HOME

Die Morgenlage: Coronavirus – Zahl der Todesopfer steigt auf mindestens 26

Coronavirus breitet sich weiter aus aus – mindestens 26 Todesopfer +++ USA lehnen Auslieferung von Diplomaten-Ehefrau an Großbritannien ab +++ ADAC nicht mehr gegen Tempolimit auf Autobahnen. Die Morgenlage.

Das Coronavirus überschattet die Vorbereitung zu den Feierlichkeiten zum Neujahrsfest in China

Das Coronavirus überschattet die Vorbereitung zu den Feierlichkeiten zum Neujahrsfest in China

DPA

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

das Coronavirus in China breitet sich weiter aus. Der neuen Lungenkrankheit sind acht weitere Menschen zum Opfer gefallen. Insgesamt sind demnach nun 26 Todesfälle durch Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, wie Behörden in China mitteilten. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg im Vergleich zum Vortag von 644 auf 830 Fälle an. Die Weltgesundheitsorganisation sieht keinen Grund, eine Notlage auszurufen.

Coronavirus in China

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

USA lehnen Auslieferung von Diplomaten-Ehefrau an Großbritannien ab

Die USA haben die Auslieferung der Ehefrau eines Diplomaten nach Großbritannien abgelehnt, die für den Tod eines Teenagers bei einem Verkehrsunfall verantwortlich sein soll. Die Frau habe während ihres Aufenthalts in Großbritannien diplomatische Immunität genossen, begründete das Außenministerium in Washington die Entscheidung. Kämen die USA dem britischen Auslieferungsantrag nach, würde dies "einen außerordentlich problematischen Präzedenzfall darstellen". Die britische Regierung reagierte "enttäuscht" auf die Entscheidung. Eine Sprecherin des Innenministeriums in London sagte, ihre Regierung prüfe nun "dringlich", welche Optionen sie in dem Fall noch habe. 

Seehofer streicht automatische Gesichtserkennung aus Entwurf

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will der Bundespolizei nun doch nicht erlauben, an sicherheitsrelevanten Orten Software zur Gesichtserkennung einzusetzen. In einem Entwurf für das neue Bundespolizeigesetz, der am Donnerstag zur Abstimmung an die anderen Ressorts der Bundesregierung ging, ist davon nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nicht mehr die Rede. In einer älteren Fassung des Entwurfs, der dpa vorliegt, hieß es noch, die Bundespolizei könne Daten aus Bildaufzeichnungsgeräten "automatisch mit biometrischen Daten abgleichen", die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben weiterverarbeitet oder für die sie eine Berechtigung zum Abruf hat.

 

ADAC nicht mehr gegen Tempolimit auf Autobahnen

In der Debatte um ein Tempolimit auf Autobahnen hat der ADAC seine jahrzehntelange ablehnende Haltung aufgegeben. Der ADAC sei "nicht mehr grundsätzlich" gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung, sagte der ADAC-Vizepräsident Verkehr, Gerhard Hillebrand, der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld des 58. Verkehrsgerichtstags in Goslar (29. bis 31. Januar). Der ADAC ist mit gut 21 Millionen Mitgliedern der größte Automobilclub Deutschlands.

Das wird heute wichtig:

Merkel reist zu Erdogan nach Istanbul

Kanzlerin Angela Merkel reist nach Istanbul, um dort am Freitag den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu treffen. Themen der Unterredung werden nach Angaben der Bundesregierung aktuelle internationale und bilaterale Fragen sein. Ankara sieht den EU-Beitrittsprozess, die Visaliberalisierung mit der EU und das Thema Zollunion im Fokus. Angesprochen werden dürfte die Flüchtlingspolitik sowie möglicherweise eine Syrien-Konferenz. Am Vormittag wird Merkel mit Vertretern der Wirtschaft zusammenkommen.

Finanzminister Scholz spricht beim Weltwirtschaftsforum in Davos

In Davos endet am Freitag das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums. Zum Abschluss der 50. Ausgabe steht eine Rede des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz (11.30 Uhr) auf dem Programm. Zudem wird der gemeinsame Konjunkturausblick mit Spannung erwartet. Diesen wollen Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein US-amerikanischer Kollege Steven Mnuchin zusammen mit der Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, präsentieren (ebenfalls 11.30 Uhr).

Neue Runde von Anklage-Plädoyers im Impeachment-Verfahren gegen Trump

Im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump im Senat beginnt am Freitag der letzte Tag der Anklageplädoyers. Seit Mittwoch versuchen die Anklagevertreter des Repräsentantenhauses, die Senatoren davon zu überzeugen, die beiden Anklagepunkte gegen Trump zu unterstützen. Im Senat haben Trumps Republikaner die Mehrheit. Bislang deutet nichts darauf hin, dass es den Demokraten gelingt, Republikaner auf ihre Seite zu ziehen.

Ski-Asse in Kitzbühel gefordert - Biathletinnen kämpfen um WM-Norm

Nach seinem Sensationssieg vor einem Jahr hofft Ski-Alpin-Ass Josef Ferstl zum Auftakt des Hahnenkamm-Wochenendes am Freitag in Kitzbühel im Super-G auf ein gutes Ergebnis. Da der Oberbayer aber noch nach seiner Form sucht, ruhen die Hoffnungen auf seinem Teamkollegen Thomas Dreßen. Ex-Weltmeisterin Viktoria Rebensburg und Kira Weidle wollen sich bei der ersten Abfahrt in Bulgarien für ihre zuletzt enttäuschenden Ergebnisse rehabilitieren.

Julia Görges will ins Achtelfinale des Tennis-Turniers von Melbourne 

Julia Görges spielt am Freitag bei den Australian Open der Tennisprofis um den Einzug ins Achtelfinale. Die 31 Jahre alte Bad Oldesloerin trifft in der dritten Runde auf die Amerikanerin Alison Riske (nicht vor 05.00 Uhr deutscher Zeit/Eurosport). Riske ist beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison an Position 18 gesetzt, Görges ist ungesetzt. Zwei von bisher drei Duellen hat sie aber für sich entschieden. International sind die Partien der Topstars Roger Federer, Novak Djokovic und Serena Williams interessant.

tis / fin / DPA / AFP