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Anschlag in Berlin: Heiko Maas gesteht Behördenfehler im Fall Amri ein

Nach dem Anschlag in Berlin stellen sich immer mehr Menschen die Frage, ob die Tat hätte verhindert werden können. Bundesjustizminister Heiko Maas hat nun einen Bericht angekündigt, der Klarheit schaffen könnte.

Bundesjustizminister Heiko Maas bei der ZDF-Sendung "Maybrit Illner"

Heiko Maas bei der ZDF-Sendung "Maybrit Illner"

Im Umgang der Behörden mit dem Berlin-Attentäter sind Fehler gemacht worden. Was viele schon längst vermuteten, hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nun offiziell eingeräumt und einen entsprechenden Bericht dazu angekündigt.

"Es kann sich nach dem, was da geschehen ist und nach dem, was man mittlerweile weiß, niemand hinsetzen und sagen, es sind keine Fehler gemacht worden", sagte Maas am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "maybrit illner". Die Ergebnisse der Untersuchung würden in Kürze vorgelegt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte bereits wenige Tage nach der Tat vom 19. Dezember einen Bericht über das Vorgehen der Behörden angekündigt. Der CDU-Politiker bestritt damals ein allgemeines Versagen der Sicherheitskräfte.

Anis Amri war dem Terrorabwehrzentrum bekannt

Justizminister Maas sagte, es werde aufgearbeitet, warum die Tat nicht verhindert werden konnte, obwohl Anis Amri den Behörden bis hin zum Terrorabwehrzentrum bekannt war. "Es wird in den nächsten Tagen einen Bericht aller beteiligten Behörden geben, in dem sehr exakt noch einmal dargestellt wird, wer hat wann was gemacht und was entschieden." Bei dem Anschlag mit einem Lastwagen waren zwölf Menschen ums Leben gekommen.

Die Polizei steht in der Kritik, unmittelbar nach dem Anschlag wichtige Hinweise auf den Täter übersehen zu haben. Zudem hatten die Sicherheitsbehörden zuvor eine monatelange Überwachung des als Gefährder eingestuften Tunesiers Anis Amri eingestellt.


sve / DPA
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