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Chemiewaffenvernichtung in Syrien Kerry findet lobende Worte für Assad


Syrien hat am Sonntag mit der Vernichtung von Chemiewaffen begonnen. US-Außenminister John Kerry lobte die syrische Regierung für ihre Kooperation. Bis Mitte 2014 soll Syrien chemiewaffenfrei werden.

Die USA haben die Kooperationsbereitschaft der syrischen Regierung bei der Vernichtung ihres Chemiewaffenarsenals gelobt. Der Prozess habe "in Rekordzeit" begonnen, sagte US-Außenminister John Kerry am Montag am Rande des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) in Indonesien. "Ich denke, dem Assad-Regime gebührt auch Anerkennung dafür, dass es so schnell das getan hat, was ihm aufgetragen war. Wir hoffen, das geht so weiter." Die Chemiewaffenvernichtung sei "ein hervorragendes Beispiel für globale Zusammenarbeit."

Nach dem Chemiewaffeneinsatz in der Nähe von Damaskus Ende August mit mehr als 1400 Toten und der Androhung eines Militärschlags durch die USA hatten die Vereinten Nationen am 27. September eine Resolution zur Vernichtung der Waffen verabschiedet. Syrien hat zugesagt, sich daran zu halten.

Rund 1000 Tonnen Chemiewaffen vermutet

Auf Bali sprach Kerry mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow. Beide Politiker wollen in einem Gespräch mit den UN-Sondergesandten, Lakhdar Brahimi, ein konkretes Datum für die Friedenskonferenz finden. Geplant ist sie für November. Brahimi hat erklärt, die Konferenz sei noch sehr unsicher. Eigentlich wollte der russische Präsident Wladimir Putin das Thema mit US-Präsident Barack Obama erörtern. Obama sagte seine Teilnahme an dem Gipfel wegen der Haushaltskrise in den USA aber ab.

Syrien hatte am Sonntag unter der Aufsicht internationaler Experten mit der Zerstörung seines Giftgas-Arsenals begonnen. Nach Schätzungen verfügt das syrische Regime über rund 1000 Tonnen Chemiewaffen. Mitte 2014 soll das Land nach einem Beschluss des UN-Sicherheitsrates chemiewaffenfrei sein.

jat/AFP/DPA/Reuters DPA Reuters

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