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Hohlmeier: Rücktritt mit sofortiger Wirkung

Nach tagelangen Querelen gibt Bayerns Kultusministerin Monika Hohlmeier ihr Amt an der Spitze der Münchner CSU entgegen früheren Plänen mit sofortiger Wirkung ab. Nachfolger wird Otmar Bernhard.

Bei der Münchner CSU überschlagen sich die Ereignisse: Die bayerische Kultusministerin und Strauß-Tochter Monika Hohlmeier gibt ihr Amt an der Spitze der Münchner CSU nun doch mit sofortiger Wirkung ab. Das hat die Tochter des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß am Freitag in München mitgeteilt.

Zerwürfnis mit den Parteifreunden

Nach massiver Kritik an ihrem Verhalten gegenüber Parteifreunden hatte Hohlmeier ihr Amt als Münchner CSU-Chefin eigentlich erst im Herbst zur Verfügung stellen wollen. Der Vorstand der Stadtpartei nominierte am Freitag einstimmig den CSU-Landtagsabgeordneten Otmar Bernhard als Nachfolger. Hohlmeier sagte, sie habe nach dem klaren Votum vorgeschlagen, Bernhard die operativen Geschäfte sofort zu übertragen.

Das Zerwürfnis zwischen Hohlmeier und ihren Parteifreunden war nach Angaben der scheidenden Bezirkschefin bei der Sitzung kein Thema. "Wir haben uns zusammen gesetzt und miteinander die Sache für erledigt erklärt", sagte sie. Bernhard erklärte, über die Auseinandersetzung vom vergangenen Freitag sei nicht gesprochen worden. "Wir sollten jetzt die Vergangenheit hinter uns lassen und in die Zukunft blicken."

Das sieht der CSU-Kollege ILudwig Spaenle anders. Laut der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) bezichtigt er die Strauß-Tochter offen der Lüge. Nachdem Hohlmeier wiederholt bestritten hat, CSU-Kollegen mit Details aus deren Privatleben unter Druck gesetzt zu haben, sagte in der CSU-Landtagsabgeordnete Ludwig Spaenle nun der Samstags-Ausgabe der "SZ": "Wenn sie sagt, sie hat niemanden erpresst und kein Dossier angelegt, sagt sie die Unwahrheit".

Hohlmeier soll Spaenle vorgeworfen haben, bei der Wahl seiner Ehefrau in einer Kreisgliederung der Frauen-Union sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen.

DPA / DPA