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Es geht um einen Tweet: Pornostar Stormy Daniels verklagt Trump wegen Verleumdung

Pornodarstellerin Stormy Daniels verklagt Donald Trump wegen Verleumdung. Ein Tweet des US-Präsidenten sei "diffamierend" und ziele darauf ab, die Darstellerin schlecht zu machen. Sie fordert Schadensersatz.

US-Präsident Donald Trump wurde vom Pornostar Stormy Daniels wegen Verleumdung verklagt

US-Präsident Donald Trump wurde vom Pornostar Stormy Daniels wegen Verleumdung verklagt

AP / DPA

Die Pornodarstellerin Stormy Daniels hat Klage gegen US-Präsident Donald Trump wegen Verleumdung eingereicht. Hintergrund ist eine Twitternachricht Trumps, in der er eine Phantomzeichnung als Schwindel kritisiert, die Daniels hatte anfertigen lassen. Sie soll einen Mann zeigen, der ihr gedroht haben soll, nicht über eine angebliche Affäre mit Trump zu reden.

Die Pornodarstellerin, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, sagt, dass sie 2006 Sex mit Donald Trump hatte - kurz nachdem dessen Frau Melania den gemeinsamen Sohn Barron zur Welt gebracht hatte. Trump bestreitet das.


Trump bezeichnete Phantombild als "Schwindel"

Die heute 39-Jährige erklärte, sie sei 2011 in Las Vegas von einem unbekannten Mann bedroht worden, damit sie nicht über das Thema spreche. Mitte April ließ sie eine Phantomzeichnung von ihm veröffentlichen. Trump bezeichnete das Bild auf Twitter als "totalen Schwindel". Es sei Jahre später angefertigt worden und zeige einen Mann, der nicht existiere, schrieb der Präsident.

In der am Montag in einem Gericht in New York eingereichten Klage erklärten Cliffords und ihr Anwalt Michael Avenatti nun, Trumps Tweet sei "falsch und diffamierend". Er ziele darauf ab, die Darstellerin schlecht zu machen. Sie forderten Schadensersatz.

Zahlung von 130.000 US-Dollar an Stormy Daniels

Cliffort und ihr Anwalt bestimmen seit Wochen immer wieder die Schlagzeilen. Das Thema ist für Trump heikel - vor allem wegen der Rolle seines persönlichen Anwalts Michael Cohen. Er hat zugegeben, vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 130.000 Dollar aus eigener Tasche an Clifford gezahlt zu haben. Nach ihrer Darstellung handelte es sich um Schweigegeld.

Am 9. April durchsuchte das FBI das Büro, die Wohnung und ein Hotelzimmer Cohens. Dabei beschlagnahmten Ermittler E-Mails, Dokumente und Geschäftsunterlagen zu diversen Themen, darunter zu Cohens umstrittener Zahlung. 

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fin / DPA