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Zur Lage in Syrien Brahimi zeichnet ein düsteres Bild


Es sei ein "noch nie dagewesenes Ausmaß des Schreckens": Der UN-Sondergesandte Lakhdar Brahimi zeichnet ein düsteres Bild von Syrien. Ban Ki Moon hofft auf mehr als eine Milliarde Euro Hilfszahlungen.

Der internationale Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi hat ein düsteres Bild der Lage in dem Bürgerkriegsland gezeichnet. In einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York sagte Brahimi nach Angaben von Diplomaten, dass Syrien vor den Augen der Weltgemeinschaft "auseinanderbricht". Der Sicherheitsrat müsse endlich handeln, um das "noch nie dagewesene Ausmaß des Schreckens" in dem arabischen Land zu beenden. Brahimi berichtete laut Diplomaten, dass seine Gespräche für eine politische Lösung des Konflikts "keine Forschritte" machten.

Seit März 2011 kämpfen in Syrien Rebellen gegen die Truppen von Staatschef #Link;http://www.stern.de/politik/ausland/syriens-staatschef-baschar-al-assad-das-irrlicht-aus-damaskus-1679099.html;Baschar al Assad#. Dabei starben nach Schätzungen der UNO bislang mehr als 60.000 Menschen. Am Dienstag wurde ein neues Massaker bekannt. In der Metropole Aleppo wurden die Leichen von dutzenden jungen Männern entdeckt, die gefesselt und dann mit einem Kopfschuss getötet worden waren. Die Rebellen, die das Stadtviertel kontrollieren, und die Regierungstruppen machten sich gegenseitig für das Massaker verantwortlich.

Lebensmittelhilfe für hunderttausende Syrer in Gefahr

In Kuwait sollen heute bei einer internationalen Geberkonferenz neue Hilfsgelder für Syrien gesammelt werden. Die Konferenz steht unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen. Diese hatten im Vorfeld gewarnt, dass bei einem Ausbleiben neuer Zusagen die Lebensmittelhilfe für hunderttausende Syrer gekürzt werden müsse. UN-Generalsekretär #Link;http://www.stern.de/politik/ausland/ban-ki-moon-90282380t.html;Ban Ki Moon# hofft, dass in Kuwait umgerechnet gut 1,1 Milliarden Euro zusammenkommen.

Die USA versprachen am Dienstag bereits 115 Millionen Euro, die EU-Kommission 100 Millionen. In Syrien sind vier Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, viele erhalten tägliche Essensrationen. Zudem halten sich rund 650.000 syrische Flüchtlinge in Nachbarländern auf.

ger/AFP AFP

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