Ausgang des EU-Sondergipfels zur Griechenland-Krise am Montag in Brüssel ist nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch völlig offen. "Der Gipfel am Montag kann nur ein Entscheidungs-Gipfel werden, wenn eine Entscheidungsgrundlage vorliegt", so Merkel in Berlin bei einer Veranstaltung des Evangelischen  Arbeitskreises der CDU/CSU. Wenn bis dahin keine Entscheidungsgrundlage vorliege, werde das Treffen lediglich ein "Beratungs-Gipfel" - und man müsse weiter warten.  EU-Ratspräsident Donald Tusk warnt unterdessen, es werde auf dem Sondergipfel am Montag keine magische Lösung des Griechenland-Problems geben. Er hatte das Treffen der 19 Staats- und Regierungschefs einberufen.

+++ Hellas-Banken kämpfen mit hohen Kontoabflüssen +++

Wegen der drohenden Pleite Griechenlands heben Bankkunden dort Insidern zufolge immer mehr Geld ab. Allein am Freitag sind es bereits 1,2 Milliarden Euro, wie drei Banker der Nachrichtenagentur Reuters berichten. Damit hätten griechische Institute innerhalb einer Woche rund 4,2 Milliarden Euro verloren. "Heute war ein noch schwieriger Tag im Vergleich zu gestern", so einer der Insider. "Montag wird wahrscheinlich auch hart sein." Wegen der hohen Kontoabflüsse ist sich die EZB Insidern zufolge nicht mehr sicher, ob die griechischen Institute am Montag erneut ihre Schalter öffnen werden. Der EZB-Rat stockt laut mit der Situation vertrauten Personen die Notfall-Hilfen für die Banken erneut auf.

+++ Eurogruppe wartet laut Schäuble auf Vorschläge aus Griechenland +++

Vor ihrem Krisentreffen am Montag warten die Euro-Finanzminister auf glaubwürdige Spar- und Reformvorschläge aus Griechenland. Vielleicht nehme über das Wochenende die Bereitschaft in Athen zu, "das Notwendige zu tun", sagt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in Luxemburg nach Beratungen mit seinen europäischen Amtskollegen. "Wir wissen, dass jeder Tag zählt."

+++ Tsipras wirbt für enge Partnerschaft zwischen Athen und Moskau +++

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat beim internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Athen und Moskau geworben. "Russland ist einer der bedeutendsten Partner für uns", sagt er. Europa habe sich lange für das Zentrum der Welt gehalten. Aber die Welt ändere sich, meint Tsipras vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung Chinas und Asiens in der Wirtschaft. "Die Rolle Russlands in der Welt wächst."

+++ EZB erweitert Kreditrahmen für griechische Banken +++

Die Europäische Zentralbank hat den überlebenswichtigen finanziellen Spielraum für die griechischen Banken erneut erweitert. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Bankenkreisen erfahren hat, erhöhte die EZB den Rahmen für die sogenannten ELA-Notkredite. Die neue Höhe ist zunächst nicht bekannt geworden.

Nach Angaben der griechischen Nachrichtenagentur ANA erhöhen die Notenbanker den Kreditrahmen um 3,3 Milliarden Euro. Andere Medieninformationen beziffern den Kreditrahmen auf 1,8 Milliarden Euro. In beiden Fällen wäre es die stärkste Erhöhung, seitdem die griechischen Banken auf die Notkredite angewiesen sind. Zuletzt hatte die EZB den ELA-Rahmen am Mittwoch um 1,1 Milliarden Euro auf 84,1 Milliarden Euro angehoben.

+++Athen setzt auf Durchbruch in letzter Minute +++

Die Athener Regierung setzt im Schuldenstreit auf einen Durchbruch in letzter Minute beim Sondergipfel der Eurozone am Montag in Luxemburg. Athen wünscht sich Verhandlungen "auf höchster politischer Ebene in Europa", heißt es in einer Erklärung von Regierungschef Alexis Tsipras. "Wir arbeiten jetzt daran, dass dieser Gipfel ein Erfolg wird."Ein mögliches Ausscheiden seines Landes aus dem Euro bezeichnete Tsipras als "Anfang vom Ende der Eurozone". Der Grexit könne "keine Option sein, weder für die Griechen noch für die Europäische Union", so Tsipras gegenüber österreichischen Tageszeitung "Kurier". Ein Euro-Austritt wäre ein "irreversibler Vorgang". Europa habe sich bislang "immer in Richtung Einheit bewegt. Ein Richtungswechsel "würde das Scheitern der europäischen Idee bedeuten".

+++ Im Falle einer Griechenland-Pleite haftet jeder Deutsche für 1055 Euro +++

Bei einer griechischen Staatspleite haftet Deutschland einem Medienbericht zufolge für 85,2 Milliarden Euro griechischer Schulden. Die Bundesrepublik sei damit in Summe der größte Gläubiger, berichtete die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Berechnungen des Münchner ifo-Instituts. Im Falle einer Staatspleite würde jeder Deutsche damit für 1055 Euro haften. Am stärksten pro Kopf betroffen wären demnach die Luxemburger: Griechenland schulde dem Land je Einwohner 1637 Euro. Bei jedem Niederländer seien es 1099 Euro, bei jedem Franzosen 989 Euro, bei jedem Letten 250 Euro. Insgesamt stehe Athen mit 305 Milliarden Euro bei Ländern der Eurozone in der Kreide.

+++ Russland will keine griechischen Staatsanleihen erwerben +++

Russland ist zur Unterstützung der griechischen Wirtschaft bereit, schließt aber einen Kauf von Staatsanleihen des finanziell angeschlagenen EU-Landes aus. "Wir können Investitionen wie im Fall der Gaspipeline Turkish Stream unterstützen, aber ich denke nicht, dass wir Bonds kaufen werden", sagt Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew der Agentur Interfax beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Möglich seien aber etwa staatliche Bürgschaften. Ähnlich äußert sich Finanzminister Anton Siluanow. "Falls Griechenland kommerziell interessante Projekte anbietet, werden sie geprüft".

+++ Tsipras besucht Europarat am Dienstag +++

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras wird am Dienstag zu einem Besuch im Europarat erwartet. Am Tag nach dem Sondergipfel der Euroländer in Brüssel zur Griechenland-Krise spricht Tsipras vor der parlamentarischen Versammlung des Europarates, so ein Sprecher des Gremiums in Straßburg. Zur Versammlung gehören Abgeordnete aus den 47 Mitgliedsländern der Staatenorganisation von Westeuropa bis Russland. Der Europarat wacht über die Einhaltung der Menschenrechte und ist Diskussionsforum für aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen.

+++ Juncker telefoniert mit Merkel und Hollande zu Griechenland +++

Zur Lösung der Griechenland-Krise vermittelt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf Spitzenebene. Juncker habe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident François Hollande und dem holländischen Premier Mark Rutte telefoniert, sagt ein Kommissionssprecher in Brüssel. Der EU-Kommissionschef werde auch in den nächsten Tagen in engem Kontakt mit den Regierungschefs bleiben. Der Sprecher erinnert daran, dass es Ziel der EU-Kommission sei, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibe.

+++ Hollande will "alles" für einen "Kompromiss" mit Griechenland tun +++

François Hollande setzt voll auf einen Kompromiss

François Hollande setzt voll auf einen Kompromiss

Im Ringen um eine Einigung in der griechischen Schuldenkrise hat Frankreichs Präsident François Hollande dazu aufgerufen, "alles" für einen "Kompromiss" mit Griechenland zu tun. Bis zum europäischen Sondergipfel am Montag müsse "die Zeit genutzt" werden, damit die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, sagt Hollande bei einem Besuch in Bratislava in der Slowakei. Ein Kompromiss müsse aber auf Basis der europäischen Regeln gefunden werden.

+++ Griechenland versichert Stabilität des Bankensystems +++

Die griechische Regierung hat versichert, dass das Bankensystem des pleitebedrohten Eurolandes stabil sei und durch gemeinsame Aktionen der Zentralbank und der Europäischen Zentralbank (EZB) gesichert werde. "Der Chef der Bank hat die Stabilität des Bankensystems bestätigt", heißt es in einer Regierungserklärung. Zuvor hatte sich Zentralbankchef Ioannis Stournaras in Athen mit dem stellvertretenden Außenminister Euklides Tsakalotos, dem Chefunterhändler bei den Verhandlungen mit den Gläubigern, getroffen.

+++ Slowakei bereitet sich "mental und technisch" auf Grexit vor +++

Die Slowakei macht sich auf den sogenannten Grexit gefasst. "Wir wünschen für Griechenland, dass es in der Euro-Zone bleibt - aber nicht um jeden Preis", sagt Ministerpräsident Robert Fico in Bratislava. "Die Slowakei ist mental und technisch auf das Krisenszenario eines Abschieds von Griechenland aus der Euro-Zone vorbereitet." Fico fordert die Regierung in Athen dazu auf, "ihre Hausaufgaben zu machen".

+++ Grexit wäre laut Tsipras "Anfang vom Ende der Eurozone" +++

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hält den Grexit für gefährlich

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hält den Grexit für gefährlich

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hat ein mögliches Ausscheiden seines Landes aus dem Euro als "Anfang vom Ende der Eurozone" bezeichnet. Der Grexit könne "keine Option sein, weder für die Griechen noch für die Europäische Union", sagt Tsipras der österreichischen Tageszeitung "Kurier". Ein Euro-Austritt wäre ein "irreversibler Vorgang". Europa habe sich bislang immer in Richtung Einheit bewegt. Ein Richtungswechsel "würde das Scheitern der europäischen Idee bedeuten".

+++ Russland hilft bei Finanzierung von Gas-Pipeline in Griechenland +++

Russland greift Griechenland beim Bau der Gas-Pipeline Turkish Stream unter die Arme. Die staatliche Förderbank VEB werde sich an der Finanzierung des Projektes beteiligen, sagt der russische Energieminister Alexander Nowak beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Dort wurde eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Der russische Staatskonzern Gazprom werde den griechischen Teil von Turkish Stream nicht besitzen, betont Nowak. Die Pipeline soll russisches Gas über die Türkei und Griechenland in europäische Länder transportieren.

+++ Euro bleibt trotz Griechenland-Drama deutlich über 1,13 Dollar +++

Der Euro hat sich im frühen Handel ungeachtet der wachsenden Besorgnis um das pleitebedrohte Griechenland deutlich über der Marke von 1,13 Dollar gehalten. Zuletzt kostete ein Euro mit 1,1343 Dollar etwas weniger als am Vorabend. Am Mittwoch war die europäische Gemeinschaftswährung wegen der gedämpfteren Spekulationen über eine Zinswende in den USA zeitweise sogar über 1,14 Dollar gestiegen.

 +++ EZB berät offenbar noch heute über Lage der griechischen Banken +++

In einer Dringlichkeitssitzung will die Europäische Zentralbank (EZB) noch heute über eine Ausweitung des überlebenswichtigen finanziellen Spielraums für die griechischen Banken beraten. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus mehreren Quellen erfahren hat, will der EZB-Gouverneursrat dazu gegen Mittag eine Telefonkonferenz abhalten. Grund sei, dass sich die Abhebung von Bankguthaben in Griechenland in den vergangenen Tagen beschleunigt habe. Ein EZB-Sprecher will sich dazu nicht äußern.

+++ Bundesregierung will bis zur letzten Minute mit Athen verhandeln +++

Alle EU-Staaten seien sich einig, "dass wir wollen, dass der Euro erhalten bleibt, dass das Problem gelöst wird", erläutert Peter Altmaier

Alle EU-Staaten seien sich einig, "dass wir wollen, dass der Euro erhalten bleibt, dass das Problem gelöst wird", erläutert Peter Altmaier

Die Bundesregierung demonstriert weiter Hoffnung auf eine Beilegung des Schuldenstreits mit Griechenland. "Wir werden verhandeln bis zur allerletzten Minute", sagt Kanzleramtschef Peter Altmaier dem rbb. Alle EU-Staaten seien sich einig, "dass wir wollen, dass der Euro erhalten bleibt, dass das Problem gelöst wird", erläutert er. Gelingen könne dies aber nur, wenn die  Regierung in Athen erkenne, dass die Zeit knapp werde und sie nun "ordentliche und vernünftige Vorschläge auf den Tisch legen muss".

Altmaier betont die Einigkeit der Bundesregierung mit Frankreich, der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in der Haltung zu Griechenland. "Es gibt eine ganz große Gemeinsamkeit", sagt er.

+++ Tsipras hofft auf Durchbruch bei Sondergipfel zu Schuldenkrise +++

Die Regierung in Athen hofft auf eine Einigung im Schuldenstreit beim Sondergipfel der Eurozone am Montag in Luxemburg. "Wir hoffen, dass die abschließende Verhandlungsrunde auf höchster politischer Ebene in Europa stattfinden, und wir arbeiten jetzt daran, dass dieser Gipfel ein Erfolg wird", heißt es in einer Erklärung von Regierungschef Alexis Tsipras.

+++ Bayer-Chef fordert rasche Entscheidung zu Griechenland +++

Die Forderungen aus der deutschen Wirtschaft nach einer raschen  Entscheidung in der Griechenland-Krise werden immer lauter. "Das ist ein Zustand, der nicht länger anhalten darf", sagt der  Chef des Bayer-Konzerns Marijn Dekkers, der "Bild"-Zeitung. "Deshalb muss jetzt eine Entscheidung fallen, die auch für Jahre tragbar ist." Griechenland müsse  geholfen werden. Es stelle sich aber die Frage, ob das Land wirklich gerettet wäre, wenn es im Euro bliebe und es Bürgern und Unternehmen weiter schlechtgehe. Dekkers ergänzt, die von Griechenland ausgehende Schwächung des Euro helfe seinem Konzern allenfalls kurzfristig, sei aber mittel- und langfristig schlecht für das Geschäft.

+++ Außenhandelsverband BGA fordert Grexit mit Schuldenschnitt +++

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) erwartet durch das Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone keine nachhaltig negativen Auswirkungen auf die Konjunktur. "Es wird vielleicht einen kurzen Einbruch auf dem Aktienmarkt geben, der sich aber schnell wieder erholen wird", sagt BGA-Präsident Anton Börner dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Nach einem Grexit wird der Euro stabiler, weil das Vertrauen der Märkte in Europas Handlungsfähigkeit zurückkehrt."

+++ EZB plant laut WDHLG-Insider Not-Telefonschaltung zu Hellas-Hilfen +++

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat Insidern zufolge für heute eine Telefonschaltung über eine Aufstockung der Nothilfen für Griechenlands Banken angesetzt. Der Beschluss wurde zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen zufolge am Donnerstag gefällt, nachdem die EU-Finanzminister keine Einigung in der Schuldenkrise erzielt hatten. Insidern zufolge ist sich die EZB wegen des anhaltenden Abflusses von Kundengeldern inzwischen nicht mehr sicher, ob die griechischen Banken am Montag noch öffnen können.

+++ Wirtschaftsweiser warnt vor Euro-Präzedenzfall Grexit +++

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat die Eurogruppe vor einem Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone gewarnt. "Der Grexit ist die schlechteste aller Lösungen, weil dadurch ein Präzedenzfall geschaffen würde", sagt Bofinger der "Rheinischen Post". "Die Märkte wissen dann: Wenn eine neue Drucksituation entsteht, könnte wieder ein Mitglied rausfallen. Das nächste Mal könnten es Italien oder Spanien sein", sagt das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

+++ Prüfausschuss stuft Griechenlands Schulden als "illegal" ein +++

Auf dem Höhepunkt der griechischen Schuldenkrise hat ein vom Parlament eingesetzter Prüfausschuss die Zahlungsforderungen der internationalen Gläubiger an Athen als "illegal" eingestuft. Griechenland müsse daher nicht zahlen, heißt es in einem vorläufigen Prüfergebnis, das im griechischen Parlament erörtert wurde.

Die weit links stehende Parlamentspräsidentin Zoé Konstantopoulou hatte den Prüfausschuss im April eingesetzt. Ihm gehören internationale Experten wie etwa der Belgier Eric Toussaint an, der mehrere Bücher zu den Themen Staatsschulden und Globalisierung geschrieben hat. Wie er gehören auch mehrere andere Mitglieder des Ausschusses dem Komitee für den Erlass der Schulden der Dritten Welt (CADTM) an.

+++ Treffen der Euro-Finanzminister bleibt ohne Ergebniss - Sondergipfel am Montag +++

Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone kommen am Montag zu einem Sondergipfel zur Griechenlandkrise zusammen. Er habe beschlossen, einen Gipfel einzuberufen, und die Griechenlandfrage "auf höchster politischer Ebene" zu besprechen, teilte EU-Ratspräsident Donald Tusk über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mit. Kurz zuvor war ein Treffen der Finanzminister der Eurozone in Luxemburg ohne Einigung zu Ende gegangen.

and/DPA/AFP/Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(