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Harte Zeiten für deutsche Bauern: Brüssel will Subventionen kürzen

Deutschlands Landwirte müssen sich einem Zeitungsbericht zufolge auf deutlich weniger Subventionen aus Brüssel einstellen. Die Kommission wolle massiv staatliche Fördergelder von den alteingesessenen EU-Staaten zu den jüngeren Mitgliedern in Mittel- und Osteuropa umlenken, berichtet die "Financial Times Deutschland".

Deutschlands Landwirte müssen sich einem Zeitungsbericht zufolge auf deutlich weniger Subventionen aus Brüssel einstellen. Die Kommission wolle massiv staatliche Fördergelder von den alteingesessenen EU-Staaten zu den jüngeren Mitgliedern in Mittel- und Osteuropa umlenken, berichtet die "Financial Times Deutschland". EU-Kommissar Dacian Ciolos plant demnach eine weitreichende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik, um bei der Verteilung der Subventionen ein größeres Gleichgewicht zwischen den EU-Mitgliedern zu erreichen. Seinen Plan will der Rumäne laut "FTD" am Freitag seinen Kommissionskollegen vorstellen und im November der Öffentlichkeit präsentieren.

Bislang kassieren Bauern aus den alten EU-Staaten pro Hektar bis zu fünfmal so hohe Flächenprämien wie Osteuropas Landwirte. "Auf Dauer lässt sich ein System nicht aufrechterhalten, das Bauern in einem Land dreimal so viel bezahlt wie Bauern eines anderen Landes 50 Kilometer weiter östlich", zitierte die Zeitung aus dem Umfeld des Agrarkommissars. Diplomaten zufolge könnten die Zahlungen an die deutschen Bauern von derzeit durchschnittlich rund 300 Euro je Hektar Land um bis zu 30 Prozent einbrechen. Die Reform soll 2013 in Kraft treten - muss aber von den Regierungen und dem EU-Parlament abgesegnet werden.

Nach wie vor sind die Subventionen für Landwirte und die Agrarindustrie mit über 40 Prozent der EU-Ausgaben der größte Posten im Gemeinschaftsetat. Im vergangenen Jahr erhielten deutsche Bauern 7,5 Milliarden Euro. Davon waren 5,7 Milliarden Euro Direktzahlungen - also Subventionen, die unabhängig von der Ernte pro Hektar Land gewährt werden.

AFP / AFP