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Nah-Ost-Konflikt: Israel baut Seeblockade und schottet Gaza-Streifen weiter ab

Israel stellt die innere Sicherheit auf die höchste Stufe und verstärkt somit seine Grenzen zum palästinensischen Autonomie-Gebiet im Westen. Verteidigungsminister Avigdor Lieberman bezeichnete die Seesperre als "weltweit einzigartiges Hindernis". 

Fischerboote im palästinensischen Gewässer

Palästinensische Fischerboote auf dem Mittelmeer vor Gaza. Verstärkt die Seeblockade die Spannung zwischen Israel und Palästina?

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Seit Wochen spitzt sich der Nah-Ost- zwischen Israel und Palästina weiter zu. Im Zuge des 70. Jahrestag Israels und der Eröffnung der amerikanischen Botschaft in Jerusalem gab es tagelange Proteste von palästinensischer Seite, die vielfach tödlich endeten. Nun verstärkt Israel seine Grenzen und baut eine Seesperre ins Mittelmeer. 

Verteidigungsminister Avigdor Lieberman teilte am Sonntag mit, der Bau eines "weltweit einzigartigen Hindernisses" habe begonnen. Die Anlage solle verhindern, dass militante Palästinenser aus dem Gazastreifen auf dem Seeweg nach Israel eindringen. Die Bauarbeiten hätten am Zikim-Strand am Rande des Gazastreifens begonnen.

 

Israel will mit Seeblockade Hamas schwächen

Nach Angaben seines Büros handelt es sich um eine Art Wellenbrecher, der bis Jahresende fertiggebaut sein soll. Die Anlage solle undurchdringbar sein und aus drei Stufen bestehen. Ein Teil liege unter der Wasseroberfläche. Die Sperre bestehe aus Stein und Zäunen.

Während des Gaza-Kriegs 2014 sei es militanten Palästinensern gelungen, auf dem Seeweg nach Israel zu gelangen, hieß es in der Mitteilung. Dies solle die neue Anlage in Zukunft unmöglich machen.
Die im herrschende Hamas verliere damit eine weitere strategische Fähigkeit, sagte Lieberman.

Israel und Ägypten halten den Gazastreifen seit mehr als einem Jahrzehnt aus Sicherheitsgründen unter Blockade. Die Lebensbedingungen in dem schmalen Küstenstreifen mit rund zwei Millionen Einwohnern sind sehr schlecht.

Palästinenser wollen Seeblockade durchbrechen

Die Veranstalter von Protesten im Gazastreifen, die am 30. März begonnen hatten, kündigten am Sonntag eine Aktion auf See an. Am Dienstag solle von Gaza aus ein Schiff in See stechen, um die Blockade des Palästinensergebiets zu brechen. Gaza sei heute "das größte Gefängnis der Welt". Die Aktion erfolge acht Jahre nach der Erstürmung des Gaza-Solidaritätssschiffs "Mavi Marmara" durch die israelische Marine. Dabei wurden zehn türkische Staatsbürger getötet.

fk / DPA