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Ukraine: Separatisten lassen OSZE-Beobachter frei

Das Ringen um die Waffenruhe in der Ukraine geht weiter: Während nach wochenlanger Gefangenschaft vier OSZE-Beobachter freigelassen wurden, kommt es in der Ostukraine zu neuen Gefechten.

Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine senden weitere Entspannungssignale und haben eines von zwei seit mehr als einem Monat festgehaltenen Beobachterteams der OSZE freigelassen. Die Rebellen überstellten die vier Männer aus der Schweiz, der Türkei, Estland und Dänemark am Freitag in einem Hotel in Donezk Vertretern OSZE.

Die bedingungslose Freilassung sei eine Geste des guten Willens, sagte der Rebellenchef in der Region, Alexander Borodai. Er hoffe, dass auch die anderen vier OSZE-Beobachter, die der Nachbar-Region Luhansk festgehalten werden, bald freikommen könnten. Darunter befindet sich auch eine Deutsche.

In der Nacht kam es trotz der vereinbarten Waffenruhe erneut zu vereinzelten Gefechten gekommen. Bei Schusswechseln nahe der Separatistenhochburg Slawjansk hätten Regierungseinheiten einen Kampfpanzer der Aufständischen zerstört, teilte Innenminister Arsen Awakow am Freitag in Kiew mit.

Neue Kämpfe in der Ost-Ukraine

Trotz einer vereinbarten Waffenruhe ist es im Ukraine-Konflikt erneut zu vereinzelten Gefechten gekommen. Bei Schusswechseln nahe der Separatistenhochburg Slawjansk hätten Regierungseinheiten einen Kampfpanzer der Aufständischen zerstört, teilte Innenminister Arsen Awakow am Freitag in Kiew mit.

In der Großstadt Donezk besetzten militante Gruppen nach fast siebenstündigen Gefechten einen Stützpunkt der Nationalgarde. Mehrere Soldaten seien verletzt worden, hieß es.

Die einwöchige Waffenruhe läuft an diesem Freitag ab - sie gilt als brüchig, könnte aber verlängert werden. Die Feuerpause ist ein wichtiger Teil eines Friedensplans des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko.

stb/Reuters/DPA / DPA / Reuters