Am Freitag öffnete der Iran die Straße von Hormus wieder. Einen Tag später macht Teheran dies rückgängig. Was folgt jetzt? Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Rune Weichert
Bei der vorübergehenden Öffnung der Straße von Hormus haben Schifffahrtsdaten zufolge mehr als ein Dutzend Tanker die Meerenge passiert. Bei den Schiffen, die die Route durch iranische Gewässer südlich der Insel Larak nahmen, handelt es sich demnach vorwiegend um ältere Frachter, die nicht westlichen Besitzern gehören. Darunter befinden sich auch mehrere mit Sanktionen belegte Schiffe. Der Iran habe die Durchfahrt für eine begrenzte Anzahl von Öltankern und Handelsschiffen auf Basis vorheriger Vereinbarungen erlaubt, teilten die iranischen Revolutionsgarden mit.
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Rune Weichert
Einen Tag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel ist ein französischer Blauhelmsoldat bei einem Angriff im Süden des Libanon getötet worden. Drei weitere französische Blauhelmsoldaten seien bei dem Angriff am Samstag verletzt worden, teilt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X mit. Es deute alles darauf hin, dass die pro-iranische Hisbollah „für diesen Angriff verantwortlich ist“.
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Rune Weichert
Das US-Militär setzt nach eigenen Angaben eine Seeblockade gegen Schiffe durch, die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder verlassen wollen. Seit Beginn der Maßnahme seien 23 Schiffe der Anweisung der US-Streitkräfte gefolgt und seien in Richtung Iran zurückgekehrt, teilt das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit.
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Rune Weichert
Der oberste iranische Führer Modschtaba Chamenei droht in einer ihm zugeschriebenen schriftlichen Botschaft der US-Armee mit einem vernichtenden Schlag. Die „tapfere iranische Marine“ sei bereit, ihren Feinden „neue Niederlagen“ zuzufügen, erklärt Chamenei im Onlinedienst Telegram. Kurz zuvor hatten iranische Kanonenboote nach Angaben einer britischen Behörde auf einen Tanker in der Straße von Hormus geschossen.
Modschtaba Chamenei hatte nach der Tötung seines Vaters Ayatollah Ali Chamenei zu Beginn des Iran-Krieges dessen Nachfolge als politisches und religiöses Oberhaupt des Iran angetreten. Seit seiner Ernennung ist er bislang nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben.
Modschtaba Chamenei hatte nach der Tötung seines Vaters Ayatollah Ali Chamenei zu Beginn des Iran-Krieges dessen Nachfolge als politisches und religiöses Oberhaupt des Iran angetreten. Seit seiner Ernennung ist er bislang nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben.
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Rune Weichert
Im Streit über die Passage von Schiffen durch die Straße von Hormus warnt der stellvertretende iranische Außenminister Said Chatibsadeh die USA vor Konsequenzen. Der Iran habe angekündigt, die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen im Einklang mit der jüngsten Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon zu gestatten. „Die andere Seite, die amerikanische Seite, hat versucht, dies zu sabotieren, indem sie erklärte, die Straße sei offen, außer für Iraner“, sagt Chatibsadeh. „Das war der Grund, warum wir gesagt haben: Wenn Sie die Bedingungen der Waffenruhe verletzen, wenn die Amerikaner ihr Wort nicht halten, wird das Konsequenzen für sie haben'.“
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Rune Weichert
In der Straße von Hormus ist es nach Angaben eines Schiffsverfolgungsdienstes zu einem Schusswechsel zwischen den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und indischen Handelsschiffen gekommen. Wie der Dienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, drängten iranische Einheiten zwei Schiffe gewaltsam zurück. Betroffen sei unter anderem ein VLCC-Supertanker, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiert. Ob es sich um den Tanker handelt, der nach Angaben der UKMTO beschossen wurde, ist derzeit noch nicht bekannt (Lesen Sie dazu unseren Eintrag von 13.11 Uhr)
Rune Weichert
Britische Behörde: Iranische Boote schießen auf Tanker in Straße von Hormus
Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO erhält nach eigenen Angaben Berichte über den Beschuss eines Tankers. Der Vorfall habe sich demnach 20 Seemeilen nordöstlich des Oman ereignet, teilt die Behörde mit. Der Beschuss sei von zwei Kanonenbooten ausgegangen, die in Bezug zu den iranischen Revolutionsgarden stehen sollen, teilt UKMTO unter Berufung auf den Kapitän mit. Dem Kapitän des Tankers zufolge eröffneten die Angreifer das Feuer ohne vorherige Warnung über Funk. Das Schiff und seine Besatzung befänden sich aber den Berichten nach in Sicherheit. Auch Sachschäden seien nicht entstanden.
Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
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Rune Weichert
Nach Angaben von Libanons Ministerpräsident Nawaf Salam hat es einen Angriff auf UN-Blauhelme gegeben. Betroffen gewesen seien Mitglieder des französischen Unifil-Kontingents. Salam verurteilt auf X den Angriff und ordnet eine Untersuchung des Vorfalls an.
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Rune Weichert
Schifffahrtskreisen zufolge haben einige Handelsschiffe eine Funkmeldung der iranischen Marine erhalten, wonach die Straße von Hormus erneut gesperrt sei. Kein Schiff dürfe die wichtige Meerenge mehr passieren. Das brichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
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Rune Weichert
Britische Behörde: Iranische Boote schießen auf Tanker in Straße von Hormus
Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO erhält nach eigenen Angaben Berichte über den Beschuss eines Tankers. Der Vorfall habe sich demnach 20 Seemeilen nordöstlich des Oman ereignet, teilt die Behörde mit. Der Beschuss sei von zwei Kanonenbooten ausgegangen, die in Bezug zu den iranischen Revolutionsgarden stehen sollen, teilt UKMTO unter Berufung auf den Kapitän mit. Dem Kapitän des Tankers zufolge eröffneten die Angreifer das Feuer ohne vorherige Warnung über Funk. Das Schiff und seine Besatzung befänden sich aber den Berichten nach in Sicherheit. Auch Sachschäden seien nicht entstanden.
Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
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Rune Weichert
Insidern zufolge haben mindestens zwei Handelsschiffe gemeldet, dass sie heute bei dem Versuch, die Straße von Hormus zu durchqueren, unter Beschuss geraten seien. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die genauen Auswirkungen seien zunächst nicht klar, heißt es in Schifffahrts- und Seesicherheitskreisen.
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Rune Weichert
Eigentlich war Donald Trump guter Dinge, was die Verhandlungen mit dem Iran anging. Alle warteten auf einen neuen Termin für Gespräche zwischen den Kriegsparteien. Doch dann schließt Teheran die Straße von Hormus wieder. Jetzt gibt es viele Fragezeichen. Antworten auf wichtige Fragen:
Wie reagiert Trump?
Der Iran macht die USA für die Kehrtwende verantwortlich, weil sie an der Seeblockade festgehalten haben. Natürlich ist naheliegend, dass Trump den Iran seinerseits mit Vorwürfen überzieht, wie er es im Laufe des Krieges immer wieder gemacht hat. Trump hat für heute (15 Uhr MESZ) eine Pressekonferenz angekündigt.
Kommt es jetzt überhaupt zur nächsten Verhandlungsrunde?
Der Iran macht die USA für die Kehrtwende verantwortlich, weil sie an der Seeblockade festgehalten haben. Natürlich ist naheliegend, dass Trump den Iran seinerseits mit Vorwürfen überzieht, wie er es im Laufe des Krieges immer wieder gemacht hat. Trump hat für heute (15 Uhr MESZ) eine Pressekonferenz angekündigt.
Kommt es jetzt überhaupt zur nächsten Verhandlungsrunde?
Eigentlich warteten alle gerade nur noch auf die Verkündung eines Termins der nächsten Runde. Eine Vermutung war, dass die Unterhändler am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammenkommen könnten. Dort laufen jedenfalls die Vorbereitungen. Aus dem Weißen Haus verlautete zuletzt, dass die Planungen für eine weitere Gesprächsrunde noch liefen. Die iranische staatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete jedoch, der Iran habe eine Teilnahme an einer zweiten Runde noch nicht zugesagt.
Bleibt die Waffenruhe bestehen?
Die bislang vereinbarte Waffenruhe läuft planmäßig am Mittwoch aus. Sie galt bereits als wackelig, weil sich Washington und Teheran gegenseitig beschuldigten, sich nicht an Absprachen zu halten. Trump warf den Iranern vor, sich nicht an die Vereinbarung zu halten, weil die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus nicht unmittelbar wieder hergestellt wurde. Die Iraner machten dafür eine Feuerpause im Libanon zur Bedingung, die mittlerweile in Kraft getreten ist. Trotz allem blieben die Kampfhandlungen eingestellt.
Gibt es Unstimmigkeiten zwischen politischer Führung und Militär im Iran?
Die Frage stellt sich, war es doch der iranische Außenminister Abbas Araghtschi, der eine Öffnung unter Auflagen verkündete – und das Militär nahm diese Zusage nur einen Tag später wieder zurück. Viele Iran-Experten gehen davon aus, dass die Revolutionsgarden der eigentliche Machtfaktor im Land sind. Dafür spricht auch, dass die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars auf Distanz zu Außenminister Arghtschi ging. Normalerweise hat der Revolutionsführer in der Außen- und Sicherheitspolitik das letzte Wort. Von Modschtaba Chamenei gibt es aber seit seiner Ernennung am 8. März keine Audio- oder Videoaufnahmen. Niemand weiß, wie sein Gesundheitszustand ist.
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Rune Weichert
In der Erklärung heißt es weiter, der Iran habe einer kontrollierten Durchfahrt einer begrenzten Anzahl von Öltankern und Handelsschiffen durch die Straße von Hormus zugestimmt. Die USA hätten dagegen ihre Blockade fortgesetzt. Aus diesem Grund sei die Kontrolle über die Straße von Hormus wieder in den früheren Zustand zurückgekehrt: Die strategisch wichtige Meerenge unterliege der strengen Verwaltung und Kontrolle der Streitkräfte. Daran ändere sich nichts, solange die Vereinigten Staaten die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit von Schiffen vom Iran zu ihrem Bestimmungsort und von ihrem Bestimmungsort zurück in den Iran nicht wiederherstellten.
Rune Weichert
Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig
Der Iran macht die am Vortag angekündigte Öffnung der Straße von Hormus rückgängig. Das teilt das Hauptquartier der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars mit. Als Grund wird die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA angeführt. Die iranische Armeeführung teilt mit, die Meerenge werde erneut „streng kontrolliert“, so lange die USA nicht die freie Schifffahrt zum Iran ermöglichten.
Am Vortag hatte der Iran zwischenzeitlich eine Öffnung der Straße von Hormus für Handelsschiffe verkündet.
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Rune Weichert
Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig
Der Iran macht die am Vortag angekündigte Öffnung der Straße von Hormus rückgängig. Das teilt das Hauptquartier der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars mit. Als Grund wird die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA angeführt. Die iranische Armeeführung teilt mit, die Meerenge werde erneut „streng kontrolliert“, so lange die USA nicht die freie Schifffahrt zum Iran ermöglichten.
Am Vortag hatte der Iran zwischenzeitlich eine Öffnung der Straße von Hormus für Handelsschiffe verkündet.
Am Vortag hatte der Iran zwischenzeitlich eine Öffnung der Straße von Hormus für Handelsschiffe verkündet.
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Rune Weichert
Der Iran gibt nach Angaben der Luftfahrtbehörde des Landes im Zuge der Waffenruhe mit den USA einen Teil seines Luftraums wieder für internationale Flüge frei. „Die Flugrouten im Osten des Landes sind für internationale Flüge geöffnet, die den Iran überfliegen“, teilt die zivile Luftfahrtbehörde des Landes mit. Zudem hätten am Morgen (Ortszeit) einige bislang geschlossene Flughäfen des Landes ihren Betrieb wieder aufgenommen.
Laut Daten des Flugtracking-Portals Flightradar24 haben bislang jedoch keine internationalen Flüge den Iran überflogen. Einige Flugzeuge nahmen demnach lange Umwege in Kauf, um den iranischen Luftraum nicht zu passieren.
Laut Daten des Flugtracking-Portals Flightradar24 haben bislang jedoch keine internationalen Flüge den Iran überflogen. Einige Flugzeuge nahmen demnach lange Umwege in Kauf, um den iranischen Luftraum nicht zu passieren.
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Rune Weichert
Der im Irankrieg um Vermittlung bemühte pakistanische Armeechef Asim Munir hat pakistanischen Angaben zufolge seinen mehrtägigen Besuch in der iranischen Hauptstadt Teheran beendet. Munir habe während seines Besuchs mehrere hochrangige iranische Führungspersonen getroffen, was Pakistans „unerschütterliche Entschlossenheit unterstreicht, eine Verhandlungslösung zu ermöglichen“, erklärte die Armee.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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