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Obamas Einwanderungspolitik: Das Geständnis

Kurz vor den US-Wahlen gesteht Präsident Obama seinen größten Fehler: Er bedauert, die versprochene Reform der Einwanderungspolitik nicht durchgesetzt zu haben.

US-Präsident Barack Obama ist bei einem Wahlkampfauftritt wegen seiner Einwanderungspolitik erheblich in Erklärungsnot geraten. Im Interview des spanischsprachigen TV-Senders Univision gestand er am Donnerstag ein, sein Versprechen einer Reform der Immigrationsgesetze nicht eingehalten zu haben. Das sei "der größte Fehler" seiner ersten Amtszeit gewesen, sagte Obama. Er habe damals im Wahlkampf die Zusage dafür gemacht, "bevor die Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch stand". Die Konjunkturkrise habe die ersten zwei Jahre seiner Präsidentschaft eingenommen. "Ich habe nicht alles geschafft, was ich schaffen wollte."

Die Einwanderungsdebatte ist ein heißes Eisen in der US-Politik. Die Latinos stellen mit rund 50 Millionen Einwohnern die größte Minderheit in den USA. Mehr als zwei Drittel von ihnen gaben Obama bei der Wahl 2008 ihre Stimme. Er hatte beim Amtsantritt versprochen, die mehr als elf Millionen illegalen Einwanderer - oft Freunde oder Verwandte von legalen Immigranten - "aus dem Schatten" herauszuholen. Vor einigen Monaten hatte Obama bestimmt, dass zumindest Immigranten, die als Kinder oder Jugendliche illegal in die USA gekommen sind, zunächst für zwei Jahre von einer Abschiebung verschont bleiben.

val/DPA / DPA