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Antonio Guterres: UN-Generalsekretär: "Wünsche mir mehr deutsche Blauhelm-Soldaten"

Mehr Engagement bei Blauhelm-Einsätzen, größere Anstrengung im Kampf gegen den Klimawandel: Generalsekretär Antonio Guterres fordert im stern, dass reiche Länder wie Deutschland innerhalb der UN eine größere Verantwortung übernehmen.

Antonio Guterres: "Wir müssen mehr Wege für legale Migration auch nach Europa öffnen"

Antonio Guterres: "Wir müssen mehr Wege für legale Migration auch nach Europa öffnen"

AFP

UN-Generalsekretär Antonio Guterres fordert deutlich mehr Engagement von Deutschland bei den Blauhelm-Einsätzen der Vereinten Nationen. Viel zu oft seien die Blauhelme lediglich die "Babysitter von Krisen", sagte Guterres im Interview mit dem stern. "Die reichen Länder müssen mehr direkte Verantwortung für UN-Friedenseinsätze übernehmen. Wir müssen in der Lage sein, Frieden durchzusetzen." Dazu gehörten neben besserer Ausbildung und Ausrüstung auch deutlich mehr Personal: "Ich wünsche mir mehr deutsche UN-Blauhelme."

Der ehemalige portugiesische Ministerpräsident und langjährige UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres war im Oktober 2016 zum Generalsekretär der Vereinten Nationen gewählt worden. Er trat sein Amt in schwierigen Zeiten an: Die USA unter Präsident Trump ziehen sich aus UN-Institutionen wie etwa der Unesco zurück, kündigten das Klima-Abkommen von Paris, kürzen massiv Gelder. Dabei müsse die Weltgemeinschaft ihre Anstrengungen etwa im Kampf gegen den Klimawandel verstärken, so Guterres im stern. "Selbst die Umsetzung dieses Abkommens wird nicht reichen. Es ist nun einmal so: Für unseren Planeten gilt Alarmstufe Rot."

Guterres: "Die Menschen sahen einen nicht enden wollenden Flüchtlingsstrom"

Zugleich rief Guterres zur Unterstützung des Globalen Migrationspaktes auf, der Ende dieses Jahres verabschiedet werden soll. Der Pakt soll die Rechte der weltweit 258 Millionen Migranten stärken, auch durch mehr Möglichkeiten zur legalen Einreise. Aufgrund des demografischen Drucks und des Klimawandels werde die Zahl der Migranten weiter steigen. Es gelte nun, Kontrolle über den Prozess zu gewinnen. Die Flüchtlingskrise 2015 bezeichnete Guterres als "komplettes politisches Versagen. Die Menschen sahen einen nicht enden wollenden Flüchtlingsstrom, der vollkommen unkontrolliert über den Balkan Richtung Norden zog. Überforderte Regierungen, niemand erklärte sich verantwortlich."

Der von Deutschland und Frankreich geplanten Einrichtung von Asylzentren in Afrika und Libyen steht Guterres skeptisch gegenüber. "Wir müssen mehr Wege für legale Migration auch nach Europa öffnen. Denn Staaten, die Migration massiv beschränken, fügen sich selbst wirtschaftlichen Schaden zu." So werde Europa in naher Zukunft Millionen Menschen benötigen, die sich um die alternde Bevölkerung kümmerten.

Die USA hatten sich unter Verweis auf die "Souveränität" ihres Landes im vergangenen Dezember aus den Verhandlungen für den Migrations-Pakt zurückgezogen. Auch in einigen osteuropäischen EU-Staaten regt sich Widerstand gegen das geplante Abkommen. An diesem Wochenende wird Antonio Guterres auf der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.