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USA: Verschärfte Regeln für Spritverbrauch

Der US-Senat hat ein Gesetz zur Benzineinsparung bei Autos verabschiedet. Es soll Hersteller verpflichten, bis 2020 Fahrzeuge zu bauen, die bis zu 40 Prozent weniger Sprit verbrauchen. Gegen eine solche Regelung hatte sich die Autoindustrie zwei Jahrzehnte lang gesperrt.

Der Senat hat mit großer Mehrheit ein Energiegesetz verabschiedet, das zum ersten Mal seit 32 Jahren die Richtlinien für den Benzinverbrauch von Autos verschärft. Die Automobilhersteller müssen in den nächsten drei Jahren den Durchschnittsverbrauch ihrer Fahrzeuge auf umgerechnet etwa 6,7 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer senken. Die Autoindustrie hatte sich zwei Jahrzehnte lang gegen eine solche Regelung gesperrt. Die neue Richtlinie bedeute für das Jahr 2020 eine Ersparnis von 1,1 Millionen Barrel Rohöl, sagte der demokratische Senator Daniel Inouye. Das entspreche etwa der Hälfte der Menge, die aus der Golfregion importiert werde.

Dabei könnten die Emissionen von Treibhausgasen um jährlich 200 Millionen Tonnen reduziert werden. "Dies zeigt der Welt, dass Amerika im Kampf gegen die globale Erwärmung vorangeht", sagte der Senator. Das Energiegesetz sieht zugleich den verstärkten Einsatz der Benzinalternative Ethanol vor: Der Ethanolverbrauch in den USA soll bis 2022 auf 136 Milliarden Liter im Jahr versechsfacht werden. Der Senat billigte die Vorlage mit 86 zu 8 Stimmen. Auch die meisten Republikaner stimmten dem Gesetz zu, nachdem die Demokraten auf die zunächst vorgesehene höhere Besteuerung der großen Ölkonzerne verzichtet hatten. Die Vorlage geht zur weiteren Abstimmung ins Repräsentantenhaus. Das Weiße Haus kündigte an, dass Präsident George W. Bush das Gesetz mit seiner Unterschrift in Kraft setzen werde. Zuvor hatte er für den Fall der zusätzlichen Besteuerung der Ölindustrie noch mit seinem Veto gedroht.

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