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Die Morgenlage Deutschland gedenkt des Endes der Nazi-Herrschaft – 8. Mai künftig bundesweiter Feiertag?

Das stark beschädigte Berliner Reichstagsgebäude 1945 in einer Schwarz-Weiß-Aufnahme
Das stark beschädigte Berliner Reichstagsgebäude zum Kriegsende 1945. Heute jährt sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Befreiung vom Nationalsozialismus.
Feierlichkeiten zum Gedenken an das Kriegsende vor 75 Jahren +++ Antisemitismusbeauftragter für bundesweiten Feiertag am 8. Mai +++ US-Justiz lässt Vorwürfe gegen Trumps Ex-Sicherheitsberater fallen +++ Die Nachrichtenlage am Freitagmorgen.

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

lange wurde der 8. Mai 1945 in Deutschland als Tag der Niederlage gesehen. Doch 1985 stellte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker klar: Es war ein Tag der Befreiung. Nun wird sein Nachfolger  Frank-Walter Steinmeier sprechen. Schon vorab ist absehbar: Es wird ein ungewöhnlicher Tag.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Deutschland gedenkt der Befreiung vom Nationalsozialismus

Deutschland gedenkt heute des Endes des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Nationalsozialismus vor 75 Jahren. Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht endete am 8. Mai 1945 der von Hitler-Deutschland entfesselte Krieg in Europa. Er kostete hier und in Asien - je nach Schätzung - zwischen 55 und mehr als 60 Millionen Menschen das Leben. Unter ihnen waren auch rund 6 Millionen europäische Juden, die die Nationalsozialisten in ihrem Rassenwahn ermordet haben.

In Berlin werden die Spitzen der fünf Verfassungsorgane diesen Tag der Befreiung würdigen. Vorgesehen ist eine Kranzniederlegung an der Neuen Wache, der zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird im Anschluss eine Rede halten.

Antisemitismusbeauftragter für bundesweiten Feiertag am 8. Mai

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat sich dafür ausgesprochen, den Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai zum bundesweiten Feiertag zu machen. Er unterstütze eine entsprechende Forderung des Auschwitz-Komitees, sagte Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe in einem am Freitag veröffentlichten Interview.

US-Justiz lässt Vorwürfe gegen Trumps früheren Sicherheitsberater fallen

Überraschende Wende im Fall des früheren Nationalen Sicherheitsberaters der USA, Michael Flynn: Das Justizministerium in Washington hat seine Anschuldigungen gegen den früheren Mitarbeiter von Präsident Donald Trump in der Russland-Affäre zurückgezogen. Zur Begründung erklärte das Ministerium am Donnerstag, das Vorgehen der Bundespolizei FBI gegen Flynn sei unrechtmäßig gewesen. Trump nannte Flynn "unschuldig" und drohte den Verantwortlichen für die Ermittlungen mit einem "hohen Preis".

Flynn hatte sich im Dezember 2017 schuldig bekannt, das FBI über seine Kontakte zum ehemaligen russischen Botschafter Sergej Kisljak belogen zu haben. Später erklärte der Ex-General, das Schuldbekenntnis zurückziehen zu wollen.

Frontex erwartet neuen Zustrom von Migranten an griechischer Grenze

Die Europäische Grenzschutzagentur Frontex erwartet nach einer internen Einschätzung offenbar einen neuen Zustrom von Migranten an die Grenze zwischen der Türkei und Griechenland. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf einen internen und vertraulichen Situationsbericht aus dem sogenannten Frontex Situation Centre. In dem Bericht werde davon ausgegangen, dass nach Aufhebung der Einschränkungen wegen der Coronakrise in den Provinzen Canakkale, Istanbul und Izmir "massive Bewegungen von Migranten in Richtung der griechisch-türkischen Grenze" erwartet werden könnten.

Bolsonaro schickt Militär zum Kampf gegen Zerstörung nach Amazonien

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat die Streitkräfte des Landes vorzeitig nach Amazonien geschickt, um Abholzung und Brände zu bekämpfen. Dies geht aus einer Veröffentlichung im "Diário Oficial", einer Art Amtsblatt, vom Donnerstag hervor. Es geschieht drei Monate früher als 2019, als die Zerstörung des größten Regenwaldes der Welt dramatisch zunahm und internationale Kritik hervorrief. Der Einsatz ist von 11. Mai bis 10. Juni in den neun Bundesstaaten des Amazonasgebiets vorgesehen und kann wie im vergangenen Jahr auf bis zu 60 Tage ausgeweitet werden.

EU-Umweltpolitiker erwägen drastisch verschärftes Klimaziel

Im EU-Parlament wächst die Unterstützung für eine drastische Verschärfung des Klimaziels für 2030. Bis dahin sollten im Vergleich zu 1990 in der Europäischen Union 65 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen werden, schlug die zuständige Berichterstatterin Jytte Guteland nun offiziell vor. Der Entwurf ihres Berichts liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Das wird heute wichtig:

Erste Besatzungsmitglieder der "Mein Schiff 3" sollen mit Charter-Flug ausgeflogen werden

Seit Wochen müssen fast 3000 Crewmitglieder auf einem Kreuzfahrtschiff in Cuxhaven ausharren. Nach einem Corona-Fall an Bord wurden alle getestet. Heute sollen die ersten Crewmitglieder in ihre Heimatländer zurückgebracht werden.

Queen Elizabeth II. hält Ansprache zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa

Es ist bereits die zweite Fernsehansprache der britischen Königin innerhalb relativ kurzer Zeit. Anfang April wandte sich die Queen wegen der Coronavirus-Pandemie an ihre Landsleute.

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Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag, bleiben Sie gesund.

Ihre stern-Redaktion

tis / anb DPA AFP

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