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Friedenssicherung in Westafrika: Bundesregierung will 650 Soldaten in Mali stationieren

Der westafrikanische Binnenstaat Mali ist schon länger im Fokus des Islamismus: Nun will Deutschland, Frankreich im Kampf gegen den Terrorismus stärker unterstützen. Bis zu 650 deutsche Soldaten sollen im gefährlichen Norden Malis den Frieden sichern.

Verteidigungsministerin von der Leyen auf Truppenbesuch in Mali

Verteidigungsministerin von der Leyen auf Truppenbesuch in Mali - 650 deutsche Soldaten sollen helfen, den Frieden in dem westafrikanischen Land zu sichern.

Die Bundesregierung will bis zu 650 Soldaten zur Friedenssicherung ins westafrikanische schicken. Damit soll auch Frankreich für den Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat entlastet werden, wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Mittwoch nach einer Sitzung des Bundestags-Verteidigungsausschusses in Berlin sagte.

Zudem soll der Bundeswehreinsatz zur Ausbildung der kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Irak ausgeweitet werden. Daran sollen künftig bis zu 150 statt bisher 100 Soldaten teilnehmen können. Beiden Einsätzen muss der noch zustimmen.

Bisher sind 200 Bundeswehrsoldaten an einer EU-Ausbildungsmission im relativ sicheren Süden Malis beteiligt. An der deutlich gefährlicheren UN-Mission zur im Norden des Wüstenstaates nehmen dagegen derzeit nur zehn deutsche Soldaten im Hauptquartier in der Hauptstadt Bamako teil. Künftig sollen bis zu 650 Soldaten zur Durchsetzung eines Friedensabkommens zwischen der malischen Regierung und Aufständischen im Norden beitragen.

Nordmali war vor drei Jahren vorübergehend von islamistischen Kämpfern erobert worden, die nur durch eine Intervention der ehemaligen Kolonialmacht zurückgedrängt werden konnten.

amt / DPA