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Aussöhnung mit USA Kuba lässt mindestens 35 politische Häftlinge frei


Nach mehr als 50 Jahren Feindschaft: Kuba und die USA wagen erste Schritte des historischen Neuanfangs. Die kubanische Regierung ließ nun 35 politische Gefangene frei.

Es sind die ersten Schritte der diplomatischen Aussöhnung mit den USA: Kubas sozialistische Regierung hat Dutzende politische Häftlinge auf freien Fuß gesetzt. In den letzten 24 Stunden wurden mindestens 35 inhaftierte Dissidenten freigelassen, wie die Kubanische Kommission für Menschenrechte und Nationale Versöhnung in der Hauptstadt Havanna mitteilte. Die meisten seien Mitglieder der verbotenen Oppositionsbewegung Unpacu. Die politische Gruppierung ist vor allem im Osten des Landes aktiv.

Die Freilassungen in dem sozialistischen Karibikstaat sind Teil der als historisch gewerteten Vereinbarung zwischen den Regierungen von Washington und Havanna von Mitte Dezember. Beide Länder hatten damals die Wiederaufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen nach mehr als 50 Jahren Unterbrechung angekündigt.

Verhandlungen beginnen Ende Januar

So soll wieder eine US-Botschaft in Havanna eröffnet werden. Außerdem ist vorgesehen, Strafmaßnahmen der USA gegen Kuba zu lockern. US-Präsident Barack Obama hatte auch von seinem Amtskollegen Raúl Castro die Haftentlassung von rund 50 kubanischen Oppositionellen zugesagt bekommen.

Stunden nach den Freilassungen kündigte Jen Psaki, Sprecherin im US-Außenamt, an, die Top-Diplomatin Roberta Jacobson wird am 21. und 22. Januar auf Kuba Verhandlungen über die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen aufnehmen.

kis/DPA/AFP DPA

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