VG-Wort Pixel

Nach Bengasi-Attacke Schwere Kritik am US-Außenministerium


Ein Anschlag auf die amerikanische Botschaft im libyschen Bengasi im Herbst endet für vier Mitarbeiter tödlich. Nun kritisiert ein Untersuchungsbericht die ungenügenden Sicherheitsvorkehrungen scharf.

Drei Monate nach einem tödlichen Terrorangriff auf das US-Konsulat in der libyschen Hafenstadt Bengasi hat eine unabhängige Kommission heftige Kritik am US-Außenministerium geübt.

Schwere Fehler in gleich zwei Abteilungen der Behörde hätten zu Sicherheitslücken geführt, zitierte der US-Sender CNN aus dem Bericht, der am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington bekannt wurde. Vor allem die Arbeit des diplomatischen Sicherheitsdienstes wird in dem Bericht schwer kritisiert.

Das Außenministerium habe nicht genügend erfahrene Sicherheitsleute zur Verfügung gehabt und sich deshalb zum Schutz des Konsulatsgeländes auf örtLiche Milizen verlassen, heißt es. Zudem habe die Behörde Bitten der US-Botschaft in Tripolis nach größerem Schutz ignoriert, zitierte die "New York Times" aus dem Untersuchungsbericht. Dieser kritisiere auch die Rolle mehrerer Beamter des Außenministeriums.

Bei dem Angriff auf das Konsulat in Bengasi im September wurden der US-Botschafter Christopher Stevens und drei weitere Amerikaner getötet. Der Zwischenfall wurde erst im Nachhinein als Terrorangriff eingestuft. Als Auslöser hatte zunächst eine spontane Demonstration gegen einen in den USA produzierten Schmähfilm über den Propheten Mohammed gegolten. Außenministerin Hillary Clinton hatte die unabhängige Untersuchung des Vorfalls angeordnet.

awö/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker