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CDU-Kandidatur: Oswald Metzger startet zweiten Versuch

Er gibt keine Ruhe: Oswald Metzger unternimmt einen zweiten Versuch, als Kandidat der CDU in den Bundestag zu gelangen. Nach seiner Niederlage in Biberach versucht es das frühere Grünen-Mitglied nun am Bodensee.

Der zur CDU gewechselte frühere Grünen-Politiker Oswald Metzger startet einen zweiten Versuch, um in den Bundestag zurückzukehren. Der 53-Jährige kündigte in Friedrichshafen seine Kandidatur für den Wahlkreis Bodensee an. "Ich bin ein Kämpfer", sagte der Finanzexperte, der sich bei der Nominierung gegen mindestens vier Mitbewerber durchsetzen muss.

Ein erster Versuch zur Rückkehr auf die bundespolitische Bühne im Wahlkreis Biberach war vor über drei Wochen gescheitert. Metzger sagte, das Bodenseegebiet sei "eine spannende Innovations- und Wachstumsregion".

Die CDU will ihren Kandidaten am 19. September in Überlingen aufstellen. Im Bodenseekreis ist die Partei auf der Suche nach einem Bewerber für die Bundestagswahl, nachdem der Kreisvorsitzende Markus Müller als aussichtsreichster Kandidat seinen Verzicht erklärt hatte. Metzger sagte, die örtliche CDU habe "freundliche Signale" ausgesendet. "Ich fühle mich hier angenommen." Der 53-Jährige hatte sich am Mittwochabend der CDU-Kreistagsfraktion in Friedrichshafen vorgestellt.

Metzger musste vor mehr als drei Wochen in Biberach eine Niederlage einstecken. Dort unterlag er in einer Kampfabstimmung dem örtlichen CDU-Kreisvorsitzenden Josef Rief. Dazu sagte der Haushaltsexperte: "Es geht immer wieder eine Tür auf im Leben." Die CDU am Bodensee sei anders als die im Kreis Biberach. Metzger warb erneut für eine grundlegende Reform des Steuerrechts und einen Umbau des Sozialsystems.

Im November 2007 hatte der frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete nach mehr als 20 Jahren die Öko-Partei verlassen und noch vor seinem Eintritt in die CDU sein Mandat als Landtagsabgeordneter niedergelegt. Er hatte heftige Kritik an dem sozialpolitischen Kurs der Grünen geübt. Für sie hatte er auch schon im Bundestag ein Mandat innegehabt.

AP/AP