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Kampf gegen Terrormiliz: Moskau meldet Festnahme von 20 IS-Unterstützern

Dem russischen Inlandsgeheimdienst und der Polizei soll ein Schlag gegen die IS-Terrormiliz geglückt sein: Angeblich wurden 20 Dschihadisten festgenommen. Die Angst vor Anschlägen durch Rückkehrer aus Kriegsgebieten wächst.

Russische Polizisten in Kampfmontur

Russische Polizisten im Einsatz (Archivbild): 20 Anhänger der Extremisten-Miliz "Islamischer Staat" sollen in Moskau festgenommen worden sein.

Russische Sicherheitsbehörden haben nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ria am Mittwoch in Moskau 20 Anhänger der Extremisten-Miliz "Islamischer Staat" (IS) festgenommen. Dem Ria-Bericht zufolge wird ihnen der Versuch vorgeworfen, neue Kämpfer für den IS zu rekrutieren. Bei der Festnahme habe es sich um eine gemeinsame Aktion der Polizei und des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB gehandelt, berichtete die Agentur unter Berufung auf nicht näher genannte Sicherheitskreise.

Der Agentur Interfax zufolge handelt es sich um Bürger der Türkei mit gefälschten Dokumenten. Die Beziehungen zwischen Moskau und Ankara sind seit dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei im syrischen Grenzgebiet Ende November extrem angespannt.

Sprengstoffanschlag in Dagestan

Bei einem Sprengstoffanschlag in der Unruheregion Dagestan im russischen Nordkaukasus sind unterdessen ein Polizist getötet und zwei Beamte verletzt worden. Das teilten die Behörden der Teilrepublik mit. In einer zunächst nicht verifizierbaren Botschaft bekannte sich der IS zu der Tat und sprach von zehn Toten. Dem widersprach aber die Polizei.

Bei dem Anschlag nahe der Gebietshauptstadt Machatschkala war an einer Straße eine Bombe mit einer Sprengkraft von acht Kilogramm TNT explodiert, eine Polizeikolonne vorbeifuhr. Im islamisch geprägten Nordkaukasus kämpfen Extremisten für ein von Russland unabhängiges "Emirat". Die Moskauer Behörden schätzen, dass sich mehr als 2000 russische Staatsbürger in Syrien und im Irak dem IS angeschlossen haben. Sie fürchten Anschläge durch Rückkehrer.

amt / DPA / Reuters