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Jemen: US-Regierung bestätigt Tod von Top-Terrorist al Awlaki

Die US-Regierung hat nach einem Bericht der Tageszeitung "New York Times" den Tod des al Kaida-Predigers Anwar al Awlaki bestätigt.

Ein hochrangiger US-Vertreter hat den Tod des radikalen Islamisten Anwar al Awlaki bestätigt. Genaue Angaben zum Tod Awlakis machte der Vertreter am Freitag in Washington aber nicht. Zuvor hatte das jemenitische Verteidigungsministerium mitgeteilt, Awlaki sei im Jemen ums Leben gekommen, laut örtlichen Stammesvertretern wurde er bei einem US-Luftangriff getötet.

Al Awlaki gehört zu den führenden Predigern des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Er soll viele Terroristen zu Anschlägen angestachelt haben. Der Extremist wurde 1971 als Sohn jemenitischer Eltern in den USA geboren. Er besitzt die US-Staatsbürgerschaft. In seinen Hasspredigten hatte Al-Awlaki mehrfach zur Tötung von Amerikanern aufgerufen. Die USA führen ihn auf einer schwarzen Liste von Terroristen, die "tot oder lebendig" gefasst werden sollen.

Awlaki soll auch im Kontakt mit dem Amokläufer von Fort Hood gestanden haben, der Ende 2009 auf einem Militärstützpunkt in Texas 13 Menschen getötet hatte. Auch mit dem 23 Jahren alten Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab, der Weihnachten 2009 über Detroit versucht hatte, einen Sprengsatz an Bord eines Passagierflugzeugs zu zünden, soll er laut US-Behörden in Verbindung gewesen sein.

Die Lage im Jemen ist derzeit wegen schon seit Februar andauernden massiven Proteste gegen Langzeitpräsident Ali Abdullah Salih sehr angespannt. Salih hatte sich den USA in den vergangenen Jahren stets als Bollwerk gegen den Al-Kaida-Terror angedient. Oppositionelle behaupten jedoch, er betreibe den Kampf gegen Terror nicht ernsthaft, weil er die Al-Kaida-Gefahr auch in Zukunft als politische Trumpfkarte einsetzen wolle.

jwi/DPA/AFP / DPA