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Weiter Proteste in Kairo Muslimbruderschaft zeigt doch Gesprächsbereitschaft


Die Muslimbruderschaft möchte nun doch Gespräche mit der ägyptischen Regierung führen. Zunächst hatte die Islamisten-Organisation Husni Mubaraks Rücktritt zur Bedingung gemacht.

Fast zwei Wochen nach Beginn der Proteste in Ägypten sollen erstmals Gespräche zwischen der Muslimbruderschaft und Vertretern der Regierung beginnen. Die Islamisten-Organisation erklärte, sie werde einen Vertreter zu Gesprächen mit Vizepräsident Omar Suleiman schicken. Auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo gingen die Proteste am Sonntag weiter. Rund 6000 Demonstranten versammelten sich, um den Rücktritt von Präsident Husni Mubarak und seiner Regierung zu fordern.

Die Muslimbruderschaft hatte zu Beginn des Aufstandes noch angekündigt, sie stehe erst nach einem Rücktritt Mubaraks für einen Dialog bereit. Da aber mittlerweile verschiedene andere Kräfte der Opposition zwischen der Regierung und den jugendlichen Demonstranten vermitteln, sehen die Muslimbrüder offensichtlich nun auch einen Zwang zu handeln.

Auf dem zentralen Platz der Proteste in Kairo, dem Midan Tahrir, wollten koptische Christen am Sonntag einen Gottesdienst feiern. Die Kopten sind in der Frage, ob man gemeinsam mit den Muslimbrüdern eine Allianz gegen das korrupte alte System bilden sollte, gespalten. Das geistliche Oberhaupt der Kopten, Papst Schenuda III., hatte Mubarak am Samstagabend den Rücken gestärkt.

DPA/mm DPA

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