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Die Morgenlage "Eine Beziehung der Enttäuschung und Frustration": US-Regierung wütend auf China wegen Corona


Eiszeit zwischen Peking und Washington wegen Corona +++ DFL entscheidet über Termin für Bundesliga-Wiederbeginn +++ Bundesregierung will Mali-Einsatz ausweiten +++ Die Nachrichtenlage am Donnerstagmorgen.

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Die USA sind besonders schwer vom Coronavirus betroffen. Die Vorwürfe aus Washington gegen China werden immer lauter - auch wenn sich Chinas US-Botschafter um Entspannung bemüht. In Deutschland freuen sich viele Menschen derweil über Lockerungen der Vorsichtsmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Corona-Krise verschärft Spannungen zwischen USA und China

Die Corona-Krise verschärft die Spannungen zwischen den USA und China. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte am Mittwochabend (Ortszeit): "Im Moment ist es eine Beziehung der Enttäuschung und Frustration." US-Präsident Donald Trump warf China erneut vor, das Coronavirus nicht an seinem Ursprung in Wuhan eingedämmt zu haben. "Es hätte in China gestoppt werden sollen. Es hätte direkt an der Quelle gestoppt werden sollen, und das wurde es nicht", kritisierte Trump im Weißen Haus. 

"Ein Stück Mut": Deutschland lockert in der Corona-Krise die Zügel

Familien dürfen sich wieder treffen und beim Einkaufsbummel gibt es mehr Auswahl: Deutschlandweit werden die Regeln in der Corona-Krise spürbar gelockert. Über das Tempo bestimmen die Bundesländer in vielen Bereichen aber selbst - etwa bei Schulen, Kitas und Unis, der Gastronomie, Kinos oder Opernhäusern. "Wir können uns ein Stück Mut leisten, aber wir müssen vorsichtig bleiben" - so fasste es Kanzlerin Angela Merkel nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten Länder zusammen.

Kabinett beschließt Mehrwertsteuer-Senkung für Gastronomie

Restaurants und Cafés sollen wegen der Corona-Krise vorübergehend weniger Steuern zahlen. Das Bundeskabinett beschloss, dass die Mehrwertsteuer auf Speisen für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent reduziert wird. Bundestag und Bundesrat müssen den Hilfen noch zustimmen. Die Regelung soll konkret vom 1. Juli an für ein Jahr gelten. Sie betrifft nur Speisen, keine Getränke. 

Vereinte Nationen verdreifachen Milliardenbedarf für Corona-Nothilfe

Die Vereinten Nationen brauchen für die Versorgung der durch die Corona-Krise schwer getroffenen ärmsten Menschen der Welt weitere Milliardenbeträge. Sie haben den nötigen Betrag seit dem Spendenaufruf im März mehr als verdreifacht. Um Millionen Menschen vor Hungerkatastrophen zu retten, sind nach neuesten Berechnungen 6,7 Milliarden Dollar nötig.

Bundesregierung will Mali-Einsatz ausweiten

Das Bundeskabinett hat grünes Licht für die Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in dem von islamistischen Terrorgruppen und organisierter Kriminalität bedrohten Mali gegeben. Die Ministerrunde beschloss ein neues Mandat für die Beteiligung an der EU-Ausbildungsmission EUTM, das eine Entsendung von bis zu 450 Soldaten in das westafrikanische Land vorsieht, 100 mehr als bisher. 

Weiterbetrieb des Militärflughafens Tegel kostet Millionen

Der geplante Weiterbetrieb des militärischen Teils am Berliner Flughafen Tegel verursacht Kosten in Millionenhöhe. Dort sollen auch nach der Schließung des eigentlichen Flughafens im Herbst bis 2029 Regierungshubschrauber starten und landen. "Die Ausgaben für den Weiterbetrieb der militärischen Liegenschaft Tegel Nord werden auf jährlich circa fünf Millionen Euro geschätzt", heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag, die der dpa vorliegt. Darüber berichtete zuvor das Internet-Portal "AviationNetOnline".

Das wird heute wichtig:

Bundestag wählt neuen Wehrbeauftragten und berät über Corona

Der Bundestag wird am Donnerstag (9 Uhr) einen neuen Wehrbeauftragten wählen. Die SPD-Fraktion, die das Vorschlagsrecht für diesen Posten hat, hat dafür die Innenpolitikerin Eva Högl nominiert. Sie soll Amtsinhaber Hans-Peter Bartels (SPD) ablösen. Die Personalie hatte für erheblichen Wirbel gesorgt, weil der über die Parteigrenzen geschätzte Bartels selbst Interesse hatte, das Amt weiterzuführen.

Neue Daten zur Lage am US-Arbeitsmarkt

 Das US-Arbeitsministerium veröffentlicht am Donnerstag (14.30 Uhr MESZ) wieder die wöchentliche Zahl neuer Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Seit Mitte März haben in den USA bereits rund 30 Millionen Menschen ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit.

DFL entscheidet über Termin für Bundesliga-Wiederbeginn

Die Deutsche Fußball Liga will sich heute auf einen Termin für den Wiederbeginn in der 1. und 2. Bundesliga festlegen. Bei einer Mitgliederversammlung mit den 36 Profivereinen soll per Videoschalte über die Folgen der Freigabe für den Neustart durch die Politik diskutiert werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer hatten am Mittwoch dem Profifußball eine Wiederaufnahme der Saison ab Mitte Mai erlaubt. 

Polens Parlament entscheidet über Änderung des Wahlrechts

Kurz vor der Präsidentenwahl in Polen will das Parlament in Warschau am Donnerstag über eine umstrittene Änderung des Wahlrechts entscheiden. Der Entwurf der nationalkonservativen Regierungspartei PiS sieht vor, die für den 10. Mai geplante Präsidentenwahl wegen der Coronavirus-Epidemie ausschließlich per Brief abzuhalten. Da die Briefwahl in Polen bislang ungebräuchlich war, ist dafür eine Gesetzesänderung nötig.

Prozess: Muss Heilpraktikerin Schmerzensgeld zahlen?

Das Oberlandesgericht (OLG) München befasst sich am Donnerstag (13 Uhr) mit einer Schmerzensgeldklage gegen eine Heilpraktikerin. Kläger ist ein Fünfjähriger, dessen Mutter an Krebs starb. Sie soll auf eine schulmedizinische Behandlung verzichtet haben, weil die Heilpraktikerin ihr dazu geraten habe. Der Vater des Jungen fordert für das Kind 170.000 Euro. Die Heilpraktikerin gibt an, es sei die freie Entscheidung der Mutter gewesen, auf die schulmedizinische Behandlung zu verzichten.

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Ihre stern-Redaktion

tis / anb DPA AFP

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