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Live-Show in Moskau Putin weist Vorwürfe wegen "Panama Papers" zurück

Wladimir Putin beantwortet in Moskau die Fragen der Bürger
Wladimir Putin beantwortet in Moskau die Fragen der Bürger
© Alexander Nemenov/AFP
Der Name eines engen Vertrauten Wladimir Putins tauchte in den Panama Papers auf. Der Kreml-Chef nimmt ihn in Schutz: Sergej Roldugin habe all sein Geld für kostbare Musikinstrumente ausgegeben, behauptet Putin bei seiner Bürgersprechstunde.

Der russische Präsident Wladimir Putin weist Vorwürfe im Zusammenhang mit den "Panama Papers" über Hunderttausende Offshore-Firmen als Provokation zurück. "Wir wissen, dass Mitarbeiter der amerikanischen Institutionen damit zu tun haben", sagte Putin bei seiner traditionellen Bürgersprechstunde am Donnerstag in Moskau. 

Vergangene Woche hatten Medien weltweit über gut 200.000 Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker und Prominente ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Unternehmen wurden demnach teils über eine Kanzlei in Panama gegründet.

Putin nimmt seinen Freund Roldugin in Schutz

In den Dokumenten taucht auch der Name des Putin-Freundes Sergej Roldugin auf, eines bekannten Cellisten. Über dessen Offshore-Firmen sollen zwei Milliarden Dollar geflossen sein. Putins Name fällt in den Papieren jedoch nicht.

"Irgendwer von meinen Freunden macht irgendwelche Geschäfte", kommentierte Putin die "Panama Papers". Es tauche die Frage auf, ob Geld aus Offshore-Firmen irgendwelchen Beamten oder gar dem Präsidenten gehört. Aber in den Berichten werde niemand konkret beschuldigt. 

Die Details seien aus der Luft gegriffen, sagte Putin. "Sie führen einfach in die Irre." Putin nahm auch seinen Freund Roldugin in Schutz. Dieser habe all sein Geld lediglich für kostbare Musikinstrumente für Russland ausgegeben, sagte Putin.

kis DPA

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