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Anleitungen für Terroranschläge "Frontal"-Bericht: Dresdner Telegram-Gruppe soll mit US-Neonazis kooperiert haben

Das Logo der Plattform Telegram
Auf der Plattform Telegram haben laut einem ZDF-Bericht Mitglieder der Gruppe "Dresden Offlinevernetzung" mit einem US-Neonazi-Netzwerk zusammengearbeitet
© Kirill Kudryavtsev / AFP
Die Telegram-Gruppe "Dresden Offlinevernetzung", die Mordpläne gegen Sachsens Ministerpräsidenten Kretschmer schmiedete, soll laut dem ZDF-Magazin "Frontal" mit einer US-Neonazigruppe kooperiert haben. Es sollen Anleitungen für Terroranschläge geteilt worden sein.

In einer Gruppe des Messengers Telegram sollen Anleitungen für Terroranschläge, Überfälle und zur Sprengstoffbeschaffung geteilt worden sein. Das berichtet das ZDF-Magazin "Frontal". Die Gruppe "Dresden Offlinevernetzung", die Mordpläne gegen den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer schmiedete, soll dabei mit dem US-Neonazi-Netzwerk "MZWNEWS" des Holocaustleugners John de Nugent kooperiert haben. Der "Frontal"-Redaktion lägen Audiochats und Screenshots vor, die das belegen sollen. Auf YouTube teilte die Redaktion die ungeschnittenen Audiochats.

Nach "Frontal"-Angaben forderte das Netzwerk deutsche Telegram-Nutzer auf, militante Widerstandszellen zu gründen. In einem der Chats soll es etwa geheißen haben: "Bildet Kleingruppen von maximal 15 Leuten und fangt an effektiv aufzuräumen." Mehr als zehn weitere sogenannte Offline-Gruppen sollen sich in ganz Deutschland daraufhin gebildet haben. Mitglieder sollen sich auch getroffen haben.

Gewaltfantasien in Dresdner Telegram-Gruppe

Wie "Frontal" weiter berichtet, wurden in der Telegram-Gruppe auch Gewaltfantasien verbreitet. Ein Wortführer soll gesagt haben, er wolle auf seine Waffe nachträglich eine Zielvorrichtung montieren lassen. Er äußerte demnach auch Angst vor einem Impf-Team vor seiner Haustür, auf welches er mit seinem Gewehr oder einer Armbrust durch die Wohnungstür schießen wolle: "Also, da fallen schon mal Zweie um", wird er im Bericht zitiert. 

Im selben Chat soll der Wortführer geäußert haben: "Du kriegst hier die Typen dieses Regimes ohne friedliche Mittel, also ohne Gewalt, nicht mehr weg!" Sein Anwalt teilte "Frontal" mit: "Keiner habe jemals ernsthaft eine mögliche Straftat vorbereitet oder auch nur in Betracht gezogen."

Im Dezember waren Morddrohungen gegen Michael Kretschmer (CDU) auf Telegram bekannt geworden. Die Polizei führte daraufhin Razzien in Dresden durch. Armbrüste, Waffen und Teile von Waffen wurden beschlagnahmt. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden teilte laut ZDF mit, dass die Ermittlungen gegen sieben Tatverdächtige andauerten: "Der Tatvorwurf gegen die Beschuldigten lautet auf gemeinschaftliche Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat."

rw

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