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Strategie-Treffen: Gespräche zu Syrien-Konflikt in Wien eröffnet

Neue Hoffnung im Syrien-Krieg: Seit fünf Jahren wütet der Bürgerkrieg im Land, jetzt soll neue Bewegung in den festgefahrenen Konflikt kommen. Die Einbindung neuer Gesprächspartner soll den Durchbruch bringen.

Aufnahme vom Sitzungssaal der Syrien-Konferenz in Wien

Hochrangige Vertreter diverser Länder und Organisationen bemühen sich derzeit eine konzertierte Strategie zur Lösung der Syrien-Krise zu erarbeiten

In Wien haben am Freitagvormittag internationale Gespräche über eine politische Lösung des Syrien-Konflikts begonnen. Neben den Vereinten Nationen und der Europäischen Union nehmen 17 Länder an den Verhandlungen in der österreichischen Hauptstadt teil, darunter erstmals auch der wichtige syrische Verbündete Iran. Auch Russland, das seit einem Monat zur Unterstützung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad Luftangriffe fliegt, ist vertreten, während die syrische Regierung selbst nicht an den Verhandlungen teilnimmt.

Bei den Gesprächen wird kein Durchbruch erwartet, doch gilt es als Fortschritt, dass erstmals alle wichtigen ausländischen Akteure in dem Konflikt an einem Tisch sitzen. Vergangene Woche hatten sich in Wien bereits die Außenminister der USA, Russlands, Saudi-Arabiens und der Türkei getroffen. Von Seiten des Westens nehmen an dem neuerlichen Treffen in einem Wiener Luxushotel die Außenminister der USA, Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens sowie die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini teil.

Zudem sind die Nachbarländer Türkei, Libanon, Jordanien und Irak vertreten. Aus der weiteren Region nehmen Ägypten, Katar, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate teil. Am Donnerstag gab es bereits Gespräche von US-Außenminister John Kerry mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif. Dieser kam auch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zusammen.

lst/ AFP
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