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Jiabao in Berlin: Wirtschaft vor Milliardenaufträgen aus China

Der deutschen Wirtschaft winken Milliardenaufträge aus China. Beim Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao in Berlin sollen zahlreiche Großprojekte von Airbus, Daimler, Volkswagen und BASF mit chinesischen Partnern vereinbart werden.

Der deutschen Wirtschaft winken Milliardenaufträge aus China. Beim Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao in Berlin sollen zahlreiche Großprojekte von Airbus, Daimler, Volkswagen und BASF mit chinesischen Partnern vereinbart werden. Allein der europäische Flugzeugbauer Airbus hofft auf eine Mega-Bestellung für seinen modernisierten Kassenschlager A320.

Dabei geht es laut Industriekreisen unter anderem um eine Kaufvereinbarung über 62 Maschinen des Typs Airbus A320 durch die auf Leasing-Geschäfte spezialisierte chinesische Großbank ICBC. In den Kreisen hieß es am Montag, noch sei das Geschäft aber nicht endgültig unter Dach und Fach.

Laut Listenpreis hätte der ICBC-Auftrag ein Volumen von etwa 5,6 Milliarden US-Dollar (3,95 Milliarden Euro). Die modernisierte und spritsparende A320-Version "neo" kostet je Maschine laut Liste rund 90 Millionen US-Dollar. Allerdings sind in der Branche bei Aufträgen dieser Größenordnung Rabatte im zweistelligen Prozentbereich üblich. Daneben verhandelt Airbus noch über einen weiteren Auftrag aus China.

Die Autobauer Daimler und Volkswagen setzen auf grünes Licht der Pekinger Regierung für neue Milliardeninvestitionen. So will VW zusammen mit den bewährten Joint-Venture-Partnern First Automotive Works (FAW) und Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) neue Fabriken und Elektroauto-Projekte anstoßen. Kürzlich hatten die Wolfsburger erstmals eine Lizenz zum Bau eines Elektroautos unter der neuen chinesischen Marke "Kaili" erhalten.

Der Stuttgarter Daimler-Konzern will in China unter anderem eine Motorenfabrik sowie ein Forschungszentrum errichten. Der Chemiekonzern BASF bereitet eine strategische Zusammenarbeit mit der Stadtregierung der chinesischen Metropole Chongqing vor.

DPA / DPA