Irans Konflikt mit Israel eskaliert. Doch Israels Regierungschef Netanjahu könnte die Rückendeckung von US-Präsident Donald Trump verlieren. Alles Wichtige im Newsblog.
Wichtige Updates
Thomas Krause
Trump warnt Netanjahu vor neuem Krieg gegen Iran
US-Präsident Donald Trump warnt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu vor einem erneuten Krieg gegen den Iran. Sollte es zu einem neuen Konflikt kommen, könnte Israel auf sich allein gestellt sein, sagt Trump in einem Interview des US-Nachrichtenportals Axios. „Ich habe gesagt: ‚Bibi (Netanjahu), du solltest besser vorsichtig sein, oder du wirst sehr bald auf dich allein gestellt sein‘“, zitiert das Portal den US-Präsidenten.
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Thomas Krause
In Italien laufen Insiderangaben zufolge Ermittlungen gegen den israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gwir wegen des Verdachts der Folter und Freiheitsberaubung. Hintergrund ist der Umgang mit Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte im vergangenen Monat, unter denen sich auch italienische Staatsbürger befanden, wie aus Justizkreisen verlautet. Ben-Gwir erklärt in einer Stellungnahme, er werde sich den Ermittlungen nicht entziehen und weiterhin an der Seite der israelischen Einsatzkräfte stehen. Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnet das Vorgehen gegen die Aktivisten als „inakzeptabel“. Sollten die Ermittlungen ergeben, dass eine Anklage gerechtfertigt ist, könnten die Staatsanwälte einen formellen Antrag auf Einleitung eines Verfahrens stellen.
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Thomas Krause
Die iranischen Al-Kuds-Brigaden kündigen die Errichtung eines neuen Sicherheitsgürtels an. Dieser „Gürtel des Widerstands“ soll sich von der Straße von Hormus bis zur Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen sowie vom Golf bis zum Roten Meer erstrecken, sagt der Kommandeur Esmail Kaani nach Angaben von staatlichen Medien. Unter dem Begriff „Widerstand“ oder „Achse des Widerstands“ fasst die Führung in Teheran ihre Verbündeten in der Region zusammen, zu denen unter anderem die Huthi-Rebellen im Jemen gehören.
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Thomas Krause
Der libanesische Präsident Joseph Aoun richtet einen seltenen Appell an Israel und bietet Verhandlungen über ein Ende des Krieges an. Eine militärische Lösung werde den Menschen im Norden Israels niemals Sicherheit bringen, sagt Aoun in einem Interview mit dem Sender CNN. Der Libanon sei bereit für Gespräche. Ein Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu schließt Aoun jedoch vor einer Einigung aus. Bei der angestrebten Vereinbarung solle es sich um einen Nichtangriffspakt und nicht um ein vollständiges Friedensabkommen handeln.
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Thomas Krause
Der Iran will die von den USA errichtete Seeblockade nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Bagher Ghalibaf durchbrechen. Man werde sie in eine weitere Niederlage für den Feind verwandeln, teilt Ghalibaf auf seinem Telegram-Kanal mit. "Wir werden weder nur kämpfen noch nur verhandeln; vielmehr werden wir zu unserer eigenen Zeit kämpfen und zu unserer eigenen Zeit verhandeln", erklärt er. Das Ziel des Iran sei ein Ende des Krieges und eine stabile Sicherheit. Man habe kein Vertrauen in die Gegenseite.
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Jessica Kröll
Der Iran hebt Beschränkungen im Flugverkehr wieder auf
„Da die notwendigen Sicherheitsvoraussetzungen geschaffen und die erforderlichen Abstimmungen mit den zuständigen Behörden getroffen wurden, sind die Flugbeschränkungen aufgehoben worden“, sagt der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Abusar Schirudi, der Nachrichtenagentur Tasnim. „Die Luftfahrtaktivitäten des Landes kehren schrittweise zum regulären Betrieb zurück.“
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Jessica Kröll
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigt eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran. Nach israelischen Angriffen im Iran habe Teheran das Feuer eingestellt, so Netanjahu in einer Video-Botschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man in aller Härte reagieren, kündigt Netanjahu an. „Israel hat das volle Recht zur Selbstverteidigung und wir setzen es, wenn nötig, um.“
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Jessica Kröll
Der Irak öffnet seinen vorübergehend geschlossenen Luftraum nach den jüngsten Angriffen im Iran-Krieg früher als erwartet. Die aktuelle Lage werde genau beobachtet, teilt die Behörde für zivile Luftfahrt der Staatsagentur INA zufolge mit. Im irakischen Luftraum würde das „höchste Maß an Sicherheit“ gelten. Eigentlich wurde im Irak wegen der jüngsten Angriffe eine Sperrung für 72 Stunden verkündet, die bis Mittwochabend gedauert hätte.
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Jessica Kröll
Bei israelischen Angriffen auf die libanesische Stadt Tyros ist auch eine zum Unesco-Weltkulturerbe zählende archäologische Stätte beschädigt worden. Reporter der Nachrichtenagentur AFP sehen Trümmerteile und Beschädigungen im Umfeld der römischen Ruinen von Tyros, die von einem Beschuss am Vortag herrühren. Der libanesische Kulturminister Ghassan Salamé ruft dazu auf, die Ruinen von Tyros zu schützen. Die Unesco hatte angesichts des Irankrieges bereits im März ihre "tiefe Sorge" um die Welterbestätten in der Region geäußert.
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Tim Schulze
Israel will ebenfalls die Angriffe im Konflikt mit dem Iran einstellen, wie Medien berichten. Nach Ende einer Sitzung des engeren Ministerkreises um Regierungschef Benjamin Netanjahu sagt demnach ein namentlich nicht genannter ranghoher israelischer Regierungsvertreter: „Auf Wunsch von Trump stellen wir die Angriffe auf den Iran ein.“ Er habe den Eindruck, „dass die derzeitige Eskalation hinter uns liegt“. Für die Berichte gibt es bisher keine offizielle Bestätigung.
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Tim Schulze
Der Iran sperrt nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel seinen gesamten Luftraum. Das Flugverbot gelte bis auf Weiteres, heißt es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Sämtliche Verbindungen an allen iranischen Flughäfen seien gestrichen.
Zuvor galt nur für Teile des Landes ein Flugverbot durch die iranische Luftfahrtbehörde. Die Sorge ist groß, dass der Konflikt mit Israel erneut eskaliert. Nach den iranischen Raketenangriffen auf Israel am Sonntag hat die Militärführung ihre Operationen aber vorerst für beendet erklärt.
Zuvor galt nur für Teile des Landes ein Flugverbot durch die iranische Luftfahrtbehörde. Die Sorge ist groß, dass der Konflikt mit Israel erneut eskaliert. Nach den iranischen Raketenangriffen auf Israel am Sonntag hat die Militärführung ihre Operationen aber vorerst für beendet erklärt.
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Moritz Dickentmann
Die EU verschärft wegen der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus ihre Sanktionen gegen den Iran. Wie der Rat der Mitgliedstaaten mitteilt, ist das Provinzkommando Hormusgan der Marine der Revolutionsgarden betroffen. Zudem werden auch ein stellvertretender Befehlshaber der Revolutionsgarden sowie der Sprecher des iranischen Verbands der Exporteure von Öl, Gas und petrochemischen Erzeugnissen mit Strafmaßnahmen belegt.
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Moritz Dickentmann
Der Irak öffnet seinen vorübergehend geschlossenen Luftraum nach den jüngsten Angriffen im Irankrieg früher als erwartet. Die aktuelle Lage werde genau beobachtet, teilt die Behörde für zivile Luftfahrt der Staatsagentur INA zufolge mit. Im irakischen Luftraum würde das „höchste Maß an Sicherheit“ gelten. Eigentlich sollte die Sperrung für 72 Stunden, also bis Mittwochabend, gelten.
Die Schließung von Syriens Luftraum wird dagegen um weitere zwölf Stunden verlängert. Geplant war eigentlich, dass der Flugverkehr schon am Vormittag wieder anläuft.
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Jessica Kröll
Irans Armee kündigt „Einstellung“ von Angriffen auf Israel an
Irans Streitkräfte erklären ihre Angriffe auf Israel für beendet. Die Islamische Republik habe zur Unterstützung des Libanons Israel eine „schmerzhafte Antwort“ erteilt, heißt es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. „Vor diesem Hintergrund wird die Einstellung der Operationen der Streitkräfte bekannt gegeben.“
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Moritz Dickentmann
US-Präsident Donald Trump fordert den Iran und Israel auf, umgehend die jüngsten gegenseitigen Angriffe einzustellen. Die beiden Länder müssten „sofort aufhören zu ‚schießen‘, schreibt Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
„Beide Seiten, Israel und Iran, streben eine sofortige Waffenruhe an! Die finalen Friedensverhandlungen laufen, sofern ihnen nicht Ignoranz oder Dummheit in die Quere kommen. Die Blockade bleibt bis zum Abschluss eines endgültigen Abkommens in vollem Umfang bestehen. Es sollte schnell gehen.“
„Beide Seiten, Israel und Iran, streben eine sofortige Waffenruhe an! Die finalen Friedensverhandlungen laufen, sofern ihnen nicht Ignoranz oder Dummheit in die Quere kommen. Die Blockade bleibt bis zum Abschluss eines endgültigen Abkommens in vollem Umfang bestehen. Es sollte schnell gehen.“
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DPA · AFP · Reuters · SID
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