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US-Präsidentschaftswahl Jeb Bush - der schlechteste Wahlkämpfer der Welt

Jeb Bush und George W.
Dass Jeb Bush (l.) noch einmal die Wahlkampfhilfe seines Bruders George W. brauchen würde,hätte er vor wenigen Monaten noch nicht gedacht
© Randall Hill/Reuters
Jeb Bush postet eine Knarre mit Wort "America", vergisst, eine naheliegende Internet-Adresse zu reservieren und seine Mutter berichtet vom Eis, das er als Kind gegessen hat. Der Wahlkampf läuft nicht gut - ein Überblick.
Von Niels Kruse

Wenn Eltern in Gegenwart ihrer Kinder alte Anekdoten zum Besten geben, dann haben alle ihren Spaß - außer dem Nachwuchs. Das ergeht auch Männern nicht anders, die US-Präsident werden wollen. Jeb Bush zum Beispiel hatte neulich seine Mutter um Wahlkampfhilfe gebeten. Barbara war immerhin schon First Lady, sowie Mutter eines US-Präsidenten, ihr Wort hat also Gewicht. Doch was erzählte sie im Sender CBS über ihren Buben? Dass er einmal an nur einem Nachmittag sechs Pfund Eis gegessen habe. Kann es eine bessere Wahlempfehlung geben? Vielleicht diese: Später wies sie in dem Gespräch darauf hin, dass Jeb zwar der beste Kandidat sei, natürlich, aber das Weiße Haus eigentlich schon genug Bushs gesehen habe. Bei so viel Bush-typischer Stoffeligkeit ist es eigentlich ein Wunder, dass aus der Familie bereits zwei US-Präsidenten erwachsen sind.


Jeb Bush - Pleiten, Pech und Pannen

Jeb Bush, Sohn des 41. Präsidenten George und Bruder des 43. Präsidenten George W. jedenfalls kann seine Ambitionen, der dritte Bush im höchsten Amt zu werden, im Grunde schon begraben, da hätte es der ehrlichen Worte seiner Mutter gar nicht gebraucht. Denn der Kandidatenanwärter, der wegen seines Namens lange als aussichtsreichster Anwärter galt, ist im Wahlkampf bislang blass geblieben. So blass, dass er in den Umfragen unter ferner liefen läuft und seine einst üppig gefüllte Kriegskasse nur noch mit Ach und Krach die Unkosten begleichen kann.

Jeb Bush versucht es mit Aufdringlichkeit

Fast schon unangenehm aufdringlich wirkte da sein Versuch, via Twitter Aufmerksamkeit zu erregen. Nach dem Besuch einer Waffenfabrik postete er seinen nagelneuen Revolver mit seinem eingravierten Namen und dem schlichten Kommentar: "America". John Ellis, wie der 63-Jährige mit vollem Namen heißt, ist immer wieder in Pannen und Zwielichtigkeiten von einem Ausmaß verwickelt, dass er für Amerikaner eigentlich unwählbar ist.


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