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Die Morgenlage: Autofahrer rast in Rosenmontagszug: Polizei warnt vor Verbreitung angeblicher Täter-Fotos

Volksmarsen: Polizei warnt vor Verbreitung angeblicher Täter-Fotos +++ Coronavirus: "Weltweiter Albtraum" muss verhindert werden +++ Ältester Mann der Welt mit 112 Jahren in Japan gestorben +++ Die Nachrichtenlage am Dienstagmorgen.

Volkmarsen in Hessen: Mann fährt mit Pkw in Rosenmontagsumzug – Polizei spricht von "vorsätzlicher Tat"

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

das nordhessische Volkmarsen steht unter Schock, nachdem während des Rosenmontagsumzugs ein Autofaher in eine Menschenmenge fuhr und 30 Menschen verletzte. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hofft mehr über das Motiv des mutmaßlichen Täters zu erfahren. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ihr Sprecher Alexander Badle. Die Behörde ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Die Polizei warnt indes vor der Verbreitung angeblicher Täter-Fotos.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Autofahrer rast in Rosenmontagszug – Polizei warnt vor Verbreitung angeblicher Täter-Fotos

Im Zusammenhang mit dem Vorfall beim Karnevalsumzug in Volkmarsen mit 30 Verletzten hat die Polizei vor dem Verbreiten angeblicher Fotos des Täters gewarnt. "Bei der abgebildeten Person handelt es sich definitiv nicht um den Täter", schrieb die Polizei Nordhessen am späten Montagabend bei Twitter. "Teilen Sie keine Falschnachrichten!", hieß es. Dazu stellte sie ein Bild, auf dem mehrere Menschen zu sehen sind, die neben einem Auto stehen. Ihre Gesichter wurden unkenntlich gemacht. Es würden derzeit Fotos kursieren, die angeblich die Festnahme des Täters zeigen sollen, hieß es in dem Tweet.

Volkmarsen: Ermittler untersuchen am Abend in Volkmarsen das Fahrzeug des Täters

Volkmarsen: Ermittler untersuchen am Abend das Fahrzeug des Täters

AFP

Beim Rosenmontagszug in Volkmarsen war ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurden 30 Menschen verletzt, sieben davon schwer. Rund ein Drittel der Opfer sind nach Angaben der Behörden Kinder. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Das Motiv ist noch unklar.

Coronavirus: "Weltweiter Albtraum" muss verhindert werden

UN-Generalsekretär Antonio Guterres ruft zu einem entschlossenen Kampf gegen Corona auf. Es gelte, dramatische Konsequenzen für die Gesundheit der Menschen und die Wirtschaft weltweit zu verhindern, sagt er bei einem Besuch der Weltgesundheitsbehörde (WHO) in Genf. Dafür müssten die von der WHO für die Bekämpfung von Corona geforderten Mittel in Höhe von 675 Millionen Dollar vollständig bereitgestellt würden. Nur so könnten die Regierungen dafür sorgen, dass die Krankheit nicht zu einem "weltweiten Alptraum" werde.

US-Schauspieler Jussie Smollett weist Vorwürfe vor Gericht zurück

Der US-Schauspieler Jussie Smollett (37), der einen gegen ihn gerichteten rassistischen und homophoben Angriff vorgetäuscht haben soll, steht erneut vor Gericht. Der frühere Star der US-Serie "Empire" plädierte am Montag in Chicago auf "nicht schuldig", wie der US-Sender CNN und die Zeitung "Chicago Tribune" berichteten. Smollett werden Falschaussagen vor der Polizei vorgeworfen. Am 18. März muss der Schauspieler wieder vor Gericht erscheinen.

Ältester Mann der Welt mit 112 Jahren in Japan gestorben

Der offiziell älteste Mann der Welt ist in Japan gestorben. Chitetsu Watanabe wurde 112 Jahre alt, wie japanische Medien am Dienstag berichteten. Der 1907 geborene Japaner hatte erst vor zwei Wochen ein Zertifikat des Guinness-Buch der Rekorde mit seinem Titel als ältester Mann der Welt in seinem Seniorenheim erhalten. Der aus der nördlichen Präfektur Niigata stammende Japaner hatte als Geheimnis seiner Langlebigkeit einmal gesagt, dass man sich nicht ärgern und stets ein Lächeln im Gesicht bewahren solle. Bis zum vergangenen Sommer hatte Watanabe täglich Sport- und Matheübungen gemacht und sich der Faltkunst Origami und der Kalligraphie gewidmet.

Das wird heute wichtig:

Gesundheitsminister beraten über Coronavirus-Ausbreitung in Italien

Angesichts der raschen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Italien berät die italienische Regierung mit den Nachbarländern und Deutschland die Lage. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) reist dazu nach Rom. An dem Treffen am Nachmittag sollen neben dem Gastgeber zudem seine Amtskollegen aus Slowenien, Frankreich, der Schweiz und Österreich teilnehmen.

Die Zahl der Infizierten in Italien war auf mehr als 220 gestiegen. Spahn sagte am Montag, ein Virus mache an Landesgrenzen nicht halt. Erwartet wird, dass die Minister Reaktionen auf die Ausbreitung des Virus beraten. Der italienische Zivilschutz und die Regierung in Rom hatten sich bereits gegen Grenzschließungen ausgesprochen. Dies sei rechtlich zwar machbar, bringe aber keinen praktischen Nutzen, so der Zivilschutz.

Pressekonferenz mit Friedrich Merz zur Kandidatur für den CDU-Parteivorsitz

Der frühere Unionsfraktionschef Merz nimmt offenbar erneut Anlauf auf den CDU-Vorsitz. Heute will er sich in der Bundespressekonferenz zu einer Kandidatur für das Spitzenamt in der Partei äußern (11 Uhr). Es wird erwartet, dass er dann offiziell seine Kandidatur für die Nachfolge von Kramp-Karrenbauer erklärt, der er Ende 2018 noch knapp auf dem CDU-Bundesparteitag unterlegen war. Als einziger prominenter Christdemokrat hat bislang der frühere Bundesumweltminister Röttgen seine Kandidatur erklärt. Als weitere Interessenten gelten Gesundheitsminister Spahn und NRW-Ministerpräsident Laschet. Der neue CDU-Chef soll am 25. April auf einem Parteitag gewählt werden.

EU-Europaminister sollen Mandat für Handelsgespräche mit London beschließen

Die Europaminister der EU kommen heute in Brüssel zusammen, um das Mandat für die Gespräche über ein Handelsabkommen mit Großbritannien nach dem Brexit zu beschließen (10.00 Uhr). Bei dem Treffen wird grünes Licht der Mitgliedstaaten für einen Text erwartet, der gestern bereits von den EU-Botschaftern gebilligt worden war. Es stellt London ein Handelsabkommen ohne Zölle in Aussicht, verlangt aber gleichzeitig Garantien für faire Wettbewerbsbedingungen. Großbritannien war Ende Januar aus der EU ausgetreten. Bis Ende des Jahres bleibt es aber noch im EU-Binnenmarkt und der Zollunion, um Zeit für die Gespräche über die künftigen Beziehungen zu schaffen. Weiteres Thema des Ministertreffens ist die Frage der Aufnahme von Erweiterungsgesprächen mit Albanien und Nordmazedonien, die bisher von Frankreich blockiert werden. 

jek / tis / DPA / AFP

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